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10.08.2026, 16:50
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.08.2026, 10:01 von Vintagehörer.)
Hallo zusammen
Ich träume schon länger von einem älteren Röhren-Setup und hatte kürzlich die Gelegenheit, zwei Endstufen in passablem Zustand zu kaufen.
An den Lautsprecherausgängen der Endstufen ist jeweils eine Lautsprecherimpedanz von 15 Ohm angegeben. Ich besitze jedoch zwei unterschiedliche Paare Lautsprecher mit angegebenen Impedanzen von 6 Ohm beziehungsweise 4–6 Ohm.
Eine derart grosse Abweichung hatte ich bei meinen bisherigen Transistorgeräten noch nie. Deshalb habe ich mir darüber bisher auch keine grossen Gedanken gemacht.
Bei Röhrenendstufen möchte ich jedoch lieber vorsichtig sein.
Kann ich meine Lautsprecher trotzdem gefahrlos an den Endstufen betreiben, oder riskiere ich damit Schäden an den Endstufen oder den Lautsprechern? Falls der Betrieb grundsätzlich möglich ist: Gibt es dabei etwas Besonderes zu beachten?
Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass ich kein Techniker bin. Ich habe einfach Freude an alten Geräten, die noch anständig Musik wiedergeben.
Vielen Dank für eure Einschätzungen.
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Um welche Endstufe handelt es sich denn ?
Üblich sind verschiedene Abgriffe am Ausgangsübertrager mit 4 Ohm, 8 Ohm und/oder 16 Ohm.
Frank
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• kandetvara, HiFi1991
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11.08.2026, 10:01
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.08.2026, 10:09 von Vintagehörer.)
Das sind zwei Radio-Iseli Dynaphon 1063 M Endstufen.
Habe zwei Bilder (Geräte sind nicht gereinigt) gemacht.
Auf radiomuseum.org habe ich ein Schema von der 1063 S gefunden. Das ist zwar die Stereoendstufe, aber ich denke die ist schlussendlich ähnlich aufgebaut wie die 1063 M (Monoendstufe).
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• HiFi1991
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Antwortet keiner?
Ich habe zwei mögliche Vorgehensweisen für dich; eine kurze und eine lange.
1. kurz: klemm ran
2. lang: rechne nach
Der Gesamtwiderstand Rges = R1 x R2 / (R1 + R2)
wobei R1 der Übertrager mit seinen 15 Ohm ist und R2 die Impedanz der LS die du anzuklemmen wünscht. Rechne alle möglichen Kombinationen 4/8/16 durch, vergleiche und komme zur Schlussfolgerung, dass die angeschlossenen LS maßgeblich die Gesamtimpedanz bestimmen und Vorgehen #1 korrekt ist.
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14.08.2026, 18:51
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.08.2026, 19:07 von oldiefan.)
(14.08.2026, 10:33)Florida Boy schrieb: ...und Vorgehen #1 korrekt ist.
Ein Mißverständnis?
Im Schaltplan ist m.E. die vorgesehene Lastimpedanz zu (mindestens) 15 Ohm angegeben und nicht der Ausgangswiderstand des Übertragers. Ich würde also nicht die Annahme daraus ableiten, dass man gefahrlos 4 Ohm Lautsprecher oder 8 Ohm Lautsprecher anschliessen dürfe.
Nicht umsonst steht klar und deutlich die vorgesehene Lautsprecher-Impedanz eingestanzt auf der Rückseite! Nämlich 15 Ohm (16 Ohm gehen dann natürlich auch).
Es dürfen m. E. keine Lautsprecher von 8 oder 4 Ohm angeschlossen werden. Damit würde die Endstufe / Ausgangsübertrager überlastet.
Will man 4-Ohm Lautsprecher anschliessen, braucht man in der Lautsprecherleitung einen 12 Ohm / 2 W Vorwiderstand. Mit 6 Ohm Lautsprecher einen 10 Ohm / 2 W Vorwiderstand.
Gruß
Reinhard
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Alles ist möglich, meine jedoch, dass die Schweizer eher die Fehlanpassung umgetrieben hat:
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14.08.2026, 20:09
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.08.2026, 20:52 von oldiefan.)
