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Normale Version: Frage an Maschinenbaufreaks
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Moin-
Ich hab hier ein Problem mit meiner Waschmaschine.
Zunächst zwei Bilder.

[Bild: IMG_8610.jpg]

[Bild: IMG_8611.jpg]

Und bitte verzeiht, wenn ich vermutlich nicht die fachlich richtigen Bezeichnungen wähle.
Es gibt eine gezahnte Achse, auf der das Riemenrad steckt, beides oben in den Bildern gezeigt.
Folgendes Problem:
Das Riemenrad ist aus Alu und nach 30 Jahren ist der Sitz des Rades auf der Achse zu locker geworden, vermutlich weil die Kräfte so groß sind, daß das Alu nachgegeben hat. Folge: Das Riemenrad taumelt auf der Achse, so daß es im Gerät anschlägt und einen Mörderkrach veranstaltet. Beim Schleudern muß ich die Wohnung verlassen, weil es ungefähr so laut ist, als ob das Haus abgerissen wird.

Die Achse ist anscheinend nicht konisch, so daß einfaches Festerschrauben nicht funktioniert.
jetzt hab ich versucht, ein Stück Papier zwischenzuschieben, um den Sitz wieder strammer zu gestalten, aber leider wird es beim Aufsetzen und Festziehen natürlich einfach durchgeschert.
Ersatzteilbesorgung fällt aus, das Gerät ist aus Mitte der 80er (Waschtrockner Bosch VT597BU).

Was würde der Profi tun ?

Der Karsten

Das Teil mit Flüssigmetall
https://www.louis.de/artikel/fluessigmet...l/10004041
o.ä. auf der Achse einkleben, zentrieren und Festschrauben. Floet
Nen schnellen Check nach ner modernen Maschine ...

Bei begrenztem Verschleiß im Übergang der beiden Teile hätte man noch ne Buchse einziehen können. Einkleben mit nem Spezialkeber wäre vielleicht ne Variante, erfordert aber auch das Auswuchten der Scheibe, nur ob das noch lohnt?
Die Ausbrüche und Risse zeigen, daß das Material müde ist, es hat seine Zeit gearbeitet!
Ich bin sicher, sonst hätt ich geschrieben, ich wäre nicht sicher, wo das Geräusch herkommt und hätte mir sowohl die genaue Beschreibung als auch die dezidierte Frage gespart.

Holger, die Ausbrüche und Risse sind keine. Ist 'n beschissenes Foto, weil ich nur mit dem Telefon hinter die Kiste komme.
Verkleben ist mir zu endgültig, außerdem glaube ich, daß das, mit 6 kg beladen, nicht länger als drei Umdrehungen hält.
Neue Maschine fällt aus -> Die Preise für Waschtrockner liegen weit außerhalb des Budgets. Die Maschine ist ein absoluter Kracher, ich hab die immer repariert, wenn mal was war - und will die auch weiter behalten.
Loctite für Welle-Nabe Verbindungen: Disco ;-)
(19.05.2015, 19:14)ArneW203 schrieb: [ -> ]Loctite für Welle-Nabe Verbindungen: Disco ;-)

Zitat: verhindern Reibkorrosion
Ha - das ist das richtige Wort !
In fast allen großen Städten gibts Werkstätten, die Altgeräte zerlegen.
Vielleicht mit dem kaputten Rad mal vorbeifahren und das Dingens zeigen, die Jungs lassen oft in den Sammelcontainern kramen.
Allerdings ist zu befürchten, daß nach 30 Betriebsjahren schon alle anderen vergleichbaren Räder ihren Weg gegangen sind.

(Habe mal an gleicher Stelle in vielen WM eingesetzten Betonausgleichsgewichte für solche Buden entsorgt.)
Das normale Loctite Schraubensicherung sollte es eigentlich auch tun... und steht in jeder besseren Werkstatt rum (MHD beachten) Drinks
Hat noch jemand eine DIY-Idee ? Also sozusagen mit Bordmitteln, so in der Art, wie ich es vorhatte ? Ich kann heute und die nächsten 2 Wochen weder in Werkstätten suchen noch hab ich die Zeit, ne Woche auf Lieferung irgendwelcher Spezialkleber zu warten. Hatte nen Todesfall in der Familie und genug um die Ohren - muß aber waschen.
Vulkanier,

wenn die Maschine so alt ist, dann ist das wahrscheinlich der Grund, warum Du soviel für Strom abdrücken musst.

