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Da hst Du völlig recht, Frank - das habe ich verwechselt, ich werde es ändern! Danke für den wichtigen Hinweis!
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
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またね
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1987 war das Jahr in dem die Marke Nakamichi sich endgültig zum Vollsortimenter entwickelte. Viele Jahre vorher wurden nur Kassettendecks angeboten, 1985 kam ein High-End-Plattenspieler hinzu und nun plötzlich Receiver, Vor- und Endverstärker und CD-Player - und alles in bester und gewohnter Nakamichi Qualität!
Es gab zwei Vorverstärker und zwei dazu passende Endstufen: CA-5 und CA-7 bzw. PA-5 und PA-7. Das E am Ende der Typenbezeichnung stellt lediglich klar, dass es sich um die Europa-Version handelt.
Zu dem großen Vorverstärker gab es eine umfangreiche Fernbedienung, mit der man nicht nur diesen, sondern auch etliche andere Geräte aus dieser Serie per Kabel an der Rückwand fernbedienen konnte. Sämtliche schaltbare Verbindungen werden über kleine, aber voll gekapselte Relais hergestellt. Das Volume-Poti ist eines aus der berühmten RK-27-Serie des Herstellers Alps, dessen Achse vorne mechanisch durch ein von Nakamichi entwickelten Schneckengetriebe per Fernbedienung angtrieben werden kann - das ist einmalig.
Auch sonst kann sich dieser Vorverstärker in der internationalen Spitzenklasse durchaus sehen lassen, er muss keinen Vergleich scheuen. Die Phonoeingänge sind bis hinab zu 40µV (das sind 0,04mV!) Empfindlichkeit an 100 Ohm einstellbar, also auch das leiseste Abtastsystem wird gut und rauschfrei verstärkt, bei einem Rauschabstand von mindestens 84 dB.
Besser als dieser Vorverstärker darf wohl kaum ein anderer genannt werden, höchstens ähnlich gleichwertig.
Selbst bei den Klangeinstellungsmöglichkeiten wurde besondere Sorgfalt angewandt: Zwar heben oder senken alle Klangsteller nur +/-5dB, aber dafür gibt es deren drei.
Die Einsatzfrequenzen (und das ist ungewöhnlich!) sind 30 Hz für low, 250 Hz für mid und 30 kHz für high.
Für dieses Meisterwerk verlangte der deutsche Vertrieb damals satte 6.998,- DM - für einen Vorverstärker schon beinahe unverschämt, aber dieser ist es tatsächlich wert!
Gebraucht so gut wie nicht zu finden!
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
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(09.06.2026, 10:46)Armin777 schrieb: 1985 kam ein High-End-Plattenspieler hinzu [...]
Der TX-1000. Auf yahoo.jp wurde kürzlich einer angeboten, angeblich NOS, für 21 Millionen Yen, plus 10% Steuer. Umgerechnet knapp 125000 EUR... überraschenderweise noch nicht verkauft.
Kuckstu hier: https://auc.aleado.com/yahoo/lot?auctionID=t1231542002
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18.06.2026, 10:01
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.06.2026, 08:03 von Armin777.)
1981 kam vom Gerätewerk Lahr der Nachfolger des erfolgreichen TD-115 heraus. Im Prinzip hatte sich kaum etwas verändert. Die Gehäusefarbe wurde nun statt schwarz in einem freundlichen grau gestaltet und es kam die von vielen Thorens- Fans gewünschte dritte Geschwindigkeit von 78 hinzu. Um dies nicht versehentlich auszuwählen, muss man dafür erst einen kleinen Federbolzen herunterdrücken, nur dann lässt sich die Taste ganz nach links schieben.