(14.08.2026, 19:50)Florida Boy schrieb: Alles ist möglich, meine jedoch, dass die Schweizer eher die Fehlanpassung umgetrieben hat
Das sicher nicht. An Audioverstärkern gilt immer Spannungsanpassung, aber nicht Impedanzanpassung (=Leistungsanpassung), wie in der HF-Technik.
siehe
https://sengpielaudio.com/Rechner-spannu...assung.htm
Zitat:
" Merke: Wenn am Verstärkerausgang 4 oder 8 Ohm geschrieben steht, dann heißt
das niemals, dass die Ausgangsimpedanz des Verstärkers diesen Wert hat."
und daher:
Wenn am Verstärker-Ausgang 15 Ohm steht, heisst das NIEMALS, dass der Ausgangswiderstand des Verstärkers 15 Ohm ist, sondern dass die Lautsprecherimpedanz 15 Ohm betragen soll / muss.
Die Ausgangsimpedanz des Verstärkers (Ausgangsübertragers) ist wesentlich geringer, ca. 1/10 der geforderten Lautsprecherimpedanz, also ca. 1,5 Ohm oder noch weniger. Da macht es schon einen großen und u.U. zerstörerischen Unterschied, ob man 15 Ohm oder 4 Ohm Last anschliesst. Der Ausgangswiderstand - auch der eines Röhrenverstärkers mit Ausgangsübertrager - ist immer wesentlich kleiner als der Last-(Lautsprecher-)Widerstand. Davon gibt es im Audiobereich keine Ausnahme - auch nicht bei den Schweizern. Die wissen genau, wie man es richtig macht.
Wäre mit 15 Ohm tatsächlich der Ausgangswiderstand des Ausgangsübertragers gemeint, würde das bedeuten, dass die Lautsprecherimpedanz 150 Ohm oder mehr betragen müsste. Auch daran kann man sehen, dass 15 Ohm hier nicht die Ausgangsimpedanz des Verstärkers meint und die Rechnung mit diesem Wert als Prallelwiderstand hier falsch ist.
Nicht umsonst gilt bei Audio als Faustregel, dass das "treibende Gerät" (hier der Verstärker) eine Ausgangsimpedanz haben soll, die wenigstens um den Faktor 10x kleiner ist als die des "getriebenen Geräts" (hier der Lautsprecher). Oder anders herum, das "getriebene Gerät" muss einen Eingangswiderstand haben, der mindestens um den Faktor 10x grösser sein soll als der Ausgangswiderstand des "treibenden Geräts".
Eigentlich ist das Allgemeinwissen bei Audio und gilt so auch für das Zusammenstöpseln von jeglicher Art von Audio-Quellgeräten (Tuner, Plattenspieler, CD, Band,...) mit dem Vorverstärker, sowie auch bei Zusammenstöpseln des Vorverstärkers mit der Endstufe...und eben auch beim Anschluss des Lautsprechers an eine Endstufe.
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• Hippman, Thomas
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Oh je, der Vintagehörer völlig verunsichert: Beim Anschluss von Lautsprechern explodieren die Geräte sofort, es entsteht ein Krater in den das Sonnensystem stürzt, es kommt zur Supernova und wir alle sind verloren.
Welch ein Debakel.
Reinhard, ich schätze dich sehr, aber das war jetzt ein Bärendienst.
Bleiben wir doch dabei, dass der Anschluss welcher Lautsprecher auch immer gefahrlos möglich ist und es lediglich zu einer Minderleistung kommt, wenn die Anschlusswerte nicht so recht übereinstimmen.
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16.08.2026, 16:43
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.08.2026, 17:12 von oldiefan.)
(16.08.2026, 13:17)Florida Boy schrieb: Bleiben wir doch dabei, dass der Anschluss welcher Lautsprecher auch immer gefahrlos möglich ist
Das ist kompletter Unsinn!
Und das weisst Du sogar (unterstelle ich mal), dass es immer eine Mindestimpedanz für die Last gibt, die vom Strom diktiert wird, den eine Endstufe im Dauerbetrieb liefern kann, ohne Schaden zu nehmen.
