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Großbritannien - Die musikalische Supermacht?
#1
Vielleicht kommt es mir ja nur so vor, aber kann es sein, dass seit der Verbreitung von Populär-Musik Interpreten, Musiker, Bands, Produzenten und wer auch immer was damit zu tun hat, aus UK außerordentlich erfolgreich sind? Also wirklich außerordentlich!

Ich meine, wenn man sich mal seit den 50ern anschaut welche international erfolgreichen, einflußreichen Interpreten und Bands und Musiker von da kamen und immer noch kommen bleibt einem doch die Spucke weg!

Also das Pro-Kopf-zu-Superstar-Verhältnis ist doch um ein vielfaches größer als in den USA oder anderswo, ohne, dass ich jetzt irgendwelche Statistiken zur Hand hätte.
Warum sind die "plötzlich" so musikalisch? Zu klassischen Zeiten war doch mal der französisch-, russisch- und vor allem der deutschsprachige Raum eindeutig dominierend. 

An der Sprache allein kann es ja nicht liegen, die können andere auch (auch muttersprachler).
Natürlich gab und gibt es Superstars aus den USA an die verkaufsmäßig niemand rankommt, auch der Trigger kam wahrscheinlich von außerhalb, aber wenn man sich mal verinnerlicht was da über die Jahrzehnte aus GB kam und dann im Verhältnis zur Einwohnerzahl setzt muss man sagen: 
Die Engländer, Waliser, Schotten, Iren und was es auf den Inseln noch alles gibt sind verdammt nochmal musikalisch die Besten! Scheinbar jeder kann was, siehe Stadiengesänge...
WARUM??? Darwinistische Erklärung wird es wohl kaum sein. Oder liegt es etwa gerade gegenteilig begründet: Der multikulturelle Einfluß der Kolonien?

Würde mich interessieren, wie ihr das seht! 
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  • Japan Vinyl
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#2
stimmt.
als erstes fallen einem die Beatles und die Rolling Stones ein (die mir immer lieber waren).
aber dann, meinem musikgeschmack folgend, Rory Gallagher, John Mayalls Bluesbraekers, Eric Clapton, Cream, Led Zeppelin, desweiteren DDBMT, u.ä.
nichts anfangen konnte ich mit Tom Jones, Sandie Show u.ä.
Peter aus dem Allgäu
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#3
At AsMaMa

Finde es gut, dass du das Thema aufgegriffen hast. Hatte ich unlängst in privater Runde (natürlich unter Einhaltung der Coronaregeln) auch.
Sicher spielen viele Faktoren eine Rolle bei der Vielfalt englischer Bands und deren Können, vielleicht die damalige Tristesse englischer Vorstädte, vielleicht der Wille, einfach nur Musik machen zu wollen, vielleicht die stärker werdende Konkurrenz untereinander, vielleicht auch der Wille, besser als andere zu sein, vielleicht die Ideen um zu setzen, die schon länger im Gehirn umherwanderten, vielleicht der Wille, ein Instrument so zu spielen, dass ein Wiedererkennungswert da ist, vielleicht nur die Möglichkeit, sich hoch zu arbeiten....sind nur Vermutungen.

Sicher spielt die Muttersprache auch eine grosse Rolle, weil viele Formulierungen im englischen einfach besser, flüssiger klingen und oft auch nicht 1 : 1 übersetzbar sind.

Natürlich gab es im US und dem Rest der Welt - Raum auch gewaltig gute Bands (siehe die Doors, Janis Joplin, Jimi Hendrix...), aber ich bin auch "englisch" geprägt (Led Zeppelin, Yes, Genesis, Gentle Giant, King Crimson etc.) . Auch werde ich das Gefühl nicht los, dass viele der Messen gelesen sind - sprich: nicht mehr viel neues, sondern immer das Gefühl " man kennt das irgendwie, klingt wie....."....(siehe der Genesis - Abklatsch Marillion).

Ist ein spannendes Thema - vielleicht kommen ja noch andere Meinungen dazu.

In diesem Sinne viele Grüße, DIrk
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  • fr.jazbec, AsMaMaCh
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#4
Heart 
Ich denke auch, daß es viel mit dem englischen 2Klassen System zu tun hat. Dazu kommt eine gewisse „Feierwütigkeit“ die den Engländern mehr zu eigen ist als vielen anderen Völkern.
Gruß Rüdiger
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#5
Hallo,

eine interessante Frage, die auch bei uns immer wieder gestellt wird.
Es stimmt, das die Briten eine Musik-Industrie Macht darstellen. Das kommt nicht von ungefähr - da wurde schon eine ganze Menge für getan. Nun allerdings fallen die Künstler alle ganz überrascht vom Hocker - dem Staat bringt die Musik Industrie 4-mal so viel Geld in die Staatskasse wie die heimische Fischerei - die ja so wichtig in den Brexit Verhandlungen war. Es gab aber keine adäquaten Verhandlungen für die Künstler, zukünftig auf dem Kontinent mit Sonderregelungen ihre Tourneen durchzuführen. Im Gegensatz z. B. zur deutschen Musik Industrie ist die britsche mindesten 4-mal so groß bei weniger Einwohnern. Das der Egomane Boris das nicht auf dem Schirm hatte? Ein weiteres Desaster.

