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Lost Memories - wiederentdeckt durch Zufall nach Jahrzehnten!
#1
Motto-Threads sind ja grad schwer in Mode - ich haette da aus gegebenem Anlass auch einen:

Lost Memories ... 

Im Hintergrund dudelte beim Kochen abends WDR4 - ohne dass jemand wirklich zuhoerte. Und dann kam's: Ich wusste sofort, dass ich das Lied kenne und vor ueber 40 Jahren TOTAL GENIAL fand, aber dass ich's eben auch mindestens 40 Jahre nicht gehoert hatte.



Ich hab aber 2 Tage gebraucht, um wieder drauf zu kommen, WARUM ich das kenne. Und warum ich's wieder vergessen hab ... denn auf irgend'ner Sampler-Cassette wars nicht: Das war zu frueh ... mit 12 hab ich noch nicht viel Interesse an Musik gehabt und die waer auch spaeter nochmal im Deck gelandet. So aber ist das irgendwie versandet und ich hab den Song einfach vergessen. Bis vor ein paar Tagen ...   

Die Geschichte dazu fiel mit dann aber doch wieder ein: Anfang 7. Klasse, Englisch-Unterricht im Sprachlabor und am Ende der Doppelstunde spielte unser Englischlehrer fuer die Stillarbeit ein bisschen Musik auf den Uher-Rekorder, den jeder mit seinem Joystick vor- und zurueckspulen konnte. Ich kann mich noch an Green Door erinnern, Hold on Tight, Stars on 45 und eben: L.A. Goodbye, das ich immer gleich ein paar mal gehoert habe.

Fuer meinen Geschmack heute in einigen Passagen etwas zu humtata, aber der Refrain ist immer noch so genial wie damals und holt mich auch immer noch so ab wie damals.  

Und - auch mal sowas erlebt? Musik, die Jahrzehnte irgendwo verschuett gegangen war und plotzlich hoert man es - und geht sofort auf eine Zeitreise? 

Lasst mal hoeren ...
Democracy Dies in Darkness
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  • spocintosh, micro-seiki, tape
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#2
gehn hier auch unangenehme erinnerungen ?

Hammer
 
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#3
Ja - klar. Gute Idee. Negativ geht immer.

Wir koennen uns auch ein schnell noch paar Nettigkeiten um die Ohren hauen, wie bescheuert wir uns alle gegenseitig finden. Hadiho kann dann den Thread mit mindestens 20 Lost-Memory-links auf Youtube auf einmal vollmuellen, um uns zu zeigen, wer hier hier als einziger die WIRKLICHEN Lost-Memories hat (natuerlich ohne jede Geschichte hinter der Geschichte - Masse statt Klasse). Und dann nimmt der Thread genau den Weg wie der Minimal-Produktions-Thread von Roberto ...

Gute Idee also ... immer voran!
Democracy Dies in Darkness
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  • Deubi, spocintosh
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#4
ich hab neulich unfreiwillig so eine werbung gesehn , in dem spot kam dieses most hated  machwerk  " life is life"  vor ,  entweder als melodie oder eine textzeile ,

dieser ekelhafte titel dudelte auf meiner hochzeitsreise  1987  mehrmals nächtlich aus einer open air disco auf hvar in unser zimmer in dem es so heiss war das man nachts die balkontür auflassen musste- 


Dash1 https://www.20min.ch/story/live-is-life-...-103317118
 
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#5
Ich mags...hab auch noch die Maxi. Wink3
Nett kann ich auch, bringt aber nix. 
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#6
Steif is life, nanaananana Oldie Raucher
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#7
Wiederentdeckt ... wenn man es nicht auf ein einzelnes Lied bezieht, sondern auf das Schaffen eines Künstlers, dann ist das bei mir Fabrizio de Andrè.

Aufgewachsen in einem Haushalt, in dem ständig das Radio dudelte und italienischer Schlager zum Alltag gehörte, kam ich schon früh mit der Musik von Fabrizio de Andrè in Berührung. Wer jetzt schmerzerfüllt aufschreit und mich zurechtweisen möchte, dass de Andrè keinesfalls zur Kategorie Schlager gehört, der hat Recht ... nur wusste ich das damals noch nicht. 

Ich glaube es war das Jahr 1978, dass sein Lied "Andrea" auch hier in Deutschland zu einem kleinen Radiohit wurde. Info am Rande: Hätte irgendjemand damals den Text verstanden, wäre das Lied vermutlich nie im Bayerischen Rundfunk gespielt worden, denn es handelt von einer homosexuellen Liebe im ersten Weltkrieg und Suizid. 1984 lief recht häufig "Creuza de mä" im Dudelfunk. Es handelt sich um zwei Lieder, deren Melodielinien recht eingängig sind und die mir über Jahre hinweg im Ohr blieben ... ohne, dass ich nach dem Interpreten oder gar den Platten suchte.

