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Normale Version: Kondensatoren für eine Frequenzweiche
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Hallihallo,
ich wollte mal nach klanglich guten Kondensatoren für eine einfache Frequenzweiche fragen
benötige einen Wert von ca  1 µF
LG Hififritze

Rheydter

X-beliebigen MKP oder MKT Kondensator einbauen und gut ist.
Zumindest trocknet bei den Dingern nichts aus, was zu Kapazitätsänderungen und somit zu Änderungen der Frequenzweichenabstimmung führen könnte.

Wenn Du halt zu den Glücklichen gehörst, die Bauteilunterschiede reproduzierbar erhören können, dann ran an die Boutiqueware!
(09.06.2016, 14:38)Volker Krings schrieb: [ -> ]X-beliebigen MKP oder MKT Kondensator einbauen und gut ist.
Zumindest trocknet bei den Dingern nichts aus, was zu Kapazitätsänderungen und somit zu Änderungen der Frequenzweichenabstimmung führen könnte.

Wenn Du halt zu den Glücklichen gehörst, die Bauteilunterschiede reproduzierbar erhören können, dann ran an die Boutiqueware!
 Danke erst einmal, bei 50 € für die boutiqueware frage ich erst einmal nach Meinungen Hi
Zitat: Danke erst einmal, bei 50 € für die boutiqueware frage ich erst einmal nach Meinungen

Die Meinungen fremder anderer Leute zum Klang  irgendwelcher Bauteile können kein guter Ratgeber sein. Lipsrsealed2
Nun, Meinungen war wahrscheinlich das falsche Wort , Erfahrungen trifft es dann wohl besser.
Das das Hören eine recht subjektive Angelegenheit ist, ist mir durch aus bewusst !
Trotzdem, danke für den Hinweis 

LG Hififritze
Gutes Zeug:
http://quint-store.com/index.php?page=product&info=229

Ist zwar wieder eine marke und kein WIMA MKP aus der Grabbelkiste, ich finde es aber trotzdem gut gemacht. Hi

bubble_ace

Edit: Kollege Tiefton war schneller Thumbsup
Und um noch ratloser zu werden.... LOL :
diese hier sind auch wirklich gut:
https://www.intertechnik.de/Shop/Frequen...768,de,279
Floet
Das Problem bei solchen Fragen ist idR.: 10 Antworten und mind. 11 Meinungen/Erfahrungen, die auch gern bei ein und demselben Produkt unterschiedlich ausfallen LOL ... technisch wurde die Frage bereits beantwortet, fürs "gute Gefühl" reicht das aber hin und wieder bzw. dem einen oder anderen nicht aus.

Wenn man auf sowas abfährt, hat man hier ein paar Beispiele: http://sup-audio.com/html/high-standard.html
Soll keine Empfehlung meinerseits sein, ich habe da auch noch nix gehört und empfinde die Seite mal eher als Realsatire. Habe den AmpOhm aber zB. in meiner XOno, weils geil/fett aussieht und auch nicht schadet LOL
Intertechnik Kondus haben oft sehr spröde Beine, mehrmaliges Biegen quittieren die dann mit Bruch, vorzugsweise direkt am Kondi... [emoji107]
Verwende ich nicht mehr

Rheydter

X-beliebig war für mich jetzt nicht gleichzusetzen mit Grabbelkiste, sondern ich dachte eher an Intertechnik, Visaton, Mundorf, etc. Standardware, also eine Bauteilqualität die in Serienprodukten eingesetzt wird.

Wenn es aber unbedingt was höherpreisiges sein soll, wird es sicher auch seine Funktion erfüllen, auch wenn es im ungünstigsten Fall nur umgelabelte Standardware ist.

Wenn der Kondensator einmalig in der Frequenzweiche eingesetzt werden soll, ist auch ein mehrmaliges Biegen der Beinchen nicht erforderlich. Somit wird der Intertechnik Kondensator, geschickten Einbau vorausgesetzt, die nächsten 30 Jahre seinen Zweck erfüllen.
Dann ja, aber wie gesagt, ich finde P/L bei intertechnik nicht besonders
Aaah, das sind nun Antworten mit denen kann ich gut was anfangen und spielen 
Vielen Dank für die Seite von hal-9000 da hab ich jetzt schon Spaß mit
Damit werde ich mich mal beschäftigen, so sie nicht mein Budget sprengen.
Als, ich sach mal was böses: Highend Spielkind , genau meins
Mundorf habe ich M-caps, die sind ok 
Jetzt spielen aus meiner krabbelkiste grade diese hier

[Bild: nQn6iLkh.jpg]
Sind von Visaton

Huch stehn aufm Kopf

Rheydter

Du suchtst doch Kondensatoren mit ca. 1µF, oder? So steht es zumindest im Eingangspost.
Da sind ja die jetzt eingesetzten 1,5µF aus der Grabbelkiste eine Top Wahl, denn sie liegen ja in der Kapazität nur um 50% neben dem Wunschwert.
Bei der Herangehensweise glaube ich Dir das HighEnd-Spielkind leider aufs Wort!
zukunftssicher: vielleicht verlieren die ja innerhalb von 20 Jahren ein Drittel ihrer Kapazität Lipsrsealed2

