Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Netzteil, Trafo: Brummen oder summen
#1
Moin Foristen!

Woran liegt es, wenn ein Netzteil bzw. Trafo summt? Ich hatte das heute das erste Mal am kleinen Trafo (Standby...) eines Yamaha AX-870. Er funktioniert trotzdem, aber einen (wahrscheinlich nicht positiven) Grund muss das ja haben... ich freue mich auf aufklärende Beiträge,

HiAndreas
Anything over a mouthfull is wasted!
Zitieren
#2
Wenn Trafos mechanisch brummen (also nicht aus dem Lautsprecher, sondern direkt am Gehäuse) liegt dies daran, dass sich eine oder mehrere der Platten, die als Magnetfeld dienen gelockert hat und dann die Netzfrequenz hörbar macht, weil die Platte(n) sich bewegen kann (können). Bei der Herstellung eines Trafos werden diese Platten miteinander verklebt und dann in einem Ofen gebacken. Anschließend meist noch mit Schrauben und Muttern miteinander verpresst.

Wenn es brummt kann man entweder die Schrauben (sofern vorhanden) kräftig nachziehen oder man sprüht die Trafobleche dick mit Plastik 70 von Kontakt-Chemie ein, das ist klarer Klebelack. Den über Nacht trocknen lassen und dann hoffen, dass es besser ist. Manchmal hilft es auch, Gummilager unter die Befestigungsschrauben zu montieren, um den Trafo vom schallverstärkenden Gehäuse zu entkoppeln.

Viel Glück!
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de

gewerblicher Geraffelrestaurator - arbeitet seit 1969 in der Hifi-Branche
[-] 3 Mitglieder sagen Danke an Armin777 für diesen Beitrag:
  • Bassmann, kandetvara, Kimi
Zitieren
#3
(03.09.2026, 18:51)Armin777 schrieb: Wenn Trafos mechanisch brummen (also nicht aus dem Lautsprecher, sondern direkt am Gehäuse) liegt dies daran, dass sich eine oder mehrere der Platten, die als Magnetfeld dienen gelockert hat....

Viel Glück!

Danke, also ist das kein Defekt im eigentlichen Sinne, das ist beruhigend. Da ich den trotzdem getauscht habe, aber den Brummenden nicht entsorgt habe, kann ich das ja mal angehen!
Anything over a mouthfull is wasted!
[-] 1 Mitglied sagt Danke an Bassmann für diesen Beitrag:
  • Armin777
Zitieren
#4
100 Hz Zirpen hatte ich schon mal gehabt im NT eines Dual 731. Da war ein Ohr des 5x20 Sicherungsschalters lose unnd brach bei Berührung. Das geschirmte Gehäuse war noch nie auf (Lack auf Schrauben).
Zitieren
#5
(03.09.2026, 18:51)Armin777 schrieb: Wenn Trafos mechanisch brummen (also nicht aus dem Lautsprecher, sondern direkt am Gehäuse) liegt dies daran, dass sich eine oder mehrere der Platten, die als Magnetfeld dienen gelockert hat und dann die Netzfrequenz hörbar macht, weil die Platte(n) sich bewegen kann (können). Bei der Herstellung eines Trafos werden diese Platten miteinander verklebt und dann in einem Ofen gebacken. 

Hier, bei diesem kleinen Yamaha-Standby-Trafo (aus einem AX-870) war das etwas anders:

Die Platten und Einlagestreifen waren lediglich mit einem Tesa-ähnlichen Klebeband eingewickelt... durch das Alter und Wärme recht vergilbt. Nach dem abwickeln fielen einem gleich die losen Metallstreifen des Paketes entgegen.

Was soll ich sagen: Ich habe wieder straff mehrmals Tesafilm drumherumgegklebt, so wie es war, und das Brummen ist weg!
Anything over a mouthfull is wasted!
[-] 3 Mitglieder sagen Danke an Bassmann für diesen Beitrag:
  • Armin777, Fürchtenix, traveller
Zitieren
#6
Glück gehabt!
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de

gewerblicher Geraffelrestaurator - arbeitet seit 1969 in der Hifi-Branche
Zitieren
#7
Ich hab mal so einen lästigen Kameraden beruhigt, indem ich paar Tropfen (dünnflüssigen) Sekundenkleber in die Ritzen hab einsickern lassen.
Elektronische Geräte werden typischerweise mit Rauch betrieben. Oldie
Weil wenn der Rauch entweicht sind diese grundsätzlich kaputt... Flenne
Zitieren
#8
Auch eine gute Lösung! Aber in meinem Fall hätte ich es nicht angewandt, die werden sich wohl etwas dabei gedacht haben, die Plättchen lose zu lassen... oder auch nicht...
Anything over a mouthfull is wasted!
Zitieren
#9
Jo - bei mir war es halt ein Trafo, bei dem die Blättchen sowieso ursprünglich rundrum "verklebt" waren (mit einer Beschichtung aussen drumrum, nicht mit "Band") und ein paar davon hatten sich leicht gelöst.

