Hallo Leute
Ich lasse gerade eine Scheibe an dem von Armin reparierten Kenwood laufen einfach umwerfend Eine absolute Spitzenarbeit ich weiß gar nicht wie man das genug loben kann. Die Kahns sind die Besten. Macht weiter so
Heute ist mal wieder ein ganz altes Schätzchen fertig geworden - ein Sennheiser VKS 203 aus dem Jahr 1963! Ein Röhrenverstärker mit 2 mal 8 Watt Sinus (2 mal EL95 pro Kanal) und Phono-Magnet-Eingang, allerdings gegen Aufpreis! In Hammerschlaglackierung und mit Bakelit-Knöpfen.
Hier die technischen Daten:
Es kam ein kompletter Satz neue Röhren hinein, zudem wurden alle Koppelkondensatoren erneuert in moderne Folientypen - nicht aus klanglichen, sondern aus Betriebsicherheitsgründen. Er klingt aber erstaunlicherweise wie ein großer!
Zunächst Bilder von innen:
von oben
von unten.
Das Gerät hat nicht drei Netztrafos, sondern zwei ultralineare Ausgangsübertrager - so etwas benötigen fast alle Röhrenendstufen. Daher kam mit Einführung der Transistorendstufe und Verzicht auf die Übertrager die Bezeichnung: "eisenlose Endstufe".
Das Design hat sich in den letzten 48 Jharen schon etwas geändert, woll?
Die schwarzen Knebeknöpfe hat da wohl mal jemand nachträglich drauf gebaut.
Und der Blick von hinten:
Ein echt seltenes Sammlerstück!

das ist ja mal was ganz seltenes
war wohl auch für Dich Armin was besonderes gelle?
Danke fürs Zeigen
Das wird ja immer schräger - was war denn das älteste Gerät, das Du auf'm OP-Tisch hattest, Armin?
Auf jeden Fall eine schöne Abwechslung - und wenn er "wie ein großer" klingt, dann umso schöner.
Glückwunsch auch an den Besitzer dieser Rarität.
Das älteste war der hier:
Ein Harman/Kardon Festival 230 von 1961 - der erste Stereo-Receiver der Welt!
Dafür hat Niko auch ein Gehäuse gebaut:

Armin danke fürs vorstellen und die Bilder des seltenen Sennheiser Klassikers.

Den habe ich bisher noch nicht
gekannt! Klasse! Der Harman ist einfach nur.

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als Du den vorgestellt hast.

meine Fresse sieht der geil aus

Tja, wieder einer dem man das Alter nicht ansieht...
Was mag das für ein Gefühl sein, wenn man sowas (auch noch in so einem Zustand) zu Hause stehen hat und damit nach Lust und Laune Musik hören kann? Vor Allem wenn man dann beispielsweise an 9.2 (oder wo auch immer die mittlerweile angekommen sein mögen) denkt, und an mp3-Player integriert in Sonnenbrillen oder was weiß ich für Spielereien...
Also: sehr schön, gefällt mir. Danke Armin.
(05.12.2011, 18:54)armin777 schrieb: [ -> ]In Hammerschlaglackierung und mit Bakelit-Knöpfen.
Ein scharfes Gerät der Sennheiser, sieht ja noch super aus für sein Alter.

Übrigens: auf mich wirkt der Sennheiser designtechnisch sogar um Einiges älter als der harman/kardon - da waren die h/k-Designer wohl recht inspiriert...
Tolle Geräte, auch wenn sie fast so alt sind wie ich

Die Sennheiser Röhre ist echt der Hammer.
Die Ersatzknöpfe könnten von Rowenta-Bügeleisen stammen, meine Mutter hatte da mal eines in gepflegtem Weinrot und eben solchen Drehköpfen. Ich finde aber, dass es ganz gut rüberkommt. Danke für die Vorstellung, Armin. Das sind echte Leckerbissen.

