Old Fidelity - HiFi Klassiker Forum

Normale Version: W&F Messungen an Plattenspielern mit der App
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Ein Interessantes Thema, das leider in einem Verkaufsfaden entstanden ist.

An die App Experten ein paar Fragen, die ich mir stelle. 

Die "Information" zur Drehbewegung wird m.W. aus dem Gyroskop des  Telefons entnommen. Bitte berichtigt mich, wenn das nicht stimmt.
Nun wird einmal ein statistisch ausgeredeter 2 Sigma Wert angegeben, und ein Wert, der einem RMS Detektor gleichkommen soll. 

Die meisten Leute schmeißen ihr Telefon auf den Teller starten die App, und lesen irgendwelche Werte ab.

Mich interessiert aber, inwieweit sich diese App an "Regeln und Vorgaben" hält, die in diversen Standards niedergelegt wurden.
Zuletzt wohl in der AES 6.
Das alles wäre für eine Vergleichbarkeit der Zahlen durchaus von Interesse. 

Wie steht es um die Bewertungsfilter? Gibt es dazu etwas? Die App hat akaik keinen "softkey" dafür.

Was ich nicht suche, sind FAQ über die Normen usw...Die kenne ich soweit. Micht interessiert, was sie App macht. Wink3
Dann richte dich doch bitte an die App-Entwickler. Und vergiss die Zwinker-Smilies nicht Wink32
Zitat:Dann richte dich doch bitte an die App-Entwickler

Das ist ja beinahe schon AAA Niveau. Ist das hier ein Diskussionsforum, oder Nonnenhockey?
Es gibt einige Apps dieser Art. Sowohl für Android wie auch den angebissenen Apfel. Sei ein wenig präziser bei deinem Fragen.
Es geht (ging dort) um "Turntable Speed"
Der Vorschlag von Kimi ist doch effektiv und zielführend. Schreib dem Entwickler der App deine Fragen.
Hier die Kontaktdaten
[Bild: 126202622200.png]

Falls dich interessieren würde, was aus den Sensoren des Smartphones rauskommt, installiere PhyPhox 
https://phyphox.org/de/home-de/

Ist sowohl für Android wie auch angebissenen Apfel erhältlich.

Viel Spaß
Die angesprochene AES6 misste die Modulation eines 3150Hs-Tons, bewertet diese mit einem asymmetrichen Glockenfilter 0Hz>4Hz>100Hz und berechtet daraus W&F als die doppelte Stadardabweichung der schwankenden Modulation.

Es ist somit keine direkte Messung des Fleichlaufs, sondern eine abgeleitete Messung aus der Modulation eines hoffentlich hinreichend fehlerfreien Testtons, von dem wir schon wissen, dass er genau das nicht ist und systembedingt schon fehler in der Groessenordnung der Messgroesse beinhaltet, was die Messung an sich schon ad absurdum fuehrt - nur gabt es leider keine bessere.

Die Beschleunigungssensoren des kreiselnden Handys mussen das zwangslaeufig anders handhaben ... und die erste Frage ist die nach der Messfrequenz der Beschleunigung, die zweite die nach der Genauigkeit der Sensoren und die Dritte die nach deren Empfindlichkeit.

Fuer Flutter bis zu 100Hz muesste die Messfrequenz der Datenabfrage mindestens 200Hz betragen - das ist schon eher viel.

Ich denke, schon da legen wir uns in allen drei Faellen die Karten - da fallen Fragen wie Bewertungsfilter und wie am Ende die 2sigma berechnet werden, kaum noch ins Gewicht - schon bei der Messwertgenerierung am Anfang sind wirklich ALLE Fragen offen.

Die Frage der Tellerunwucht durch das Handy und die dadurch hervorgerufene artfaktische Periodizitaet klammere ich hier mal aus.

Aber - andererseits: Die Handyergebnisse sind zumindest mit ein-und-demselben-Handy quer ueber alle Player untereinander vergleichbar. auf einem gut funktionierenden 1200er Technics als Referenz ermittelt, sollten andere Dreher zumindest in die Naehe des dort ermittelten Wertes gelangen.

Messung Schrott? Nein ... aber diese 2 Verfahren liefern keine identischen Ergebnisse.