Die hatte ich bei Good-Old-Hifi stehen sehen, kurz nachgefragt und dann für einen schmalen Obolus mitgenommen. Danke Lennart.
Das Bild habe ich mir auch von dort geliehen. Danke Armin.
![[Bild: gZpbdGil.jpeg]](https://i.imgur.com/gZpbdGil.jpeg)
Zuhause erstmal auseinander geschraubt, um die Gehäuseteile waschen und den Rumpf eingehender untersuchen zu können. Ist nur staubig, kein Rauchergerät. Außen sieht es topp aus und auch innen ist alles in unverbastelt original.
(Die Reihenfolge der Schilderung/Bilder ist nicht immer chronologisch.)
Es fallen mir auf der Oberseite sofort die in beiden Kanälen fehlenden Kurzschlussbrücken auf.
![[Bild: tr2y6mWl.jpeg]](https://i.imgur.com/tr2y6mWl.jpeg)
Die werden nur zum Messen/Einstellen entfernt und danach wieder aufgesteckt. So wie es aussieht, sind die Makrolon-Gehäuse geschmolzen und wurden dann entfernt. Fehlen die Brücken, werden die Messwiderstände unmittelbar darunter, sehr heiß. Ersatz für die Brücken muss her und die Shunts tausche ich auch, weil links ein 2-Watt und rechts ein 3-Watt verbaut ist.
Auf der Unterseite sehe ich einen geplatzten Widerstand im Zobel-Glied.
![[Bild: RBBPbyVl.jpeg]](https://i.imgur.com/RBBPbyVl.jpeg)
Das sollte nicht sein. Der halbe Widerstand bleibt prompt am Stecker kleben.
![[Bild: iZnZRdcl.jpeg]](https://i.imgur.com/iZnZRdcl.jpeg)
Aber nichts geschieht grundlos. Selbst bei höchster Belastung sollte der Widerstand nicht platzen. Deshalb schaue ich mir dessen Zuspieler an und richtig ...
![[Bild: 6Lqr1RFl.jpeg]](https://i.imgur.com/6Lqr1RFl.jpeg)
Der Kondensator ist durchgeschlagen und stellt nun eine Drahtbrücke dar. Widerstand und Kondensator ersetze ich, sowie das Subsonic-Relais, weil direkt im Signalweg. Im zweiten Kanal ebenso.
Durch die dicke Spule geht es da recht beengt zu.
![[Bild: jgc0YVll.jpeg]](https://i.imgur.com/jgc0YVll.jpeg)
Das Endstufenmodul ist schnell entnommen und die Platine vom Kühlkörper abgenommen.
Hmm, da stimmt doch irgendetwas mit den Beinchen nicht?
![[Bild: NkZTdFel.jpeg]](https://i.imgur.com/NkZTdFel.jpeg)
Dachte wirklich, dieser Reigen würde an mir vorbeigehen, aber nein.
Wie sich die Bilder gleichen:
![[Bild: cl0dBLol.jpeg]](https://i.imgur.com/cl0dBLol.jpeg)
(Bildquelle: http://www.amp8.com/tr-amp/accuphase/p-266.htm)
Im Netz finde ich drei Anbieter, die eine Abbildung des grünen Gehäuses für den P-Kanal-FET zeigen. Dort habe ich nachgefragt und zweimal ein ,,No, it's black" und nur ein ,,Yes, it's green" erhalten. Die Grünen sind zwar deutlich teurer, vermitteln mir aber aus der Ferne ein besseres Gefühl.
Tatsächlich habe ich nicht nur die Grünen bei Polida für 60€ /3 Paar genommen, sondern auch die Schwarzen für 18€ /5 Paar bestellt. Messungen ergaben, dass nur die grünen tatsächlich Originale sind und die schwarzen immerhin auch FETs, aber eben keine 2SJ118 und vermutlich auch nicht von Hitachi stammen.
![[Bild: Co3rNM8l.jpeg]](https://i.imgur.com/Co3rNM8l.jpeg)
Rechts + unten die Originale, links + oben irgendetwas ähnliches.
