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Finearts Tuner Mod zum Webradio
#1
Moin,
Ich stelle euch mal einen Umbau vor, den ich vor zwei Jahren gemacht habe.
Für die Reparatur des FineArts Tuners habe ich ein Display gebraucht (das ist eine andere Story), und dieses aus einem günstig bekommenen ADR Tuner ausgebaut. ADR war ein Satellitenradiostandard in den 90er und ist seit Ende der 90er abgeschaltet. Jetzt war der ADR Tuner über.

Das Webradio macht ein RaspberryPi Kleincomputer mit der Software von Bob Rathbone. Gibt im Internet eine sehr gute Beschreibung dazu.

Aus dem ADR Tuner habe ich die Hauptplatine entfernt. Das Netzteil wollte ich weiterverwenden, aber da lief der Raspberry nicht stabil mit. Die Reste sind drin geblieben und beherbergen jetzt nur noch den Netzschalter. 

Von der Frontplatine nutze ich nur die sechs Tasten um das Display. Dazu habe ich alle Vorwiderstände entfernt und die Pins mit den GPIOs des Raspberrys verbunden. Die zweite Seite der Taster liegt auf Masse. Außerdem trägt die Frontplatine das neue Display. Das ist ein 2x20 aus der Bastelkiste.


[Bild: IMG-5976.jpg]
Hier sieht man den Raspberry mit den Verbindungen zur Frontplatine.


[Bild: IMG-5973.jpg]
Gesamtes Innenleben mit Netzteil. Als Audioausgang habe ich die originalen Cinchbuchsen genutzt.


[Bild: IMG-5980.jpg]
So sieht der Webradio- Tuner von vorne aus.
Die Displayfarbe passt leider nicht, aber er fügt sich gut in die gesamte Anlage ein.
Anfangs hat auch AirPlay funktioniert, aber das lässt sich sich seit einiger Zeit schon, nicht mehr verbinden. Wahrscheinlich hat Apple irgendwas geändert, das ist ja alles eher undokumentiert und durch ReverseEngineering entstanden.

Das Ganze ist als lowcost Projekt anzusehen und entstand komplett aus vorhandenen Kram. Der Klang ist trotz der 2€USB soundkarte wirklich gut.

Gruß Lars
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#2
Ist super geworden und danke für den Tipp mit der Bob Rathbone Software, das schaue ich mir mal an.
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#3
Sorry, dass ich mir zu Deinem Umbau einen Sicherheitshinweis erlaube: 

Das von Dir verwendete Netzteil ist SK1 - erfordert also einen anzuschließenden Schutzleiteranschluss!!! 
Der GRUNDIG selbst ist aber SK2, also schutzisoliert!
In diesem Fall sollte das Netzteil auch in SK2 ausgeführt werden, da sonnst die im Fehlerfall auftretenden Berührungsspannungen durch Isolationsstörungen des eingebauten Netzteiles nicht zum Abschalten der Spannungsversorgung für werden - der GRUNDIG hat keinen SL!!!! 
Noch besser und sicherer wäre allerdings, wenn Du die 5VDC/2A für den Raspi aus der Schutzkleinspannung des Gerätes selber gewinnen würdest.

Welche max.verfügbare Gleichspannung kann das GRUNDIG-Netzteil den liefern?
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#4
Moin,
Danke für den Hinweis auf die Schutzklassen. Ich werde mir das Netzteil nochmal ansehen.
Die 5V vom original Netzteil haben nicht gereicht für den Raspberry. Da ist nach Schaltplan ein 7805Ct drauf. Der sollte 1,5A können, vielleicht muss ich dem noch einen größeren Elko gönnen.

Gruß Lars
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#5
Zu dem Stromverbrauch des RasPi kommt auch noch die verwendete USB-Sound Lösung. Bei dem Test auch eine Sicherheitkopie der Software & Einstellungen bereithalten, bei solchen Tests haben mir Raspis auch schonmal die SD-Karten verhunzt.


Gruß Jürgen

Jester  Die Kunst des Fliegens besteht darin, sich auf den Boden zu schmeissen und diesen zu verfehlen. ( Douglas Adams ) ... 

