Old Fidelity - HiFi Klassiker Forum

Normale Version: Das vermutlich schlechteste Tape Deck
Du siehst gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Ich war total schockiert von diesem Gerät. Und dann steht da auch noch TEAC drauf....


[Bild: DSC04407.jpg]

[Bild: DSC04410.jpg]

Was auf den ersetn Blick auffällt:
Kein Rec Balance Regler und nicht mal ´ne Kopfhörerbuchse...
Immerhin hat es Dolby C und ist Metallbandtauglich....

Bei dem Gehäusedeckel wurde auch gegeizt....eine Schraube pro Seite.


[Bild: DSC04406.jpg]



Also mal reingeschaut ....


[Bild: DSC04412.jpg]

[Bild: DSC04413.jpg]

Hmmmm
Na gut, mal einschalten und eine Kassette einlegen...
Capstan Motor dreht schon mal und LED Lämpchen der Aussteuerungsanzeige verharren in Ruheposition.
Capstan im Kassettenschacht dreht auch....Riemen scheint also noch gut zu sein....
Capstan....Riemen..... was ist daaaaas.....Sad


[Bild: DSC04417.jpg]

[Bild: DSC04418.jpg]

Statt breit und flach, fitzelig und viereckig. Und von "Schwungmasse" kann hier auch nicht die Rede sein....
Der zweite dünne Riemen geht zum Idlerrad.

Mal laufen lassen....
LEDs zappeln nicht.....hmmm Tape leer? Eine andere Kassette genommen -das Gleiche-
Kurz mal in ein anderes Tapedeck eingelegt  -alles gut- ist was drauf.
Dann noch mal rein und einen Kopfhörer geholt....... Floet     ach ja......da war ja was Dash1 
Dann eben nicht.

Ich hatte dann noch mal die Platine der Aussteuerungs LEDs abgenommen, die ist nur geklickt.....
Was für eine Verarsche... Lipsrsealed2 


[Bild: DSC04421.jpg]

Li und Re gibt´s hier nicht....
Wenigstens haben sie da nicht all zu doll beschissen, da sie auf der Front, wo es dann parallel leuchtet, auch nicht li und re aufgedruckt haben.....

Ein schlimmeres Sparkassenmodell habe ich noch nicht gesehen.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen?
Was war euer bisher schlechtestes Tapedeck?

Ich freu mich auf eure größten fauxpas´
Ohja... an die Gurke kann ich mich erinnern. Gab's hier mal in den 1980ern in einem Elektronikmarkt für gut 200 Deutsche Mark käuflich zu erwerben. HAbe ich mir seinerzeit als Zuspieler für Cassettenkopien erworben, war aber wirklich nichts Besonderes und folglicherweise nicht allzulange bei mir. Das Ding habe ich, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, an einen Kommilitonen verkauft, der damit ganz glücklich war (und wohl auch keine besonderen Ansprüche hatte).

Ob es das schlechteste Cassettendeck war? Ich kann mich an zwei Gurken erinnern, die definitiv noch elender waren: Ein Aiwa AD-M100 (dass ich bereits von zweiter Hand erworben hatte - hinterher wußte ich, warum) und eines, dessen Typenbezeichnung mir nicht mehr geläufig ist: das gehörte einem Bekannten, der damit auch nur "teilglücklich" war.
Es wird mit Sicherheit deutlich schlechtere Kassettendecks geben, aber mein schlechtestes, das ich langfristig im Einsatz hatte, war das Yamaha K-320 von 1984.
Leider habe ich nur ein Foto der gesamten Anlage:

[Bild: 0xDF7sNh.jpg]

Wie man sieht, hatte ich zwei Stück davon, denn damals zu Jugendzeiten war für mich das Überspielen von einer Kassette auf eine andere sehr wichtig. Später kam zu der Anlage auch noch ein Mischpult dazu (und noch ein weiterer Zuspieler für Kassetten), um professionell klingende Mix-Tapes herzustellen.

Was mich ganz besonders gestört hat an diesem Deck, ist die Aufnahmequalität, die doch ein ganzes Stück schlechter war als das Original. Meistens fehlte es an Höhen und Dynamik. Eigenaufnahmen klangen irgendwie so ähnlich wie eine mittelmäßige Kaufkassette aus den 70ern oder 80ern.
Auch fiel mir auf, dass mit Deck A aufgenommene Kassetten in Deck B schlechter klangen und umgekehrt. Damit hatte ich mir alle Tape2Tape-Kopien ruiniert. Man muss dabei bedenken: Beide Geräte wurden zur selben Zeit angeschafft, und schon als sie neu waren, gab es diese Inkompatibilität (dass es am Azimut lag, lernte ich erst viele Jahre später).
Außerdem mussten beide Decks noch während der Garantiezeit in die Werkstatt.
Und normalerweise war Yamaha eine Marke, von der ich immer sehr überzeugt war. Frühere Kassettendecks (ich kannte bis dahin K-560 und 350, hatte diese aber noch nicht so intensiv genutzt) hatten eine wesentlich bessere Aufnahmequalität und überzeugten auch insgesamt mehr. Auch von der Verarbeitung her, so war das 320 schon ein ziemliches Sparmodell mit viel Plastik.