Das die Briten so groß im Musikgeschäft wurden, liegt meiner Meinung besonders an dem zu beackernden sprachlichen Gebiet - über 50 Länder - auf 6 Kontinenten sprechen als 1 oder 2 Sprache Englisch (der Commonwealth lässt grüßen) und man war immer bereit, Konzerte zu geben - der Kontinent war vor der Tür. Die Amis taten sich da ungleich schwerer und hatten selbst einen Riesenmarkt, da blieb man eher im eigenen Land. Hinzu kommt das die englische Sprache doch viel einfacher zu erlernen war als Deutsch, Französisch, Russisch, Chinesisch, Japanisch.

Was ich nicht glaube, ist, dass die Briten von Haus aus musikalischer wären oder bessere Musiker per se hervorbringen - und auch die Texte, wenn man ehrlich ist, kommt da viel Schmalz und typischer - wir würden sagen Schlagerbrei- zutage .... Wenn man es dann mal übersetzt ,... Weil der Markt eben so groß war-ist, gibt es eben für jeden Geschmack etwas .... In Deutschland gab es (überspitzt) 1 x Country Band 1 x Pop Band 1 x  Rocker 1 x Metaller Band 1 x Liedermacher .... Einer Erneuerung der Musik Stile konnte auch nur durch den riesigen Sprachmarkt erreicht werden - mir fällt gerade nix ein, wo die Deutsche Musik die Welt...

... Doch! Marschmusik .... Ach schade - das konnte Glenn Miller auch wieder besser. Aber das macht auch nicht wirklich Bauchschmerzen, dafür gibt es doch die Deutsche klassische Musik - und die mag man auf der ganzen Welt und die Engländer spielten sie selbst im 2 Weltkrieg - es wurde und konnte unterschieden werden. Man muss nicht alles können und überall der Erste oder Beste sein .... Ist auf Dauer ungesund.

Meine Musik die hier physisch herumliegt und die Sprache enthält .... Ist schätzungsweise - 80 % Englisch .... Ich müsste mal durchsieben .... Was Amerika und was britisch ist .... Mal eine Aufgabe für schlechtes Wetter .... Ach was - haben wir ja gerade. Tschüss und einen schönen Abend. Ich geh mal Musik hören und Rotwein trinken!
Hi
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  • AsMaMaCh, Tom
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#6
Mich interessieren die Texte fast gar nicht(da ich sie auch auf Grund mangelhafter Englischkenntnisse seltenst zufriedenstellend verstehe), trotzdem höre ich zu 90% englische Musik(wenn Gesang dabei ist). Ich denke die Engländer gehen einfach nicht so verkopft an die Sache ran wie z.B. die Deutschen. Da muß nicht alles eine „Bedeutung“ oder „Message“ haben, es reicht wenn‘s grooved.
Gruß Rüdiger
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#7
(13.02.2021, 09:35)Japan Vinyl schrieb: (siehe der Genesis - Abklatsch Marillion).


Ich war dabei:
Genesis säuselte und schunkelte ja nur noch schmerzfördernd durch die Charts, Floyd  ließ die Luft mit dem Final Cut ab - da kam die Rettung in Form von MARILLION !!

Abklatsch, hihi LOL
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  • Caspar67
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#8
(13.02.2021, 22:27)fr.jazbec schrieb: Mich interessieren die Texte fast gar nicht [...]


[Bild: lyrics.png]
[Bild: te-5.png]
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#9
In England haben halt ein dem Neuen gegenüber aufgeschlossenes Publikum und blühendes Mäzenatentum den idealen Nährboden für steile Karrieren bereitet! Mein persönliches Idol hat es (als gebürtiger Ostdeutscher!) in London zum umjubelten Mega-Star und schwerreichen Kulturunternehmer gebracht. Bei seinem Lebenswandel kann man nur staunen, daß er 74 Jahre alt geworden ist. Sein Ruhm war schon vor der Internet-Ära kaum zu toppen: 3000 Trauergäste sollen dabei gewesen sein, als sie ihn in der Westminster Abbey beigesetzt haben. Und seine Musik ist immer noch der Hammer und so spritzig und frisch wie eh und je: Kaum ein Tag, an dem ich nicht was von ihm höre, unter der Dusche, am Arbeitsplatz, im Wohnzimmer!

Beste Grüße,
Ralph
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  • winix
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#10
Ossi Ostborn??
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#11
Fast richtig. Aber nur fast.
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#12
Hallo,
es wird wohl Georg Friedrich Händel gemeint sein? Floet
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  • zonebattler, winix, Tom
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#13
Wink 
Der Nämliche! Thumbsup

Beste Grüße,
Ralph
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  • winix
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#14
(13.02.2021, 09:49)fr.jazbec schrieb: Ich denke auch, daß es viel mit dem englischen 2Klassen System zu tun hat. Dazu kommt eine gewisse „Feierwütigkeit“ die den Engländern mehr zu eigen ist als vielen anderen Völkern.
....ganz so "einfach" isses nich':
Von Großbritanniens Musikszene gehen bis heute wichtige Impulse aus – ihr Einfluss ist riesig. Vor deren Power ging sogar der große Bruder USA in die Knie.
Was Du heute kannst besorgen - kannst Du Dir morgen bestimmt nicht mehr leisten..... Floet
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  • AsMaMaCh
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#15
At Ozzy Oz
Interessanter Bericht. Allerdings auch nur eine Feststellung der Tatsachen. 
Warum sich dort so eine überbordende Musikszene entwickeln konnte ist für mich immer noch nicht nachvollziehbar...
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