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Sanky LAufwerksumbau
#1
Moin zusammen...

Des Öfteren liest man "da musst du nur den Gummi-Idler durch einen Zahnrad-Idler ersetzen".... Tja, mechanisch gesehen funktioniert das... elektrisch weniger. Dafür gibt es folgenden Grund: der einfachste davon sind die silber/schwarzen Felder für die Reflexlichtschranken. Wenn euer Deck eine (Rest-)Bandzeitanzeige hat, funktioniert diese nur bei einer gleichen Zahl an Feldern! Schwieriger dagegen ist die Anpassung des Motorstromes. Der Gummi-Idler ist kleiner und läuft daher bis zum Bandende schneller; Der größere Zahnrad-Idler läuft hier bedeutend langsamer... Ergebnis: ohne Anpassung der Elektronik kann es mit einem überholten Motor eine Zeit lang gut gehen. Irgendwann wird das Band anfangen in Richtung Bandende einfach stehen zu bleiben. Das verschlechtert sich immer weiter.
Zumindest hat dies ein Versuch im Yamaha KX1200 (1020) und im Onkyo TA-2900 gezeigt.

Gleichlauf im Onkyo TA-2900...
Nachdem die Riemen und Andruckrollen nach langer Zeit hinüber waren, besorgte ich mir aus Ebay aus der bekannten Quelle Ersatz. Bei Onkyo sind beide Capstanwellen glatt. Nach dem Einbau ergab sich ein Gleichlauf von rund 0,35% schwankend. Auffällig war, dass die rechte Andruckrolle mit einem leichten Druck von unten das Ergebnis auf 0,08% verbesserte. 
Die Feder nach vorne zu versetzen brachte wenig. Nach dem Tausch der Andruckrolle auf Durchmesser 14mm (statt 13,5) brachte dauerhaft das Ergebnis. Da dieses Laufwerk ein "Allerweltslaufwerk" ist, könnte dies auch für andere Tapes zutreffen.

Tonkopf Einstellung
Am Kopfträger gibt es 4 Schrauben; davon sind 3 Schrauben auf der rechten Seite und eine links am Tonkopf. Es gibt Anleitungen, die behaupten dass die linke Schraube eine Stellschraube wäre- das ist falsch! Diese Schraube hat eine Feder und übt damit den zu einstellen notwendigen Gegendruck aus. Rechts (die größere Schraube) = Azimuth. Zwei kleine Schrauben oben und unten = Neigung +Lage.

Einen schönen Sonntag!
Tom Tease
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#2
Wie Yamaha später auf die billigeren ALPS-Laufwerke umgeschwenkt ist, gab's keinen klassischen "Idler" mehr. Der Wickelmotor für Vor- und Rücklauf wurde für die Wiedergabe im ständigen Zahnrad-Eingriff gehalten. Die Spannung oder besser den Strom für den Motor berechnete der Prozessor aus der Differenz der Geschwindigkeit zwischen Vor- und Rücklauf-Wickeldorn.
Ein mechanisches Problem elegant elektronisch gelöst, aber der Gleichlauf dieses Laufwerks war nicht eines Spitzenmodells würdig.
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#3
Richtig; bei Onkyo ist noch eine "klassische Umschaltlösung" mit Transistoren drin; später gab´s dann die Hitachi-IC´s- oft mit Geschwindigkeitsumschaltung über Z-Dioden. Die beste Lösung - sofern die Motoren und die Elektronik funktioniert steckt in den Revox Decks mit 4-Motoren. Hier gibt´s auch als erstes die Bandstraffung. Von Sony gab´s etwas ähnliches im 666ES- hier mit bürstenlosen Wickeltellern. Viel "Erfindungsgeist"....
Trotzdem ist es erstaunlich, wo man diesen "Sankyo-Typ" überall findet und welche Abwandlungen dieses LW bekommen hat.
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#4
Moin,

es gab von allen Herstellern, die diese Laufwerke verwendeten,
Umbausätze mit Zahnrädern ("unsere" umsatzstärksten waren
Onk, Ken, Nak, .....).

Im Satz waren auch neue Wickelteller vorhanden, ich habe nie
nachgesehen, ob die Reflektoren für Zählwerk/Abschaltung
anders waren als die von denen davor.

Ich habe buchstäblich "hunderte" von Decks dieser Hersteller
schon während der Garantiezeit wegen rutschender Gummiidler
umrüsten dürfen.

Der Umbausatz kam vom jeweiligen Importeur im Zehnerpack
kostenfrei, die AW wurden großzügig erstattet.

Hi
         Gute Grüße, Andreas
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#5
Ok, bin etwas erstaunt...
Ich hatte bei Yamaha mal den Wickelteller vertauscht und damit funktionierte die Bandanzeige nicht mehr korrekt (war dann kürzer)
Bei Onkyo war das Problem, dass es mit Zahnrad + überholten Motor bis 3/4 lief und der Motor stehen blieb. Nach dem Rückbau
auf Original Gummi.... ohne Probleme bis zum Ende. Gab es denn dazu irgendwelche SM´s bezüglich Einstellungen oder Änderungen
am Board?
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#6
Moin,

soweit ich mich erinnere gab es keine Änderungen in der
Motoransteuerung.

Ich meine auch, daß das Übersetzungsverhältnis gleich war,
d.h. die Aufspulkraft bei "play" und die Spulgeschwindigkeit
änderten sich nicht.

Der einzige Nachteil des Zahnantriebs waren etwas lautere
Umspulgeräusche (... was die Kunden so sagten).

Afro
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