Warum hatte ich beide Decks so lange? 1984-91 waren das meine Hauptdecks, das erste verkaufte ich im Sommer 1991 für 40 DM, das zweite verschenkte ich Ende 1997 an einen damaligen Kollegen. Aber 1984 war ich erst 14 Jahre jung, die Anlage war ein Geschenk meiner Eltern (evtl. taten die Großeltern auch noch etwas dazu), und dementsprechend fühlte ich mich dazu angehalten, die Komponenten so lange es geht zu benutzen. Spätestens als ich anspruchsvoller wurde in Sachen Klang, z.B. als die CD kam und immer mehr von CDs anstatt aus dem Radio aufgenommen wurde, fielen mir die Schwächen des K-320 immer mehr auf. Auch hatte ich zu der Zeit Hörvergleiche in Form von Kassetten meiner Kollegen. Die hatten meist erst ein paar Jahre nach mir ihre erste Anlage, natürlich schon mit einem Spät-80er-Kassettendeck mit HX-Pro und mehr. Ich war erstaunt, welch guter Klang aus deren Kassetten herauskam. Bei mir erfolgte der Wechsel auf "ordentliche" Kassettendecks erst Mitte 1991, nach sieben Jahren. Wobei noch etliche Jahre danach weiterhin ein K-320 als reine Wiedergabemaschine eingesetzt wurde (Hobbyraum, Partykeller...).

* * *

Das folgende Deck dürfte noch wesentlich schlechter sein als das K-320: das JVC TD-X102 aus dem Jahre 1987. Das bekam ich mal als Beifang auf einem Flohmarkt, ich selbst konnte es für einen Euro bei eBay verkaufen.

Für 1987 sah es aber recht "antik" aus. Das Design erinnerte mich eher an eine Jugendzimmer-Kompaktanlage anno 1983-85.

[Bild: zpBTTHOh.jpg]

Ich hatte es nur kurze Zeit getestet, klanglich haute es mich auch überhaupt nicht vom Hocker. Und wo man hinschaute, nur Plastik! Ich war damals nur froh, es so schnell schon wieder losgeworden zu sein.
[Bild: 135UaV2h.jpg]
Die  Revox Evolution steht heute noch bei mir im Wohnzimmer,das verbaute Cassettendeck soll ein Zukaufteil  gewesen sein ,es ist das schlechteste
C-Deck ,das ich je hatte.
Das Tapeding von Gasmann oben erinnert mich etwas an Otto Versand "Soundwave" Geräte. Die sahen fast gleich aus.
Der Bias-Fine Regler überrascht dann doch etwas, in der Preisklasse ansonsten kaum anzutreffen.
Immerhin ist es links und rechts 100 % synchron! Kann auch nicht jedes Tapedeck von sich behaupten...
So ein Teac habe ich wohl noch irgendwo im Keller. Ein äußerst sparsam geratenes Gerät.
Das Teac war mein erstes Tapedeck, mit Sicherheit nicht der Überflieger aber es hat mich ein paar Jahre begleitet. Wurde dann von einem Pioneer CT-656mkII abgelöstet.
Aber das Teac reichte auf jeden für zufriedenstellende Aufnahmen fürs Auto und den Walkman.
Sieht doch gar nicht so schlecht aus ? Wie wärs mit diesem Sony TC FX211 Deck:


[Bild: tcfx211-front.jpg]

[Bild: tcfx211-inside.jpg]
Sieht sehr aufgeräumt aus.
Sehr Servicefreundlich.  Floet
Viel Raum für Tuning-Maßnahmen Oldie
Ist doch sehr praktisch, gleich die Kassettenbox integriert!  UndWeg
Sieht ja aus wie ausgeräumt.
Waren da Räuber, Diebe, Mörder bei ? Floet
Dann schaut euch mal den Sony CDP-211 an, das ist der passende leere cd player von Sony dazu:

http://www.goldfinch-mod.eu/odtwarzacze-...y-cdp-211/

Es gibt aber bekloppte die tunen selbst das scheißding...
(14.05.2018, 14:18)DATGrueni schrieb: [ -> ]Es gibt aber bekloppte die tunen selbst das scheißding...