Da sich die Schadensbilder gleichen:
Amp8.Com vermutet ein Problem bei der Umschaltung von Klasse A/B nach Klasse A. Tatsächlich wird dann die Spannung von 60V auf 30V herabgesetzt und der Ruhestrom von 400mA auf 1360mA erhöht. Für einen kurzen Moment besteht durchaus eine Belastung mit hohem Strom und hoher Spannung, da es durch die großen Netzteilelkos etwas dauert, bis sich die Spannung dort reduziert hat. Ein sofortiges Durchbrennen der Endstufen-FETs sehe ich aber nicht, da 1,36A x 60V nur knapp 82 Watt sind, die sich die drei FETs auch teilen und laut Datenblatt beginnt für solch einen FET erst oberhalb von 100 Watt die Todeszone.
Hier bei dieser meiner Endstufe sehe ich eher das Problem, dass man sie mit dieser Klasse-A förmlich über lange Zeit bei schlechter Zirkulation durchgebacken und ihr dann über den sich aufheizenden Shunt den Rest (quasi die Restwärme) gegeben hat.
Weiter:
Auf der Platine der Schutzschaltung ist einer der Elkos verbeult. Habe ich so auch noch nicht gesehen.
![[Bild: bplmTCXl.jpeg]](https://i.imgur.com/bplmTCXl.jpeg)
Den ausgebaut und gemessen, aber er funktioniert noch einwandfrei. Egal, trotzdem ersetzt.
![[Bild: mrJ0HGfl.jpeg]](https://i.imgur.com/mrJ0HGfl.jpeg)
Das dortige Relais ist für den Kopfhörerausgang zuständig. Da ich eh schon bei bin ...
![[Bild: DWDZPe6l.jpeg]](https://i.imgur.com/DWDZPe6l.jpeg)
Rechts sind die Messwertumformer für die Meter und links die Schu.scha.
Die von dort geschalteten LS-Relais' sitzen im Unterdeck hinter einer Abdeckung, die als Montagewinkel dient.
![[Bild: iuArmCbl.jpeg]](https://i.imgur.com/iuArmCbl.jpeg)
Und mal den Halter abgemacht, um drunter zu schauen.
![[Bild: rhqUISfl.jpeg]](https://i.imgur.com/rhqUISfl.jpeg)
Das G2Z-Relais von Omron gibt es mit dieser Anschlussbelegung nicht mehr, weshalb da diverse Adapterlösungen in allen Formen und Farben angeboten werden. Zumindest hier in der P-266 finde ich es jedoch einfacher, eine neue Platine zu gestalten und fertigen zu lassen, als mit Adaptern zu hantieren.
Da passen jetzt die üblichen Relais mit 3,5 oder 5mm-Pin-Abstand drauf, sowie Steckverbinder und das alles in FR4-Qualität.
![[Bild: JXrrGxnl.jpeg]](https://i.imgur.com/JXrrGxnl.jpeg)
Die Platine habe ich dann nochmal gemacht, weil wie so oft das Bessere des Guten Feind ist. Steckverbinder also wieder runter und Relaisfassungen drauf.
Sind die Relais direkt auf die Platine gelötet, ist es sinnvoll, die Platine über Steckverbinder komplett entnehmen zu können (Variante 1). Wenn aber Fassungen verwendet werden, braucht sie nicht ausgebaut zu werden (Variante 2).
![[Bild: PcviVeyl.jpeg]](https://i.imgur.com/PcviVeyl.jpeg)
Statt zwei Fassungen zu je 2,5€ habe ich 300 Stück für insges. 1€ genommen, kann also ca. 250 mit ins Grab nehmen, vermutlich schon morgen. Welch ein Glück.
![[Bild: gthoM6sl.jpeg]](https://i.imgur.com/gthoM6sl.jpeg)
Zum Einbau erstmal die Kabel kennzeichnen ...
![[Bild: HSaPczKl.jpeg]](https://i.imgur.com/HSaPczKl.jpeg)
... die von der alten Platine samt Pfosten abmachen ...
![[Bild: o8tumt3l.jpeg]](https://i.imgur.com/o8tumt3l.jpeg)
... an die neue dranstecken ...
![[Bild: SNjuNlNl.jpeg]](https://i.imgur.com/SNjuNlNl.jpeg)
... und auf der anderen Seite verlöten.
![[Bild: xVjGIVZl.jpeg]](https://i.imgur.com/xVjGIVZl.jpeg)
Dann die Relais drauf und Bauchbinden drum ...
![[Bild: BxzrO12l.jpeg]](https://i.imgur.com/BxzrO12l.jpeg)
... an den Halter schrauben und den in Position bringen, sowie die Leitungen wieder zurecht schieben und mit Kabelbindern versehen, fertig.