15 Ohm gegen 4 Ohm ist keineswegs "nicht so recht übereinstimmend", sondern fast das Vierfache, also auch fast vierfacher Ausgangsstrom mit 4 Ohm bei gleicher Ausgangsspannung. Auch das weisst Du. Es kommt bei kleinerer Lastimpedanz (Lastwiderstand) auch nicht zu einer Minderleistung der Endstufe - wie Du behauptest - sondern zu einer Mehrleistung P = U^2 / R. Je kleiner R, um so grösser P.
Schau doch mal in Dein altes Physikbuch, 6. Klasse. Leistung P = U x I und Widerstand R = U / I, umgeformt --> I = U / R. Ich bin überrascht, dass Dir dieser Zusammenhang offenbar nicht bekannt sein soll.
Die Polemik mit Explosion und Krater im Sonnensystem solltest Du lassen, stattdessen sachlich bleiben und bei den Fakten. Du liegst hier komplett daneben - und daran kommst Du auch nicht vorbei, wenn Du versuchst, dem mit polemischen Ausfällen zu begegnen und dazu noch weitere falsche Behauptungen aufstellst.
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• Thomas
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Welche 16-Ohm-Troeten willst Du denn da anschliessen? Ausser den fuerchterlichen Rogers LS 3/5 fallen mir keine kaeuflichen 16Ohm-Quaeken ein.
Dann leg mal los mit den Empfehlungen fuer passende Lautsprecher - ich bin schon gespannt.
Democracy Dies in Darkness
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16.08.2026, 18:17
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.08.2026, 18:34 von oldiefan.)
Vielleicht mal komplett lesen?
Mit passendem Vorwiderstand (2 W) am Lautsprecherausgang oder in der Lautsprecherleitung, der die Summenimpedanz zusammen mit der Lautsprecherimpedanz auf ca. 15 Ohm bringt, kann jeder Lautsprecher angeschlossen werden. Das hatte ich aber bereits oben geschrieben.
Zu der Zeit, als Iseli diese Endstufen mit der passenden Vorstufe auf den Markt gebracht haben, waren 15-16 Ohm Lautsprecher üblich, und keineswegs kurios. Denn die brauchte man damals auch für Röhrenverstärker anderer Hersteller.
Iseli hat zusammen mit den Endstufen, bzw. der Stereoendstufe auch Lautsprecher dafür angeboten. Die wurden als Einzelstücke kundenspezifisch gefertigt. Die Kunden konnten sich also Bespannung usw. (vermutlich auch Grösse, Furnier,...) selbst aussuchen.
15/16 Ohm Lautsprecher findet man heute noch auf dem Vintage-Markt. Die Auswahl an neuen 15 Ohm Boxen ist in der Tat sehr schmal, aber es gibt sie noch.
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• Thomas
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Er schrub ja schon weiter oben, Serienwiderstand von 10 Ohm dazuschalten und gut ist.
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
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16.08.2026, 18:22
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.08.2026, 19:02 von oldiefan.)
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Echt jetzt? Rogers 3/5 wie ich auch schon vorgeschlagen hab? Get real ... wir reden von Lautsprechern, mit denen man auch was anderes als Spinett, Geige und Piccolofloete hoeren kann.
Man darf's natuerlich mit 8Ohm-Troeten an den Uebertragern und den EL84 nicht uebertreiben, aber die spontane Supernova seh' ich da auch bei halbwegs moderaten Lautstaerken nicht kommen.
Democracy Dies in Darkness
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16.08.2026, 18:57
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.08.2026, 19:37 von oldiefan.)
"wir"?
Du redest davon, nicht wir.
Wir reden von ordentlichen Lautsprechern zum entspannten Musikhören an einem kleinen 10 W / Kanal Röhrenverstärker. Die genannten Rogers wurden als Abhörmonitore bei der BBC eingesetzt. Die haben sich sicher nichts Schlechtes hingestellt.
