Es geht darum, dass mir beim Putzen durch eigene Blödheit ein Gerät schräg auf den Boden gerutscht ist und das Rackohr unten verbogen ist....
Wer könnte mir das richten ?
Eine Autowerkstatt wohl nicht, aber es muss ja irgendein Gewerk für das Problem geben oder hat einer eine möglichst erprobte Idee, wie man das selbst zurückbiegen kann ?
Kann man die kleine Ecke nicht einfach vorsichtig zurück biegen?
Neuzustand wird das zwar nie wieder, so schlimm sieht’s jetzt aber auch nicht aus.
Womit biegen ?
Am liebsten wäre mir jemand zu finden, der das schon mehrmals gemacht hat und "Erfahrung" damit hat.
Ich würde eine Zange mit Schonbacken nehmen und vorsichtig zurück biegen.
Jeder der daheim schonmal eine Armatur gewechselt hat, sollte sowas besitzen.
Wirklich Erfahrung im Metallbiegen hat nur er:
![[Bild: IMG-2596.jpg]](https://i.postimg.cc/8kn1SM5f/IMG-2596.jpg)
Gibt viele Wege.
Zwei kleine Platten aus Polyamid oder Hartholz als Schutz, dann den gesamten Überstand im Schraubstock zusammendrücken.
Muss "überspannt" (leicht überbogen) werden, entsprechend unterlegen.
Eine Irritation

im Eloxal wird wohl sichtbar bleiben.
Diese Zange wird nicht plan aufliegen, was nachteilig ist. Eher für dünnes Blech geignet.
mit Hartholz kann ich dienen, in einen Schraubstock kann ich das schwere Teil schlecht hochkant einspannen, aber einen gute Zwinge habe ich.
Ich frage mich, wie ich das mit der Beilage machen sollte. Müsste ja im Prinzip eine konvexe Form haben, oder ?
Wir machen so etwas auch prinzipiell im Schraubstock mit Schonbacken*). Frontplatte abbauen, die verbogene Kante einspannen und dann am langen Hebel vorsichtig wieder gerade biegen. Etwas weiße Spuren im Eloxat wird man aber hernach sehen.
*)=
sowas hier!
Frontplatte abbauen klingt nach einer Hürde, die ich wohl nur schwer stemmen kann - ich kann nämlich keine Schrauben oben und unten sehen, die ich lösen müsste
Aber hier noch ein Bild aus anderem Winkel - um das ganze Ausmaß zu erkennen
![[Bild: IMG-1198.jpg]](https://i.postimg.cc/rwPvKXb1/IMG-1198.jpg)
Zitat:mit Hartholz kann ich dienen, in einen Schraubstock kann ich das schwere Teil schlecht hochkant einspannen,
Und du befindest dich wirklich in der selben Situation wie Tom Hanks in "Cast Away" ?
hab ich schon gemacht
eine kräftige schraubzwinge mit breiten auflagen-natürlich die kunststoffauflagen dran haben-langsam rantasten
Fast
Jetzt, wo du es sagst… ja
Aber die Frontplatte muss runter - sollte sogar für Dich zu schaffen sein, Sven!

Ich benutze für solche Fälle immer diese Zangen:
Knipex Zangenschlüssel
Die Backen bewegen sich parallel und es gibt dafür auch entsprechende Schonaufsätze.

wieso muss die runter ? da kommt man doch prima ran, einfach von unten ansetzen und los gehts
Wenn man das mit einem Helfer macht, weil man die Front nicht abbauen möchte, ist der Schraubstock mit Schonbacken, wie Armin empfiehlt, erste Wahl. Du hast ja das Glück, das sich der Knick komplett im Außenbereich befindet.
Die bessere Wahl wäre die Frontplatte tatsächlich demontieren und die Ecke etwas anwärmen, das schont die eloxierte Schicht und verhindert durch die größere Spannfläche, das sich ein Absatz bildet. Natürlich nur so circa 70 Grad, du willst ja die Schonbacken nicht anschmelzen....
Nun gut - ich werde mir mal ein Service Manual von dem Gerät runterladen und schauen, wie ich die Frontplatte abschrauben kann.
Ich habe eine recht umfangreiche Werkstatt und eine Helferin ist auch immer zugegen.. und wenn es nichts wird, ... werde ich das Ding bei Niedrigwasser irgendwo versenken (oder macht man das nur bei Endstufen?)
(04.08.2026, 17:38)Svennibenni schrieb: [ -> ]Nun gut - ich werde mir mal ein Service Manual von dem Gerät runterladen und schauen, wie ich die Frontplatte abschrauben kann.
Ich habe eine recht umfangreiche Werkstatt und eine Helferin ist auch immer zugegen.. und wenn es nichts wird, ... werde ich das Ding bei Niedrigwasser irgendwo versenken (oder macht man das nur bei Endstufen?)
Nicht versenken! Dann schicke ihn mir lieber und ich mach dir das! Ernst gemeint....
Statt Schraubstock kann man auch eine ordentliche Schraubzwinge nehmen.
Dann kann die Platte auch dran bleiben.
Das Versenken von SONY Endstufen und Frontplatten scheint ein Trend zu werden.
Haut wech, den Schiet, ewwer secht mir, wohin !
wenn die Rackohren eloxiert sind (wie der Rest der Frontplatte vermutlich auch), dann werden selbst nach gelungener Rückverformung feine Risse in der Eloxalschicht sichtbar bleiben. Immerhin ist der Apparat silbern eloxiert, eigentlich die günstigere Variante, im Gegensatz zu Schwarz.
Zitat:Wenn man das mit einem Helfer macht, weil man die Front nicht abbauen möchte, ist der Schraubstock mit Schonbacken, wie Armin empfiehlt, erste Wahl.
Bin ich denn schon wieder der Falschfahrer, oder schrieb er nicht zwei mal, dass die Front demontiert werden müsse (was sie nicht zwingend muss).
Zumindest ich müsste es nicht. Manch anderer hat ja bereits Probleme mit den Schnürsenkeln....

Klettverschlüsse rule!

(04.08.2026, 19:03)airmax78 schrieb: [ -> ]wenn die Rackohren eloxiert sind (wie der Rest der Frontplatte vermutlich auch), dann werden selbst nach gelungener Rückverformung feine Risse in der Eloxalschicht sichtbar bleiben. Immerhin ist der Apparat silbern eloxiert, eigentlich die günstigere Variante, im Gegensatz zu Schwarz.
Silber ist die Frontplatte nicht eloxiert, sondern "gunmetal" - ein dunkles Gold mit Grün- oder Graustich, je nach Blickwinkel und Lichtverhältnissen.
Die (einteiligen) Frontplatten der 86/88er Verstärker sind gebürstet, und zwar im Bereich der "Hauptfrontplatte" waagerecht, aber an den sich (materialstärketechnisch) verjüngenden 19"er Laschen senkrecht.
Ziemlich aufwändige Fertigung, sieht aber mbMn umwerfend aus. Die Frontplatten sind im mittleren Bereich 8mm stark.
Frank