05.06.2026, 10:50
Hallo zusammen,
vor einigen Tagen hatte ich zwei TA2070 auf dem Tisch, wobei eines nur noch für Ersatzteile dienlich war. Leider gab´s da einige "Änderungen" und Fehlteile...
In einigen Foren wird berichtet, dass im Abspielverstärkerkreis ein Fehler auf den Platinenlayout und im SM vorliegt. Das ist tatsächlich richtig. C131 (nach L101) wird
mit 1µ/25V und - am Ausgang L101 angegeben: richtig ist: +. Auf beiden Originalboards wurden diese ab Werk "verdreht" eingelötet. Wer es beim Re-cappen trotzdem
nach Layout versucht, wird keinen Ton mehr hören
Und wer ein Freund des Elkotausches ist, der sollte sich die "blauen und schwarzen" Elna ansehen. Die Werte waren zwar nicht schlecht... nur teilweise waren sie bereits
"feucht" an den Pin´s. Dagegen war die gelbe Serie noch völlig ok. Ebenfalls sind einige Elkos mit dem berüchtigten, inzwischen braunen Kleber verklebt worden. Die umliegenden
Drahtbrücken hatten bereits Korrosion.
Die Wärmeentwicklung an den Reglern plus dem darunter liegenden Kabelverhau ist ein weiteres Problem dieser "Slimline Serie". Allerdings nicht so furchtbar wie manchmal behauptet wird. Das Teil hat über 40 Jahre auf dem Buckel, es läuft noch und angebrannte Platinen habe ich keine gefunden. Dafür habe ich das obere Board von Wire-wrap befreit und auf Steckleisten umgestellt. Es vereinfacht das Arbeiten daran...
An die Profis unter euch: Onkyo hat seinerzeit dem Deck Dolby B und C spendiert, dafür aber einen als reiner Dolby-B Kreis gelisteten IC verwendet: HA 11226. Gehe ich recht davon aus, dass man hier die Kurve "angepasst" hat- aber es eigentlich nicht den üblichen Dolby C Kreisen entspricht?
Das Laufwerk gibt es von Sankyo in zwei Versionen: die "übliche" mit 4 Spulen und einen Treiber-IC (wie auch beim 2900 und anderen verwendet) und die andere mit 6 Spulen und Treibertransistoren. Beide haben eine Magnetbremse für die Wickeldorne (aber keine Bandstraffung) (im Gegensatz zum SM: nur die rechte Seite hat eine zus. Feder) und den üblichen "Gummidiler". Einen Zahnradumbau habe ich hier noch nicht gesehen. Merkwürdigerweise wird bei Play nur der linke Wickel abgefragt. Bleibt der rechte stehen....
Die "Accubiaseinmessung" dauert hier gefühlte 1-2s. Das 2900 benötigt hier wesentlich länger. Die Feintrimmung + die Suche nach dem Einmesspunkt gestaltet sich dann mit sehr viel Feingefühl beim Regeln: grün...rot...grün.
Nun, vielleicht hilft es ein paar Punkte zu klären - optisch finde ich es nach wie vor ein sehr schönes Deck aus dieser Zeit.
sonnige Grüße
Tom
vor einigen Tagen hatte ich zwei TA2070 auf dem Tisch, wobei eines nur noch für Ersatzteile dienlich war. Leider gab´s da einige "Änderungen" und Fehlteile...
In einigen Foren wird berichtet, dass im Abspielverstärkerkreis ein Fehler auf den Platinenlayout und im SM vorliegt. Das ist tatsächlich richtig. C131 (nach L101) wird
mit 1µ/25V und - am Ausgang L101 angegeben: richtig ist: +. Auf beiden Originalboards wurden diese ab Werk "verdreht" eingelötet. Wer es beim Re-cappen trotzdem
nach Layout versucht, wird keinen Ton mehr hören

Und wer ein Freund des Elkotausches ist, der sollte sich die "blauen und schwarzen" Elna ansehen. Die Werte waren zwar nicht schlecht... nur teilweise waren sie bereits
"feucht" an den Pin´s. Dagegen war die gelbe Serie noch völlig ok. Ebenfalls sind einige Elkos mit dem berüchtigten, inzwischen braunen Kleber verklebt worden. Die umliegenden
Drahtbrücken hatten bereits Korrosion.
Die Wärmeentwicklung an den Reglern plus dem darunter liegenden Kabelverhau ist ein weiteres Problem dieser "Slimline Serie". Allerdings nicht so furchtbar wie manchmal behauptet wird. Das Teil hat über 40 Jahre auf dem Buckel, es läuft noch und angebrannte Platinen habe ich keine gefunden. Dafür habe ich das obere Board von Wire-wrap befreit und auf Steckleisten umgestellt. Es vereinfacht das Arbeiten daran...
An die Profis unter euch: Onkyo hat seinerzeit dem Deck Dolby B und C spendiert, dafür aber einen als reiner Dolby-B Kreis gelisteten IC verwendet: HA 11226. Gehe ich recht davon aus, dass man hier die Kurve "angepasst" hat- aber es eigentlich nicht den üblichen Dolby C Kreisen entspricht?
Das Laufwerk gibt es von Sankyo in zwei Versionen: die "übliche" mit 4 Spulen und einen Treiber-IC (wie auch beim 2900 und anderen verwendet) und die andere mit 6 Spulen und Treibertransistoren. Beide haben eine Magnetbremse für die Wickeldorne (aber keine Bandstraffung) (im Gegensatz zum SM: nur die rechte Seite hat eine zus. Feder) und den üblichen "Gummidiler". Einen Zahnradumbau habe ich hier noch nicht gesehen. Merkwürdigerweise wird bei Play nur der linke Wickel abgefragt. Bleibt der rechte stehen....
Die "Accubiaseinmessung" dauert hier gefühlte 1-2s. Das 2900 benötigt hier wesentlich länger. Die Feintrimmung + die Suche nach dem Einmesspunkt gestaltet sich dann mit sehr viel Feingefühl beim Regeln: grün...rot...grün.
Nun, vielleicht hilft es ein paar Punkte zu klären - optisch finde ich es nach wie vor ein sehr schönes Deck aus dieser Zeit.
sonnige Grüße
Tom