Alles Übrige blieb unverändert, bis auf die Elektronik-Platte, die nun beinahe doppelt so groß war, dafür befand sich unter dem Tonarm jetzt nur nach die Lichtschranke. Die Thorens-Bedienung war typisch: Geschwindigkeit wählen, mittere Taste auf "START" schieben und Lift absenken. Am Ende der Platte fährt der Lift selbsttätig nach oben und der Teller stoppt. Der Spieler kostete seinerzeit rund 600,-DM, dafür wurde an dem sehr leichten Tonarm ein ziemlich unpassendes Stanton 500 mitgeliefert. Dies hatte einzig und allein den Grund, dass Thorens der Importeur von Stanton war und das 500 das preiswerteste System im Programm darstellte. Mit einer Nadelnachgiebigkeit von 15 mm/N ist es für deutlich schwerere Arme geeignet. Hier passen die Ortofon-Concorde-Systeme (wie im Foto) deutlich besser. Die klingen auch besser...
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
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Klugscheissmodus: Das ist ein 1/2-Zoll Ortofon OM und eben gerade KEIN Concorde ...
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Ich weiß schon, ich nenne alle Ortofon-Abtaster mit der Nasenform, die dem früheren französischen Flugzeugbug ähneln, Concorde - ist halt so eine Macke von mir... Das System in dem TD-115MKII ist ein OMB-10.
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
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Im Jahr 1972, der glücklose Hersteller Shin Shirasuna mit dem Label "Silver" hatte gerade erst den Markennamen Harman/Kardon aus den USA übernommen, brachte nun die ersten Receiver weltweit auf den Markt, die über völlig getrennte Netzteile für die beiden Stereokanäle verfügten. Der kleinere hieß 630, der größere 930. Also zwei Trafos, zwei Gleichrichter und vier Siebelkos - alles hübsch getrennt.
Der hier vorgestellte 930 verfügt über Endstufen mit zwei mal 45 Watt Dauertonleistung an 8 Ohm über den gesamten Frequenzbereich, die jedoch wegen der großzügig ausgelegten Netzteile auch Impulse bis zu zwei mal 100 Watt nahezu verzerrungsfrei leisten können. Dabei war der Frequenzbereich zwischen 1 Hz und 100 kHz (+/-1dB) für damals sensationell. Auch zwei Phonoeingänge, zwei Aux-Eingänge und zwei Tape-Anschlüsse mit Monitor-Funktion waren damals keineswegs üblich - egal in welcher Preislage. Selbst der drei mal so teure McIntosh MAC1900 musste sich geschlagen geben! Dazu war der 930 zwischen Vor- und End-Verstärker auftrennbar (der MAC aber auch!).
Dieses Exemplar hat eine nette Geschichte: Der jetzt zu Recht stolze Besitzer, hat ihn gerettet. Ein Nachbar hatte ihn zum Sperrmüll gestellt und er hat ihn sich geschnappt und glaubte, wegen des montierten US-Netzkabels, dass es sich um eine 115V-Version handelt - wollte ihn aber erhalten und überholen lassen. Dazu wünschte er sich noch ein passendes Holzgehäuse - was es im Orignal nur in den USA gab. Alle seine Wünsche konnten erfüllt werden, denn es handelt sich um die Military-Version, die man auf alle Spannungen und unterschiedliche Deemphasen umstellen kann.
Erschwerend kam aber hinzu, dass da jemand vorher dran gebastelt hatte, der sich wohl dachte: "Lampen kann man doch auch selber tauschen!". Nun ja, wenn man's kann, schon - er konnte es aber überhaupt nicht und es hat Stunden gedauert, bis alles wieder einwandfrei funktionierte. Alle Lampen neu, alle Gummis der Lampenhalter neu und alle Kabel neu. Aber jetzt kann sich dieser Receiver, der im Jahr 1972 immerhin satte 1.800 DM gekostet hat, wieder absolut sehen lassen. Das ist jetzt ein echter Hingucker!!
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
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"ein echter Hingucker" - in der Tat, ein wirklich schönes Gerät. Die geriffelten Regler sind toll!
Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem. (Karl Valentin)
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• Armin777, racingfreak
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Wirklich ein sehr schöner Receiver, tolles Design und Top-Zustand!
LG
Mike
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• Armin777
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Was für ein schönes Gerät, insbesondere die aufwändig gefrästen Potiknöpfe. Beim ersten Foto dachte ich noch, diese Beleuchtung will mir gar nicht gefallen aber das war wohl der Belichtung geschuldet. Wenn sie so hell ist, wie auf dem letzten Foto, sieht das absolut klasse aus.
Viele Grüße
Tilman
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• Armin777
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Die Stärke der Beleuchtung hängt auf dem Foto allein davon ab, wie sehr man das Objekt beleuchtet. Bei den Vollansichten ist ein großer LED-Scheinwerfer eingeschaltet, für die Detailaufnahmen habe ich den abgeschaltet, so dass nur noch Tageslicht im Raum war.
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
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• HiFi1991
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Sowas hatte ich mir schon gedacht, dass Du bei der Vollansicht noch mit Beleuchtung gearbeitet hast, da die Oberseite vom Gehäuse auch ziemlich überstrahlt ist.
Viele Grüße
Tilman
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• Armin777
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Heute fertig geworden:
Ein Umschalter für zehn Verstärker (oder Receiver) und sechs Paar Boxen. Man kann insgesamt 16 vierpolige Relais mit 12A-Kontakten sehen, auf eigenen Platinen, die absolut sicher jeden beliebigen Verstärker mit jeder Box verbinden.
So sieht der Umschalter von vorne aus, wenn er ausgeschaltet ist. Stromversorgung ist ein Steckernetzteil 12V.
Schaltet man ihn ein, wird angezeigt welcher Verstärker und welches Boxenpaar gerade angeschlossen sind.
Auf der Rückseite gibt es dafür insgesamt 32 Polklemmen für Bananenstecker, Querloch (4mm Durchmesser) oder Gabelschuh. Die versetzte Anordnung dient dazu die senkrecht stehenden Querlöcher auch tatsächlich benutzen zu können.
Bevor wieder jemand fragt, so etwas kostet inkl. Versand und allem Drum und Dran 1.100,-€.
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
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Wow, das muss man sich erstmal leisten können. Mich würde interessieren welche Lautsprecher und Verstärker da angeschlossen werden...
wahrscheinlich richtig hochwertige Sachen
"Autofocus has ruined quality"
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• HiFi1991, al3x135, Armin777
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20.07.2026, 19:50
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.07.2026, 20:02 von gst.)
Anbei die Umschaltbox Canton DM 24. Sie kann 12 verschiedene Boxenpaare und 12 verschiedene Verstärker anschließen. Habe ich mal bei Ebay ohne IR-Empfänger und IR Geber für sehr wenig Geld erstanden.
Eingebaut ist dabei u.a. ein Widerstandsnetzwerk, mit dem man die Quellen in ihrer Verstärkung genau abgleichen kann. Drinnen werkelt ein MC6809 auf einen eigenen Bus, an dem die Karten angesteckt sind.
Canton hat natürlich keine Unterlagen mehr davon (ca 1990-1992), aber auf der Prozessorkarte habe ich das BIOS ausgelsen und darin den Entwickler entdeckt. Den habe ich angesprochen, und er hat mir von seinen Resten die Fernbedienung und die Rohversion des Empfängers zukommen lassen. Ich musste nur noch Aussparungen im Gehäuse herstellen und das Verbindungskabel zusammenlöten. Die Bedienungsanleitung natürlich auch dabei. Angeblich soll es auch eine PC-gesteuerte Version gegeben haben, aber die habe ich nie gesehen.
Dann habe ich die Vorderseite noch angeschaut - nichts Besonderes, aber doch noch vor 1990...
