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Yamaha AX-892 Ersatzteilproblem
#1
Hallo, ihr alle.
Mir ist ein Yamaha AX-892 auf die Werkbank gekommen. Auf Standby alles gut, beim Einschalten fliegt die Sicherung. Mit meinen zugegebener Maßen laienhaften Fähigkeiten (Multimeter ist vorhanden und löten kann er) konnte ich ziemlich eingrenzen, das hier wohl das kleine Netzteil der Übeltäter ist.

Der Defekt kam übrigens von jetzt auf gleich, abends abgeschaltet, beim nächsten Einschalten die Mallörität. Nun mein eigentliches Problem: Ich habe die Teilenummer aus der Serviceanleitung und das Netz findet nix.... VY651700. Wie kommt man da ran, ist das noch lieferbar? Wenn ja, welche Adresse ist die richtige für Yamaha-Ersatzteile?

In einem anderen Beitrag hatte ich gelesen, das Armin das mal bei jemand ersetzt hat mit dem Hinweis, das es sich um kleines Geld handelt und so fort....

Über Hilfe und Rat würde ich mich sehr freuen, denn der Amp hat sonst nix und ist optisch wie neu....
Anything over a mouthfull is waisted!
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#2
Die Yamaha-Teilenummer ist sichtlich nicht hilfreich, warum versuchst du es nicht stattdessen mit der Bauteilbezeichnung?
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#3
Jetzt mal ein hoffentlich fruchtender Tip:

Geräte mit Standby Netzteil, die einen vermuteten  Defekt in einer, oder beiden Endstufen, oder dem Hauptnetzteil  haben, würde AUCH ICH 
niemals einfach so ans Netz anschließen und einschalten. 
Das Relais auf dem Standbynetzteil ist temporär zu brücken. Danach kann man den Verstärker in klassischer Art über den Regeltrenntrafo langsam hochfahren, während man Offset und Stromaufnahme im Auge behält.....
Also erst mal 20V...2 sek warten....50V....2 Sek 100 V usw. 

Das spart Sicherungenn Bauteile, Leiterbanhnen und Nerven. 


Einfach ein Bauteil auswechseln und dann mal einschalten, käme zumindest mir nie in den Sinn.
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  • Bassmann
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#4
(09.03.2026, 20:09)Florida Boy schrieb: Die Yamaha-Teilenummer ist sichtlich nicht hilfreich, warum versuchst du es nicht stattdessen mit der Bauteilbezeichnung?

... so schlau war ich schon, aber danke erstmal. Das Netz gibt in beiden Fällen nichts her, daher meine verzweifelte Frage..
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#5
(09.03.2026, 20:23)scope schrieb: Jetzt mal ein hoffentlich fruchtender Tip:

Geräte mit Standby Netzteil, die einen vermuteten  Defekt in einer, oder beiden Endstufen, oder dem Hauptnetzteil  haben, würde AUCH ICH 
niemals einfach so ans Netz anschließen und einschalten. 
Das Relais auf dem Standbynetzteil ist temporär zu brücken. Danach kann man den Verstärker in klassischer Art über den Regeltrenntrafo langsam hochfahren, während man Offset und Stromaufnahme im Auge behält.....
Also erst mal 20V...2 sek warten....50V....2 Sek 100 V usw. 

Das spart Sicherungenn Bauteile, Leiterbanhnen und Nerven. 


Einfach ein Bauteil auswechseln und dann mal einschalten, käme zumindest mir nie in den Sinn.

... danke für den Rat. Leider habe ich nicht so überragendes Wissen, geschweige denn die passende Ausbildung, wie viele hier im Forum. Teile tauschen, bis es geht, ist bei so etwas ja auch eher Blödsinn bzw. müßig und verbrennt Geld.
Ich hatte den Verstärker auf den Tisch bekommen mit der Ansage: "Gestern Abend ausgemacht, da ging er noch, heute Mittag ließ er sich nicht mehr aus dem Standby wecken bzw. einschalten."
Da schaut man instinktiv erst mal nach Gerätesicherungen und schaltet ein... und es wird kurz hell. Ich habe so einige "moderne" Verstärker wieder zum Leben erweckt, da hat man mir das bei dem hier auch zugetraut... jetzt werde ich wohl passen müssen und mir (evtl. hier?) Hilfe suchen müssen....
Anything over a mouthfull is waisted!
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#6
(10.03.2026, 07:27)Bassmann schrieb: ... so schlau war ich schon, aber danke erstmal. Das Netz gibt in beiden Fällen nichts her, daher meine verzweifelte Frage..

Wau.

[Bild: CuMcjAul.jpeg]

Was bitte sollte das Netz zu VY651700 hergeben?
Um mal etwas Licht ans Rad zu machen, ist diese Nummer der 892er in der Euro-Ausführung (und VY651600 der 892er in der US-Ausführung). Der Unterschied liegt in den auf der Rückwand montierten Netz-Steckdosen. Die Nennung in der Stückliste weist nur darauf hin, dass beide Versionen in der Ausführung der Mainboard-Bestückung identisch sind.

