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Normale Version: Tape Deck - Empfehlungen - Akai GX75 oder?
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Hallo zusammen,

bin hier schon länger angemeldet, wie ich gerade bei der versuchten Neuregistrierung festgestellt habe. Big Grin

Ich habe hier noch viele Radiomitschnitte von Jazz Konzerten 4-500 Stk., die ich gerne abhöre(n möchte), selbst aufgenommen Kassetten aus den 80/90ern und originale Kassetten, insbesondere ECM.

Folgende Tape Decks haben sich hier angesammelt:

Blaupunkt C-1800 (Hitachi)
Yamaha KX-800
Harman Kardon TD-4400
Harman Kardon TD-292
Am besten klingt das TD-292.
Aber irgendwie habe ich das Gefühl, da geht noch was. Die Radiomitschnitte wurden fast alle mit einem Akai GX-95 gemacht. Ein Akai GX-75 scheint mir daher sehr interessant - MK1 oder 2? Dann ist man aber gleich bei 4-500€ + im Zweifel Kosten einer Revision.
Muss das wirklich sein oder wie kann ich die Qualität im Verhältnis zu meinen Decks steigern, vielleicht ein Geheimtipp?

Für Tipps wäre ich sehr dankbar.

Beste Grüße

Jo
Sind die Aufnahmen Dolby-codiert oder (hoffentlich!) ohne Rauschunterdrückung?
Ohne.
(12.02.2024, 14:19)Baruse schrieb: [ -> ]Sind die Aufnahmen Dolby-codiert oder (hoffentlich!) ohne Rauschunterdrückung?

Sie sind HOFFENTLICH mit Dolby aufgenommen. 

Aber zur Wiedergabe oller Mitschnitte: Yamaha KX670 mit PlayTrim-Regler (oder ein anderes mit dem Feature ... NAD glaube ich?). Azimuth auf die alten Tapes einstellen und los gehts ... 

Etwas redundant zum eher hochwertigeren KX800 ... aber der PlayTrim-Regler ist echt ein sinnvolles Extra. 

Ohne genormtes Dolby-Pegel-Band und Dolby-Pegel-Justage auf allen Decks ist aber alles Kaffeesatzlesen: Das ist das Seepferdchen, wenn man alte Decks betreiben will.

Edith: Argh ... why not??? OK, dann bleibt grad noch der Azimuth zu justieren und das wars dann: Mehr geht nicht. Aber warum nimmt man ohne Dolby auf???
Wenn keines deiner Decks verkurbelt wurde, dann solltest du mit allen deine Tapes gut abhören können.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein GX-75 da "besser klingt"
In welchem technischen Zustand sind denn deine Decks?
Mal Azimut & Wiedergabefrequenzgang checken (lassen), das ist doch fix gemacht.
Wenn das dann paßt und deine Tapes "klingen" noch immer "falsch", dann liegt's an den Tapes.
Ja, alle waren bei TGE und wurden dort gewartet (nur das TD-4400 noch nicht).

Ich höre aber schon deutliche Unterschiede. Leider ist das Blaupunkt, was mir aus persönlichen Gründen am meisten am Herzen liegt, am schlechtesten. Das TD-292 hat aber auch deutlich die Nase vorn im Verhältnis zum Yamaha, was mich überrascht.

Interessant finde ich den Hinweis zum KX-670. Playtrim würde ich gerne mal ausprobieren. Was macht das genau?

Im Übrigen hätte ich aber auch gerne so einen Klassiker, wie das Akai eben ist.
Bist du der englischen Sprache mächtig? Wenn ja, lies doch mal bei den Tapeheads im Forum:
Playtrim

Playtrim (u.a. bei YAMAHA-Tapedecks) ist nichts anderes als eine (softwaremäßige) Angleichung des Pegels im hohen Frequenzbereich. 
Bitte nicht mit einer mechanischen Azimuth-Verstellung verwechseln. Ich meine, das gab's es auch. Bei diversen Nakamichi?
Danke, ja, klar.

Aber zum Verständnis reicht mir Deine Kurzbeschreibung schon.  Drinks
Ganz ehrlich - die Decks muessten alle ohne wesentliche und nachvollziehbare Klangunterschiede Deine alten Tapes wiedergeben, wenn die ohne Dolby aufgenommen sind.

Ausser dem Azimuth faellt mir nur wenig ein, was darauf Einfluss nehmen sollte - die groesste Unbekannt ist ohne Dolby naemlich nicht dabei.

Was macht das Harman denn nicht, dass das Hitachi deutlich schlechter klingen laesst: "Mehr Hoehen"? In der Regel laeufts ja meist darauf hinaus ...