Wer laut Bum-Bum und Techno-Beat hören will, ist schon mit dem kleinen Verstärker falsch beraten. Besonders, wenn er die zulässige Mindest-Lastimpedanz auch noch weit (mit 8 Ohm um die Hälfte) unterschreiten will. Dass man "gefahrlos" 8 Ohm Boxen an einem 15 Ohm Röhrenverstärker betreiben könnte, das kann nur jemand sagen, der diesen Verstärker nicht selbst bezahlt hat und dem es ziemlich egal ist, wenn er dann vielleicht doch hops geht, weil in dem Fall die Lautstärke doch mal eben nicht halbwegs moderat genug war. Eine wachsweiche Aussage, für die Du sicher keine Garantie übernehmen möchtest. denn wo fängt "halbwegs moderat" an und wo hört es auf?
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• Thomas
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16.08.2026, 20:31
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.08.2026, 20:31 von Pufftrompeter.)
Die Rogers 3/5 waren KEINE Abhoermonitore fuer Musik. Das haben wir jetzt hier schon so oft diskutiert, dass irgendwann auch mal gut sein muss: Boxen, die keinen Bass koennen, sind Scheissboxen. Fertig - Abfahrt: Und wenn die 1000x bei der BBC standen ... das ist laengst ueberholter Rabastel von vorvorvorgestern - Spinett, Geige, Panfloete. Viel Spass dabei ... ich hoere RICHTIGE Musik.
Und ich muss kejne Garantie fuer irgendetwas uebernehmen ... ein bisschen Fingerspitzengefuehl reicht beim Anwender normalerweise ... wenn man schon so ein nahezu musikuntaugliches Roehren-Filigranbesteck (ebenfalls von vorvorvorgestern) unbedingt heute noch benutzen moechte.
Uebrigens - auch bei den 10 Roehren-Watt sind die Rogers-Kastraten-quaeken hoellenlaut - nur eben seltsam bassbefreit und von Hifi und werkgetreuer Wiedergabe meterweit entfernt. Kann man machen ... rate ich aber niemandem dazu, das jenseits von Pan- und Piccolofloeten ueberhaupt zu probieren.
Viele Gruesse von und mit Bum-Bum und untertraeglichem Stromgitarrenkrachhoerer, dessen Wiedergabeequipment all diese Ueberlegungen seltsam konstruiert erscheinen laesst: Ein weiterer Thread aus der Kategorie: Ich mache mir mein Leben mit dem falschen Equipment zum falschen Zweck selbst zur Hoelle und nerve das Forum mit endlosen Fragen und Kommentaren ob meiner bockigen, anwendungsuntauglichen Fehlentscheidung.
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16.08.2026, 22:42
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.08.2026, 23:48 von oldiefan.)
(16.08.2026, 20:31)Pufftrompeter schrieb: Viele Gruesse
Ebenso.
Danke für deinen qualifizierten und sachlichen Beitrag!
Richtig ist:
Diese Box ist keine bassgewaltige Box. Bei dem kleinen Volumen kann sie das auch gar nicht sein. Eben nicht für das Bum-Bum oder wie Du sagst "richtige Musik", wie Du sie zu lieben scheinst. Mozart, Händel, Bach ist dann vermutlich für Dich alles keine "richtige Musik". Aber das ist dann nur Deine Einzelpräferenz.
Zum Übrigen gibt der Wikipedia-Eintrag ganz neutral und emotionslos Auskunft.
BBC - ja
Monitor-Box - ja
Beliebt - ja
Sonst gilt: Die Box, die Dir gefällt, gefällt mir nicht. Und umgekehrt. Das verwundert aber nicht, denn Hörpräferenz ist stets auch Geschmackssache, Raumakustik, Musikvorlieben....u.v.m.
Ganz offensichtlich harmonieren Deine Vorstellung einer "guten Box" nicht mit dem damaligen Anspruch der BBC an Natürlichkeit und Neutralität der Musikwiedergabe. Dem wird auch sonst nicht jeder zustimmen. So war das und ist das mit Monitorboxen, die nach anderen Standards gebaut wurden (und werden) als die Masse der HiFi-Boxen.
Vielleicht ist mein Geschmack noch anders - aber ich erhebe eigenen Geschmack nicht "zum Massstab" für andere. Und deshalb lasse ich so eine Einordnung auch nicht einfach "gutsein", sondern finde sie wenigstens ziemlich anmassend.
Wkipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/LS3/5A
"The LS3/5A is a commercially produced loudspeaker driven by the need of the BBC to monitor and assess broadcast programme quality. It was derived from the LS3/5, which was conceived and developed by the BBC Engineering Department in the early 1970s, when it was under the stewardship of Dudley Harwood. Having found no commercially produced small loudspeaker that met the requirement for naturalness and sonic neutrality, the BBC specifically set out to design a speaker to achieve natural overall sound quality and good dynamic range for monitoring broadcasts in tightly confined spaces.
As the BBC broadcasting unit was about to order another batch of the monitor, it was found that the supplier had modified the drive units, meaning the LS3/5 design had to be fundamentally revised. The BBC's Designs Department was called upon to adapt the product in light of the supply changes. Modifications were made to adapt to the new drive units and deal with the altered resonance pattern, and the LS3/5 became the LS3/5A.
The BBC then licensed the product to a small number of private sector companies. Production began in 1975. In 1987, as a result of reassessment of the product due to consistency issues in the manufacture of the mid–bass driver, the drivers were modified and the crossover changed. The overall impedance of the crossover fell to 11 ohms from the original 15 ohms.
The various official versions of the LS3/5A from various licensees sold in significant numbers in its life of over a quarter of a century. Sales estimates range from 60,000 to 100,000 pairs.
...
Falcon Acoustics was granted a licence by the BBC for the 15 ohm version of the LS3/5a in 2013 and commenced production in 2014 using drive units produced in-house by Falcon Acoustics. The Falcon F B110 bass unit is a re-engineered version using the same components of the original KEF B110 SP1003 with a doped Bextrene cone and a neoprene surround. The Falcon F T27 tweeter again uses the same components as the original KEF T27 SP1032 and has a 19 mm mylar dome fitted. Both Falcon units were designed by Malcolm Jones, who, while employed at KEF between 1962 and 1974, was responsible for the design of the KEF B110 and T27 units originally used in the LS3/5 and LS3/5a. Both units are graded/selected to meet the BBC specification. Crossovers are close tolerance pair matched versions of the original BBC LS3/5a crossover design using tapped transformers for high frequency adjustments."
https://www.fidelity-online.de/test-falc...tsprecher/
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• Thomas, Vintagehörer, Hippman
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Der Anspruch an einen guten Lautsprecher ist GANZ SIMPEL:
Er mues mit JEDEM Musikmaterial zurecht kommen und ALLES in gleicher Weise neutral wiedergeben. Von Spinett bis Stoner Rock: Es spielt die Musik, nicht der Lautspecher. Entweder er kann es, oder er ist Schrott.
Es gibt keinen guten Lautsprecher, der keinen Bass produziert: Die LS 3/5 ist ein Nahfeldmonitor fuer ein sehr enges Anforderungsprofil (Sprachuebertragungen in engen Uebertragungswagen) ... daraus einen Midfield-Fullrange-Hifi-Lautsprecher zu machen, nur weil BBC draufsteht, ist ein echter Treppenwitz der Hifi-Geschichte und ein perfektes Beispiel fuer die Verbohrtheit der Hifi-Szene, sich kollektiv auch den allergroessten Mist schoenzuhoeren - und darunter fallen auch irgendwelche Roehrenamps mit astmathischem Leistungsspektum.
Faehrst Du noch einen Ford Anglia ? Zieht eine Dampflok Deinen Zug? Waehlst Du mit einem Waehlscheibentelefon? Schaust Du die Tagessachau mit einem s/w-Roehrenfernseher? Tippst Du Deine Steuererklaerung auf einer mechanischen Schreibmaschine? Sendest Du noch ein Fax? Kopierst Du noch mit einem Matritzenkopierer? Traegst Du noch Krawatte, Hut und Mantel? Verteilst Du noch Handkuesse?
Alles laengst ueberkommener Schrott von vor-vorgestern ... und alle wissen das auch. Das ist bei Hifi haargenauso und nicht anders ... WENN man den klaren Durchblick behaelt und sich von den selbsternannten Klang-Gurus der Szene nix einreden laesst, aber das ist im Leben schliesslich immer so.
