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27.05.2026, 08:53
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.05.2026, 09:20 von orionklausi.)
Hallo Zusammen
Nachdem mein Akai GX-75 von einem Fachmann eingemessen wurde möchte ich das nun selbst in Zukunft machen. Was brauche ich alles dazu? Ich möchte Geschwindigkeit, Bias und Level einstellen.
Mein Problem ist, ich kann eine Kassette einfach nicht nach den Displaypfeilen einmessen. Egal ob TDK SA, SA-X, Maxell XL-2 oder XL-2S oder auch RTM C-90, Ich muss den Bias immer auf 3 Uhr bis maximal aufdrehen. Oft reicht der Regelbereich sogar nicht aus.
Und wenn ich den Bias runter regle wird der linke Tonkanal auch schwächer. Gehe ich mit einem Testsignal (100HZ+5000Hz) drauf und Pegel bei Source auf 0 db ein, hab ich bei Hinterbandkontrolle je nach Bias Stellung minus 2 db bis 4 db auf den Linken Kanal. Je weiter ich den Bias runter regen deso schlimmer wirds.
Hat jemand eine Idee woran das liegt? Und hat jemand ein Bild an welchem Podi ich drehen müsste um Bias und Level richtig einstellen zu können? Welche Testkassette bräuchte ich dazu?
Klaus
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RTFM ... ohne Service-Manual wirst Du Dir die Karten legen. Mit selbigem ist jeder Schritt dokumentiert.
Augen auf beim Testcassetten-Kauf ... die Dolby-Pegel-Baender gibts mit verschiedenen Magnetisierungen. Kann man umrechnen (<=> Sengspiel-Audio hilft) - darf man aber nicht vergessen, sonst kommt Kaese dabei 'raus. Im SM ist normalerweise die erforderliche Magnetisierung angegeben.
Und den Bias mit 5000Hz zu kalibrieren ist etwas wenig ... 10kHz oder darueber - ist aber sowieso nicht der erste Schritt: Ich wette, Dein PB-Pegel geht wie bei allen alten Decks nach dem Mond. Da faengt man an ...
Democracy Dies in Darkness
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(27.05.2026, 08:53)orionklausi schrieb: Nachdem mein Akai GX-75 von einem Fachmann eingemessen wurde möchte ich das nun selbst in Zukunft machen. Was brauche ich alles dazu? Ich möchte Geschwindigkeit, Bias und Level einstellen.
Anscheinend war der von einem anderen Fach, sonst würde es funktionieren.
Und du müsstest weniger von "Bias auf 3 Uhr aufdrehen" reden, sondern das gesamte Prinzip der Magnetbandaufzeichnung erst mal durchdringen und verstehen, denn sonst ergibt jeder Einmessversuch genau das, was der "Fachmann" auch schon hinbekommen hat. Bias wird nicht in Stunden gemessen, angegeben oder nach dem Zifferblatt verglichen und beurteilt. Und was soll EIN Regler auch anderes bewirken als BEIDE Kanäle zu beeinflussen? Für eine kanalgetrennte Einstellung wären wohl zwei nötig.
Solange würde ich persönlich empfehlen, das Gerät in Ruhe zu lassen, denn vielleicht hat dein Fachmann zufällig ein paar Trimmpotis in Ruhe gelassen, so dass das dem nächsten, der das etwas besser kann, die Arbeit erleichtert.
Die Frage ist auch, weshalb du überhaupt die Geschwindigkeit einstellen solltest. Die wurde doch wohl vom Fachmann eingestellt. Wenn ja, dann vergiss das enfach, denn das reicht für die nächsten 20 Jahre.
No offense meant - das ist eine rein sachliche Darstellung. Es ist nicht schlimm, wenn man das alles nicht weiß. Es ist aber in vielerlei Hinsicht eine gute Sache, seine Grenzen zu kennen.
Pro-Tipp: Es gibt viele Dinge, deren Lernkurve deutlich weniger steil ist als Magnetbandaufzeichnung. Es ist eine Überlegung wert, ob man sich das wirklich antut. Denn so richtig wird es auch nur funktionieren, wenn man sich jeden Tag damit befasst, um die Details und Zusammenhänge nicht zu vergessen.
Genau das ist der Grund, warum es nur noch Wenige können.
(27.05.2026, 08:53)orionklausi schrieb: Mein Problem ist, ich kann eine Kassette einfach nicht nach den Displaypfeilen einmessen.
Auch eine Möglichkeit: Der Fachmann hat gar nichts falsch gemacht, sondern du machst irgendwas falsch, weil du das Procedere nicht 100% richtig verstanden hast. Lies zur Sicherheit nochmal nach. Auch das wäre kein Weltuntergang und du wärst weder der Erste noch der Letzte, dem das passiert.
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Eine TDK SA sollte eigentlich keine großen Bias- oder Level-Anpassungen erfordern hätte ich gedacht.
Wie bereits richtig geschrieben wurde, sollte man nicht ohne Service Manual anfangen: Akai GX-75 SM (oder ist es die MK2-Version?). Da müssten Frequenzen, benötigte Werkzeuge und relevante Messpunkte/Potis zu finden sein.
Aber wie auch bereits richtig geschrieben wurde: Man sollte wissen was man tut. Es ist nicht ganz ohne, wenn man solche Einstellungen noch nie gemacht hat. Man kann einiges dabei kaputt machen. Das kann schon damit anfangen, einen magnetischen Schraubenzieher an ungeeigneter Stelle zu benutzen.