...wobei die polnischen "Modifikationen" sich im Wesentlichen auf Wartungsarbeiten beschränken. Hier speziell wurden wohl die Cinch-Buchsen gegen "High-End"-Exemplare ausgetauscht und ein SPDIF nachgerüstet. Ansonsten sehr spärliche Änderungen mit Hinweisen auf stabilere Stromversorgung, Ausgangs-OPAmps und Ausgangskondensatoren. Kostet alles nicht viel, bringt aber auch nicht wirklich viel - zumindest bei einem Low-Budget-Gerät. Acho: Eine Gehäusestabiliserung wird auch empfohlen. Kurz: Polnischer High-End-Scharlatan.

Relativieren wir das mal: Ich kenne einen Haufen Leute, die echt keine besonders hohen Ansprüche an ihre Audio-Geräte stellen. Die werden schon mit einem Teac V-210 oder einem Sony CDP-211 ziemlich glücklich. Aber in dieser Klasse etwas verbessern zu wollen, ist 'rausgeschmissenes Geld. (Okay, ein Hobbybastler kann die Dreieurofuffzich für die Austauschteile gerne investieren und sich einreden, sein Gerät damit zu verbessern. Aber das offensichtlich gewerblich anzubieten, halte ich für höchst fragwürdig.)
Wie man sieht, geht es tatsächlich noch schlimmer. Das Sony Deck schießt nun echt den Vogel ab.....ein Haufen umbauter Luft LOL 
Immerhin hat es einen Kopfhöreranschluss und einen Rec Balance Regler.
Und der Bias Regler beim Teac reißt das alles aber auch nicht wieder raus.

Kann man das Sony überhaupt irgendwie einmessen, wenn da alles auf dem Displayboard untergebracht ist Sad2
Wo nicht viel drin ist, kann auch nicht viel kaputt gehen  Floet

Der größte Umsatz wurde im unteren Preissegment gemacht und hat die wenigen verkauften High-End Geräte mitfinanziert. 

Mittlerweile sind solche Geräte wie oben zu Hauf zu finden. Man denke nur an die Blu-Ray-Allessspieler die man neben dem Wocheneinkauf für ein Appel und Ei mal eben so mitnehmen kann. Wenigstens ist dann weniger Luft vorhanden, da das Gehäuse mitgeschrumpft ist.
Sagt ja schon der Aufdruck auf dem Sony...sehr dichter Kopf...
(14.05.2018, 16:32)gasmann schrieb: [ -> ]Wie man sieht, geht es tatsächlich noch schlimmer. Das Sony Deck schießt nun echt den Vogel ab.....ein Haufen umbauter Luft LOL [...]
Kann man das Sony überhaupt irgendwie einmessen, wenn da alles auf dem Displayboard untergebracht ist Sad2

Naja... sie hätten das Gehäuse deutlich weniger tief machen können... aber dann würde es ja bei jeder Bedienung nach hinten umkippen...

Ohne es jetzt genau zu kennen: ein paar Trimmpotis zwecks Justage wird es sicher auf dem All-in-one-Board sicher haben. Manche Einstellungen müssen mitunter gar nicht so genau vorgenommen werden (siehe meine kürzliche Bemerkung zu audio-gerät-anspruchslose Benutzer), so dass sie durchaus mit Festwert-Bauelementen realisiert werden können. (Ich habe z.B. schon Endverstärker-Konstruktionen gesehen, die gänzlich ohne Einstell-Trimmer ausgekommen sind. Eine klassische Gegentakt-Endstufe kann man durchaus so auslegen, dass der Ruhestrom und die Offsetspannung im Betrieb relativ stabil bleiben, ohne dass etwas eingestellt werden muss - natürlich zuungunsten anderer Eigenschaften...)
Man könnte die Geräte problemlos Lampisieren. Platz genug ist ja. Habt ihr keinen Heißkleber, dicke Folienkondensatoren und Filzgleiter mehr?

the-luxman

Klanglich nicht, dafür qualitativ eine absolute Katastrophe war ein Aiwa AD-R 550, ein Auto-Reversler, dessen hochgelobt schnelle Revers-Elektronik mehrmals den Geist aufgab - bis ich das Tapedeck aufgab.
Ebenfalls eine technische Vollkatastrophe - ich wage  es kaum zu sagen, deshalb mal ein ausschnittweises Foto  Floet
Da hatte ich wohl eines der oftmals besprochenen, aber nie bewiesenen Montagsprodukte erworben. Habe ich dann schnellstmöglich wieder verkloppt.


[Bild: 100-1873.jpg]