Old Fidelity - HiFi Klassiker Forum

Normale Version: Welche Antennenlösung bei Betrieb mehrer Receiver / Tuner
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(20.01.2014, 15:22)nice2hear schrieb: [ -> ]Hört mal auf, mich mit euren vielen Postings nervös zu machen...
Ich denke immer, jemand kompetentes hat hier eine verbindliche Info.

VG Peter (will seine 9 ääähh 8 Tuner weiter benutzen...)


Sicher gibt es hier mehr Forumianer, mit 2, 3, 4,.... vielen Receivern und Tunern.

Bei mir stehen auch 8 Exemplare rum, die ich abwechselnd betreibe.

An jedem Teil habe ich eine Dipol-Wurfantenne angeschlossen,
was letztendlich durch das ganze Kabelwirrwarr öfters mal zu "Verstrickungen" führt. Viannen_75

Da gibt es sicherlich elegantere Lösungen für den Antennenanschluss bei mehreren Receivern.
Deshalb würde mich interessieren, wie Ihr das bei Euch gelöst habt?


Bin ja mal gespannt.........

Lippi

Eine richtige UKW-Antenne auf dem Boden oder jedenfalls etwas ausserhalb vom "Störnebel"
Je nach Empfangslage (Pegel) ein guter Verstärker und einen z.B. 8-fach Verteiler.
Alles mit Koaxialkabel verbunden. Notfalls am Gerät symetrieren.

Pegel an der Antenne sollte gemessen werden, damit der Verstärker und die Tuner nicht übersteuern.
Da spricht der Profi Thumbsup

Ich mache das auch mit Wurfantennen, Kabelgewirr ist mir egal. Floet
Zudem kosten die Dinger ja fast nix......
Da man hier in Hamburg eh 'ne relativ hohe Senderdichte hat, ist so eine klöterige Empfangslösung gar nicht verkehrt: so kann man wenigstens ansatzweise die Empfangsqualitäten der Tuner / Receiver vergleichen. Tease

Und in einer Mietwohnung fang' ich auch nix großes anderes an Wink3
Saubere Profi-Lösung. Thumbsup


Für mich als "Nichtwissenden" klingt das allerdings nicht so simpel.....
"...Notfalls am Gerät symetrieren.....Pegel an der Antenne messen...."

Da steigen über meiner Studierkugel schon ein paar Fragezeichen auf..... Floet

Ralf B

Ich habe einen runden Dipol aus dem Internet bestellt und mit Wohlwollen der Hausbesitzerin an die Hauswand geschraubt.
Funktioniert ohne Ausrichtung, derweil er gebogen ist.
Reicht für Berlin zum Glück gut aus

Lippi

Auch bei hoher Feldstärke fängt man sich da aber leider alle elektrischen Knackse der Umgebung mit ein. Lichtschalter, Lüftersteuerungen (Bad, Küche...), Dimmer und so weiter. Zusätzlich schwankt die Feldstärke auch, wenn man sich im Zimmer bewegt.
Schlimm ist auch - vor allem für Stereo - der Mehrfachempfang / Reflexionen usw. Das führt zu "Zischeln" und Klirren - vergleichbar mit falsch abgeglichenen Tuner / ZF / Demod / Decoder - nur viel Schlimmer.
Das liegt daran, weil solche Behelfsantennen nicht nur das direkte Signal empfangen, sondern auch reflektierte Signale und Wellen, deren (meisst horizontale) Polarisation irgendwo "verbogen" wurden auf dem Weg zur Antenne.
Laufzeit- also Phasenfehler führen vor allem bei Stereo zu den o.g. Verschlechterungen - unabhängig vom Pegel, der trotzdem super sein kann.

Lippi

Nachtrag: Die Symmetrierung ist recht einfach. Früher gabs das fertig für wenig Geld. Ob jetzt noch, kann ich nicht sagen.
Einfach mal nach UKW Symmetrierglied gurgeln.

Zur Pegelmessung gibts beim Profi Messtechnik (unser AMA300 von KWS-Electronic war glaube Sechseinhalb t € netto Floet )

Man kann natürlich einen UKW-Verstärker nach Gefühl einstellen. So, dass Nutzsender wirklich stark genug unten ankommen und schwache Sender noch "sauber" klingen: also keine Intermodulation auftritt. Das merkt man deutlich an Stellen auf der UKW-Skala, wo Sender mit 2 oder mehr verschiedenen Modulationen zu hören sind. Dann ist der Vorverstärker oder der Empfänger selbst übersteuert.

Man hört IM auch auf gerade Klassiksendern, wenn die mal gerade ganz leise spielen und man hört eine Mod von nem anderen Sender schwach - dann ist was zu viel Floet

Wie sagt der Sachse: Zu fill und zu wing, ist een Ding UndWeg
Bedeutet: Auch bei Benutzung eines Vorverstärkers ist es nicht so, dass "VIEL" auch "VIEL HILFT" (gemint hier die Verstärkung / Senderpegel)

Lippi

Noch eine Erklärung:
Hier mal 2 Beispiele, wie es an einer Antenne aussehen könnte...