Rheydter

(10.06.2016, 10:49)winix schrieb: [ -> ]zukunftssicher: vielleicht verlieren die ja innerhalb von 20 Jahren ein Drittel ihrer Kapazität Lipsrsealed2

Und parallel dazu passt sich die Hochtonwiedergabe automatisch der altersbedingt schwindenden Hörleistung an...
naja, da stand "ca." .. mit 2en in Reihe kommt man auf 0,75 ... das liegt schon mal näher dran ...
Hi Volker ,
Die 1 müff sind natürlich verbaut in der Kiste waren nur noch die 1,5er und 10er, Verzeihung für das Verwirrspiel ?
Des weiteren soll ein HT (Altec Bericht) mit einem Breitbänder spielen, der mich ca  bei 10/11000hz verläßt.
Der HT hat nur blingbling Aufgaben, ok auch Raum, Transparenz und ach schöön! Soll er natürlich auch spielen
LG Hififritze
Nun wurden ja doch einige Kondensatoren bzw. Herstellernamen genannt, die zweifellos alle eine höhere Lebensdauer als ein TF-Elko erreichen und eine optisch schönere Aufmachung mit Schriftzügen usw. mitbringen. Der DF wird in jedem Fall auch etwas niedriger ausfallan und -wenn man passende Meßtechnik verwendet- , wird man in bestimmten Arbeitsbereichen des C etwas geringere Verzerrungen im Netzwerk messen können.

Gefragt wurde aber weder nach engtolierierten, noch nach besonders langlebigen (>30 Jahre bestehenden) Kondensatoren. Da vermisse ich einen Zusammenhang. Gefragt wurde (habe gerade nochmal nachgesehen Wink3) nach klanglich guten Kondensatoren.
Letztendlich ist es wohl so, dass der TE "irgendwas" aus einer Kiste genommen hat, es einsetzte , und dann nach gegebener Stimmung und Laune das "Ergebnis" bewertet.
Das ist ja die übliche Vorgehensweise, und ich bin auch absolut kein "Gegner" dieser Methode, wenn es um die Beurteilung (bzw. den Vergleich)  kompletter, anatomisch unterschiedlicher Lautsprecherboxen in einem Raum geht. Da sind die Unterschiede nicht selten ziemlich enorm, was zumindest  eine Differenzierung noch einfach macht.

Nochmal zu den Kondensatoren:
Es gibt sogar eine Hand voll Menschen (im Internet), die nach dieser Methode zwischen >50 Kondensatoren klanglich entschieden, und am Ende eine Bewertungstabelle erstellt
haben, in denen die Bauteile von 0 bis  irgendwo um 15 (inklusive Nachkommastelle !!! versteht sich) beurteilt wurden.
Das nenne ich jetzt mal beeindruckende "human performance"  Spinnerei. Drinks

Hier haben wir einen dieser Übermenschen Unternehmen zu tun, wobei schnell deutlich wird, dass man dort mit "der Sache" Geld verdient,  es sich also um einen Vertrieb handelt.


http://www.humblehomemadehifi.com/Cap.html


Rein zufällig steht der "nachkommastellen-verdict"  mit dem "price" in einem -bis auf Ausreisser- Wink3 gut zementierten Zusammenhang. Klicken, lesen, amüsieren. Thumbsup

PS: Der oben empfohlene "Jantzen Cross Cap" liegt ziemlich abgeschlagen auf den unteren  Rängen. Zu preiswert....und spielt  auch nach längerer Einspielzeit nicht ordentlich "auf".....Steht da!!! Ohne "burn in gibt´s sowieso kein "Aaaaahhhhhh!!"
Die musikalisch rudimentären (gelben) MKT, die der TE jetzt probehalber verbaut hat, sind dort garnicht erst gelistet....Ich -vermute- mal .....verdict: 3,15 ...ok...vielleicht auch 3,3 ...mehr aber nicht Wink3
Wichtiger wäre es die mkps nach toleranz zu selektieren, da aber idr die Chassis die dran hängen entweder gar nicht, oder nur nach Impedanz (nicht nach Pegel) oder +\- 3 db selektiert werden, ist das alles Kaffeesatzleserei...
3db + 5% Toleranz pro Kanal (L/R) macht im schlechtesten Fall 6db & 10%.
Hatte ich schonmal, da kannst du die Weiche komplett neu Stricken und Stereomitte ist ein Fremdwort[emoji16]
(11.06.2016, 09:59)tiefton schrieb: [ -> ]Wichtiger wäre es die mkps nach toleranz zu selektieren,  da aber idr die Chassis die dran hängen entweder gar nicht, oder nur nach Impedanz (nicht nach Pegel) oder +\- 3 db selektiert werden, ist das alles Kaffeesatzleserei...
3db + 5% Toleranz pro Kanal (L/R) macht im schlechtesten Fall 6db & 10%.
Hatte ich schonmal, da kannst du die Weiche komplett neu Stricken und Stereomitte ist ein Fremdwort[emoji16]