![[Bild: PJcPwOql.jpeg]](https://i.imgur.com/PJcPwOql.jpeg)
Habe ich jetzt mal so ausführlich geschildert, weil ich mich schon Frage, was Amp8.com da als ,,Ersatz" anbietet?
![[Bild: kNzxuG9l.jpeg]](https://i.imgur.com/kNzxuG9l.jpeg)
(Bildquelle: http://www.amp8.com/tr-amp/accuphase/p-266.htm)
Dann doch lieber Adapter.
Aber Amp8.com geht auch bei den Wire-Wraps einen recht eigenwilligen Weg:
![[Bild: UFmqVR2l.jpeg]](https://i.imgur.com/UFmqVR2l.jpeg)
(Bildquelle: http://www.amp8.com/tr-amp/accuphase/p-266.htm)
Wenn damit (unverlötet) auf dem Mond gelandet werden konnte, kann es ja nicht so schlecht sein. Tatsächlich haben die Drahtwickel um die Pfosten eine gute und haltbare Kontaktgabe. Accuphase hat nur die flexiblen Verbindungen an den Steckern verlötet, die festen Verbindungen an den Platinen aber nicht.
Genauso eine elende lustige Pfriemelei ist für das Relais der Spannungsumschaltung Klasse A/B erforderlich. Das habe ich nur außen wie innen gereinigt, Ersatz sollte aber noch verfügbar sein.
![[Bild: bLbgxHUl.jpeg]](https://i.imgur.com/bLbgxHUl.jpeg)
BTW: Weder Amp8.Com noch Worpswede gehen auf dieses Relais ein
Die meisten Elkos habe ich geprüft, aber nur wenig Handlungsbedarf gesehen. Neben dem Verbeulten musste ich nur noch zwei mal zwei in der Rail-Versorgung tauschen. Auch die Großen sind noch fit. Einigen Lötstellen habe ich nach Bedarf frisches Zinn spendiert, für alle sah ich keine Notwendigkeit.
Da die Endstufentransistoren durchgebrannt sind, schaue ich auch im Umfeld nach Kollateralschäden. Da ist aber trotz aufwendiger Suche nichts weiter zu finden. Die Fehlspannung wurde sichtlich wirkungsvoll über Schutzdioden abgeleitet.
![[Bild: nI7qbHrl.jpeg]](https://i.imgur.com/nI7qbHrl.jpeg)
Die Eingangsplatine beinhaltet den Inverter für Mono-Betrieb, dessen Schalter ich nur Mumpe übergeholfen habe.
![[Bild: xTVFOdFl.jpeg]](https://i.imgur.com/xTVFOdFl.jpeg)
(Bildquelle: http://www.amp8.com/tr-amp/accuphase/p-266.htm)
Von dort geht es zu den beiden Pegelstellern an der Front. Das sind hochwertige Stufenschalter, die hier keiner Aufmerksamkeit bedürfen.
Die Transistoren lassen weiterhin auf sich warten und ich kann mich noch um eine andere Baustelle kümmern. Ich bekomme die Endstufe an meiner schwächlichen Lichtanlage nicht eingeschaltet, ohne dass die Sicherung herausfliegt. Da muss eine Strombegrenzung her, denn die ist leider nicht serienmäßig an Bord.
Viel Platz im Unterdeck ist nicht vorhanden (siehe Bilder zu LS-Relais), aber in der Euro-Ausführung gibt es keine amerikanischen Steckdosen auf der Rückseite. Diesen Platz kann ich nutzen. Als Maß dient die Blechabdeckung der fehlenden Steckdosen, deren Bohrungen ich auch gleich mitverwenden kann. Das lässt sich dann ggf. rückstandsfrei entfernen, wenn unbedingte Originalität gefragt ist.
![[Bild: GTfxgn6l.jpeg]](https://i.imgur.com/GTfxgn6l.jpeg)
Sehr überschaubare ,,Elektronik".
![[Bild: HaPn8wVl.jpeg]](https://i.imgur.com/HaPn8wVl.jpeg)
Die Anordnung der Befestigungslöcher ist dem Einbauort geschuldet. Die Bauteilwerte können eigentlich in weiten Bereichen variieren.
