Old Fidelity - HiFi Klassiker Forum

Normale Version: Technics RS-BX626 mit Fehlern
Du siehst gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Seiten: 1 2
Ich weiß nicht, wie ich's besser beschreiben soll im Threadtitel, denn eine konkrete Fehlerbezeichnung fällt mir nicht ein. Oldie 

Also, ich habe aus der Aktion von charlymu (an dieser Stelle vorab: KEIN Vorwurf, die Aktion war supergünstig und zudem der Zustand der Geräte als weitestgehend ungetestet und möglicherweise defekt beschrieben!) unter anderem ein Technicx RS-BX626 erstanden. Das Problem: Es spielt nicht. Flenne  Wenn ich eine Cassette einlege, erkennt er nur unter Protest die Bandart, begleitet von mechanischen Klickgeräuschen, als würde ein Relais schalten. Drücke ich auf "Play" passiert wahlweise nix oder aber er fängt an zu spielen. Tut er dies, hält dieser Zustand eine Zeitlang an, bis das Deck abschaltet und der Counter gleichzeitig auf NULL springt. Daraus schließe ich, dass er der Meinung ist, es wäre keine Cassette eingelegt.

Weitere Fehler: Wenn ich vorspule, funktioniert das gut, will ich zurückspulen, macht er das MANCHMAL. Alternativ springt er, obwohl "Play" nicht gedrückt war, in den Titelsuchlauf oder aber, ganz spannend, er möchte gerne aufnehmen. Dash1 

Ideen dazu?

Pufftrompeter

Zitat:Wenn ich vorspule, funktioniert das gut, will ich zurückspulen, macht er das MANCHMAL. Alternativ springt er, obwohl "Play" nicht gedrückt war

Genau das hat ein BX727 bei mir auch gelegentlich, wenn ich's lange nicht betreibe (was bei dem Deck auch schon mal ein paar Monate Pause bedeutet). 

Ich schalte dann einfach 50x die LW-Funktionen durch, dann issses normalerweise wieder gut ... setz Dich mal 'ne halbe Stunde davor und lass das LW und die Tasten mal ordentlich Ballet machen ...
Okay, das wäre ein Beheben der Symptome; interessanter wäre aber, wie ich die URSACHE finde und beseitige. Smile
Hallo,

ich hatte vor wenigen Monaten auch ein BX626 in den Händen, dass recht ähnliche Symptome aufwies (Bandsortenwahl spinnt, mal passiert bei 'Play' nichts, dann doch wieder usw.).
Ursache waren in meinem Fall die Zungenschalter oben am Laufwerk - nach einer Reinigung der Kontakte funktionierte das Deck dann wieder einwandfrei.

https://postimg.cc/image/5mw8bskaz/

Gruß
 Toto
Das ist doch mal ein schlüssiger Ansatzpunkt, zumindest was das plötzliche Stoppen angeht oder die Weigerung, zu starten. Dann werde ich mal schauen, dass ich die Tage Zeit finde das Tape zu zerlegen; schaut ja nicht allzu kompliziert aus, daran zu kommen.

Danke! Thumbsup

Bleibt also noch die Sache mit der Rücklauftaste - wieso kommt das Tape da auf die Idee wahlweise (neben normalem Rücklauf) auch mal auf Titelsuchlauf oder gar Aufnahme (!) zu gehen? Tease
hi
 schau dir mal etwas genauer die Spannungen im Netzteil(secundär), die siebung und die Stabilisierung
für die Steuereinheit(Prozessor) an.
die tasten geben, je nach taste gedrückt, eine unterschiedliche Spannung an den Professor.
die schalter im Laufwerk sind auch so Kandidaten für Störungen in der laufwerkssteuerung, und eigentlich bekannt dafür.
wenn da was nicht stimmt macht der alles, nur nicht was er soll.
solch ein Problem hatte ich auch vor einiger zeit mit einem ähnlichen techniks tape.
kann zumindest als anfang nicht schaden.
(08.04.2017, 23:50)DarknessFalls schrieb: [ -> ]Bleibt also noch die Sache mit der Rücklauftaste - wieso kommt das Tape da auf die Idee wahlweise (neben normalem Rücklauf) auch mal auf Titelsuchlauf oder gar Aufnahme (!) zu gehen? Tease

Diese Symptomatik hatte mein BX626 allerdings nicht und das spricht wohl auch dafür, dass da mglw. (noch) ein anderes Problem vorliegt.
Trotzdem würde ich zunächst sicherstellen, dass diese Schalter einwandfrei funktionieren.

Ansonsten fand ich das Teil super-servicefreundlich: sehr leicht zu zerlegen, die Frontpartie hatte man sehr schnell raus und das Laufwerk war daran auch nur mit 4 Schrauben festgeschraubt. Überhaupt hat das Laufwerk keine(n) Gummiriemen oder -Idler sondern einen direktangetriebenen Capstan und Zahnradantrieb f.d. Bandwickel.

