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Beschriftung ist ganz oder teilweise weg - was tun?
#1
Das kennen sicher alle, haben es vielleicht schon am eigenen Gerät erlebt. Die Beschriftung der Frontplatte ist teilweise einfach weg oder ist beim Reinigen einfach verschwunden. Was kann man dann tun?

Wir hatten nun den Fall, dass wir mit dem üblichen Glasreiniger (Marke Frosch) eine abgebaute Front auf dem Tisch liegend wie immer (bislang ohne Schaden, außer bei einigen Onkyo-Modellen) gereinigt haben. Dabei löste sich fast die Hälfte der gesamten Beschriftung beim ersten Wisch bereits ab. Da muss vorher schon etwas "Vorarbeit" geleistet worden sein, wir wissen aber nicht welche. Nun war guter Rat teuer, aber wir fanden nach längerer Recherche einen kleinen Betrieb, der genau so etwas macht - Frontplatten neu beschriften. Also mit denen geredet, ob man da etwas machen kann. Man konnte - es waren jedoch aussagekräftige Fotos der (nicht mehr vorhandenen) Beschriftung notwendig und wir mussten in den entsprechenden Bereichen die Schrift selber komplett entfernen, bevor wir es dorthin geben konnten. Auch über den Preis wurden man sich einig (nicht ganz billig, aber wohl verständlich).

In unserem Fall handelte es sich um einen Sony TA-E77ESD mit schwarer Front und weisser (genauer hellgrauer) Beschriftung. Das Ergebnis kann sich aber wirklich sehen lassen:

[Bild: Sony-TA-E77-ESD-Beschriftung-1.jpg]

[Bild: Sony-TA-E77-ESD-Beschriftung-2.jpg]

[Bild: Sony-TA-E77-ESD-Beschriftung-3.jpg]

[Bild: Sony-TA-E77-ESD-Beschriftung-4.jpg]

Oder?

Also wer ein Schätzchen hat, wo sich das lohnt - wir haben jetzt einen Partner, mit dem wir zusammen arbeiten und können solche Aufträge annehmen. 

Gerne lese ich Eure Kommentare dazu.
Beste Grüße
Armin

gewerblicher Geraffelrestaurator - arbeitet seit 1969 in der Hifi-Branche
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#2
Wow, Respekt! Das ist eine tolle Arbeit und solche Adressen musss man immer gut aufheben, denn wenn man sie mal braucht, kann man sie in Gold aufwiegen.

Weißt Du, wie es mit nicht planen Fronten aussieht? Es wäre interessnt zu wissen, ob die das auch können.

Viele Grüße
Tilman
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  • Armin777
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#3
Das sieht ja mal richtig gut aus, ich würde da nicht vermuten das es neu gemacht ist.
Wovon ist der Preis denn abhängig? Größe, Anzahl der Worte oder wie wird das geregelt?

Hab ja vor paar Wochen diesen Neuzugang gehabt aus den Kleinanzeigen. Da war mir auf den Bildern überhaupt nicht aufgefallen das überall bisserl fehlt (vermtl. Gier frisst Verstand  LOL)

Müsste man sich evtl. mal überlegen mit der weißen Beschriftung  Floet

[Bild: 20240203-143726.jpg]

Ich bin ein Heimkind und äußere mich wegen dieser tüpartigen Diskriminierung nicht.
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  • Armin777
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#4
Atrubinasfriend

Die Front von diesem TA-E77ESD ist nicht plan, da die Knopfleisten oben fest eingeklebt sind in die Frontplatte. Die Druckmaschine wird mit 1,5mm Sicherheitsabstand an die Front heran geführt zum Drucken (Tintenstrahl), dadurch dass die Knöpfe etwas herausstehen, musste die Maschine also etwas weiter weg und die Schrift ist daurch nicht so randscharf geworden, wie es bei einer planen Platte geworden wäre.