![[Bild: mEgSADRl.jpeg]](https://i.imgur.com/mEgSADRl.jpeg)
Die Platine ist schnell er- und zusammen mit der anderen bestellt. Mit der gewählten Dimensionierung hat es da eine Verzögerung von etwa 3ms. Die Begrenzung wird von den 23Vac versorgt.
![[Bild: B4rHFBQl.jpeg]](https://i.imgur.com/B4rHFBQl.jpeg)
Es würde ein Widerstand reichen, doch es soll noch ein Thermostat mit an Bord (80° - 85°C, normal geschlossen, 10A), damit kein Brand beim Ausfall des Relais entstehen kann. Staut sich wieder die Hitze durch unzureichende Lüftung, wird die Endstufe nun bei 85°C zwanghaft abgeschaltet.
![[Bild: 2605Qx5l.jpeg]](https://i.imgur.com/2605Qx5l.jpeg)
![[Bild: i6nt2H2l.jpeg]](https://i.imgur.com/i6nt2H2l.jpeg)
![[Bild: TlEso8Sl.jpeg]](https://i.imgur.com/TlEso8Sl.jpeg)
Die (Fein-) Sicherung ist soweit ok, aber mit 6,3A-Träge ist sie (nun) zu hoch. Dieser Wert von 1500W (6,3A x 240V) im Maximum ist der fehlenden Einschaltstrombegrenzung geschuldet, denn die kleine Schmelzsicherung muss ja auch den Stromstoß vertragen. Ich reduziere sie nun auf 4AT bzw. 960W, da der Trafo zwar nominell 600W (Prospektangabe) hat, aber durch den Verguss nicht heiß werden darf.
Zum Vergleich: In Japan (100V x 10A) 1000 Watt und in den USA (120V x 10A) 1200 Watt.
![[Bild: qhnk6QUl.jpeg]](https://i.imgur.com/qhnk6QUl.jpeg)
Tatsächlich gehört die Prüfung des Trafos für mich immer zum ersten Punkt. Wäre nicht das erste Accuphase-Gerät hier, mit defektem Trafo.
Hier im konkreten Fall ist aber alles in Ordnung.
Dann eingeschaltet und tataa ... es wird zu 3/4 Licht. Mist.
Habe dann vier neue Lampen eingebaut, damit sie gleichmäßig leuchten. Schnöde LEDs kommen für mich nicht in Frage, aber das ist Geschmackssache.
![[Bild: 4vrKWlrl.jpeg]](https://i.imgur.com/4vrKWlrl.jpeg)
Dann schaue ich nach den Strömen.
Dafür zuerst einen Blick ins etwas vereinfachte Schaltbild:
![[Bild: 4O8nKSnl.jpeg]](https://i.imgur.com/4O8nKSnl.jpeg)
Da die Source-Anschlüsse von je einem FET-Paar verbunden sind, lässt sich nicht wie üblich über einem Source-Widerstand (vgl. Emitter-Widerstand bei bipolaren Transistoren) messen, womit sich der Messwiderstand (Shunt bzw. R63) erklärt.
Accuphase möchte dort 88mV = 400mA haben, was ich für Klasse B für völlig überzogen halte. Diese 133mA pro FET bedeuten, dass selbst in Klasse B die ersten 5 Watt in Klasse A bereitgestellt werden. Ich reduziere den Strom in Hinblick auf die generell problematische Wärmeentwicklung daher auf 3 x 26mA, bzw. 17mV über Shunt, was vollkommen ausreicht. Selbst mit diesem reduzierten Strom werden die Übernahmeverzerrungen (IM bzw. TIM) immer noch unterhalb des Klirrfaktors (THD) liegen.
Den Klasse-A-Strom belasse ich bei den von Accuphase gewünschten 1360mA.
Dann hänge ich die Endstufe an meinen Lastwiderstand und gebe breitbandiges Rauschen (IHF-a) mit 0dB drauf, um die Meter einzustellen. Die Einstellungen sind einmal für Klasse A/B und A erforderlich.
Ein anschließender Dauerlauf zeigt gleichmäßige Erwärmung rechts wie links, bei stabilen Werten.
![[Bild: MYr1Dhbl.jpeg]](https://i.imgur.com/MYr1Dhbl.jpeg)
Yoo, mehr war nicht.
Das würde ich jetzt mal unter ,,nach höchster Option revidiert" verstehen.
Kosten: 170€
Zeit: 10 Std.
Das Bild habe ich mir auch von dort geliehen. Danke Armin.