In diesem Sinne ...
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Vielen Dank Euch für die diversen konstruktiven Rückmeldungen. Sie haben mir weitergeholfen.
(16.08.2026, 13:17)Florida Boy schrieb: Oh je, der Vintagehörer völlig verunsichert: In der Tat... Ich werde mich aber an der Info auf dem Schema weiter orientieren.
(16.08.2026, 20:31)Pufftrompeter schrieb: Ein weiterer Thread aus der Kategorie: Ich mache mir mein Leben mit dem falschen Equipment zum falschen Zweck selbst zur Hoelle und nerve das Forum mit endlosen Fragen und Kommentaren ob meiner bockigen, anwendungsuntauglichen Fehlentscheidung.
Das ist einfach unnötig.
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• Thomas
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17.08.2026, 09:20
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 18.08.2026, 08:50 von Florida Boy.)
In der Tat die beste Idee.
Wären bei 5 Ohm (als Mittelwert von 4-6) 9,1k bei 360pF.
Ein Blick auf den Übertrager könnte sich lohnen. Eventuell sind weitere Anzapfungen vorhanden - sollten auch beschriftet sein - die die Schweizer nur nicht nach außen geführt haben.
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Na, wunderbar, dass für den Anwender hier eine praktikable Lösung gefunden wurde.
Nochmal kurz zu der Rogers LS3/5A:
Das ist ein wirklich überraschend guter Laustprecher, der sehr fein auflöst, daher auch Details abbildet, die bei weniger guten Lautsprechern gerne mal verloren gehen und ist darüber hinaus wirklich neutral, da wird nichts betont und nichts vernachlässigt. Unter 120 Hz ist allerdings der Wirkungsgrad mehr als nru schlecht oder wenig, da ist quasi nichts mehr vorhanden. Aber das sollte nicht wundern, wenn man einen KEF B110-Mitteltöner in eine geschlossene Box packt, die kleiner als ein Schuhkarton ist. Und ja, sie wurde ausgesprochen gerne als Nahfeldmonitor eingesetzt, nicht nur beim BBC. Das hat dann später die Yamaha NS-10 übernommen (die kann aber auch kaum Bass) und heute werkeln da nur noch aktive und DSP-gesteuerte Boxen in jeder beliebigen Größe. Kann man ja elektronisch alles hinbiegen.
Dennoch hat die LS3/5A ihren Ruf als wirklich gute Box durchaus verdient, ich habe damals, als ich zu Hause damit "richtige" Musik gehört habe, einfach einen Subwoofer dazu gestellt (in meinem Fall ein Canton Plus B) und schon war alles gut. So runtergemacht zu werden, hat die Kleine einfach nicht verdient. Wen wundert es da, dass man sie noch heute neu kaufen kann.
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
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Armin - das ist doch genau der Punkt, um den es geht - und Du hast ihn sogar selber gebracht:
Frickeliger Roehrenamp mit LS3/5 als Kombi voller fauler Kompromisse in Punkto Performance und Preis vs. DSP-kontrollierter Aktiv-Monitor fuer ein paar % von dem Preis und ohne jeden Kompromiss, ausser den, im Forum damit keine dicke Hose damit machen zu koennen.
Und zum Thema "immer noch kaeuflich": Porsche hat im Laufe der Jahre viele WIRKLICH gute Autos abseits des 911 entwickelt - aber ausgerechnet diese archarischste aller Fehlkonstruktionen mit ihren seltsamen Marotten von Heckmotor bis Luftkuehlung erreicht als einzige irgendwelchen Kultstatus, der nun muehsam am Leben erhalten wird. Das ist, als wuerde VW den Golf 10 mit Heckmotor, Chromstossstangen, grader Frontscheibe und Warzenblinkern anbieten, weil man den Kaefer wieder aufleben lassen will.
Es gewinnt nicht das beste Konzept, sondern das, mit dem sich die meiste Kohle machen laesst, weil man den Kaeufer erfolgreich hinter die Fichte gefuehrt hat. Und ein Paar LS 3/5 kostet selbst beim Chinamann 2500Eur. Das ist schon eine ZIEMLICH dicke Fichte.