Waschtrockner sind exzessiv im Stromverbrauch, auch die neuen!

Zwei Möglichkeiten: Verzichte auf den Trockner (Neue Maschinen mit Eco Programmen machen die Wäsche durch Schleudern so trocken, das sie schnell trocknet!) und kaufe Dir eine neue Bosch (Hab selbst so eine zuhause stehen)

Oder: Zahl einmal richtig Geld und sie hält wieder 30 Jahre ohne die Umwelt zu malträtieren...

Hi
Peter

(19.05.2015, 19:37)spocintosh schrieb: [ -> ]Hat noch jemand eine DIY-Idee ? Also sozusagen mit Bordmitteln, so in der Art, wie ich es vorhatte ? Ich kann heute und die nächsten 2 Wochen weder in Werkstätten suchen noch hab ich die Zeit, ne Woche auf Lieferung irgendwelcher Spezialkleber zu warten. Hatte nen Todesfall in der Familie und genug um die Ohren - muß aber waschen.

Erstmal Waschsalon und das Kümmern um die wichtigen Dinge... Dann finale Lösung anstreben, so ein Zwischendurch DIY dürfte nicht Funzen... Dafür sind die mechanischen Kräfte zu groß und das Material schlichtweg mürbe

Hi
Peter
Version für den Heimwerkerking Tzaritza : Mit einem Hammer die Wellen-Verzahnung "antitschen/einkerben" und dann die Scheibe mit Kraft über den entstandenen Grat schieben. Der Grat verkeilt die Teile zueinander.
Ansonsten tut es (zumindest ne Weile) jeder Kleb der auch auf Metall hält.
die Verzahnung bei dem Alu Riemenrad ist doch nicht aus Alu da ist doch ein verzahnter Stahl Kern eingegossen

da ist doch bestimmt eine stabile Unterlegscheibe unter der Schraube mit welcher die beiden Teile verspannt werden

ist die Scheibe durch gebogen wenn ja umdrehen und festziehen
vielleicht sind die Lager im Eimer und die Trommel eiert rum
Das vermute ich auch. Die einvulkanisierte* Achse eiert, weil das Gummi ausgeschlagen ist.

*) oha LOL

Toni-il-tedesco

Also mit Loctite wird es nicht funktionieren, man kann nicht fehlendes Material
mit dem Kleber auffüllen und wenn würde es nur von 12 bis Mittag halten !

Vielleicht würde es mit flüssig Metall funktionieren, habe aber keine Ahnung
und Erfahrung ob das Zeug was taucht.

Eventuell kannst Du den Vielzahn-Einsatz in ein ähnliches Riemenrad einkleben,
einpressen bzw. einschrumpfen lassen.
Im technischen Großhandel bekommt man vielleicht auch eine Riemenscheibe,
die dann auf der Drehbank fertig bearbeitet wird. Aber für all dies brauchst Du Experten
und Geld...
Auch gibt es im Netz Händler die Gebrauchtteile anbieten.

Ich finde es schade, das so schnell hier ein Neukauf empfohlen wird, nicht
jeder hat das nötige Kleingeld dafür. Neu kaufen können viele aber reparieren......

Schau hier mal durch :
http://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R40&...e&_sacat=0
Arne - yeah. Das probier ich. Du meinst, quer gegen die Verzahnung reindengeln, um etwas Material auszutreiben, richtig ?

Peter-
ich weiß, daß ich hier im Forum nie erwarten kann, daß es on topic bleibt...hab ich auch nicht. LOL
Aber Energiekosten waren jetzt wirklich nicht das Thema der Frage...
Um trotzdem darauf einzugehen:
Diese 6kg-Maschine läuft bei mir ein- bis zweimal im Monat - höchstens. Und drei- bis viermal im Jahr mit Trocknung, denn normalerweise trockne ich meine Wäsche auf der Terrasse oder in der Wohnung. Nur manchmal im Winter nicht, wenn ich's eilig habe, zum Beispiel, weil ich unverhofft weg muß.
Stromkosten interessieren mich in dem Zusammenhang null, die sind nämlich ganz schön niedrig - im Gegensatz zu Neuanschaffungskosten. Und ich steh eh auf Reparieren anstelle von Neukauf. Generell. Nicht nur bei Cassettendecks.
Und: Keine heute gekaufte Waschmaschine hält 30 Jahre, davon mal ganz abgesehen, Waschtrockner schon gar nicht. In jedem dieser Teile ist die geplante Obsoleszenz ein wesentlicher Entwicklungszweig. In den letzten 15 Jahren hat meine Mutter zwei Waschtrockner gekauft - bei beiden war die Trocknerfunktion nach weniger als drei Jahren hinüber.
Ich kauf so eine moderne Plastikscheiße mit Digitalanzeige, silent mode, Programmierfunktionen und Internetzugang nicht.
Meine Waschmaschine läuft, die Relais klackern, die Bedienung ist logisch - und solange sie das tut, wird sie ganz sicher nicht rausgeworfen und vergrößert den Müllberg.
Und rudimentäre mechanische Probleme kann man lösen - immer.

Außerdem: Ich mag das Teil. Ich mag alles, was so lange bei mir ist und tut, was es soll. Egal, ob da Bosch, Porsche oder GAS draufsteht.

Afro
(19.05.2015, 18:57)spocintosh schrieb: [ -> ]Das Riemenrad taumelt auf der Achse, so daß es im Gerät anschlägt und einen Mörderkrach veranstaltet. Beim Schleudern muß ich die Wohnung verlassen, weil es ungefähr so laut ist, als ob das Haus abgerissen wird.

da müssten denn ja Aluspäne in der Maschine liegen Denker

Der Karsten

schaff Dir ne Muttamatic an
Winkomi

die macht das sogar ohne Strom und zur not per Handwäsche mit anschliessendem Trockenpusten Lol1 UndWeg
(19.05.2015, 19:52)sensor schrieb: [ -> ]die Verzahnung bei dem Alu Riemenrad ist doch nicht aus Alu da ist doch ein verzahnter Stahl Kern eingegossen

Pray

DAS WAR'S !
In der Zwischenzeit hab ich das Riemenrad gebreft, um mal was erkennen zu können...
In der Tat - die Buchse ist (nicht eingegossen, sondern) eingesetzt.
Und es ist die ganze Buchse, die locker ist.
Und das ist einfach - sie wird einfach an den Seiten festgeschlagen, man sieht noch die Kerben der ursprünglichen "Befestigung" duch Einschlagen.

Das war der entscheidende Tipp !

Ich nehm mir jetzt meinen Schraubensicherungslack, jauche den da rein und schlag die Buchse wieder fest.
mit dem Schlagen und einkerben da hat schon vor Dir jemand die Sache repariert, wird nur nicht ewig halten
Ich hab die 1992 gebraucht gekauft. Wenn's nochmal 23 Jahre hält, reicht mir das ja schon.
Old Fidelity = da werden Sie geholfen Thumbsup
Schraubensicherungslack wird nicht halten. Der erste Tip von Karsten (Flüssigmetall) scheint mir ein Versuch wert. Bei dem Zustand des Riemenrades gehört natürlich etwas Glück dazu.
(19.05.2015, 20:25)spocintosh schrieb: [ -> ]Ich hab die 1992 gebraucht gekauft. Wenn's nochmal 23 Jahre hält, reicht mir das ja schon.

... und bei der Lebenzeit hätte die Maschine dann auch eine überragende Öko und Energiebilanz erzielt Oldie
Ich kenne es nur, daß die Nabe (mit Verzahnung) eingeschrumpft wird. Teilweise dann nochmals mit 1-2 Körnerpunkten gesichert werden. Wenn die Passung nicht mehr gegeben ist muss der Zwischenraum aufgefüllt werden. Passen und funktionieren könnte auch UHU-Endfest 300 klick mich. Wenn das Riemenrad auch bei der Größe in den Backofen passt könnte man es besser aushärten. Wichtig ist, daß man dies Riemenrad auch einigermaßen taumelfrei zusammengeklebt bekommt.
Ich hab damit auch schon SRAM-Schaltwerke nach einem Sturz zusammengeklebt.
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