![[Bild: gZpbdGil.jpeg]](https://i.imgur.com/gZpbdGil.jpeg)
Zuhause erstmal auseinander geschraubt, um die Gehäuseteile waschen und den Rumpf eingehender untersuchen zu können. Ist nur staubig, kein Rauchergerät. Außen sieht es topp aus und auch innen ist alles in unverbastelt original.
(Die Reihenfolge der Schilderung/Bilder ist nicht immer chronologisch.)
Es fallen mir auf der Oberseite sofort die in beiden Kanälen fehlenden Kurzschlussbrücken auf.
![[Bild: tr2y6mWl.jpeg]](https://i.imgur.com/tr2y6mWl.jpeg)
Die werden nur zum Messen/Einstellen entfernt und danach wieder aufgesteckt. So wie es aussieht, sind die Makrolon-Gehäuse geschmolzen und wurden dann entfernt. Fehlen die Brücken, werden die Messwiderstände unmittelbar darunter, sehr heiß. Ersatz für die Brücken muss her und die Shunts tausche ich auch, weil links ein 2-Watt und rechts ein 3-Watt verbaut ist.
Auf der Unterseite sehe ich einen geplatzten Widerstand im Zobel-Glied.
![[Bild: RBBPbyVl.jpeg]](https://i.imgur.com/RBBPbyVl.jpeg)
Das sollte nicht sein. Der halbe Widerstand bleibt prompt am Stecker kleben.
![[Bild: iZnZRdcl.jpeg]](https://i.imgur.com/iZnZRdcl.jpeg)
Aber nichts geschieht grundlos. Selbst bei höchster Belastung sollte der Widerstand nicht platzen. Deshalb schaue ich mir dessen Zuspieler an und richtig ...
![[Bild: 6Lqr1RFl.jpeg]](https://i.imgur.com/6Lqr1RFl.jpeg)
Der Kondensator ist durchgeschlagen und stellt nun eine Drahtbrücke dar. Widerstand und Kondensator ersetze ich, sowie das Subsonic-Relais, weil direkt im Signalweg. Im zweiten Kanal ebenso.
Durch die dicke Spule geht es da recht beengt zu.
![[Bild: jgc0YVll.jpeg]](https://i.imgur.com/jgc0YVll.jpeg)
Das Endstufenmodul ist schnell entnommen und die Platine vom Kühlkörper abgenommen.
Hmm, da stimmt doch irgendetwas mit den Beinchen nicht?
![[Bild: NkZTdFel.jpeg]](https://i.imgur.com/NkZTdFel.jpeg)
Dachte wirklich, dieser Reigen würde an mir vorbeigehen, aber nein.
Wie sich die Bilder gleichen:
![[Bild: cl0dBLol.jpeg]](https://i.imgur.com/cl0dBLol.jpeg)
(Bildquelle: http://www.amp8.com/tr-amp/accuphase/p-266.htm)
Im Netz finde ich drei Anbieter, die eine Abbildung des grünen Gehäuses für den P-Kanal-FET zeigen. Dort habe ich nachgefragt und zweimal ein ,,No, it's black" und nur ein ,,Yes, it's green" erhalten. Die Grünen sind zwar deutlich teurer, vermitteln mir aber aus der Ferne ein besseres Gefühl.
Tatsächlich habe ich nicht nur die Grünen bei Polida für 60€ /3 Paar genommen, sondern auch die Schwarzen für 18€ /5 Paar bestellt. Messungen ergaben, dass nur die grünen tatsächlich Originale sind und die schwarzen immerhin auch FETs, aber eben keine 2SJ118 und vermutlich auch nicht von Hitachi stammen.
![[Bild: Co3rNM8l.jpeg]](https://i.imgur.com/Co3rNM8l.jpeg)
Rechts + unten die Originale, links + oben irgendetwas ähnliches.
Da sich die Schadensbilder gleichen:
Amp8.Com vermutet ein Problem bei der Umschaltung von Klasse A/B nach Klasse A. Tatsächlich wird dann die Spannung von 60V auf 30V herabgesetzt und der Ruhestrom von 400mA auf 1360mA erhöht. Für einen kurzen Moment besteht durchaus eine Belastung mit hohem Strom und hoher Spannung, da es durch die großen Netzteilelkos etwas dauert, bis sich die Spannung dort reduziert hat. Ein sofortiges Durchbrennen der Endstufen-FETs sehe ich aber nicht, da 1,36A x 60V nur knapp 82 Watt sind, die sich die drei FETs auch teilen und laut Datenblatt beginnt für solch einen FET erst oberhalb von 100 Watt die Todeszone.