Gruß
Toto
Stimmt, im Vergleich zum Pioneer CT-737 Mark II ist das Technics wirklich supereinfach zu zerlegen und eher simpel aufgebaut. Zum Thema: Die Rücklaufproblematik hat sich tatsächlich erstmal dadurch erledigt, dass ich die Tasten wie von der Pufftrompete empfohlen ordentlich durchgedrückt habe. Da scheinen die Kontakte dahinter wohl bei Nichtbenutzung "taub" zu werden.

Der Rest liegt tatsächlich an den simpel aufgebauten Fühlern dafür, welche Tapesorte eingelegt und ob überhaupt ein Tape vorhanden ist. Meine Frage jetzt: Wie komme ich an die Kupferkontakte heran? Die Plastiküberzüge lassen sich nicht mit sanfter Gewalt abziehen und ich habe zugegebenermaßen etwas Bammel davor, etwas zu beschädigen.
die Plastik überzüge lassen sich abziehen.
die haben kleine nasen, an den seiten innen.
wenn du sie etwas zusammendrückst(auf der ober und Unterseite) lassen sie sich streng abziehen.
mit gefühl und dann mit nem ruck! Lol1

gruß onkyo-boy
(09.04.2017, 16:03)DarknessFalls schrieb: [ -> ]Meine Frage jetzt: Wie komme ich an die Kupferkontakte heran? Die Plastiküberzüge lassen sich nicht mit sanfter Gewalt abziehen und ich habe zugegebenermaßen etwas Bammel davor, etwas zu beschädigen.

Ja..äh...diese Plasikkappen habe ich mit einem festeren Ruck abgezogen um dann dummerweise hinterher zu erkennen, dass die kleinen Haltenasen abgebrochen sind  Floet
Dadurch halten die Kappen nicht mehr - ich habe sie dann letztlich mit einem schmalen  Klebefilm-Streifen befestigt.
Besser also, man sieht zu, sie zerstörungsfrei abzubekommen -evtl. lötet man die Schalter aus (sind ja nur 2 Lötstellen pro Schalter) und versucht, die Kappe von unten etwas zu spreizen und dabei abzuziehen.
Bei meinem Kurztest, lief das Tape leidlich. Ich kenne das aber auch von meinem Technics Tape. Tatsächlich erzeugen diese Zungenschalter diverse Probleme in der gesamten Steuerung. Da das Tape zuletzt lange unbenutzt gestanden hat würde ich erstmal alles reinigen und evtl. ein wenig Kontaktmittel wie T6 zB. benutzen.
Vielleicht ist auch durch die Nichtbenutzung das Laufwerk etwas schwergängig. Ich drück Dir die Daumen!

Gruß,
Dirk
Ich hab das Deck jetzt einfach immer mal wieder angeworfen, Tape raus, Tape rein (am offenen Herzen wohlgemerkt), das Verhalten bessert sich zunehmend. Jetzt ist jedenfalls erstmal Nachtschicht angesagt, morgen Nachmittag schau ich mal, ob ich die Schalter gereinigt bekomme. Isopropanol hab ich hier, Wattestäbchen auch, jetzt müssen nur noch die Plastikkappen unfallfrei runter. Mal sehen, morgen mit nem Kaffee und ruhigen Händen ran gehen. Big Grin
(09.04.2017, 21:33)DarknessFalls schrieb: [ -> ]Isopropanol hab ich hier, Wattestäbchen auch, jetzt müssen nur noch die Plastikkappen unfallfrei runter.

Mit Wattestäbchen kommst du da nicht zwischen und auseinanderbiegen sollte man die natürlich auch nicht.
Eher einen Streifen festeres Papier mit Oszillin t6 (oder halt dem Isoprop) tränken, zwischen oberen und unteren Kontakt schieben, leicht die Kontaktzungen zusammendrücken und das Papier hin- und herbewegen. Ich habe ganz feines Sandpapier genommen und die Kontakte abschließend mit dem t6 behandelt.
Super Tip! Auf die Papier-Variante wäre ich niemals gekommen, das werde ich morgen mal testen... also, "Morgen" heißt für mich, nachdem ich geschlafen habe. Ist ja schon "Heute". Big Grin
...just for the record:
Bitte kein Schleifpapier verwenden. Das zerstört die Oberfläche der Kontakte. Die ist aber so gut wie immer veredelt, versiegelt, beschichtet, gehärtet, wasauchimmer - jedenfalls oberflächenbehandelt.
Man muss nur die Korrosion, Ablagerungen etc entfernen.
Abtrag der Oberflächenbehandlung sorgt dafür, dass die nächste Korrosion umso schneller auftritt. Eigentlich ist der Schalter mit dieser Behandlung zerstört.
Viele sagen, dass sogar schon ein Glasfaserstift zuviel ist...