[Bild: ukw_1.jpg]

[Bild: ukw_2.jpg]

... und hier die nahezu gleich gemachten Pegel nach einer selektiven Aufbereitung in einer Kabel-Kopfstation... Der Idealfall für UKW-Empfänger ..

[Bild: ukw_3.jpg]

Sorry für die Qualität - nur Handy und zu nahe gehalten Flenne
Mario ich bin beeindruckt, aber die Fragezeichen über meinem Köpfchen häufen sich. Floet

Wenn ich ein Stückchen jünger wäre, würde ich mich bei Dir um ´nen Ausbildungsplatz bewerben. LOL

Lippi

Ich darf nicht ausbilden, bin nur ganz gemeiner Facharbeiter Flenne

Frage ruhig. Thumbsup

An dem oben mittleren Bild lässt sich die Problematik des Pegels gut erklären.

Wollte man einen der schwachen Sender gut empfangen, bräuchte man einen Verstärker bei der angenommenen Dachantenne - um die Dämpfung des nachfolgenden Kabels auszugleichen und die oben angedeutete Sache mit dem 8-fach-Verteiler.
Ein Verteiler hat immer auch eine Dämpfung, er halbiert ja das Signal (2-fach Verteiler) - das sind idealerweise 3dB - in der Praxis werden Werte von 3,5 bis 4dB angegeben.
Ein Vierfach-VT dämpft praktisch um die 7,5dB - ein 8-facher dann so um die knapp 12 dB.

Das Analyzerbild zeigt, dass ohne Verstärker die Pegel am Radio im Zimmer viel zu schwach ankommen würden. - Also Verstärker..
Dabei muss man beachten, dass der und auch die Radios unten nicht von den starken Signalen übersteuert werden. Dazu gibt es Sperrkreise, die auf die starken Sender abgeglichen werden und meisstens um die 20 - 25 dB Dämpfung für den Sender machen.
Um sehr viele starke Signale abzusenken, wäre der Aufwand an Sperrkreisen enorm - und auch die hätten wieder für die schwachen Nutzsignale schädliche Durchgangsdämpfungen.

In Kabelempfangsstationen, wo der Aufwand etwas höher sein darf, als zu Hause, nimmt man Umsetzer, die jedes einzelne Signal empfangen und auf eine neue Frequenz umsetzen.
Neue Frequenz darum, weil starke Ortssender ja auch direkt auf die Kundenradios einstrahlen könnten und dann wieder beide Signale unterschiedliche Laufzeiten hätten.

Das Ausgangsfrequenzraster wird nach komplizierten Bedingungen berechnet um Störungen zu minimieren. So zB Spiegelfrequenzempfang usw.

Für so eine Liste benötigt man die Frequenzen von starken Ortssendern - die dürfen nicht belegt werden im Kabel. Dann sitzt man da und "erfindet" neue Ausgangsfrequenzen, die allen erforderlichen Bedingungen entsprechen. Man bekommt dabei etwa 20 bis maximal 30 Sender in den UKW-Bereich.
Im obigen letzten Bild ist unser momentanes Ausgangssignal zu sehen - für die Liste habe ich schon was mehr als ne Stunde gebraucht Denker
Dabei werden fast alle Signale aufgrund der besseren Qualität aus DVB(S) - Signalen aufbereitet, was zumindest bei Fernempfang deutliche Qualitäts - Vorteile bringt.

Hier mal die aktuelle Frequenzliste für Analog-TV und UKW-Rundfunk.

Nachtrag: Merke gerade, dass ich etwas abgeschwiffen bin Floet Ging ja mehr um den häuslichen UKW-Empfang von Antenne. Lipsrsealed2
Ach was, das kriegt doch keiner mit und i sag nix. LOL

Ralf B

Lippi, bin auf Arbeit und kann nicht ausführlich lesen...
mein Empfang ist mit dem Ding super...wahrscheinlich biegt der gute Tuner vieles gerade.
Da kann ich ja bestimmt noch was verbessern mit Deinen Tips....erstmal nach Hause kommen Thumbsup
(21.01.2014, 15:09)Lippi schrieb: [ -> ]Eine richtige UKW-Antenne auf dem Boden oder jedenfalls etwas ausserhalb vom "Störnebel"
Je nach Empfangslage (Pegel) ein guter Verstärker und einen z.B. 8-fach Verteiler.
Alles mit Koaxialkabel verbunden.