Hier bei dieser meiner Endstufe sehe ich eher das Problem, dass man sie mit dieser Klasse-A förmlich über lange Zeit bei schlechter Zirkulation durchgebacken und ihr dann über den sich aufheizenden Shunt den Rest (quasi die Restwärme) gegeben hat.
Weiter:
Auf der Platine der Schutzschaltung ist einer der Elkos verbeult. Habe ich so auch noch nicht gesehen.
![[Bild: bplmTCXl.jpeg]](https://i.imgur.com/bplmTCXl.jpeg)
Den ausgebaut und gemessen, aber er funktioniert noch einwandfrei. Egal, trotzdem ersetzt.
![[Bild: mrJ0HGfl.jpeg]](https://i.imgur.com/mrJ0HGfl.jpeg)
Das dortige Relais ist für den Kopfhörerausgang zuständig. Da ich eh schon bei bin ...
![[Bild: DWDZPe6l.jpeg]](https://i.imgur.com/DWDZPe6l.jpeg)
Rechts sind die Messwertumformer für die Meter und links die Schu.scha.
Die von dort geschalteten LS-Relais' sitzen im Unterdeck hinter einer Abdeckung, die als Montagewinkel dient.
![[Bild: iuArmCbl.jpeg]](https://i.imgur.com/iuArmCbl.jpeg)
Und mal den Halter abgemacht, um drunter zu schauen.
![[Bild: rhqUISfl.jpeg]](https://i.imgur.com/rhqUISfl.jpeg)
Das G2Z-Relais von Omron gibt es mit dieser Anschlussbelegung nicht mehr, weshalb da diverse Adapterlösungen in allen Formen und Farben angeboten werden. Zumindest hier in der P-266 finde ich es jedoch einfacher, eine neue Platine zu gestalten und fertigen zu lassen, als mit Adaptern zu hantieren.
Da passen jetzt die üblichen Relais mit 3,5 oder 5mm-Pin-Abstand drauf, sowie Steckverbinder und das alles in FR4-Qualität.
![[Bild: JXrrGxnl.jpeg]](https://i.imgur.com/JXrrGxnl.jpeg)
Die Platine habe ich dann nochmal gemacht, weil wie so oft das Bessere des Guten Feind ist. Steckverbinder also wieder runter und Relaisfassungen drauf.
Sind die Relais direkt auf die Platine gelötet, ist es sinnvoll, die Platine über Steckverbinder komplett entnehmen zu können (Variante 1). Wenn aber Fassungen verwendet werden, braucht sie nicht ausgebaut zu werden (Variante 2).
![[Bild: PcviVeyl.jpeg]](https://i.imgur.com/PcviVeyl.jpeg)
Statt zwei Fassungen zu je 2,5€ habe ich 300 Stück für insges. 1€ genommen, kann also ca. 250 mit ins Grab nehmen, vermutlich schon morgen. Welch ein Glück.
![[Bild: gthoM6sl.jpeg]](https://i.imgur.com/gthoM6sl.jpeg)
Zum Einbau erstmal die Kabel kennzeichnen ...
![[Bild: HSaPczKl.jpeg]](https://i.imgur.com/HSaPczKl.jpeg)
... die von der alten Platine samt Pfosten abmachen ...
![[Bild: o8tumt3l.jpeg]](https://i.imgur.com/o8tumt3l.jpeg)
... an die neue dranstecken ...
![[Bild: SNjuNlNl.jpeg]](https://i.imgur.com/SNjuNlNl.jpeg)
... und auf der anderen Seite verlöten.
![[Bild: xVjGIVZl.jpeg]](https://i.imgur.com/xVjGIVZl.jpeg)
Dann die Relais drauf und Bauchbinden drum ...
![[Bild: BxzrO12l.jpeg]](https://i.imgur.com/BxzrO12l.jpeg)
... an den Halter schrauben und den in Position bringen, sowie die Leitungen wieder zurecht schieben und mit Kabelbindern versehen, fertig.
![[Bild: PJcPwOql.jpeg]](https://i.imgur.com/PJcPwOql.jpeg)
Habe ich jetzt mal so ausführlich geschildert, weil ich mich schon Frage, was Amp8.com da als ,,Ersatz" anbietet?
