Zitat:BASF Echtchrombändern, die heute alle im Eimer sind (=ihre Hochtoninhalte verloren haben) und sich auch bei Neubespielung nicht mehr so verhalten wie sie es einst taten (=die gesamte Höhendynamik verloren haben)
Die typische CrO2 Degradation zeigt sich fogendermaßen:
Altaufnahmen verlieren Pegel! Das war schon damals bei neuen CrO2 bändern so, dass sie innerhalb des ersten Jahres etwa 1,5db ihres Pegels verloren haben.
Durch die zunehmende Passivierung der Partikeloberfläche verlangsamt sich der Prozess stetig, nach zwei Jahren waren es etw 2db und der weitere Prozess war kaum noch verlässlich messbar... heute sind wir aber nach mindestens 30 jahren bei oft -4 bis zu -6db, bei viel Einfluss von Feuchtifkeit und Wärme sind auch -8db möglich.
Der Pegelverlust ist aber eigentlich immer linear betrifft also die Höhen und Tiefen gleichermaßen und witzigerweise auch das Rauschen.
So dass der Klang weiterhin unverfärbt und auch die Dynamik intakt bleibt.
So ist war die Erklärung von BASF Mann T. O'Kelly und auch DuPont hat diese Erklärung mal in dieser Form getätigt.
Ich kann das nur bestätigen, fast alle alten Aufnahmen auf CrO2 Bändern klingen bei mir einwandfrei und ausgewogen, nur der Pegel ist weg.
Bei den Ausnahmen gehe ich eher von Azimutdifferenzen aus.
Bei mit Dolby bespieten Cassetten führt der Pegelabfall aber natürlich zu Dekodierungsfehlern die die Aufnahme dann dumpf klingen lassen.
Das Neubespielenvon CrO2 verhält sich das etwas anders, durch den Verlust von CrO2 verändert das Band seine elektroakustischen Eigenschaften.
Empfindlichkeit sinkt im Gesamten.
Grundempfindlichkeit E315 um 1,5 bis zu 6db je nach Jahrgang/Sorte und Lagerungsbedingungen
In den Höhen noch etwas mehr, das heißt der Biasbedarf für glatten FQ Gang sinkt etwas.
Verlust der Austeuerbarkeit, hier sinkt der MOL stärker als der SOL, dass heißt besonders in den Tiefen nehmen die Verzerrungen stark zu.
Bei Eischichtbändern ist MOL315 von etwa +3-4db auf etwa 0 bis runter zu -5db gefallen
Bei Zweischichtbändern von etwa +4 bis zu +6db für die besten Chrome Maxima Jahrgänge auf +2 bis zu -2db gefallen.
Der 1%HDL Punkt der bei Neubändern bei etwa 0db lag, liegt heute oft bei -5 oder gar -10db.
Etwas mildernd wirkt, dass auch das Bias Rauschen etwas abgesackt ist, etwa 1db und bis zu 3db bei den stärker gealterten Bändern.
Von ehemals möglichen 63-66dbA Dynamik bei 315Hz sind jetzt meist nur noch 58-61dbA übrig.
Das ist immer noch höher als bei den meisten TypI Cassetten und auch auf dem Niveau einer TDK SA oder Maxell XLII von Anfang der 80er als diese bänder noch stark rauschten.
Diese hatten aber nicht so ein schlechtes Gesamterzerrungsniveau wie es die Cro2 Bänder jetzt zeigen, siehe 1%HDL Punkt.
Hinzu kommt eine CrO2 typische Eigenschaft, die bei späten CrO2 dank Entwicklung stark verbessert wurde, der Kopierffekt ist bei den gealterten Bändern oft wieder sehr stark in Form von Pre Echos zu hören.
Trozdem kann man Cro2 Bändern immernoch ganz ordentlich bespielen wenn man den Pegel entsprechend anbsenkt. Drop Out Verhalten und mechanische Stabilität ist zumindest bei BASF CrO2 Bändern oft besser, als bei TDK SA und Co.
Die neuen Rvox Bändern werden sehr warscheinlich ein totaler Reinfall...
Zumindest lässt die Kooperation mit NAC zurzeit keine wirkliche Hoffnung auf ein andres Ergebnis zu.
Was NAC bisher abgeliefert hat, ist trotz großer Versprechen, "bestes Band aller Zeiten" nur ein schlechter Witz.
Die Bänder sind bislang nicht einmal auf 80er Hong Kong Wühltischcassetten Niveau!
Zitat:Hat jemand schon die neuen Revox Kassetten getestet? Wie die sich so gegen TDK SA, Maxell XLII S und RTM Schlagen?
Selbst die gut gemachten RTM kommen wegen des höheren Rauschniveaus nicht an eine TDK D oder Sony HF von etwa 1988-1994 ran.
In den Leistungsbereich einer XLII oder SA werden wir nicht mehr kommen, das geht nicht ohne Investitionen im Millionenbereich.
Und dafür fehlt schlicht die Nachfrage.