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Normale Version: Yamaha A-960 II Netzteilproblem
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Die originalen PNP waren immer grün (beim 2SA968 zumindest) - und heute sind meistens nur noch Fälschungen auf dem Markt unterwegs.
Wir schlachten daher schon länger unsere Fundusgeräte aus, um originale Halbleiter zu bekommen.
Vor ein paar Tagen habe ich einige Paare von Polida erhalten.

Abgelichtet:
[Bild: s-l500.jpg]

Bekommen:

[Bild: IMG-9620.jpg]

Optisch sehen die angebotenen Pärchen besser aus, aber einer hat Ranking Q, der andere P.
Die gelieferten sind unterschiedlich gestempelt (altes
Logo, neues Logo) Mittlerweile ist das alles Renesas. NEC macht sowas nicht mehr. Haben aber beide ein Q-Ranking, und das stimmt auch soweit. der P-Typ liegt hier (gemessen mit  max. 200 mA) etwas unter dem N Typ.
Vceo über 200V...Die kann ich gut verwenden. Hatte erst mal 5 Paare bestellt, da hier noch zwei geplatzte TA-N80ES rumstehen.
Zitat:Gibt es überhaupt noch die originalen Endtransistoren A1169/C2773 (von Sanken) zu kaufen oder nur Nachbauten vielleicht sogar zweifelhafter Herkunft ?

Ich habe noch etliche Originaltypen, aber bei so einem Yamaha kann man ruhig ein Inchange Pärchen erinbauen. Das überlebt auch den Leistungstest am Meßplatz...selbst wenn die Transistoren vielleicht nur 80% der Ströme vertragen, die das Original damals konnte.

Wenn man allerdings vollkommen "zu Fuß" , also mit DMM und Rigol DSO unterwegs ist, kann man den "Ertrag seiner Ernte" niemals überprüfen.....In der Regel reicht es geschätzt  95% der Reparierer vollauf, wenn der Mist am Ende nicht zu heiss wird, der Sinus halbwegs dargestellt wird, und die Musik aus dem Lautsprecher Plärrt.

WER (ausser einer Hand voll "Figuren") interessiert sich schon dafür, ob der alte Kasten später eine FFT wie ein Flohkamm zeigt?   Musik plärrt, keine Flammen ? ---> OK. Drinks
Einfach mal die Spardose knacken und einen gescheiten vintage Transistortester /curve tracer einkaufen !

https://www.ebay.de/itm/275317799404?has...R8C8-IrcYQ


Leute...Das letzte Hemd hat keine Taschen ! Wink3
Der Sarg hat kein Regal passt auch gut.

Dennoch, ein großes Sparschwein für das Teil.

Hier gibts das Teil als Schnäppchen

https://www.ebay.de/itm/234912248655?_tr...1400513952
Hab schon zwei....
Na komm schon, da geht doch auch noch ein Dritter... LOL
Moin!

Nach längerer Zeit ist mein Küchentisch endlich mal leer und daher möchte ich diesen Faden wieder aufgreifen und den Verstärker vielleicht doch wieder zum Funktionieren bringen. Die Ausgangssituation ist immer noch wie gehabt. Die Leistungstransistoren 2SA1169 und 2SC2773 des rechten Kanals sind hinüber. Mit Diodentest ergeben sich Spannungsabfälle von 2 mV zwischen C und E, der Multitester T7 zeigt an: kaputt. Ich habe den Ratschlag befolgt, alle bisherigen Arbeiten am Gerät noch einmal zu überprüfen. Alle Polaritäten (Elkos) sind korrekt, Lötbrücken oder verirrte Lötzinnspritzer gibt es nicht. Flussmittelreste sind doch eher unproblematisch?
Wie auch immer, die Transistoren sind ja nicht ohne Grund gestorben. Wie finde ich die Ursache?
Folgende Ergebnisse hatte ich bei der Überprüfung der Transistoren auf dem jeweiligen Kühlkörper:
1. Links
TR331  2SC2238  hFE: 221 Ube: 616 mV Ic: 6,4 mA
TR333  2SA968    hFE: 210 Ube: 626 mV Ic: 6,3 mA
TR335  2SC1773  hFE: 58  Ube: 552 mV Ic: 6,4 mA
TR337  2SA1169  hFE: 13  Ube: 570 mV Ic: 6,0 mA

2. Rechts
TR334  2SA968  hFE: 146  Ube: 633 mV Ic: 6,3 mA
TR332  2SC2238 hFE: 221  Ube: 619 mV Ic: 6,4 mA
TR348  2SA968  hFE: 114  Ube: 637 mV Ic: 6,3 mA
TR338  2SA1169  Kurzschluss
TR336  2SC1773  Kurzschluss

Wo fange ich jetzt an mit der Suche nach der Ursache?

Gruß vom Utz
(08.03.2023, 19:23)scope schrieb: [ -> ]Ich habe das Ding gestern bekommen....Kommt aber erst am Wochenende dran. Dann schreibe ich mal die Werte hier rein.....

