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Garrard Zero 100 SB - Riemendurchmesser
#1
Moin!

Mein Garrard braucht einen passenden Riemen. Mit einem Thakker-Modell mit einem Durchmesser von 138 mm sitzt er zu stramm und die Drehzahl bricht ein. Bei einem anderen aus der Bucht läuft er mit 32,40 u/min zu langsam.

Hat jemand einen Tipp für einen Anbieter mit passendem Modell, oder mal gerade den Durchmesser des Pulleys und den Abstand zur Tellerachse parat?

Munter halten!

Axel
audio ergo sum
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#2
Bei meinem Thorens saß der neue Riemen auch viel zu stramm, zum Weiten habe ich ihn für ein paar Tage auf einen Blumentopf gezogen, das hatte geholfen. Vielleicht ist das ja auch eine Option für dich.

Beste Grüße, Ralf
veni, vidi, violini - ich kam, ich sah, ich vergeigte es
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#3
Moinsen,

ich habe jetzt bei Thakker einen Riemen mit 142 mm Durchmesser geordert. Wenn der nicht passt, wird die Blumentopf-Methode ausprobiert.

Hab mal recherchiert: Unter www.die-radiowerkstatt.de kann man bei Angabe von Durchmesser des Pulley und der Plattenspielerauflage samt Distanz Pulley-Tellerachse-Mitte sich auch einen individuellen Riemen schneiden lassen. Wird aber sicher kein billiger Spaß.

Besten Dank!

Axel
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#4
So, zur Info: Ich habe jetzt von Thakker einen Riemen mit 142 Millimeter Durchmesser aufgelegt und der Dreher startet nun sofort, erreicht auch flott seine Drehzahl. Leider bleibt er bei 32.30 u/min.
Hat jemand ne Idee, was man noch machen könnte? Das Teil ist komplett gewartet, auch der Motor. Er dreht unhörbar, die Tellerachse musste ich neu fixieren und auch der Teller dreht frei und lange nach.

Munter!

Axel
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#5
Und stört dich das? Im direkten vergleich kann man die Drehzahlabweichung natürlich hören aber solo finde ich so eine kleine Abweichung erträglich.
Was du eventuell probieren könntest, ist ein Kassettenband mit der entsprechenden Länge zu einem "Riemen" zu konfektionieren. Ist sicher Fummelei, das auf die richtige Länge zu trimmen aber weniger Walkverluste, die die Drehzahl reduzieren, wirst du vermutlich mit irgendeienem Gummiriemen nicht erreichen.
Viele Grüße
Lukas
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#6
Ja, das stört mich sehr. 3 Prozent Unterschied machen aus Dire Straits "So Far Away" einen Trauermarsch mit langem Largo.
Das ist der pitchbare Bereich für manchen Plattenspieler.

Mittlerweile habe ich raus, dass vor allem die Riemenstärke ein Faktor für die Geschwindigkeit ist. Also, je dicker, je flotter dreht der Teller. Da wäre Tonband eher kontraproduktiv. In GB habe ich einen Händler ausfindig gemacht, der Riemenstärken bis 0,8 mm anbietet. Natürlich mit Porto und Zoll alles doppelt so teuer...

Wer also noch einen Tipp hat, immer her damit. Habe sogar schon überlegt, den Pulley mit einem engen Gumm zu überziehen oder nen Schrumpfschlauch drauf zu machen. Könnte dann aber ordentlich rumpeln...

Axel
audio ergo sum
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#7
Ich würde mir von einem dickeren Riemen nicht allzuviel versprechen, weil dieser durch die notwendige vermehrte Walkarbeit des Motors den ev. vorhandenen geschwindigkeitssteigernden Effekt wieder zunichte macht. Da ich aber den Plattenspieler nicht kenne, kann ich auch nicht sagen, ob alternativen zum Riemen leicht oder schwer umzusetzen ist. Ich würde es auf einen Versuch ankommen lassen. Wenn du keine Tape hast, probier vielleicht einen String aus. Aber klar, wenn das Antriebspulley ballig geformt ist, ist das eher keine Option.
Viele Grüße
Lukas
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#8
Frage:

Dass die Riemendicke die Geschwindigkeit beeinflusst ist klar.
Aber müsste ein dickerer Riemen den Plattenteller nicht langsamer drehen lassen?
Nett kann ich auch, bringt aber nix. 
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#9
(16.12.2022, 11:33)awi schrieb: ....
Wer also noch einen Tipp hat, immer her damit. Habe sogar schon überlegt, den Pulley mit einem engen Gumm zu überziehen oder nen Schrumpfschlauch drauf zu machen. Könnte dann aber ordentlich rumpeln...

Der Pulley des Garrard Zero 100 SB sollte blitzblank und penibel sauber sein (am besten mit einem fusselfreien und Isopropanolgetränktem Tuch reinigen).
Du könntest den vorhandenen Riemen einmal ca. fünf Minuten in kochendem Wasser behandeln (der Riemen sollte dabei NICHT auf dem Boden des Topfes aufliegen). Dadurch kürzt sich der Riemen minimal und mit etwas Glück passt es dann mit der Geschwindigkeit. Diese Methode hat mir mal bei einem alten Dual Plattenspieler geholfen.
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#10
(16.12.2022, 14:26)Bastelwut schrieb: Frage:

Dass die Riemendicke die Geschwindigkeit beeinflusst ist klar.
Aber müsste ein dickerer Riemen den Plattenteller nicht langsamer drehen lassen?

Alte Streitfrage. Meiner Ansicht nach ist bei einem Plattenspieler mit seinem dünnen Riemen der Effekt vernachlässigbar. Theoretisch ist er sogar unabhängig von der Riemendicke, weil sich die Drehzahlen entsprechend der Scheibendurchmesser verhalten (umgekehrt proportional). Wenn man davon ausgeht, dass die Riemendicke sich zu einem gewissen Anteil den Scheibendurchmessern zuaddiert, ändert sich das Verhältnis der Scheibendurchmesser zueinander, weil der dickere Riemen dem kleinen Antriebspulley zB. 10% mehr Durchmesser gibt, während es beim Plattenteller vielleicht nur 0.1% sind, also vernachlässigbar. Es bleibt unterm Strich praktisch eine Vergrößerung des Antriebspullys, was die Drehzahl erhöhen sollte.

Allerdings hat ein kleines Pulley mit einem dicken Riemen höheren Schlupf und muss den Riemen immer um die enge Kurve des kleinen Pulles ziehen, was zu Walkverlusten führt. Man braucht daher einen Motor mit einigermaßen Drehmoment, damit das Werkl mit dickem Riemen nicht langsamer dreht.
Viele Grüße
Lukas
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