![[Bild: kNzxuG9l.jpeg]](https://i.imgur.com/kNzxuG9l.jpeg)
(Bildquelle: http://www.amp8.com/tr-amp/accuphase/p-266.htm)
Dann doch lieber Adapter.
Aber Amp8.com geht auch bei den Wire-Wraps einen recht eigenwilligen Weg:
![[Bild: UFmqVR2l.jpeg]](https://i.imgur.com/UFmqVR2l.jpeg)
(Bildquelle: http://www.amp8.com/tr-amp/accuphase/p-266.htm)
Wenn damit (unverlötet) auf dem Mond gelandet werden konnte, kann es ja nicht so schlecht sein. Tatsächlich haben die Drahtwickel um die Pfosten eine gute und haltbare Kontaktgabe. Accuphase hat nur die flexiblen Verbindungen an den Steckern verlötet, die festen Verbindungen an den Platinen aber nicht.
Genauso eine elende lustige Pfriemelei ist für das Relais der Spannungsumschaltung Klasse A/B erforderlich. Das habe ich nur außen wie innen gereinigt, Ersatz sollte aber noch verfügbar sein.
![[Bild: bLbgxHUl.jpeg]](https://i.imgur.com/bLbgxHUl.jpeg)
BTW: Weder Amp8.Com noch Worpswede gehen auf dieses Relais ein

Die meisten Elkos habe ich geprüft, aber nur wenig Handlungsbedarf gesehen. Neben dem Verbeulten musste ich nur noch zwei mal zwei in der Rail-Versorgung tauschen. Auch die Großen sind noch fit. Einigen Lötstellen habe ich nach Bedarf frisches Zinn spendiert, für alle sah ich keine Notwendigkeit.
Da die Endstufentransistoren durchgebrannt sind, schaue ich auch im Umfeld nach Kollateralschäden. Da ist aber trotz aufwendiger Suche nichts weiter zu finden. Die Fehlspannung wurde sichtlich wirkungsvoll über Schutzdioden abgeleitet.
![[Bild: nI7qbHrl.jpeg]](https://i.imgur.com/nI7qbHrl.jpeg)
Die Eingangsplatine beinhaltet den Inverter für Mono-Betrieb, dessen Schalter ich nur Mumpe übergeholfen habe.
![[Bild: xTVFOdFl.jpeg]](https://i.imgur.com/xTVFOdFl.jpeg)
(Bildquelle: http://www.amp8.com/tr-amp/accuphase/p-266.htm)
Von dort geht es zu den beiden Pegelstellern an der Front. Das sind hochwertige Stufenschalter, die hier keiner Aufmerksamkeit bedürfen.
Die Transistoren lassen weiterhin auf sich warten und ich kann mich noch um eine andere Baustelle kümmern. Ich bekomme die Endstufe an meiner schwächlichen Lichtanlage nicht eingeschaltet, ohne dass die Sicherung herausfliegt. Da muss eine Strombegrenzung her, denn die ist leider nicht serienmäßig an Bord.
Viel Platz im Unterdeck ist nicht vorhanden (siehe Bilder zu LS-Relais), aber in der Euro-Ausführung gibt es keine amerikanischen Steckdosen auf der Rückseite. Diesen Platz kann ich nutzen. Als Maß dient die Blechabdeckung der fehlenden Steckdosen, deren Bohrungen ich auch gleich mitverwenden kann. Das lässt sich dann ggf. rückstandsfrei entfernen, wenn unbedingte Originalität gefragt ist.
![[Bild: GTfxgn6l.jpeg]](https://i.imgur.com/GTfxgn6l.jpeg)
Sehr überschaubare ,,Elektronik".
![[Bild: HaPn8wVl.jpeg]](https://i.imgur.com/HaPn8wVl.jpeg)
Die Anordnung der Befestigungslöcher ist dem Einbauort geschuldet. Die Bauteilwerte können eigentlich in weiten Bereichen variieren.
![[Bild: mEgSADRl.jpeg]](https://i.imgur.com/mEgSADRl.jpeg)
Die Platine ist schnell er- und zusammen mit der anderen bestellt. Mit der gewählten Dimensionierung hat es da eine Verzögerung von etwa 3ms. Die Begrenzung wird von den 23Vac versorgt.