Wenn man 10 Stück 1µF MKP-Neuware von einem großen Distributor (wie z.B. Reichelt) bestellt, der mit  5 % gestempelt ist, dann ist die Selektierung  für Präzisionsfilter in Messgeräten
sinnvoll. Für eine Frequenzweiche ist das aber Zeitvertreib-Tinnef ohne Ergebnis.
Das liegt daran, dass die Bauteile zwar mit 5% gestempelt sind, untereinander aber sogut wie garnicht voneinander abweichen. Auch der eigentliche Wert wird mittlerweile sehr genau eingehalten

Anders mag das ausfallen, wenn man einen mit Datecode 2011 in der Kiste Findet, und einen weiteren nachbestellt.
Hallo Scope, vielen Dank für die schöne Morgenlektüre, sehr nett
Ich teste jetzt erst einmal meine vorhandenen M-Caps mit 1müF +/- 3%
Schauen wir, was ich da höre?
LG Hififritze
(11.06.2016, 10:22)Hififritze schrieb: [ -> ]Schauen wir, was ich da höre?

Wenn du die vor deinen Hochtöner klemmst, wirst du hohe Frequenzen hören. Drinks
Viel interessanter ist doch die Frage, ob (und welche) Kondensatoren du vergleichst, und wie dein Vergleichsvorgang  (also dein Plan) aussieht.

Zu den Toleranzen, zu denen ich weiter oben etwas schrieb:
Im März habe ich auf dem jährlichen Markt des DARC einige gegurtete Posten MKP Kondensatoren zum kleinen Preis mitgenommen. den hier gemessenen 1,5µF Typ 60 mal, gegurtete Streifen zu je 10 Stück.

Ohne jede Auswahl habe ich aus dem mittlerweile nicht mehr gegurteten Posten drei Stück aus dem Schäferkasten genommen und gegenübergestellt.
Das Meßgerät läuft im Präzisionsmodus mit 10x AVG und dem vorher eingegebenen Referenzwert von 1,5000 µF

Alle drei unter 1%, was im schlimmsten zu erwartenden Kombinationsmißgeschick also 2% Differenz bedeutet.

[Bild: KkRd9bdh.jpg]

Da ein Zufall ausgeschlossen werden sollte, habe ich danach nochmal drei  gegenübergestellt, wobei dann tatsächlich ein Exemplar mit +1,2% aus der Rolle (dem Gurt Wink3) fiel....Die Kondensatoren sind mit 5% gestempelt.

Man kann sich aus reinem Perfektionismus zwar die Mühe machen, zwei auf 0,05% gepaarte Bauteile herauszusuchen....vor allem, wenn  die Geräte dazu sowieso herumstehen, aber von einem hörbaren Vorteil irgendeiner Art, ist man weit, sehr sehr weit entfernt.
Das wird dir bei Mundotf und Intertechnik nicht in dieser Konstanz passieren
...
Ich bastel keine Lautsprecher zusammen, habe meine Dienste (und Geräte) aber schon  einem Bekannten überlassen, der sowas in ziemlich großem Stil betreibt. Unzählige "Auryn Caps" (weisse und schwarze....keine Ahnung welche Serien das waren) wanderten durch die Meßbrücken....Hunderte werden es gewesen sein....Und auch da gab es keine Toleranzen, die eine Selektion nötig gemacht hätten.

Mal sehen ob ich noch Reste da habe....

Edit: Mundorf 22µ  , 5%

...alle 4 unter 1,2%, wobei ich nur 4 Exemplare habe. Das ist nicht besonders repräsentativ

Diverse Einzelstücke oder Paare "Audyn-Cap" liegen ebenfalls im 1% Bereich am Soll. Aber zu wenig Exemplare, um jetzt an dieser Stelle etwas zu "belegen".

Auch noch kurz "reingesteckt" : 6 uralte TF-Elkos "glatt" von Visaton. Liegen  hier seit bestimmt seit 10 Jahren im Raacokasten.  4,4 µF 10%

Alle mit einer Toleranz im positiven Bereich, zwischen +3% und +5,5%  Könnte man also ebenfalls alle einfach so einlöten und würde in keinem Fall auch nur irgendeine Ungleichheit im Hörtest bemerken.  Um da auch nur irgendwas zu "verklickern", was nicht zu 100% der Fantasie und Leidenschaft entspringt, müssten Die Differenzen weitaus größer, die Chassis 1a selektiert, und der Kopf im Sessel festgenagelt werden....Ausserdem die passende Test "Musik", und ein gehöriges Maß an Erfahrung und Professionalität im beurteilenden Hören unter "Kontrolle".

Die ganzen Eigenschaften nehmen die allermeisten Diskutierer selbstverständlich für sich in Anspruch. .. LOL Drinks . Zumindest bis zum Tag "X"....Der bei den meisten Leuten aber niemals eintreten wird.
Illusionen müssen ja auch nicht immer mit Füßen getreten und zerstört werden. Raucher
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