Ich wurde mal verschaerft auf den Azimuth tippen, der beim AUFNAHMEDECK seinerzeit nicht optimal stand ... schon mal den Schraubendreher angesetzt und nachgedreht?
Laß Dir nicht einreden, die Tapes hätten alle gleich zu klingen. Das ist Quatsch. Fremdwiedergabe war schon immer ein heikles Thema bei verschiedenen Marken, geschweige denn Bändern. Und Finger weg vom Azimuth. Einmal verstellt, mußt Du bei jeder Cassette nachdrehen.
(12.02.2024, 15:28)sankenpi schrieb: [ -> ]Laß Dir nicht einreden, die Tapes hätten alle gleich zu klingen. Das ist Quatsch. Fremdwiedergabe war schon immer ein heikles Thema bei verschiedenen Marken, geschweige denn Bändern. Und Finger weg vom Azimuth. Einmal verstellt, mußt Du bei jeder Cassette nachdrehen.

Sehe ich anders: Azimuth-Justierband, Mono-Taste am Verstaerker und mit ein bisschen Sicherungslack das ist in 3 Sekunden wieder justiert. 

Dass der Azimuth des Quell- bzw. Aufnahmetapes in den 80ern oder 90ern verstellt war, ist allerdings eine sehr wahrscheinliche Annahme - und ohne es an der Azimuth-Stellscharube auszuprobieren, wird das auch niemand herausfinden. 

GERADE bei Wiedergabe ohne Dolby sollte keins der Decks wesentlich in der Hoehenwiederabe abfallen, zumal sie alle angeblich frisch eingemessen und justiert sind ... wieso sollten sie denn? 

Haben sie Muffelsound, hat das Ursachen. Und die nicht herausfinden zu wollen ist doch wohl irgendwie bloed, oder?
Naja, das ist ja ein schwieriges Thema, also Klangunterschiede, und im Zweifel wird es am Ende einer solchen Diskussion auch keine einhellige Meinung geben. Wink3 Keines der Geräte hat Muffelsound und es fehlt auch nicht an Höhen. Es gibt aber in meinen Ohren durchaus Unterschiede im Klang. Und da würde ich gerne mal hören, was noch so geht.
... die Aufnahme ist entscheidender als die Wiedergabe: Was nicht da ist, kann man auch nicht mehr wiedergeben Smile.

Auf welchem Deck ist denn damals aufgenommen worden? Zweikopf-Single-Kapsan-Brot-und-Butter oder TOTL Dreikopf-Doppelkapstan mit externer Einmessung?

Interessant ist die Klang-Geschichte ... was bzw. wie klingt es denn anders? Hintergrund: Vernuenftig eingemessen (Rec & Bias) haben Tapesdecks erstaunlich WENIG Eigenklang und Vor/Hinterband ist zwar per Kopfhoerer im Direktvergleich zu unterscheiden, aber nicht wirklich per Lautsprecher im 3m Entfernung bei Zimmerlautstaerke. Wenn sich die Wiedergabe gerade ohne die Dolby-relevanten Schwierigkeiten eklatant zwischen den Decks unterscheidet, halte ich das zumindest fuer hinterfragenswert.
Wie gesagt, die Radiomitschnitte wurden mit einem Akai GX-95 gemacht. Klar, wie immer, die Aufnahme ist die Quelle.
Mit Höreindrücken musst Du vorsichtig sein, gerade bei Tapedecks. Minimale Abweichungen der Geschwindigkeit können allein schon für gefälligeren Klangeindruck sorgen, obwohl von der sonstigen Wiedergabegüte kaum ein Unterschied besteht. Was wurde denn beim jeweiligen Service an Deinen Decks im Detail gemacht? Mag sein das da ein Kopf eventuell nicht mehr ganz taufrisch ist, das kannst Du mit viel Licht und guter Lupe ja mal nachschauen. Auch der Bandlauf mag sich in der Güte unterscheiden, das sind mechanische Geräte, die Verschleiß unterliegen. Wenn Du es genau wissen willst, kauf Dir ein paar Testkassetten und dazu das Nakamichi T-100 Softwaretool, das zu benutzen ist absolut keine Raketenwissenschaft und Du weißt dann über Deine Tapes wenigstens Bescheid, musst ja gar nicht dran rumschrauben. Sollten die alle Murks sein kannst Du ja immer noch eine GX-95 kaufen. LOL

Was die bestehenden Aufnahmen angeht, selbst wenn wir bei der Akai GX95 als damaliger Aufnahmequelle mal vom Bestmöglichen ausgehen, wie alt sind die Aufnahmen und auf welchem Bandmaterial?  Floet Solche Aufnahmen können schonmal schlecht gealtert sein. Nicht zu vergessen dass wir von Radioaufnahmen reden, da kommt oberhalb 15khz vom Sender schon kaum bis gar nichts und evtl. noch der MPX-Filter obendrauf.  Sollte wirklich der Azimuth damals nicht gepasst haben, hilft wie schon gesagt nur Playtrim-Deck kaufen oder den Azimuth an einem von Deinen Decks passend hinkurbeln.
Hm,

nur meine Erfahrung von damals.

Wir hatten ein GX-75 und ein Teac V5000.