Gerät ein- oder ausgeschaltet??

so kann man Aussagen falsch verstehen, dachte damals "das Ding" war "dein Ding".
Dann gutes Gelingen bei "deinem Ding" ääähh A-960 II.  Thumbsup
(14.03.2024, 08:51)nice2hear schrieb: [ -> ]Dann gutes Gelingen bei "deinem Ding" ääähh A-960 II.  Thumbsup

Besten Dank!

Ich weiß momentan nicht so recht, wie ich jetzt weiter komme. Zwei Endstufentransistoren des rechten Kanals sind hin. Beim Inbetriebnehmen des Verstärkers ging die Lampe im Power-Schalter relativ langsam aus. Eben nicht so, wie ein Lämpchen durchbrennt, pitsch und sofort aus, sondern eher langsam, mit nachlassender Leuchtstärke. Der Transistor 348 auf dem Mainboard liefert die Spannung für die Lämpchen, ist aber nach meiner Testung mit T7 soweit ok.

Einfach mal andere Transistoren als Ersatz für die beiden defekten einzulöten und auszuprobieren, ob das dann funktioniert, möchte ich eigentlich nicht. Welche Gründe gibt es, dass die beiden Transistoren kaputt gehen? Kommt das gelegentlich schon einmal vor? Oder muss hier in jedem Fall ein zu hoher Strom geflossen sein? Sollte ich nun alle Bauelemente vor den defekten Transistoren überprüfen? Könnten schlechte Lötstellen (davon gibt es einige) solche Probleme hervorrufen?

Die vom Kondensatorkleber beeinträchtigten Bauteile habe ich überprüft, die sind ok. Die großen Siebelkos (beiläufig ausgelötet und mit überprüft) sind ok. Eine Überprüfung aller Bauteile der Spannungsversorgung wäre eine Möglichkeit, eine Überprüfung aller Bauteile vor den Endstufentransistoren des rechten Kanals wäre die andere. Wahrscheinlich muss ich beides machen Sad2 

Letztlich ist mein Ziel, den Verstärker wieder zum Funktionieren zu bringen, und zwar nicht so, dass es (egal wie) aus dem Lautsprecher plärrt, sondern so gut, wie es nach dem aktuellen Stand der Technik für dieses Gerät (mit vertretbarem Aufwand) für mich machbar ist. Ein absoluter Laie auf dem Gebiet der Elektronik bin ich nicht, aber in Verstärkerschaltungen nicht so versiert wie andere in diesem Forum. Daher bin ich für jeden Hinweis und jeden Rat dankbar. Arbeits- und Messmittel habe ich als Grundausstattung zur Verfügung und kann auch damit umgehen.

Wo fange ich an?

Gruß vom Utz
Moin!

Heute abend habe ich begonnen, die Bauteile in der Spannungsversorgung zu überprüfen. Die Transistoren 340, 342, 343, 344, 345, 346, 347, 348 und 349 werden vom Tester als solche erkannt, die Werte scheinen plausibel zu sein, ohne sie jedoch mit den Datenblättern abgeglichen zu haben. Jedenfalls scheint von denen keiner defekt zu sein. Der Gleichrichter ist ok, das Relais 301 hat eine intakte Wicklung und die Kontakte mit T6 Oszillin poliert bekommen.
Als nächstes werde ich mir die Transistoren des rechten Kanals vornehmen, im Anschluss alle Dioden. Bei den Widerständen sieht optisch alles gut aus, ebenso bei den Kondensatoren. Gibt es verdächtige Bauteile, die in der Vergangenheit häufiger für Kummer gesorgt haben? Um die würde ich mich natürlich gerne zuerst kümmern.

Gruß vom Utz
Moin!

Die Transistoren des rechten Kanals werden vom Tester alle erkannt, die Werte hFE, Ube und Ic scheinen plausibel zu sein. Hier ist die Ursache der Probleme anscheinend nicht zu finden. Die Widerstände in der Teileliste haben zum Ohmwert noch weitere Bezeichnungen wie z.B. RD25S. Ich vermute, dass es sich hier um 1/4-Watt-Typen handelt. Andere Bezeichnungen wie RD25SM-8 oder RD25 (G) oder RDF 25SF sind mir nicht geläufig. Könnte mir bitte jemand erklären, was diese Bezeichnungen zu bedeuten haben?

Gruß vom Utz
Moin!

Irgendwie laufen meine Versuche, eine Ursache für den Defekt der Endtufentransistoren zu finden, alle ins Leere. Im Netzteil wie im Verstärkerteil des rechten Kanals finden sich bisher keine defekten Bauteile. Was tun? Einfach mal die defekten Leistungstransistoren (2SA1169 und 2SC2773) gegen Ersatztypen austauschen und hoffen, dass der Verstärker dann wieder läuft? Nach langer Suche in diversen Beiträgen in etlichen Foren sind als verfügbarer Ersatz MJL3281A und MJL1302A übrig geblieben. Ist zwar TO-264 Gehäuse und müsste dann mit Wärmeleitpad und Befestigungsklammer eingebaut werden, aber das wäre mir einen Versuch wert. Auf dem Datenblatt von onsemi scheinen die genannten Eigenschaften sehr gut zu passen. Auf jeden Fall wäre mir das lieber, als auf irgendeine Kopie der Original-Sanken zu vertrauen. Gibt es Bedenken hinsichtlich der gewählten Ersatztypen oder eine bessere Alternative, die ich noch nicht gefunden habe?