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17.08.2026, 11:13
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.08.2026, 11:15 von Armin777.)
Lieber Carsten, ich fürchte, da gehen unsere Meinungen weit auseinander.
Etwas was gut und beliebt ist, wie Dein Beispiel am Porsche 911, bleibt am Markt, Porsche wäre schön blöd, den aus dem Programm zu nehmen, wo er sich doch noch immer so gut verkauft. Ob das eine Fehlkonstruktion ist oder nicht, auch da gibt es unterschiedliche Meinungen, soll hier aber nicht das Thema sein.
Ob die angeblich so viel billigeren DSP-kontrollierteren-Aktive-Lautsprecher tatsächlich so viel besser sind, ist ganz genau so diskutabel. Ich vertrete dabei noch immer die Meinung, dass wenn ich das Nutzsignal verbiege, verbessere ich es damit nicht, sondern ich verändere es. Nach dem Hifi-Grundgedanken ist jedwede Veränderung aber eine Verschlechterung, unabhängig davon, ob gewollt oder ungewollt. Bei kleinen Lautsprechern dient diese DSP-Kontrolle hauptsächlich dazu, den Tieftöner in dem winzigen Gehäuse zur Abgabe von tiefen Frequenzen zu zwingen, die er aufgrund seiner Beschaffenheit in diesem Gehäuse nie und nimmer von sich geben könnte. Ob das zum Vorteil der Wiedergabequalität beiträgt? So oft ich mir solche "Wunderwerke" angehört habe, war Verblüffung eigentlich die typische Reaktion auf diese Lautsprecher. Ich dachte mir dann stets, "Wie machen die das, dass da so ein gewaltiger Bass aus dem Winzling kommt?" Aber nach dem längeren Hören mit diesen DSP-Aktiven-Wunderwerken, wurde mir das meist nach einer Stunde spätestens anstrengend und ich sehnte mich wieder zu einer "normalen" Box mit Passivweiche zurück. Das ging mir schon so, als Bose seine ersten Acoustimas-Satelliten und Basswürfel heraus brachte, verblüffend aber anstrengend. Ich weiß, das geht heute schon viel besser als damals, die haben viel dazu gelernt und extra geeignete Basschassis dafür entwickelt. Aber, so sollte man es auch mal sehen, ein moderner 911 ist inzwischen auch schon längst ein wassergekühlter 6-Zylinder und über die Straßenlage dieser Hecktriebler diskutiert auch schon längst keiner mehr.
Und: Insofern haben wir Übereinstimmung, der leider längst vergessene 928 war, aus meiner Sicht zumindest, deutlich besser als jeder 911.
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
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• uli_d
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Armin ... vieles war mal "gut". Frueher. Super-Connie, S3/6, Kaefer.
Aber irgendwann muss man doch einsehen, dass man HEUTE mit so einem Museums-Setup keinen Hering mehr vom Teller zieht.
Und genau da schliesst sich der Kreis. WENN man schon so ein filigranes Roehrensetup betreiben will, dann eben nur als Kuriosum. Und dann ist's egal, welche Impedanz die LSP haben - meinentwegen aber auch gerne mit einer LS3/5 als Troete. Muss man eben vorsichtig mit sein, wenn man mal 'ne Platte durchorgelt ... aber der wahre Jakob ist das HEUTE schon laengst nicht mehr, dazu ist das alles zu schlecht, zu alt und viiieeel zu beschraenkt.
Heutzutage daraus die Hauptanlage zu machen und das als so-klingt-es-richtig-Setup zu verkaufen: Bitte nicht. Das ist wie Kaefer, R4 oder 911-G im Alltag. Mittlerweile ist auch das untauglicher Schrott aus einer anderen, laengst vergangenen Zeit.
Democracy Dies in Darkness
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17.08.2026, 14:27
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.08.2026, 14:27 von Armin777.)
Ich merke schon, es gibt immer zwei Meinungen: Deine und die falsche...
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
gewerblicher Geraffelrestaurator - arbeitet seit 1969 in der Hifi-Branche
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