Beide - so sehe ich es ähnlich „gut“. Die Aufnahmen vom GX konnte der V5000 tadellos wiedergeben - umgekehrt nicht.

Das Akai wurde dann mal abgegeben- das Teac blieb. Ich hatte dann ganz kurz ein Pioneer mit Dolby-S und schräg eingebauten Laufwerk - das war in Bezug auf das Laufwerkgeräusch ziemliche Krücke - egal. Bin dann auf das Teac V8030 umgestiegen. Die alten GX75 Aufnahmen und die des V5000 (fast alle mit DolbyC) klangen mit dem 8030 vernünftig - die Eigenaufanhmen waren ohne Tadel.

Habe dann letztes Jahr die kompletten Cassetten mit dem V8030 verkauft.

Ich würde also immer eines der letzten Teac Geräte mit Dual-Capstan anempfehlen. 6030, 8030, v5000, v7000, ich meine es gab auch ein v5010 und auch ein v7010?
(12.02.2024, 21:08)Dude schrieb: [ -> ]...wie alt sind die Aufnahmen und auf welchem Bandmaterial?  Floet Solche Aufnahmen können schonmal schlecht gealtert sein. Nicht zu vergessen dass wir von Radioaufnahmen reden, da kommt oberhalb 15khz vom Sender schon kaum bis gar nichts und evtl. noch der MPX-Filter obendrauf.  Sollte wirklich der Azimuth damals nicht gepasst haben, hilft wie schon gesagt nur Playtrim-Deck kaufen oder den Azimuth an einem von Deinen Decks passend hinkurbeln.

Ich höre ja auch professionell aufgenommene Kassetten, s.o. z.B. ECM Neuware, auch da höre ich deutliche Unterschiede zwischen den Decks. Die Decks wurden bei TGE überholt, einschließlich Einmessung.

Athpkreipe

Danke für die Empfehlungen. Aber auch die TEACs sind ja mittlerweile in der gehobenen Preislage. Ich muss mal schauen, ob ich investieren will oder mir das, was ich habe, ausreicht?

PS: Wenn ich deutliche Unterschiede sage, dann ist es natürlich immer schwierig, das für einen Anderen nachzuvollziehen. Ich habe schon einige Hörerfahrung, insbesondere Vinyl, einen CDP habe ich nicht, aber einen Streamer, und nehme natürlich subjektiv wahr. Beim Klang eines Tapes mag vieles reinspielen, Antrieb, die Wahl der Köpfe und nicht zuletzt deren Justage. Aber Unterschiede gibt es im Ergebnis. Playtrim sollte ich vielleicht mal probieren.

Welche von den Yamahas KX 650, 670 oder 690 ist denn das Beste oder egal? Gibt es noch andere Geräte mit dem Feature, NAD fällt mir ein, andere?
Ich habe hier das kleine Yamaha KX-10 stehen, das hat auch Playtrim, Einmeßcomputer und 3 Köpfe, performt sehr gut und ist eventuell günstiger aufzutreiben.
Danke auch für den Tipp.

Habe mich schon ein wenig umgeschaut. Wie es scheint, gehört mein KX-800 (neben dem damaligen KX-1200) wohl zu den wenigen Decks, die kein Playtrim haben, war wohl die letzte Generation ohne. Obwohl das KX-500 hat wohl Playtrim.

Die Yamaha Decks liegen auch schnell bei 2-300€, jedenfalls aktuell. Außerdem finde ich das Design je später, umso weniger attraktiv. NAD wäre ja auch noch ein Option. In dem verlinkten englischen Thread habe ich sonst keine weiteren Hersteller Hinweise für Playtrim gefunden.

PS: Beim KX-10 finde ich die kompakte Bauweise attraktiv. Aber auch das liegt >200€, also nicht weit weg von 6X0ern.
Hallo!

Dort hat jemand mit nur sehr geringem Aufwand Playtrim bei seinem Tapedeck nachgerüstet:

https://www.audiomap.de/forum/topic/1663...achrüsten/

VG, Henning
Für ein "totes" Medium ist es schon erstaunlich was mittlerweile für Preise für Tapedecks aufgerufen werden, mein KX-10 habe ich vor 3 Jahren für 50,- gekauft und jetzt gehen die schon RIchtung >200?  Heftig.
Naja, manchmal sieht man die komplette Anlage für ca. 100 Euro.
Oder hier das KX10 für 80 Euro, seit sechs Wochen inseriert, bekommt man wahrscheinlich auch für 50, wenn man nett fragt.
https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/y...-172-20934
Das KX-10 sollte einzeln unter 100 Euro gehen.
Aber Achtung: Wenn die Riemen noch nicht gewechselt wurden, viel Spaß dabei. Floet
(13.02.2024, 11:45)derHamburger schrieb: [ -> ]Oder hier das KX10 für 80 Euro, seit sechs Wochen inseriert, bekommt man wahrscheinlich auch für 50, wenn man nett fragt.
https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/y...-172-20934

Danke! Ja, aber nur Abholung.
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