Gruß vom Utz
Springt denn das Netzteil mittlerweile wieder an?
(22.03.2024, 23:19)Dude schrieb: [ -> ]Springt denn das Netzteil mittlerweile wieder an?

Moin!

Hab ich noch nicht probiert. Derzeit ist das Gerät ziemlich zerlegt. Die Leitungen vom Netzteil zur Hauptplatine sind abgelötet. Die Rifas habe ich inzwischen mit entsprechenden Wimas ersetzt. Die Sicherung ist intakt. Ich könnte jetzt einmal messen, welche Spannungen an den Leitungen anliegen. Das wären die Leitungen schwarz, orange und rot vom Trafo. Es fehlt dann aber Spannung für den Optokoppler über P1 und P2. Macht eine Messung dann Sinn? 

Gruß vom Utz
Lieber Utz, wozu willst Du Spannungen messen, wenn Du nicht weißt, ob das sinnvoll ist??
Wenn Du sinnvoll was messen willst, bau bitte das Gerät wieder zusammen und schließe alles an, auch die Platine vom Phono-EQ, nur die Beine der Endstufentransistoren auf BEIDEN Kanälen bitte ablöten. Das Netzteil kann weder mit Glühlampe noch RTT richtig angefahren werden sondern muss "hart" angeschaltet werden um zu funktionieren. Bevor Du den Stecker reinmachst, bitte noch den großen Gleichrichter auf der Hauptplatine auf Schuß prüfen. Dann Stecker rein, anschalten und die Nettzeileinstellungen gemäß SM versuchen durchzuführen. Wenn es bis dahin noch nicht gequalmt hat, sehen wir weiter. Bitte unbedingt die Hinweise im Schaltplan beachten bezüglich der Stellen wo man auf gar keine Fall messen sollte, da sonst Ungemach droht.
(23.03.2024, 10:18)Armin777 schrieb: [ -> ]Lieber Utz, wozu willst Du Spannungen messen, wenn Du nicht weißt, ob das sinnvoll ist??

Hallo Armin,

eben deswegen lasse ich es ja sein. Bisher habe ich außer den beiden defekten Leistungstransistoren im rechten Kanal keinen Fehler im Netzteil oder auf der Hauptplatine finden können. Mangels Erfahrung weiß ich eben nicht, ob solche Transistoren (2SA1169/2SC2773) auch einfach mal so kaputt gehen können, oder ob es nicht doch eine (noch zu findende) Ursache dafür geben muss. Mit der Überprüfung jedes einzelnen Bauelements auf der Platine komme ich vielleicht irgendwann mal dahinter, vielleicht aber auch nicht. Der erfahrene Servicetechniker kennt ggf. Gründe, warum diese Transistoren in dieser Schaltung gelegentlich sterben. Ich leider nicht.

Gruß vom Utz

P.S. Dann lieber den Tipp vom Dude befolgen und dann die Spannungen laut SM überprüfen. Ich baue wieder zusammen, kann aber ein paar Tage dauern.
Wenn nur die Stromverstärker defekt sind, die Spannungverstärker aber nicht, dann lag als Ursache am ehesten ein Kurzschluss am Ausgang vor.
Dann schau ich mir die Leiterbahnen und Lötaugen in dem Bereich noch mal ganz genau an. Lieber einmal zuviel als einmal zu wenig.

AtDude: Der Gleichrichter ist ok, die einzelnen Diodenstrecken zeigt das DMM mit Werten zwischen 0,460 und 0,485 V an, in Sperrrichtung jeweils .0L.
Moin!

Habe alle Bauteile wieder fein säuberlich eingelötet, alles wieder zusammengebaut und nochmals überprüft. Die Lämpchen mit einem externen Netzteil überprüft, sind alle intakt. Die Enstufentransistoren sind abgelötet und haben keinen Kontakt zur Platine, alle anderen Transistoren sind über die Steckverbinder angeschlossen. Alle Verbindungen noch mal gecheckt, alles ok.

Dann der große Moment. Stecker ins Netzteil, Power on.

Unspektakulär! Trafo summt ganz leise vor sich hin, Power-Lämpchen leuchtet, sonst passiert nix.

Main B+, B- mit DMM von 55,5 auf 55,3 V eingestellt. Bis hierhin alles ok.

Was wären jetzt die nächsten Schritte?

Gruß vom Utz
Ausgangsrelais schaltet?
Moin!

Relais schaltet.
Moin!

Das Relais schaltet nach kurzer Verzögerung, fällt nach ein paar Sekunden aber wieder ab. Schalte ich den Verstärker aus und direkt wieder ein, zieht das Relais nicht mehr an.
Kannst Du Gleichspannung am Ausgang (vor dem Relais!) messen?
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