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  • gst
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#6
Die Raspi 3 - und Raspi 4 Schaltungen wollten bei mir immer 2,5A haben, sonst bekam ich häufig unerklärlichen Ärger. Ich habe eine wunderschöne Raspi-Anwendung, mit der ich USB übers Netzwerk schicken bzw. holen kann - da git's aber gelegentlich Abstürze, wenn nicht aufpasse und nur ein flaues Netzteil dranhänge. Der Raspi mit einem Hfi-Berry, der zwar das Netzwerk nutzt, aber kein USB verwendet, kommt offenbar mit 2A aus.
Zu dem Hinweis von onlyurushi da echt aufpassen, bei Brand oder was ähnlichem kann die Versicherung einem ganz schnell einen Strick daraus drehen, denn sowas ist schnell gemerkt und ein gefundenes Fressen. Von persönlichen Gefährdungen ganz abgesehen.
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#7
Moin,
Eure Hinweise zum Netzteil bleiben nicht unbeachtet.
Der Tuner ist wieder auf der Werkbank. War sowieso nicht mehr in Benutzung, weil das Airplay versagt hat.

Leider ist von dem restlichen Netzteil nichts zu verwenden. Der Strom vom 7805CT reicht nicht aus. Das Teil wird super heiß und regelt dann runter. 
Die 12V Seite liefert noch weniger Strom. Hab jetzt den Transistor auf dem Gewissen.

Dann habe ich eine KFZ-USB-Ladeschaltung ausprobiert, die 2x2.1A liefern soll, da geht die Spannung aber auf 4,9V runter und das mag der Raspi nicht.
Also ist der eingebaute Trafo mit Rest-Netzteil raus.

Ich werde nach weiteren Netzteilen schauen. Mal sehen, was die Bastelkiste noch hergibt.

Und falls sich hier jemand mit Linux und Airplay auskennt, gerne melden.

Gruß Lars
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#8
So einen Dreibeiner aufzumoppeln, da gibt es 100te Vorschläge.

[Bild: YTZZbkzl.jpeg]

Ein Schaltbild vom Spender habe ich nicht gesucht, weil ich das Modell (Fine Arts ADR?) nicht kenne. Da könnte man auch auf das vorhandene Netzteil eingehen, denn so schwach scheint es mir nicht.
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#9
Die Erweiterung des 7805 mit dem pnp-Leistungstransistor besticht schon, aber da können leicht 8-10W in Wärme verbraten werden müssen. Wenn ich fest wie in deinem Fall installieren und ich mir den Platz einteilen kann, dann benutze ich so'n billigen China-Schaltwandler,  der aus 10 oder 12 Volt dann die gewünschten 5V macht. - Nur so als Überlegung -
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#10
Andere Perspektive, Meanwell LRS 35-5. Das ist ein Schaltnetzteil 7A 5V, die Ausgangsspannung ist justierbar. Wie weit ich dort einen 1A Gleichstrom ohne Störungen aus der verwendeten Netzteilart bekomme kann ich leider nicht sagen. Eventuell ist noch eine Siebung auf der 5V Seite notwendig. Ich habe diese Netzteile als robuste und beständige Ersatzteile seid Jahren im Einsatz.


Gruß Jürgen

Jester  Die Kunst des Fliegens besteht darin, sich auf den Boden zu schmeissen und diesen zu verfehlen. ( Douglas Adams ) ... 

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#11
Moin,
Der ADR Tuner hieß Grundig FineArts ST16. Service Manual ist im Netz verfügbar. 

Hier die Lösung zum Netzteil:

[Bild: IMG-8491.jpg]


[Bild: IMG-8493.jpg]

Und AirPlay geht auch wieder, nur weiß ich nicht warum. Ich habe an der Software nichts geändert.

[Bild: IMG-8494.jpg]

Gruß Lars
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#12
Wenn Du jetzt noch das Anschlusskabel zur primären Spannungsversorgung (IN-IN) mit einem doppelt-isolierten Kabel (vergleichbar des originalen Anschlusskabels vom GRUNDIG) ausrüstest, dann ist es elektrisch schonmal safe-er. 
Und dann noch eine Zugentlastung in Nähe der eingangsseitigen Lötanschlüsse des Trafos, damit beim Bewegen des Teiles das Eigengewicht des Kabel nicht an den Lötanschlüssen ziehen kann -  Thumbsup 
 
[Bild: DSC-0962.jpg]
Hier einmal beispielhaft der originale Netzanschluss in einem DENON UCD-100.
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