Armin: Auch wenn du nicht gerne über die klanglichen Eigenschaften in deinem Studio sprechen willst (

) - mich würde trotzdem interessieren, wie der Sennheiser klanglich einzustufen ist

klasse Sennheiser ,da heisst der Hochtonregler "Sopran"

Super Sennheiser (scharfe Teil)... und Christoph's Harman ist immer wieder ein besonderer "Show-Act"... herzlichen Dank für's Zeigen !
(aber eigentlich machst Du doch nicht in Röhren?)
wessi-ossi schrieb:Auch wenn du nicht gerne über die klanglichen Eigenschaften in deinem Studio sprechen willst - mich würde trotzdem interessieren, wie der Sennheiser klanglich einzustufen ist
Was soll ich schreiben? Der klang so: la-la-la-la-la... wie soll man das denn beschreiben??
campa schrieb:(aber eigentlich machst Du doch nicht in Röhren?)
oochh, hin und wieder schon!

Toller Sennheiser.

Könnte man - passende Widerstände an die Lautsprecherausgänge angebracht - auch einen Kopfhörer mit einem solchen Röhrenverstärker betreiben?
Übrigens: Diese Knöppe nenne die Amis "Chicken Head Knobs" und sind immer noch in zig Varianten zu bekommen.
Also die Vorstellung des
Sennheiser VKS 203 hat mich wirklich begeistert.
Baujahr
1963 - und damit exakt mein Geburtsjahr - besser geht´s kaum noch.
Auch die Einstellung des Technischen Datenblattes war eine saugute Idee.

Wenn man sich die Daten so anschaut:
Bassregelung von
-18 dB -
+16 dB !!!!
Höhenregelung von
-17 dB -
+16 dB !!!!
Da frage ich mich aber ob diese Regelbereiche einem guten Klang zuträglich sind.
In einem Prospekt der Firma Kirkseater beschreibt der Entwickler seine Philosophie zur Klangregelung bei Verstärkern und ist der Auffassung das ein Regelbereich über +/-15 dB eher eine Verschlechterung darstellen würde.
Aber der damalige Preis hat mich aufgrund der Größe und Ausstattung des Gerätes doch ein wenig überrascht.
Für die damalige Zeit waren 500,- DM ein echter Haufen Geld.
Mein Vater hatte zu dieser Zeit ein monatliches Einkommen von rund 700,- DM Netto.
Kein Wunder das wir uns solch ein Gerät nicht hätten leisten können.
ciao,
Klaus
Lennart hat heute den größten Umschalter fertig gestellt, den wir (bisher) je gebaut haben. Er kann 10 Verstärker bzw. Receiver mit zwei Boxenpaaren verbinden. Alle Buchsen sind mit Bananenstecker-tauglichen Polklemmen ausgeführt. die auch Kabel bis zu 10 qmm aufnehmen können. Die Relais schalten Lasten bis zu 3000W pro Kontakt und es wird allpolig getrennt! Der Umschalter ist so konstruiert, dass sich niemals zwei Verstärker-Ausgänge berühren können und es darf uneingeschränkt auch unter Last, während lauter Musikwiedergabe geschaltet werden. Daher ist so ein Umschalter auch nicht ganz billig.
Ein Blick in die Verdrahtung der Relais (11 Stück) und der Ein-/Ausgangsbuchsen - alles mit 1qmm-Leitung verdrahtet - alle Plusleitungen in rot, alle Minus-Leitungen in schwarz.
Die dünnen Leitungen schalten nur die Relais und die LED's zur Anzeige - also winzige Ströme.
Das sind die dicken Schaltrelais mit je vier vergoldeten 12A-Kontakten.
Die Front, mit dem Drehknopf wird der Verstärker/Receiver angewählt, die rote LED-Reihe zeigt den angewählten Eingang an.
Oben rechts der Umschalter für Lautsprecher-Paar A oder B. Darunter der mit einer LED beleuchtete Netzschalter.
Das Gehäuse hat sich Frank K. (auch hier aus dem Forum) selbst ausgewählt.
Hinten ist wirklich Buchsen-Party! Die vergoldeten Buchsen rechts aussen sind für die Lautsprecher.
Lennart hat da ganze zweieinhalb Tage dran gesessen.
Vielleicht meldet sich Frank hier nochmal und verrät uns, was da so für Geräte angeschlossen werden.

Na das nenn ich mal ein fettes Teil.