AtUriahHeep

Der Preis richtet sich nicht nach Anzahl der Zeichen oder so, sondern ist pauschal für ein Objekt. Es gibt eine Vorbereitungszeit zum Entwurf des gesamten Schriftbildes, die auch bezahlt werden muss und dann den eigentlichen Druckvorgang, der preiswerter ist. Sollte also eine Front schon einmal gespeichert sein, wird es erheblich billiger. Für das Akai-Deck wird es schlicht nicht gehen, da dieses dünne Blech, auf das die Schrift gedruckt ist, sich nicht plan ausbauen lässt. Es ist fest mit dem Gehäuse verklebt. Insgesamt bewegt man sich bei einer kompletten Front in Preisregionen zwischen 300 und 400 Euro, im Wiederholungsfall bei der Hälfte.
Beste Grüße
Armin

gewerblicher Geraffelrestaurator - arbeitet seit 1969 in der Hifi-Branche
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#5
Klasse! Das kann, wenn man die original Bilder bekommt, wirklich schöne Geräte retten. Ohne Schrift würde ich auch keine kaufen…
Ich habe da noch einen kleinen Verstärker von Denon im Auge…bei denen ist leider auch oft die Schrift nicht mehr vollständig erhalten.

Wie ist das denn jetzt mit der Reinigung? Ist das Resistent gegen Reiniger?
Gruß aus Uplengen, Marc
Yamaha CA 710; 810
Dual 1218;1225;1226;1228;1229;601;714Q, Pioneer PL-10;PL-12D, Thorens TD 165 Special
Sony SS 2070, Braun L710 und LS70, B&O Beovox 3000
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  • Armin777
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#6
Ich hatte mir vor Jahren bei ähnlichen Erfahrungen angewöhnt Fronten oder andere beschriftete Teile vor der Reinigung detailiert zu fotographieren. Der Aufwand ist minimal, der, wenn man es nicht macht unendlich größer.
Sehr anfällig ist übrigens auch der untere Teil der Front der GX-77. Da können die Buchstaben und sonstigen Zeichen förmlich wegspringen, oder eben -schwimmen.
Ich habe das dann immer per Siebdruck erneuern lassen. Jetzt habe ich die Erfahrung gemacht, dass Computerdruck nicht die gewünschte Qualität erbringt, obwohl vom Profi ausgeführt. Insbesonders die Kantenschärfe ist nicht so gut; es entsteht oft ein „Hof“.
Mein Stand heute: Siebdruck ist ohne qualitativ gleichwertige Alternative. Es ist natürlich auch teurer !

Der von Armin angedeutete Preis für diese Front sollte für Siebdruck realisierbar sein. Für Computerdruck ist er schon ganz schön heftig !
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  • Armin777
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#7
Den Sony haben wir heute mit Glasreiniger geputzt, das war kein Problem.

AtFrank
Was genau ist der Unterschied zu Siebdruck?
Beste Grüße
Armin

gewerblicher Geraffelrestaurator - arbeitet seit 1969 in der Hifi-Branche
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#8
Als kleiner Tipp von mir... Fronten die noch gut sind oder neu bedruckt sind mit seidenmattem Klarlack versehen.. dann kann man putzen mit so ziemlich allem!!! Mache ich immer so.
Gruß Kelvis Thumbsup
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#9
Bei Siebdruck wird eine Schablone (Sieb) erstellt, die direkt auf der Druckunterlage aufliegt. Diese Schablone besteht aus einem feinen Sieb, und dort wo die Sieblöcher nicht durch die Schablone verstopft sind, kann Farbe durchtreten. Die Farbe wird dann auf das Sieb aufgebracht und das Sieb auf die Druckunterlage. Mit einer Druckrakel wird dann die Farbe auf die Unterlage durchgedrückt.

Beim Tintenstrahldruck wird die Farbe eben aus einer gewissen Entfernung auf die Druckungterlage gespritzt.
Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile
Viele Grüße
Lukas
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  • Armin777
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#10
Ich habe so was ja mal im Siebdruck selber realisiert.
Vom Aufwand her wäre das preislich locker das doppelte gewesen.
2K-Siebdruckfarbe kann seehr widerstandsfähig sein.

