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Normale Version: Sankyo Laufwerk mysteriöses Geräusch
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Schrotti

Hallo zusammen,

ich verzweifele hier an , wahrscheinlich, einer Kleinigkeit.
Es handelt sich um ein Sankyo Laufwerk aus einem Onkyo TA-2570.
Es ist also ein Laufwerk mit drei Motoren.

Wenn man die Wiedergabe startet gibt das Laufwerk beim Hochfahren der Kopfbrücke ein wiederliches Knarzen von sich. Der Vorgang an sich funktioniert und das Deck startet den Betrieb.
Ich hatte den Hubmotor draußen und freilaufen lassen. Die Achse der Nockenwelle poliert und geschmiert. 
Das Blöde ist, dass sich der Ursprungsort nicht exakt bestimmen lässt. Der Hubmotor läuft auch unter Belastung unauffällig.

PS. Selbstverständlich ist das Laufwerk komplett gereinigt und neu gefettet. Das Problem bestand aber auch davor.

Was ist das? Ich finde es nicht. Jemand eine Idee?

LG
Die Kopfbrücke läuft üblicherweise auf 4 Kugeln. Vielleicht ist eine oder auch mehrere von denen ja bei der Revision unbemerkt verloren gegangen, dann hakt das Ganze natürlich etwas.

Schrotti

Hi Lukas,

die Kugeln sind drin.  Ich hatte deren Bahn ja geschmiert. Ich habe in der letzten Stunde nochmals ausprobiert. Das Geräusch kommt aus der Hubmotorecke. Bin mir nun ziemlich sicher.
Ist zu blöde. Die Kiste könnte längst zu sein und spielen.   Dash1 

Gruß
Ein solches Gerät hilft sehr gut um Schleifgeräusche zu finden:

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VG Werner

Schrotti

Das Knarzen geht durch das ganze Laufwerk. Ich dachte, dass hier jemand bereits auf die Lösung gekommen ist und diese preisgibt.
Frei nach Schwarmintelligenz.

Allerdings habe ich einen Verdacht. Muss ich morgen Abend mal untersuchen. Das hängt mit der Schneckenwelle auf dem Hubmotor und dem Zahnrad der Nockenwelle zusammen.

Wenn einem das jetzt nicht unbedingt etwas sagt, ist das nicht besorgniserregend oder besonders wichtig. Denker 

LG
Knarzt es denn die ganze Zeit über - also auch nach STOP oder bei PLAY oder PAUSE, wenn der Servomotor stillsteht? Oder knackt/knarzt es nur bei Funktionswechseln, wenn sich der Servomotor rührt? daran müßte man doch schon erkennen können, ob es der Servomotor bzw. dessen Nockenwellenantrieb ist, oder z.B. ein rutschender Idler.

Schrotti

Es knarzt nur, wenn der Motor den Schlitten nach oben oder unten bewegt.
Sitze gerade dran und probiere noch etwas aus. Glücklicherweise ist es ein Zahnradantrieb und kein Idler Raucher

LG

Schrotti

Hi,

obwohl ich zunächst die Kunststoffteile, also Schneckenwelle und Zahnrad der Nockenwelle gereinigt und frisch geschmiert hatte war das ursprüngliche Knarzen geblieben.

Nach Austausch der kompletten Einheit (Motor und Nockenwelle) gegen eine andere aus einem Schlachter  ist nun Ruhe. Den  Motor des neuen Gespanns hatte ich genau so wie das alte Teil ausgebaut und mal 1 Stunde freilaufen lassen. Das Problem ist beseitigt, ok. Es lag also doch am Hubmotor mit Welle, bzw. an der Nockenwelle. Das lässt sich nach dem Tausch der gesamten Einheit nun nicht sagen.

Der alleinige Austausch von Motor oder Nockenwelle brachte also keine Besserung. Ganze Einheit geht.
Hiermit meine ich ein Paar bestehen aus Motor und Nockenwelle. Einzeltausch geht also nicht. Komisch Denker 

Woran kann das denn nun liegen?

LG
(05.02.2020, 20:13)Schrotti schrieb: [ -> ]Woran kann das denn nun liegen?
Du hast zunächst nur den Motor getauscht, das Geräusch ist geblieben. Der andere Motor ist also in Ordnung, bzw. nicht für das Geräusch zuständig.

Bleibt der Plastekram, evtl. ist der Kunststoff gealtert und nicht mehr in Ordnung... Es gibt vielleicht Haarrisse in der Nockenwelle, die bei der Verwindung zum Knarzen führen.
Das im TA-2570 verbaute Sankyo Laufwerk kenne ich aus Tapedecks von Kenwood.
Insbesondere der Assist-Motor für die Kopfschlittensteuerung ist ja leider sehr defektanfällig (Motor und die Zungenschalter der Nockenwelle). Auch die hier beschriebenen merkwürdigen Geräusche kenne ich.
Ich bin auch der Meiner Meinung, dass die Geräusche von den Zahnrädern kommen. Ich hatte Geräte, da war es kaum zu hören, wenn der Kopfschlitten bewegt wurde und andere hatten dieses störende Knarzen.

Vermutlich wurden diese Zahnräder aus unterschiedlichen Kunststoffen gefertigt und/oder unterschiedliche Fette verwendet.
Daraus ergeben sich dann unterschiedliche Geräuschentwicklungen.
Das könnte im Lauf der Zeit - durch Alterung /Versprödung der Kunststoffe - schlimmer geworden sein.
Ich habe übrigens auch die Aktion mit Reinigung und Neufettung (mit verschiedenen Schmiermitteln) ausprobiert, hatte aber nix gebracht.
Bei einem Lautstarken Problemkind (KX-1100HX) habe ich nur die Motorschnecke und die Nockenwelle getauscht und siehe da: Ruhe war im Karton ! Thumbsup

Gruß, Bob.

Schrotti

Hallo Bob,

ich bin da bei Dir. Die Wellen und die Zahnräder sind iwahrscheinlich m Verlauf der Zeit aufeinender eingespielt und scheinen dann zu verhärten. Das bedeutet, dass ein eingespieltes Team noch lange durchaus leise harmonieren kann. Dies ergibt sich aus meinem "Team-Tausch" . Das waren ja auch keine Neuteile. Ersesetzt man nun einen Teil dieses eingespielten Teams gegen ein anderes, treffen inkompatible und verhärtete Zahnräder und Wellen aufeinander. So kann es sein.

Das Deck, welches ich bearbeitet habe, ist nun ruhig wie man es sich wünscht. Daher möchte ich verständlicherweise nichts mehr daran ändern. Denker
Sobald ich mal etwas ähnliches bekomme, würde es sich anbieten etwas zu experimentieren, um eine Lösung zu erarbeiten. Vielleicht lassen sich Wellen und Zahnräder bearbeiten um einen ruhigen Lauf zu gewährleisten.

Da die Hubmotoren gelegentlich aufgeben würde ich bis Dato empfehlen, die Schneckenwelle aufzubewahren und gegebenenfalls dem neuen Hubmotor zu spendieren.

Bisher mein Ergebnis und meine 2 Cent.

LG