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Grundig Receiver MR 200
#1
Hallo in die runde,
vor wenigen Wochen bekamen wir, die Schüler Arbeitsgemeinschaft, einen Grundig MR 200 Receiver auf dem Tisch, dessen Skalentrieb durchrutschte, weil der Drehko schwergängig wurde.
Diesen dann in der Lagerung mehrmals mit Bremsen Reiniger Spray vom verharztem Fett gereinigt und neu und sparsam geölt, half aber nur kurzzeitig. In der zweiten Bestandsaufnahme ist mir aufgefallen, dass das Skalenseil (0,8 mm im Durchmesser) teilweise ohne Grip war, weil leicht ölig. Diesen dann durch selbigen Querschnitt einer textilen Angelsehne erneuert, die Besserung aber war nur Marginal.
Dann den Drehko und dessen Abstimmwellen Lagerung intensiver angeschaut und schon lachte mich auf der Innenseite ein Wellensicherungs Ring an, der dann mittels geeignetem Werkzeug heraus gehebelt werden konnte. Somit konnte ich die Welle herausziehen und begutachten. Nach dessen Reinigung wurde ein Riss in der Plastik Ummantelung der Stahlwelle sichtbar. Dieser Riss verkleinerte das Lagerspiel, wenn auch nur geringfügig. Es reichte aber, den Moment der Anfangs Drehung zu verschlechtern, was dann auch das neue Skalenseil zum Durchrutschen zwang. Mittels Dremel und feinem Schleifpapier genügte der ca. 300 el mm Abtrag des Plastikmaterials Und nach einem geringen Auftrag von technischer Vaseline wurde die Lagerung leichtgängig. Was sich dann auch in der Skalenseil Drehung bestätigte. Abschließend wechselte ich dann noch eine defekte von zwei Skalenlampen und beseitigte mittel Sprüh Reinigung mit "Oszillin" die Kratz Geräusche des Lautstärke Potis. Am Wochenanfang kann dann dieser gesundete Patient wieder zum Besitzer und der nächste Patient zu uns. Dieser Patient gehört dem Konrad, alias "dipol" aus dem Grundig Forum.
M.f.G.
harry
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  • Bassmann, DD 313, Akool1, Deubi
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#2
Grüß dich, Harry, schön, mal wieder etwas von dir zu lesen... das eine oder andere Foto würde das noch spannender machen!
Anything over a mouthfull is wasted!
[-] 1 Mitglied sagt Danke an Bassmann für diesen Beitrag:
  • radioharry
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#3
Moin,
das Problem mit dem Drehko ist bekannt.
Es betrifft viele Drehkos dieses Typs, habe ich alle in Grundiggeraeten gefunden.
Die Antriebswelle ist zweiteilig. Das Ritzel des Getriebes ist aus Kunststoff und steckt mit seinem Schaft in der Lagerbuchse. In dem Schaft steckt der andere Teil der Welle aus Stahl oder Aluminium, der dann das Seilrad traegt.
Und der Schaft des Ritzels ist es, der irgendwann laengs aufreisst, oft genug bis in das Ritzel hinein, was den Drehkoantrieb letztlich blockiert.

Irgendsoein Kostenoptimierer hat sich das mal ausgedacht, die Getriebe in den Drehkos waren bis dahin Ganzmetallkonstruktionen und praktisch unverwuestlich. Da kennt man allenfalls gestocktes Fett, das man mit Aceton auswaschen kann.

Na ja, so 10 bis 20 Jahre hat es gehalten mit den Kunststoffritzeln. Niemand hat von den Geraeten erwartet, nach ueber 40 Jahren immer noch zu existieren ;-)

73
Peter
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  • Deubi, radioharry, al3x135, Frank62
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