Ich hab aber auch mal so angefangen...und dann gelernt. LOL
(10.04.2017, 02:27)spocintosh schrieb: [ -> ]...just for the record:
Bitte kein Schleifpapier verwenden. Das zerstört die Oberfläche der Kontakte. Die ist aber so gut wie immer veredelt, versiegelt, beschichtet, gehärtet, wasauchimmer - jedenfalls oberflächenbehandelt.
Man muss nur die Korrosion, Ablagerungen etc entfernen.

Wie kann denn Korrosion auftreten, wenn die doch so toll oberflächenbehandelt sind?
Und wenn Korrosion auftritt, weil keine Oberflächenbehandlung, -vergütung, etc. (mehr) vorhanden ist, kann man auch mit feinstem Sandpapier wohl kaum mehr was wegschrubbeln.

Nach meinem Eindruck sind das ganz einfache blanke Kupferkontakte...

Zitat:Viele sagen, dass sogar schon ein Glasfaserstift zuviel ist...

Man muss auch nicht alles glauben Floet
Ich habe schon von ettlichen PC-Steckkarten und RAM-Modulen die Kontaktleisten mit so einem Stift gereinigt, die sind ja meistens auch vergoldet. Wenn man damit also die Vergoldung ruck-zuck runterschrubbeln würde, müsste danach ja das blanke Kupfer zu sehen sein oder zumindest durchscheinen - habe ich aber noch nie erlebt...
schonen beim reinigen kannst du die schalter am besten mit einem rauhen papier und alohooool/Spiritus/isopro.
zwischen die kontakte einen getränkten streifen und dann durchziehen bis das papier sauber bleibt.
hat bei mir, sowohl an schaltern und an Relais wunderbar geholfen.
Sandpapier rauht die Oberfläche zu stark auf und verkleinert die kontaktauflagefläche, schönes wort,
was unter last zu vermehrten Abbrand und damit zu verschleiß/kontaktproblemen führt.

viel erfolg, gruß onkyo-boy
Vergoldete Kontakte mit nem Glasfaserstift...ok, dann weiss ich auch den Rest deines Postings zu deuten.
Dafür nimmt man natürlich Gold Wipes - und sonst gar nichts.
Zu deutsch: Ein Putztuch.

Müssen wir aber auch nicht drüber diskutieren. Es war nur wichtig, dass dein Sandpapier nicht allein und unwidersprochen da steht, weil wir hier auch mal Neulinge haben.
Ist ja aber nun geschehen.
Also: Happy sanding !
(10.04.2017, 13:21)spocintosh schrieb: [ -> ]Dafür nimmt man natürlich Gold Wipes - und sonst gar nichts.

Na klar...wenn du das sagst.
Bringt genau was für Vorteile? Denker

Zitat:Es war nur wichtig, dass dein Sandpapier nicht allein und unwidersprochen da steht,...

Ich schrieb schon in #13: "Eher einen Streifen festeres Papier mit Oszillin t6 (oder halt dem Isoprop) tränken, [...]
Und habe dann lediglich angemerkt, dass ich ganz feines Sandpapier (und damit meine ich sicher keiner 80er Körnung sondern eher 1000er) verwendet habe.
'Mein' Sandpapier stand also nie allein da.
Zu deutsch "Silberputztuch".
Der Vorteil ? Tut, was es soll. Seit etwa...naja, sagen wir: etlichen Generationen.
So, das Problem mit den Schaltern für die Banderkennung wäre dank reichlich Isopropanol erledigt, dafür zeigt sich ein anderes Problem: Starte ich eine Cassette vom Bandanfang, knittert das Deck sie, der Ton wird dumpf und verzerrt. Spule ich ein Stück vor, entfällt dieser Effekt. Das Ganze tritt interessanterweise fast immer bei Sohnemanns Hörspielcassetten auf, bei "besseren" selbst bespielten kaum. Schuss ins Blaue: Andruckrolle?
Ja möglich, Rolle und die gesamte Bandführung reinigen. Einstellungen sollten alle ok sein, da wurde eigentlich noch nie dran geschraubt.
Jup, das war's. Wie bei einer Amiga-Maus hatte sich hier auf dem Gegenstück der Andruckrolle (also, dem Metalldorn, keine Ahnung, wie er heißt), harter, hartnäckiger Schmodder gesammelt. Isopropanol und Wattestäbchen reichten nicht aus, also wie bei der Maus: Flacher Schraubendreher, vorsichtig kratzen.

Läuft.
die capstanwelle hast du hoffentlich nicht angekratzt/aufgerauht.
die ist poliert und muss sehr "glatt"sein damit das band gleichmäßig, gerade transportiert werden kann
und nicht beschädigt wird.
Jenau, das Band muss rutschen können -  Dash1

(11.04.2017, 10:16)Onkyo-Boy schrieb: [ -> ]... die ist poliert und muss sehr "glatt"sein damit das band gleichmäßig, gerade transportiert werden kann und nicht beschädigt wird.

Wer erzählt solch einen Unsinn?
Seiten: 1 2