![[Bild: B4rHFBQl.jpeg]](https://i.imgur.com/B4rHFBQl.jpeg)
Es würde ein Widerstand reichen, doch es soll noch ein Thermostat mit an Bord (80° - 85°C, normal geschlossen, 10A), damit kein Brand beim Ausfall des Relais entstehen kann. Staut sich wieder die Hitze durch unzureichende Lüftung, wird die Endstufe nun bei 85°C zwanghaft abgeschaltet.
![[Bild: 2605Qx5l.jpeg]](https://i.imgur.com/2605Qx5l.jpeg)
![[Bild: i6nt2H2l.jpeg]](https://i.imgur.com/i6nt2H2l.jpeg)
![[Bild: TlEso8Sl.jpeg]](https://i.imgur.com/TlEso8Sl.jpeg)
Die (Fein-) Sicherung ist soweit ok, aber mit 6,3A-Träge ist sie (nun) zu hoch. Dieser Wert von 1500W (6,3A x 240V) im Maximum ist der fehlenden Einschaltstrombegrenzung geschuldet, denn die kleine Schmelzsicherung muss ja auch den Stromstoß vertragen. Ich reduziere sie nun auf 4AT bzw. 960W, da der Trafo zwar nominell 600W (Prospektangabe) hat, aber durch den Verguss nicht heiß werden darf.
Zum Vergleich: In Japan (100V x 10A) 1000 Watt und in den USA (120V x 10A) 1200 Watt.
![[Bild: qhnk6QUl.jpeg]](https://i.imgur.com/qhnk6QUl.jpeg)
Tatsächlich gehört die Prüfung des Trafos für mich immer zum ersten Punkt. Wäre nicht das erste Accuphase-Gerät hier, mit defektem Trafo.
Hier im konkreten Fall ist aber alles in Ordnung.
Dann eingeschaltet und tataa ... es wird zu 3/4 Licht. Mist.
Habe dann vier neue Lampen eingebaut, damit sie gleichmäßig leuchten. Schnöde LEDs kommen für mich nicht in Frage, aber das ist Geschmackssache.
![[Bild: 4vrKWlrl.jpeg]](https://i.imgur.com/4vrKWlrl.jpeg)
Dann schaue ich nach den Strömen.
Dafür zuerst einen Blick ins etwas vereinfachte Schaltbild:
![[Bild: 4O8nKSnl.jpeg]](https://i.imgur.com/4O8nKSnl.jpeg)
Da die Source-Anschlüsse von je einem FET-Paar verbunden sind, lässt sich nicht wie üblich über einem Source-Widerstand (vgl. Emitter-Widerstand bei bipolaren Transistoren) messen, womit sich der Messwiderstand (Shunt bzw. R63) erklärt.
Accuphase möchte dort 88mV = 400mA haben, was ich für Klasse B für völlig überzogen halte. Diese 133mA pro FET bedeuten, dass selbst in Klasse B die ersten 5 Watt in Klasse A bereitgestellt werden. Ich reduziere den Strom in Hinblick auf die generell problematische Wärmeentwicklung daher auf 3 x 26mA, bzw. 17mV über Shunt, was vollkommen ausreicht. Selbst mit diesem reduzierten Strom werden die Übernahmeverzerrungen (IM bzw. TIM) immer noch unterhalb des Klirrfaktors (THD) liegen.
Den Klasse-A-Strom belasse ich bei den von Accuphase gewünschten 1360mA.
Dann hänge ich die Endstufe an meinen Lastwiderstand und gebe breitbandiges Rauschen (IHF-a) mit 0dB drauf, um die Meter einzustellen. Die Einstellungen sind einmal für Klasse A/B und A erforderlich.
Ein anschließender Dauerlauf zeigt gleichmäßige Erwärmung rechts wie links, bei stabilen Werten.
![[Bild: MYr1Dhbl.jpeg]](https://i.imgur.com/MYr1Dhbl.jpeg)
Yoo, mehr war nicht.
Das würde ich jetzt mal unter ,,nach höchster Option revidiert" verstehen.
Kosten: 170€
Zeit: 10 Std.


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![[Bild: kaRcAP7l.jpeg]](https://i.imgur.com/kaRcAP7l.jpeg)
![[Bild: Mig81wVl.jpeg]](https://i.imgur.com/Mig81wVl.jpeg)
![[Bild: f7bXEwbl.jpeg]](https://i.imgur.com/f7bXEwbl.jpeg)
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