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(20.07.2026, 14:38)Armin777 schrieb: Ein Umschalter für zehn Verstärker (oder Receiver) und sechs Paar Boxen. Man kann insgesamt 16 vierpolige Relais mit 12A-Kontakten sehen, auf eigenen Platinen, die absolut sicher jeden beliebigen Verstärker mit jeder Box verbinden.
Auch wenn das eine echt saubere Arbeit ist: Die beschrifteten Leuchten wollen mir nicht gefallen. Da hätte mir sogar eine rein passive Anzeige in Form einer CNC-Gravur in der Frontblende um die Drehschalter besser gefallen. Bei silber eloxierten Blenden kann man die schön mit schwarzem Lack auffüllen. Bei schwarzen Frontblenden muss man gar nichts machen, da sich die silberne Schrift da schön abhebt.
Und wenn es schon etwas leuchtendes sein soll, hätte ich eher zu einem schönen VFD gegriffen, das von einem Mikrokontroller angesteuert wird. OLEDs oder LCDs sind zwar deutlich billiger, doch wenn der Rest des Geräts in der Königsklasse liegt, darf es das Display ja auch.
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• Armin777
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zu Armins Umschalter:
Na, vollkommerzielle Hersteller geben die Bearbeitung der Fontplatten als Einmal-Vorgang in zig Stückzahlen in Auftrag und dann ist es gut. Das lässt sich auf solche Kleinstückzahlen ja niemals übertragen.
Es gibt Firmen, die machen die Gravur mit Laser nach Zeichnung z.B. im Autodesk-Format auch relativ preisgünstig. Aber das würde dem Charme des Umschalters von Arnim widersprechen. Über Geschmack und Ästhetik lässt sich wahrlich steiten.
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• Armin777
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Mir mag das zwar äußerlich auch so gar nicht gefallen, aber ich denke, wir können stark davon ausgehen, dass bei so einem Auftrag alles eng mit dem Kunden abgestimmt ist. Und dass der nicht die Katze im Sack gekauft hat, sondern ziemlich genau das bekommen hat, was er vorgegeben und sich gewünscht hat.
Ich find, das hamse gut gemacht. Muss man erstmal hinbekommen - und überhaupt, wer macht sowas schon noch..
If you don’t believe it or don’t get it, I don’t have the time to try to convince you, sorry.
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Nee, die Katze im Sack hat er nicht gekauft, das Design ist nicht jedermanns Geschmack (das ginge ja auch gar nicht), aber es ist ja bereits auf unserer Webseite schon so angeboten und abgebildet: Hier zu sehen.
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
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(22.07.2026, 07:56)gst schrieb: Na, vollkommerzielle Hersteller geben die Bearbeitung der Fontplatten als Einmal-Vorgang in zig Stückzahlen in Auftrag und dann ist es gut. Das lässt sich auf solche Kleinstückzahlen ja niemals übertragen.
Mittlerweile hat doch gefühlt jeder dritte Bastler eine CNC-Fräse daheim stehen und es gibt genug Kleingewerbe, die so etwas durchaus zu moderaten Preisen machen. Wenn Armin das Standard-Gehäuse mit den Bohrungen nicht ohnehin als Vektorgrafik hat, ließe sich das in 10 Minuten zeichnen. Die Skalierung wäre auch nicht mehr Arbeit. Ich glaube, bei dem Gesamtpreis wären Alternativen durchaus möglich. Bei den Standard-Gehäusen könnte ich mir sogar durchaus vorstellen, dass es vorteilhafter ist, mal drei Stück beim Haus-Fräser in Auftrag zu geben, als die Löcher in langwieriger Arbeit manuell am Bohrständer zu setzen.
Da ich immer mal wieder eigene Projekte in der Richtung umsetze, habe ich durchaus Erfahrungswerte, wie lange so etwas vom CAD bis zum fertigen Produkt braucht. Hier als Beispiel mal die Digitalisierung meines Abricht-/Dicktenhobels, weil mir das ewige Gekurbel am Dicktentisch auf den Keks ging:
Aber gut. Wenn der Kunde glücklich ist, ist ja alles bestens. Ich dachte nur, ich werfe mal eine Alternative in den Raum.