Wusste ich mangels Interesse bisher nicht, dass es sowas gibt - ich hab zufällig die Woche bei NORMA Edelstahl-Kabelbinder gesehn.
Hab sie allerdings liegengelassen, da ich für mich keine Anwendung sah. Um so nen Trafo "nachzuspannen", sollten sie sich aber auch gut eignen.
Elektronische Geräte werden typischerweise mit Rauch betrieben. Oldie
Weil wenn der Rauch entweicht sind diese grundsätzlich kaputt... Flenne
[-] 1 Mitglied sagt Danke an Fürchtenix für diesen Beitrag:
  • Bassmann
Zitieren
#10
Moin,

Aber auch eine sekundäre Überlastung kann einen Trafo vermehrt brummen lassen.
Dazu zählen in diesem Falle dann ofmals defekte Gleichrichter(-Dioden) oder auch ein defekter Sieb-Elko.
Zitieren
#11
Trafobrummen kann mechanische und elektrische Ursachen haben.
Frühere Netztrafos waren nicht verklebt, die Kernbleche nur mit Beschichtungen isoliert. Wicklungen oder Wicklungslagen wurden mit Isolierfolien, -papier isoliert. Die Kernbleche konnten deshalb leicht de-/montiert und die Trafos umgewickelt/repariert werden. Später wurden Trafos auch komplett mit Speziallack/Vergußmasse vergossen und zum Umwickeln mußte der Verguß chemisch gelöst, Wicklungen oft zur Demontage aufgeschnitten werden.
[Bild: icon_e_sad.gif]
[-] 4 Mitglieder sagen Danke an Gorm für diesen Beitrag:
  • Armin777, kandetvara, audiomatic, Frank62
Zitieren
#12
man könnte auch so ein brumm Trafo auch auch nachträglich eingiessen in Epoxidharz

z.B. Elektro Vergussmasse HP-E45GE das sollte das Brummen völlig beseitigen.
Zitieren
#13
(20.09.2026, 06:40)Jarap schrieb: man könnte auch so ein brumm Trafo auch auch nachträglich eingiessen in Epoxidharz

z.B. Elektro Vergussmasse HP-E45GE das sollte das Brummen völlig beseitigen.

Oldie  Diese Vergussmasse ist nur für Schutzkleinspannung geeignet > siehe enthaltenes Datenblatt im Link   Oldie
[-] 1 Mitglied sagt Danke an onlyurushi für diesen Beitrag:
  • Jarap
Zitieren
#14
Wahrscheinlich ist für Deine Zwecke das hier besser geeignet.
Manchmal ist es doch wie verhext - kaum macht man's richtig, schon funktioniert's!
Zitieren
#15
Trafo abschrauben, Gummidämpfer drunter, und wieder festmachen. Oft genügt das schon.

Einen Trafo komplett eingießen kann man machen, man sollte aber einkalkulieren das man ihn mitunter nicht mehr voll belasten kann, man hier also Ausgangsleistung verliert, da sich die Wicklung u.U. deutlich mehr erwärmt. Heißt, man sollte nicht mehr längere Zeit Vollgas fahren, weil ist der Trafo vergossen ist die interne Thermosicherung (sofern er eine hat), definitiv unerreichbar wenn sie mal durchbrennt und man rankommen würde (geht ja eh oft nicht)
Zitieren
#16
Eine Besonderheit ist das Brummen der Trafos im Revox B-250 und in den Endstufen B-242.
Es ist das "Brummen des Todes".
Die Kerne der Schnittbandkerntrafos sind etwas knapp bemessen, durch die Erhöhung der Netzspannung von 220 auf 230V werden die Kerne teilweise in die Sättigung im Leerlauf getrieben.
Die Induktivität der Primärspule sinkt und der Strom steigt an, dadurch mehr Wärme und in de Nähe des Kernes fangen die Windungen an zu verbacken, Brummen, die Induktivität sinkt weiter.....Exitus.
Daher Revox B-250,B-242 Finger weg! Sonst Geld weg!
Zitieren
#17
In diversen Revox-Geräten ist leider so einiges auf Kante dimensioniert...
[-] 1 Mitglied sagt Danke an audiomusica für diesen Beitrag:
  • traveller
Zitieren
#18
Dafür sind sie aber auch aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen besonders teuer... kaputte Verstärker für 3-500 Euro aufwärts..... naja, jedem das Seine.
Anything over a mouthfull is wasted!
Zitieren
#19
(29.09.2026, 14:59)Inquisition schrieb: Trafo abschrauben, Gummidämpfer drunter, und wieder festmachen. Oft genügt das schon.

Und wenn der Trafo dann immernoch Vibrationen ans Chassis überträgt: sogenannte Silentblöcke wirken Wunder. Sofern die Bauhöhe des Trafo es zulässt.
Die Dinger gibt in allen möglichen Dimensionen und sind ein richtiger game changer  Thumbsup
"Autofocus has ruined quality"
[-] 2 Mitglieder sagen Danke an Kimi für diesen Beitrag:
  • Inquisition, Bassmann
Zitieren
#20
(29.09.2026, 11:08)highlander09 schrieb: Wahrscheinlich ist für Deine Zwecke das hier besser geeignet.

Irgendwie ist beim Einfügen die Linkadresse verloren gegangen, hier ist der richtige Link
Manchmal ist es doch wie verhext - kaum macht man's richtig, schon funktioniert's!
Zitieren


Möglicherweise verwandte Themen…
Thema Verfasser Antworten Ansichten Letzter Beitrag
  Revox B251 Netzteil-Probleme Moschdschlotzer 23 2.561 05.09.2026, 00:23
Letzter Beitrag: scope
  Pioneer A-676 Trafo X4-Tom 14 1.283 20.04.2026, 18:49
Letzter Beitrag: X4-Tom
  Sony TAN 80 ES 100 Herz Brummen! Kleiner Biber 11 2.898 13.03.2026, 22:19
Letzter Beitrag: Kleiner Biber
  RFT SV 3930 Netzteil Chriflo 10 1.976 03.02.2026, 17:29
Letzter Beitrag: Chriflo
  Trafo NAD 2600 gesucht til1967 12 2.551 10.01.2026, 20:39
Letzter Beitrag: til1967
  Hilfe bei Yamaha DVD-S540 Netzteil Bauteilbestimmung Musikliebhaber72 6 2.534 08.04.2025, 10:04
Letzter Beitrag: Musikliebhaber72



Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste