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Revox B251 Netzteil-Probleme
#1
Hallo Zusammen,
bin neu im Forum und ein eingefleischter Revox-Fan. Bei meinem Revox B251 ist im Netzteil ein Rifa-Kondensator abgeraucht. Ich habe alle Kondensatoren im Netzteil getauscht. Leider werde ich aus dem Service-Manual nicht schlau, wie ich den großen Lade-Elko anschließen muss (Polung). Kann mir jemand helfen?
Viele Grüße
Jens
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#2
Spannung messen mit dem Multimeter oder einem Oszilloskop, dann sieht man doch wo Plus und Minus ist. Auf den Gleichrichtern steht das auch oft drauf (zwei mal Wechsel und + und -) dann Leiterbahn verfolgen.
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de

gewerblicher Geraffelrestaurator - arbeitet seit 1969 in der Hifi-Branche
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#3
An die von oben / der Bestückungsseite gesehene rechte Anschlussfahne (MP1) gehört "+" geschraubt, an die linke Seite (MP2) "-".
Beim originalen Röderstein-Elko ist die Polung auf der Anschlusseite (oben) markiert.
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#4
Vorsicht! Hier hat das im Netz verfügbare SM einen Dreher zwischen Schaltplan und Bestückunsplan.

MP1 ist (-)
MP2 ist (+)

Bitte Armins Empfehlung folgen und den Leiterbahnverlauf vom Brückengleichrichter zum Elko nochvollziehen.
[-] 1 Mitglied sagt Danke an audiomusica für diesen Beitrag:
  • Armin777
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#5
(27.08.2026, 07:39)audiomusica schrieb: Vorsicht! Hier hat das im Netz verfügbare SM einen Dreher zwischen Schaltplan und Bestückunsplan.

MP1 ist (-)
MP2 ist (+)

Bitte Armins Empfehlung folgen und den Leiterbahnverlauf vom Brückengleichrichter zum Elko nochvollziehen.

Das ist (leider) tatsächlich richtig. Ich habe zunächst im (offenbar falschen) Schaltplan nachgeschaut, mir jetzt aber ein ausgebautes / defektes B251-Netzteil genauer angeschaut, das hier liegt: Demnach geht "+" vom Gleichrichter auf die linke Anschlussfahne (MP2). Danke für den Hinweis, der Beschriftungsfehler war mir nicht bekannt.
[-] 1 Mitglied sagt Danke an Thomas für diesen Beitrag:
  • Armin777
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#6
Vielen lieben Dank Euch für die Antworten. Ich habe dann tatsächlich die Spannungen ohne Kondensator gemessen. Links ist + und Rechts ist -. Dann zusammengebaut und eingesteckt. Nichts ist explodiert :-)

Ich habe alle Kondensatoren mit dem Kondensatoren-Set von Thomas Schröder (Premium Hifi) ersetzt. Grund für die Aktion ist, dass der Rifa direkt nach dem Netzanschluss hochgegangen ist. Hat alles ganz gut geklappt. Leider zeigt die Anzeige des Verstärkers nur schwankende Leistungsanzeigen und reagiert überhaupt nicht auf gedrückte Tasten.

An den Kabelschuhen für die Leistungsendstufe liegen die geforderten 56 V an (bzw. 250/220*56). Die 37 V am CIS-Stecker sind auch da. Aber leider fehlen die 11 V. Am gelben Kabel liegt 0 V an. An welchem Bauteil könnte das liegen?

Viele Grüße
Jens
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#7
Zitat:Vielen lieben Dank Euch für die Antworten. Ich habe dann tatsächlich die Spannungen ohne Kondensator gemessen.

Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, dass diese komische Methode irgendwo empfohlen wurde, da der Verstärker dann ohne Siebelkos betrieben wird. 
Je nachdem wie lange man das macht, und an welchem Gerät man das macht, könnte es in Einzelfäkken sogar Kollateralschäden geben. 

Kurzum: Das hättest du vor dem Ausbau der Altteiche klären sollen....Jeder halbwegs versierte Mensch, der an da seine Finger im Spiel hat, hätte es (wenn überhaupt)  in dieser Reihenfolge getan. 

Prädikat : "seltsam" Wink3
"Analog" ist in der Regel zwar deutlich teurer, dafür aber auch nicht so gut. 

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#8
Ja, ich dachte, dass ich es mir nicht merken muss, weil das Service-Manual vorliegt. Aber dadurch, dass es da nicht eindeutig ist, war ich verwirrt. Ich habe nicht den ganzen Verstärker ohne Siebelkos betrieben, sondern nur das Netzteil.
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#9
Auch das ist "komisch". Würde wohl niemand sonst in dieser Reihenfolge machen...Nur so als Hinweis.

btw...
Wusstet ihr, dass bei diesem (aus meiner Perspektive) "fiesen Teil" die komplette Endstufe immer unter Spannungs steht, auch wenn das Gerät in STBY ist ? ....
Da waren es afair um die 20 W, die 24/7 durch den Kamin gehen.
Beim fiesen CD Player waren es immer noch etwa 10W

Was soll´s....Dann eben alles über eine Steckdosenleiste mit Schalter.
"Analog" ist in der Regel zwar deutlich teurer, dafür aber auch nicht so gut. 

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#10
Auf Youtube gibt es von Repair and Coffee einen aktuellen Reparaturnericht
zum 251, er geht recht ausführlich auf das Netzteil ein.
Sind 3 Teile, fand ich recht interessant. Vielleicht bringt das ja zusätzliche Erkenntnisse.
Auch VE99 hat ein Video zu dem Gerät gezeigt.
Gruß Luminary
Die meisten tun was sie können, nur die wenigsten können was sie tun!
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#11
Zitat:Repair and Coffee

Den kenn´ich auch...ist wie OFF, nur auf YT.  LOL

Der kann auch nach 2 Jahren noch immer nicht mit seinem UPL umgehen, was von den 2500 Stamm-Abonnenten 
natürlich nicht bemerkt wird.....Kennt man sich aber mit solchen Geräten "ansatzweise" aus, braucht man ein Beißholz.  Raucher


Verdict:  Outstanding.  
"Analog" ist in der Regel zwar deutlich teurer, dafür aber auch nicht so gut. 

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#12
Ja gut Scope; jeder hat deinen durchaus berechtigten Einwand verstanden.

In der Tat sind Geräte mit Schaltnetzteilen denkbar ungeeignete Spielwiesen für die ersten Gehversuche. Gerade am hier besprochenen dicken Elko besteht Lebensgefahr und ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es nur durch Zufall zu keiner Explosion oder sonstiger Verletzung kam. Es war einfach nur Glück. Auf Grund der schlechten Voraussetzungen, die auch durch noch so viel Enthusiasmus nicht wettgemacht werden können, würde ich dringend zu professioneller Unterstützung raten.
Kostet ohne Frage mehrere 100€, aber dein Leben und das Gerät sollten es dir wert sein. Die Chance auf eine erfolgreiche Remote-Reparatur würde ich als nicht gegeben sehen.
Suche ein Repair-Cafe auf oder eine prof. Werkstatt.
Tipp: Du kannst hier Armin von Good-Old-Hifi ansprechen und mit ihm ggf. den Umfang und damit die Kosten einer Instandsetzung in Niemegk unweit Berlin bekakeln.
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#13
Zitat:Ja gut Scope; jeder hat deinen durchaus berechtigten Einwand verstanden.
Deinen Optimismus.....den bräuchte ich.

Zumal ich nicht mal davon ausgehe, dass es mit diesem Elko ein Problem gab.....
Will aber keiner wissen....Sommerschlussverkauf...

Alles muss raus.
"Analog" ist in der Regel zwar deutlich teurer, dafür aber auch nicht so gut. 

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#14
Try blind schmusing LOL
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#15
Nicht ohne Grund ist im Service Manual zum B251 eine Schaltung zum Entladen des großen Pufferelkos im Netzteil aufgeführt. Und ich habe auch noch von keinem Defekt dieses Elkos gehört oder sowas selbst erfahren.
Viele Grüße,
Hans-Volker

Es gibt viel zu tun, fangt schon mal an!
[-] 1 Mitglied sagt Danke an havox für diesen Beitrag:
  • peter-hifi
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#16
Die Schaltung nennt man im Volksmund  auch 10-20W 500R Widrstand oder  "2x Glühbirne 230V/60W in Serie." 