Aber das Ergebnis vom Digi-Druck ist schon Thumbsup
Ist das Hauptproblem der Menschheit, dass wir ein imperialistisches Gen haben?
Die Sonne scheint immer©
^ischreschminimiuf, isch... ^
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  • Armin777
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#11
Der kleine Betrieb kann neben UV-Digitaldruck auch Tampondruck und Siebdruck. Die suchen wohl das aus, was am praktikabelsten ist.

Hier noch zwei Beispiele von Neubeschriftungen aus dem Hifi-Bereich von denen:

[Bild: Frontblenden-Metall-Aluminium-Siebdruck.jpg]

[Bild: Frontplatte-Metall-Aluminium-bedruckt-Industrie.jpg]
Beste Grüße
Armin

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#12
moin Armin.
Kommt bei solchen "Unglücken" (also hier beim Reinigen Beschriftung weg) bei euch eine "Werkstattversicherung" zum Tragen?

Ich meine bei uns damals (RFT Fachwerkstatt in den 70ern) gab sowas (über Handwerkkammer??)
Bin da als Azubi mal mit dem (offenen Grin ) Kittel an dem Hals einer NORDMENDE Farbbildschirmröhre hängen geblieben.. Pssscccccchhhhhtt machte es. Danach gabs ne "Kittel zu" Pflicht...
"We learned more from a three minute record than we ever learned in school" , Bruce Springsteen in "No surrender" played als Song 2 im Mai 2013 in Hannover Dance3 Dance3
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  • Armin777
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#13
Nee, so ne Versicherung ham wa nich... Die hätte auch nicht gezahlt, da die Beschriftung schon vorher auf eine unbekannte Weise "vorbereitet" war. Wir hatten schon mehrere Geräte aus dieser Serie auch TA-E77 und TA-E77ESD und niemals ist so etwas passiert. Wir spielen da mit offenen Karten und haben den Besitzer des Gerätes über den Vorgang vollumfänglich informiert und die Kosten ohne Aufschlag durchgereicht. Ist halt Pech so etwas.
Beste Grüße
Armin

gewerblicher Geraffelrestaurator - arbeitet seit 1969 in der Hifi-Branche
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#14
Zitat:Insgesamt bewegt man sich bei einer kompletten Front in Preisregionen zwischen 300 und 400 Euro

Da reagiert aber sicher auch nicht jeder Kunde gelassen drauf . . .
Rechnet man da noch die Kosten deiner Arbeit hinzu, dann kann sowas sicher auch schnell den Wert des Gerätes übersteigen.
Wobei, da gelten ja für den Liebhaber auch andere "Regeln."
Gib ihn mir, ich bin so nass. Gib ihn mir jetzt!
Bettelte sie, dann gab ich ihr den Schirm.
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  • Armin777
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#15
Ähhhhm bei den Optonica lass ich mir das ja noch gefallen ,aber hat der KA (sieht aus wie ein 9100) nicht gefrässte Frontplatten
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  • Armin777
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#16
Nee, Maddin - der KA-9100 (das ist einer, haste recht) ist bedruckt, nicht graviert. Habe gerade eben nochmal nachgeguckt in unserem Fundus.
Beste Grüße
Armin

gewerblicher Geraffelrestaurator - arbeitet seit 1969 in der Hifi-Branche
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#17
(13.03.2024, 13:24)Armin777 schrieb: Nee, Maddin - der KA-9100 (das ist einer, haste recht) ist bedruckt, nicht graviert. Habe gerade eben nochmal nachgegeguckt in unserem Fundus.

Ehrlich !!!Ups ich hätte Stein und Bein geschworen das gerade der KA9100 graviert ist ;-)) ,ich schau auch noch mal Heute Abend nach ,ich will es nicht so recht glauben LOL
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  • Armin777
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