Ja, oft reicht von der Antenne einfach nur eine Leitung und ne Steckdose im Geraffelraum und da werde die Leitungen zu den Tuner umgesteckt. Mindestens bei nem Verstärker an der Antenne kann man auch mit Kabelverteilern ohne Schalterei arbeiten, weil dann die Anpassung stimmt. Habe schon 5 Tuner über eine Leitung und Verteiler an einer Steckdose unserer kleinen Hausantennenanlage gut laufen gehabt, nur wer hat schon mehr wie zwei Tuner zugleich in Betrieb, und die doch auch nur zum Vergleichen. Die UKW-Antenne wird in die Hausantennenanlage mit den Satellitensignalen zusammen eingespeist.
Bei Pegelproblemen oder als Edellösung kann man natürlich Einzelleitungen zu den Tunern ziehn oder komfortabel auch mechanisch oder gar elektronisch umschalten, nur Wurfantennen sind besser für die Küche.LOL
Viele Tuner/Receiver (haben und nutzen) ersetzen Senderspeicher ! Oldie

Lippi

Lol1 Thumbsup
... prima Mario ... vielleicht komm´ ich fragetechnisch nach dem Umzug nochmal auf Dich zu!

Lippi

Gern Marco Drinks

Ralf B

Schade...während dieses interessanten Themas hatte ich heute langen Sprechtag Flenne
Lippi, ich weiß nun nicht, ob sich Dein Einwand oben in posting6 auf meinen runden Außen-Dipol oder auf die innen betriebene Wurfantenne bezieht.
Mit Wurfantenne hatte ich diese ganzen Störgeräusche, wie Du sie beschreibst.
Mit dem Dipol an der Hauswand ist die Qualität blitzesauber, kann ich ja bei der Klassik hervorragend hören-

Habe einen Grundig T9000 dran hängen, mit dem kann man Überpegel senken bzw anpassen.
Mit der Lösung bin ich sehr zufrieden.
Vermutlich braucht man demnach nur einen Verstärker, wenn die Empfangsleistung zu gering ist?

Hatte mich natürlich bei unserem staatlich geprüften Antennen-Beauftragten beraten lassen, und der sagte, die Variante würde völlig zufriedenstellend ausfallen.
So fiel sie dann auch....

Lippi

Ralf, ich meinte die im Gebäude verteilten Wurfantennen. Deine Lösung ist schon gut so.

Genau genommen braucht man einen Verstärker, um Kabel- und Verteilerdämpfungen auszugleichen und eventuell für einen schlechten Tuner, der nicht empfindlich genug ist. "Besser" wird das Signal durch einen Verstärker nicht, nur "Stärker" Denker
Im Gegenteil, JEDER Verstärker verschlechtert das Signal Oldie Der Signal / Rauschabstand wird schlechter und Inter- und Kreuzmodulationsprodukte + Oberwellen werden mehr.
Wie im NF-Bereich: Rauschen / Klirren wird bei jedem Verstärker mehr.
... trau mich fast gar nicht es zu sagen ...
Wo der Kellerhörraumempfang durch einen außenliegenden Ringdipol gesichert ist muß der B760 im Wohnzimmer mit einem mittels T-Stück von einer für DVB-T-Empfang genutzten aktiven Außenantenne vorlieb nehmen ...
Was soll ich sagen ... funktioniert ...
(21.01.2014, 15:09)Lippi schrieb: [ -> ]Eine richtige UKW-Antenne ...

...wenn die Betonung auf *richtige* Antenne liegt Floet

Die 19-elementige Körner:





Aber nicht erschrecken, das Boomrohr ist circa 4m lang und das ganze ca. 2m hoch Raucher
LG, Steff
ist die vertikale (links im Bild) auch eine 19el?
Das ist leider Flenne nicht meine, sondern gehört Konrad K. aus Polen, einem UKW-DXer.
Das links müsste seine vertikale 2 x 9-Element sein.

Die Körner dürfte so ziemlich das größte Geschoss für das 3 Meter Rundfunkband sein. http://www.ham-radio.com/k6sti/korn193.htm

LG, Steff
(24.01.2014, 00:42)Nixraff schrieb: [ -> ]Das ist leider Flenne nicht meine, sondern gehört Konrad K. aus Polen, einem UKW-DXer.
Das links müsste seine vertikale 2 x 9-Element sein.

Wenn er AKTIVER DXer ist, dann müßte ich ihn kennen, allerdings denke ich, daß er viel in FM "unterwegs" ist (darum vertikale Montage), sonst wären seine Antennen Horizontal montiert.

Zitat:Die Körner dürfte so ziemlich das größte Geschoss für das 3 Meter Rundfunkband sein. http://www.ham-radio.com/k6sti/korn193.htm
LG, Steff

yep,
das ist schon ein langer Brummer...

Lippi

cq...cq dx here is the german radiostation delta lima seven three tango two and calling cq dx over... LOL

Wusste garnicht, dass es hier doch mehrere FuAms gibt Thumbsup Ich war allerdings nureinige Jahre lizenzfrei im CB-Funk Bereich unterwegs. Allerdings mit grosser Antenne und auch SSB und mit Power Floet
Weiteste Verbindung war USA. Aber von einem hohen Berg auch reichliche 170km bis nach Berlin - hat dort uns keiner geglaubt, die dachten, wir stehen um die Ecke Floet In Berlin gabs da ne lustige Runde, die nannten sich alle nach Bauelemten und so: Elko, Lötkolben, Spule usw. Denker - Das waren noch Zeiten ...
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