Erst 2022, als ich meinen Austausschüler aus der Zeit Ende der 80er/Anfang der 90er über facebook(!) wiederfand und ich ihn spontan in der Toskana besuchte, entdeckte ich auch meine große Liebe zu dem in Italien längst legendären Cantautore. Salvatore spielte mir das letzte Album "Anime Salve" vor und zog mir eine Cassette mit diesem Album und der "Creuza de mä" auf der zweiten Seite. Als alter Metalhead und Progrocker musste ich mich in diese schwelgerische Musik mit teilweise fremdartigen Instrumenten erst hineinhören ... aber nachdem es erst mal "gefunkt" hatte, war kein halten mehr. Nicht dass alles von de Andrè großartig wäre, aber es ist schon überdurchschnittlich viel sehr gut; insbesondere die Liveaufnahmen aus der Zeit ab 1992 bis zu seiner letzen Tour 1998.





Wer sich wundert, weshalb das Italienisch bei "Creuza de Mä" etwas seltsam klingt, dem sei verraten, dass es sich hier um einen genueser Dialekt handelt, in dem die ganze Platte geschrieben ist. Salvatore, der in Massa Carrara aufgewachsen ist, das nur 100km Liftlinie von Genua entfernt liegt, versteht ebenfalls keinen Ton des Textes.
"Gute Beziehungen entstehen nicht durch Perfektion, sondern durch das Weglassen der Rache." 
Wolfgang Schmidbauer, Psychologe und Psychoanalytiker
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#8
Letztens blätterte ich Mal wieder in einem schönen Buch, in dem es um die Cover aus der Hipgnosis 
Grafik Designagentur ging. 

[Bild: PXL-20260505-162427491-3.jpg]

Wenn ich darin lese, fallen mir viele schöne Platten auf, die ich auch habe, oder einfach Cover, die ich klasse finde, wo ich aber mit der beschriebenen Platte nichts anzufangen weiß.
Dann kaufe ich mir mal das eine oder andere...
So auch diese hier:

[Bild: PXL-20260505-162252932-2.jpg]

Aufgelegt, und...
Holladiewaldfee, auf einmal bin ich fast 50 Jahre zurück in die Vergangenheit versetzt, liege abends in meinem Kinder-/Jugendzimmer auf meinem Halbhochbett in Berlin und höre abends Radio SFB2, RIAS2 oder AFN, während mein Vater nebenan vor dem 37cm Fernseher schläft.
Das Lied finde ich immer noch klasse, den Rest der Scheibe kannte ich gar nicht, ist aber auch sehr hörenswert. 
 
Hey hey, my my
Rock and roll can never die (Neil Young)
Meine Musiksammlung auf discogs
Caspar Hi
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#9
(05.05.2026, 15:49)micro-seiki schrieb: Ich glaube es war das Jahr 1978, dass sein Lied "Andrea" auch hier in Deutschland zu einem kleinen Radiohit wurde.

Ja - dass kenn ich auch noch ... typische WDR2-Musik im Mittagsmagazin zu der Zeit. Lief regelmaessig.
Democracy Dies in Darkness
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#10
(05.05.2026, 08:44)Pufftrompeter schrieb: Hadiho kann dann den Thread mit mindestens 20 Lost-Memory-links auf Youtube auf einmal vollmuellen, um uns zu zeigen, wer hier hier als einziger die WIRKLICHEN Lost-Memories hat (natuerlich ohne jede Geschichte hinter der Geschichte - Masse statt Klasse).

Du hast vergessen, den belanglosen KI-Sermon zu erwähnen, der seit einiger Zeit noch mitgeliefert wird. Ich vermute, der Genosse hat mittlerweile einen Agent eingerichtet, der hier selbsttätig für ihn postet. Könnte Deubi mal drüber nachdenken, ob das überhaupt noch konform ist.
Ich finde nicht. Hier ist mittlerweile selbst meine Mustererkennung genervt von der allgegenwärtigen AI Slop-Druckbetankung.
If you don’t believe it or don’t get it, I don’t have the time to try to convince you, sorry.
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  • Jottka
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#11
"Andrea" von Fabrizio de Andre habe ich grade auf Band gezogen !!!! Waren das noch Zeiten .......

Manni


Achtung ! Aufnahme ! Andrea !!


[Bild: PICT0004.jpg]
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  • micro-seiki, hadieho, HiFi1991
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#12
Das kommt mir bekannt vor. Zumal ich auch 12 gewesen sein müsste. Ich hänge auf meinem Stammspielplatz herum und derjenige der fast immer in der Nähe seine Musik gehört hat, legte wieder sein offensichtliches Lieblingslied auf. Ich hatte dabei immer irgendwas mit Jessika verstanden, was aber tatsächlich "here she comes" war. Wink32

Daryl Hall & John Oates - Maneater



Ich hatte es lange Zeit danach nicht mehr gehört. Wie lange nicht, kann ich allerdings nicht mehr genau sagen. Aber es dürften auch ein paar Jahrzehnte gewesen sein. Und mir war schnell wieder eingefallen, woher ich es kenne.
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#13
(04.05.2026, 20:24)Pufftrompeter schrieb: L.A. Goodbye uhuhuhu humtata

Verdammte Hacke, das Lied läuft in meinem Kopf gerade in Dauerschleife. Wie bekomme ich das wieder weg?
Man kann nicht gleichzeitig optimale Bässe, Mitten und Höhen bieten (Arnold Nudell)
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