Und die Werkzeuge die man dazu braucht, sind auch nicht ganz billig. Messkassetten gäbe es z.B. hier: Mess Test cassette Pegel W&F Azimut Dolby Level Frequenzg. Kopfhöhen calibration (eBay) für 64,-- €.
Für die meisten Messungen wird man ein Oszilloskop brauchen, für ein paar Sachen kann auch bereits ein Multimeter ausreichen.
Oszi kann man z.B. so eins nehmen: OWON HDS242S Handoszilloskop für 165,-- €. Oder per Software, z.B. AudioTester oder NAK T-100 Audio Analyzer. Für die Gleichlaufmessung alleine kann man Software wow & Flutter meter nutzen. Die Software-Varianten setzen aber jeweils eine gute Soundkarte voraus.
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Ich hoffe der TE kann Englisch :
MfG
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Wenn jetzt noch jemand herausbekommt, welcher magnetische Fluss sich hinter "AT750773" verbirgt, kann man damit sogar ziemlich viel anfangen und kommt auch ohne Scope mit Handy als tongenerator und Multimeter zu sinnvollen Ergebnissen.
Im Netz gehen die Vermutungen ueber den Fluss des Akai-Testtapes AT750773 von 160 nWb/m ueber 185nWb/m und 200 nWb/m bis 250 nWb/m wild geraten durcheinander. Also einmal mit alles und komplett ... nur muesste man genau DAS direkt nach der Meter-Calibation als allererstes GANZ genau wissen, sonst kommt nur Quark dabei heraus ...
Ich wage mal die Vermutung, dass genau das beim Profi passiert ist: Testtape mit falschem Fluss ... dann stimmt kein Kompander-Arbeitspunkt.
Democracy Dies in Darkness
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27.05.2026, 22:34
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.05.2026, 22:36 von p.seller.)
Bei einem anderen Hersteller werden Referenztapes genannt und macht die Sache etwas einfacher - aber auch nur 90%tig.
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Mit 200 nWb/m liegt man bei den Japaner schon sehr gut.
Gruß André
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Man liegt entweder falsch oder richtig.
160 oder 200 machen den Unterschied zwischen Bloesinn und korrekt eingemessen.
Raten hilft da leider gar nicht. Und NOCHMAL - man kann mit JEDEM Magnetfluss einmessen, muss dann aber ggf. die resultierende Spannung umrechnen.
Democracy Dies in Darkness
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Heutzutage nimmt man ein Dolby Tape mit 200nWb zum einstellen des Wiedergabe-Pegels. Dazu wird der Dolby Pegel direkt am Dolby-Chip gemessen und der Pegel auf den jeweiligen Wert des Dolby Chip eingestellt.
Das ist viel genauer wie am Cinch-Ausgang zu messen.
Bei Tapeheads gibt es Listen mit den verschiedenen Dolby-Chips, wie und wo gemessen werden sollte.
https://www.tapeheads.net/threads/list-o...ps.120145/
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hyberman wollte wohl nur sagen, dass 200 nWb/m für japanische Geräte sehr wahrscheinlich sein dürfte.
So schreibt z.B. Onkyo zum Abgleich des Playlevels die Pegelcassette MTT-150 von TEAC vor. Und die hat(te) einen Bandfluss von eben 200 nWb/m (ANSI).
Calimero
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Das Akai GX75 hat den Hitachi HA12090NT für Dolby und bei diesem Chip wird der Pegel mit dem 200nWb Tape bei den Pins 7 und 37 auf 300mV eingestellt.
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So ein richtig oder falsch gibt es nicht. Man kann Tapedecks und Bandmaschinen mit unterschiedlichen Magnetbandfluss einmessen, so wie man es eben gerne hätte. Da spricht doch nix dagegen. Solange es die Elektronik hergibt und der Klirr nicht zunimmt, ist das alles machbar. Allerdings sollte man schon wissen, was man da tut und den Rest eben auch vernünftig einstellt.
Beispiel?
Jemand wollte unbedingt seine Tandberg TD-20A HS, 2-Track auf 320 nWb/m eingemessen haben, kein Problem. Das ist alles machbar.
Gruß André
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(27.05.2026, 17:23)tape schrieb: Für die meisten Messungen wird man ein Oszilloskop brauchen, für ein paar Sachen kann auch bereits ein Multimeter ausreichen.
Ich habe vor kurzem einen Bericht vom Flohmarkt vom Amateurfunktag beim DARC gesehen, der OM berichtete, daß da zum Schluß Hamegs selbst für niedrig zweistellig nicht verkauft wurden. So etwa würde ich immer einem billigen Digitaloszi vorziehen - falls Geld eine Rolex spielt.
Gruß, Rainer
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Ich habe mir das jetzt etwas genauer angeschaut. Ich könnte mir vorstellen, daß das Deck intern richtig eingemessen wurde. Aber es wurden die Meßtöne nicht auf die eingemessene Kassette eingestellt.
Das läßt sich sehr einfach korrigieren. Eingemessene Kassette einlegen, Rec-Cal einschalten, externe Bias und Level-Regler auf 0 und an den Trimmern VR201 und VR201b drehen, bis beide Balken im Display passen.
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