Laßt uns mal aus Schaden klug werden und zusammentragen, welche Fehler bei der Reparatur und Restauration passieren können. Auch, wie man den Schaden beheben kann, darf hier gepostet werden.
Ich fang mal an:
Bei meinem H/K 230e war die Oberseite mit einem Schwarzen Klebeband abgeklebt. Das ließ sich schlecht lösen. Ich nahm also ein Lösungsmittel - Terpentin. Das war keine gute Idee, das Acryl wurde blind.
Wegbekommen habe ich das mit stundenlangem Polieren mit Autopolitur.
Die Knöpfe meines Dual CT 18 sind in Waschmittellauge angelaufen. Habe ich bisher noch nicht endgültig wegpoliert.
Und jetzt kommt Ihr!
...die Nadel seines TAs mit dem "Zauberschwamm" reinigen wollen.
Hat mich Eine gekostet.
Zitat:Lösungsmittel - Terpentin
Noch beliebter, weil in jedem Haushalt mit weiblichen Wesen vorhanden, ist Nagellackentferner
Finger weg, das Zeug besteht überwiegend aus Aceton mit irgendwelchen hautschützenden Ölen. Die Schäden auf Acryl/Plexi und ähnlichem dürften noch schlimmer sein als bei Terpentinersatz. Auf Flächen, die hinterher lackiert werden sollen, kann es Probleme mit den Hautschutzbestandteilen geben.
Soll ich jetzt hier 500 Seiten Romane schreiben???
Das letzte was mir passiert ist: ich habe die Frontplatte eine SONY STR-5800 in die große Wanne mit Waschlauge gelegt. Nachher schwammen einige Buchstaben der weißen Schrift, die innen an der Skalenscheibe angebracht sind, auf der Wasseroberfläche!! Abhilfe: ich habe einen weiteren STR-5800 in der Bucht ersteigert...


stimmt Armin wir hatten es mal am Telefon davon als es Dir gerade passiert ist.
Ich hab jetzt auch so ein blödes Problem, ich hab mit einem Seifenbad in zu heißem Wasser die Knöppe und Kippschalter von meinem 700C anlaufen lassen, lässt sich aber wieder richten, zur Not gavanisiere ich die Teile selber. vlt. sogar in Gunmetal sprich Titan

Lass es lieber original, Ari!

Irgendwas muss ich auf jeden Fall damit machen, die Knoppes sind milchig angelaufen....aber steht ja alles schon im eigenen Fred
Einen weiteren Anodisier-/ Galvanischen Betrieb hab ich ausfindig gemacht, da schellt heute auf jeden Fall noch das Telefon.
Andererseits, Armin hast du irgendeine von diesen Kisten noch: KA-3006, 4006, 5006, 7006, 8006, 9006

Bei Kunststoffteilen möglichst nur warmheißes Wasser mit etwas Spüli verwenden, schärfere Substanzen sollten vermieden werden !
ist Metall...da ist nix Kunststoff,

(25.02.2010, 08:41)Mugen schrieb: [ -> ]zur Not gavanisiere ich die Teile selber. vlt. sogar in Gunmetal sprich Titan 
Gestern bist du noch ratlos, wie du die angelaufenen Knöppe wieder hin bekommst und heute kannst du selber galvanisieren. Ich hoffe, du dokumentierst den Vorgang, damit wir was von dir lernen können.
Respekt, dann ist der Weg zur eigenen Brennstoffzelle auch nicht mehr weit!
(25.02.2010, 09:09)Mugen schrieb: [ -> ]Andererseits, Armin hast du irgendeine von diesen Kisten noch: KA-3006, 4006, 5006, 7006, 8006, 9006
Nee, hab ich leider nicht! Würden die Knöppe von denen passen???

Frage ich mich auch wie man einfach mal
selber etwas galvanisieren kann.

Ari McGyver

So könnte man es sich dann vorstellen :
Nur sollte man in diesem Fall, anders wie beim Reinigen,
ganz! genau wissen was man macht.
leg mal nen Löffel in Kupfersulfat, es lagert sich an dem unedleren Stahl sofort das Kupfer an, das ist keine professionelle Galvanisierung aber dieses Prinzip funktioniert sehr gut. Solche Metallsalze habe ich im Haus......keine Sorge ich expermintiere da jetzt nicht wild drauf los. Aber zur Not würde das auch gehen,
Armin, ja es sind genau die selben Knöppe und Schalter
(25.02.2010, 10:56)Mugen schrieb: [ -> ]leg mal nen Löffel in Kupfersulfat, es lagert sich an dem unedleren Stahl sofort das Kupfer an
Auf das Ergebnis mit den Aluminiumknöpfen + Kupfersulfat bin ich gespannt.

Hier fliegt noch Alublech herum, ich probier das nacher mal aus.
Die 700C Knöpfe werden neu eloxiert in einem Betrieb. Der Freiburger vom Volker machts.
Es wäre eine Notlösung gewesen bzw. ist bestimmt ein interessantes Experiment hier fliegen auch noch genug Ersatzknöppe usw. herum wo man das ausprobieren kann. Warum soll das nicht funktionieren?!
verhält sich Aluminium da anders, hab ich was übersehen?

Aluminium an Hifi-Geräten ist in aller Regel (zu über 99%) eloxiert, Ari. Das Aluminium kommt daher im Bad gar nicht in Berührung mit der Flüssigkeit!

Wass man auch nicht machen sollte: Wenn Gerät unter Spannung ist und man eine gezogen bekommt, das Gerät vor Schreck vom Tisch zu werfen, so daß sich beim Aufprall auf den Fußboden das komplette Chassis verzieht. Ist mir bei meinem Sony TC-K 5 passiert. Fazit: Totalschaden.

Ich hab mal von einem Fisher CA-250 eine "bekommen", als ich Depp im ausgeschalteten (aber Netzstecker drin) Zustand an die Sicherungen griff

(25.02.2010, 15:21)armin777 schrieb: [ -> ]Aluminium an Hifi-Geräten ist in aller Regel (zu über 99%) eloxiert, Ari. Das Aluminium kommt daher im Bad gar nicht in Berührung mit der Flüssigkeit!

Danke fürs Aufklären.
Hab mein Experiment vorher trotzdem mal an ein paar Yamaha Knöppen ausprobiert die ich mit Nevrdull poliert hatte. Geht wunderbar. Die Knöppfe schimmern leicht küpfern, ich hatte SIe auch nur kurz im Bad.
Den 700C hab ich jetzt ebenfalls mit Nevrdull aufpoliert und einfach mal wieder alles montiert. Es sieht eigentlich garnicht so schlimm aus wie ich dachte. DIe Frontplatte ist ohnehin sehr hell (die hat bei mir ja nix abbekommen) Regler und Schalter hab ich soweit durch eigene Politur einigermaßen hinbekommen.
Ein Problem sind diese "Verästelungen durchs anlaufen (war vorher schon) wie entsteht sowas? bzw. was ist das, neben den "Salzwasserspritzern" ist diese seltsame Art von Korrosion auf fast allen Knöppen drauf.
Ich Depp hatte mit meiner Waschkunst das "unwerk" sozusagen nur vollendet

Was mir zum Thread noch einfällt, Trenntrafo - nicht bis Anschlag hochdrehen. Meiner schafft 285V (mit Last).