Mittlerweile gibts aber auch Geräte aus China, die das in Rep-Videos eleganter aussehen lassen.
"Analog" ist in der Regel zwar deutlich teurer, dafür aber auch nicht so gut. 

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#17
Ich möchte hier noch die Empfehlung geben, vor jedem Demontage- bzw. Entlötschritt Fotos zu machen.
Und zwar richtig viele, und von verschiedenen Seiten.

Das kostet nix und hilft beim Zusammenbau und besonders bei Gedächtnislücken ungemein.

Bin ich eigentlich der einzige, der das so macht?!
[Bild: Zwischenablage-1.jpg]
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#18
Nö, keineswegs!  Floet
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de

gewerblicher Geraffelrestaurator - arbeitet seit 1969 in der Hifi-Branche
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#19
(27.08.2026, 19:38)Wetterkundler schrieb: Ich möchte hier noch die Empfehlung geben, vor jedem Demontage- bzw. Entlötschritt Fotos zu machen.
Und zwar richtig viele, und von verschiedenen Seiten.

Das kostet nix und hilft beim Zusammenbau und besonders bei Gedächtnislücken ungemein.

.... 

Das ist dann etwas so wie  "Malen nach Zahlen" aus der  Kinderzeitschrift  LOL

Very Professional  Thumbsup aber alles ist erlaubt  Drinks
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#20
Ich habe Eure Hinweise verstanden :-) Zum Glück Lebe ich noch :-)
[-] 3 Mitglieder sagen Danke an Moschdschlotzer für diesen Beitrag:
  • Armin777, Florida Boy, havox
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#21
(27.08.2026, 17:46)scope schrieb: Die Schaltung nennt man im Volksmund  auch 10-20W 500R Widrstand oder  "2x Glühbirne 230V/60W in Serie."
//

Nicht ganz…


[Bild: IMG-2339.jpg]
Viele Grüße,
Hans-Volker

Es gibt viel zu tun, fangt schon mal an!
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#22
Das geht dann schon eher in die Richtung der genannten "Cap Discharger" die man z.B. bei Ali Express bekommt. Dieser Vorschlag dürfte ehrt laaaangsam und nicht gerade universell einsetzbar sein,
wenn ich an Elkos in großen Endstufen denke. Da läuft einem die Zeit weg. Wink3

Auf jeden Fall  befremdlich, dass die sowas da ins Manual drucken...Als wüsste der Techniker in der Werkstatt nicht, wie er so einen Elko entladen kann.
Obwohl....In einigen Manuals findet man sogar Bilder und Texte darüber, wie eine Lötstelle auszusehen hat...Alles sehr skurril für meine Begriffe, da gerade vor >40 Jahren solche Dokumente für Fachleute gemacht wurden.
Heute blättert jeder zweite Bewusstlose darin herum.Wink3 Tanya macht's möglich.

Wer alle 6 Monate einen fetten Eko entladen möchte, wird diese Schalrung wohl kaum auf einem Lochrasterplatinchen extra zusammentüddeln. Das macht doch keiner... kaum einer.
Da nimmt man mal eben die Birne oder einen dicken R.... fertig in 5 Sekunden.


Ich habe mir etwas Ähnliches vor vielen Jahren in eine Art Duspol eingebaut, kam da aber mit einer LED aus.
Heute würde ich das fertig kaufen....plug& play....Denn sowas brauche ich hier jede Woche mehrmals.
10 € aus China, und hat heute sowieso jeder im Schrank, der an solchen Sachen etwas zu suchen hat.
"Analog" ist in der Regel zwar deutlich teurer, dafür aber auch nicht so gut. 

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#23
Hallo Zusammen,
der Verstärker spielt wieder!
Danke allen!
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#24
[Bild: tenor(2).gif]
"Analog" ist in der Regel zwar deutlich teurer, dafür aber auch nicht so gut. 

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