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23.07.2026, 07:57
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.07.2026, 07:57 von Armin777.)
Die Umschalter sind wirklich von Hand angefertigte Einzelprodukte, wobei jede Bohrung an Front- und Rück-Wand mit einer Säulenbohrmaschine in vorher von Hand gekörnte Markierungen erfolgt. Jeder Umschalter sieht anders aus, weil jeder Kunde andere Vorstellungen und Wünsche hat.
Wir haben bisher rund 150 solcher Umschalter gebaut - in 16 Jahren! Man kann daraus schließen, dass da wenig Raum für CNC-Fräsen oder Vector-Dateien ist. Der Anwendungszweck dieser Verstärkerumschalter ist schon sehr speziell, weswegen auch keine Skalierung der Absatzmengen möglich ist. Und von daher hat es bisher auch noch nie die Überlegung gegeben von dieser Handarbeit abzuweichen.
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
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Ich hatte die Frontplatte meines Lastwiderstandes bei Befa-Control fräsen lassen, damals noch in Charlottenburg, jetzt Marzahn.
Dazu hatte ich Herrn Heidmann zwei zugeschnittene Alu-Platten mitgebracht und eine Skizze. Zwei Platten, da Vorder- und Rückseite identisch sind. Die Umsetzung der Skizze in CAD musste ich in Form einer Mannstunde bezahlen, das eigentliche Fräsen war nicht der Rede wert. Kam 80€, habe ich 100€ gegeben.
Die verbauten Polklemmen haben im Isolator noch eine Nase als Verdrehsicherung, die auch eingefräst war. Fand ich stark, weil ich die nicht auf dem Schirm hatte.
Wenig später fiel mir noch ein Rechtschreibfehler auf, der auf meinem Mist gewachsen war. Bin ich noch mal hin und dachte, er würde einfach nur die Rückseiten fräsen, nee, es gab - kostenlos - zwei neue.
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• Armin777, gst, HiFi1991
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(23.07.2026, 07:57)Armin777 schrieb: Die Umschalter sind wirklich von Hand angefertigte Einzelprodukte, wobei jede Bohrung an Front- und Rück-Wand mit einer Säulenbohrmaschine in vorher von Hand gekörnte Markierungen erfolgt.
Genau das meine ich doch, Armin: wieviel Zeit brauchst Du dafür pro Gehäuse? Die Zeit will ja schließlich fakturiert werden.
Nehmen wir mal an, Du bist in der Lage, von der Maximalbestückung eine Vektorgrafik zu erstellen und als DXF oder PDF zu liefern. Dann bedeutet das für den Fertiger, das einmalig im CAM zu importieren. Wenn man den Nullpunkt in die Blendenmitte setzt, kann man jegliche erdenkliche Konfiguration ungeachtet der Blendenhöhe jeweils als Maschinendatei abspeichern. Ungenutzte Bohrungen werden dann einfach ausgeblendet. Lass das einmalig eine halbe Stunde Arbeit für alle denkbaren Anordnungen sein.
Das eigentliche Fräsen ist ein Witz. Die oben gezeigte Blende hatte mit Gravuren eine Herstellungszeit von weniger als 2 Minuten. Und das ist der spätere Aufwand für den Fertiger nach einmaliger Erstellung der Dateien. Lass es mit aufspannen, abspannen und reinigen 10 Minuten pro Blende sein. Dann hat der Fertiger aber schon echt die Ruhe weg.
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23.07.2026, 10:41
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.07.2026, 10:42 von Armin777.)
Da jeder Umschalter anders aussieht, müsste für jeden Umschalter eine neue Datei erstellt werden - in der Zeit ist das dann auch gebohrt.
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
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