Zurück zu meiner Frage: Welches Bauteil suchst du genau?
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#7
Zitat:Leider habe ich nicht so überragendes Wissen, geschweige denn die passende Ausbildung,

Das sagte mir auch der Arzt, der mein Knie vor zwei Wochen operieren wollte.

Ich bin dann woanders hingegangen. Thumbsup
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#8
Moin.

Das Stby-Netzteil wird völlig o.k. sein.

Wenn eine Sicherung beim Einschalten auslöst, gibt es
einen Kurzschluß im Hauptnetzteil oder in einer Endstufe.
         Gute Grüße, Andreas
         36 Jahre HiFi-Service
               1984 - 2020
              >36000 Reps

Some people like cupcakes better,
    I for one care less for them!
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#9
(10.03.2026, 09:20)grautvOHRnix schrieb: Moin.

Das Stby-Netzteil wird völlig o.k. sein.

Wenn eine Sicherung beim Einschalten auslöst, gibt es
einen Kurzschluß im Hauptnetzteil oder in einer Endstufe.

Vielen Dank für die Hinweise, somit bin ich als Ungelernter auch am Ende des Lateins. Das Hauptnetzteil als Defekt wäre dann wohl auch das Todesurteil, vermute ich, denn es wird wohl sehr teuer sein oder nicht zu bekommen, höchstens aus einem Altgerät?

Ich wäre auch sehr erfreut, wenn ich jemanden finden würde, der sich dem an sich gut erhaltenen Gerätes annehmen würde und das Ganze den Zeitwert nicht überschreiten würde.... so wie es jetzt ist, ist er ja dann nur ein Ersatzteilträger.... ein Jammer, ich hasse es, etwas so gutes aufzugeben.

Übrigens scheinen wir beide nicht nur Namensvettern zu sein, sondern den gleichen Musiker zu genießen, siehe Signatur ?
Anything over a mouthfull is waisted!
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#10
(10.03.2026, 08:51)Florida Boy schrieb:
(10.03.2026, 07:27)Bassmann schrieb: ... so schlau war ich schon, aber danke erstmal. Das Netz gibt in beiden Fällen nichts her, daher meine verzweifelte Frage..

Wau.

[Bild: CuMcjAul.jpeg]

Was bitte sollte das Netz zu VY651700 hergeben?
Um mal etwas Licht ans Rad zu machen, ist diese Nummer der 892er in der Euro-Ausführung (und VY651600 der 892er in der US-Ausführung). Der Unterschied liegt in den auf der Rückwand montierten Netz-Steckdosen. Die Nennung in der Stückliste weist nur darauf hin, dass beide Versionen in der Ausführung der Mainboard-Bestückung identisch sind.

Zurück zu meiner Frage: Welches Bauteil suchst du genau?

Da bin ich scheinbar zu unerfahren, ich war davon ausgegangen, das eine Teilenummer hilft, weil das bei Autos und Waschmaschinen auch immer geholfen hat  Yes .
Anything over a mouthfull is waisted!
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#11
Schön, das wir doch noch zusammengefunden haben.
Gehe ich also von weniger Bauteilen, als denn vielmehr von Unterstützung aus.

Yuut.
Der Standby-Zweig läuft; es gibt Funkenflug beim Zuschalten des Haupt-Netzteils.
Ein Regeltrafo wird wohl eher nicht vorhanden sein, müssen wir also zu Fuß weiter.

An der Rückwand sitzt zwischen LS-Klemmen und Netzbuchsen der Impedanzschalter:
(Darstellung Spiegelverkehrt, da zumeist nur die (Leiterbahn-) Unterseite gezeigt wird.

[Bild: AFBfbgPl.jpeg]

Dort bitte die beiden roten Kabel abmachen. Danach Einschalt-Test.

Hintergrund: Die beiden Kabel trennen die Endstufen von der Versorgung. Lässt sich der Trum nun einschalten, liegt der Fehler im Bereich der (deaktivierten) Endstufen.
Alternativ: Die beiden roten Kabel ließen sich auch direkt am Mainboard abfummeln, nur wird es am Schalter einfacher gehen. Dazu schauen, wo sie am Board angeschlossen sind. Eventuell steckbar? Wäre natürlich günstiger.

Umsetzen. Prüfen. Berichten.
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#12
Das wird gleich in kurzer Zeit erledigt und berichtet! Vielen lieben Dank!!!
Anything over a mouthfull is waisted!
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#13
(10.03.2026, 11:16)Florida Boy schrieb: Hintergrund: Die beiden Kabel trennen die Endstufen** von der Versorgung.

** und das erwähnte Hauptnetzteil mit Gleichrichtern und
Siebkondensatoren, die auch einen Kurzschluß haben können.

Umsetzen. Prüfen. Berichten.  Thumbsup

Oldie
         Gute Grüße, Andreas
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#14
(10.03.2026, 12:57)grautvOHRnix schrieb:
(10.03.2026, 11:16)Florida Boy schrieb: Hintergrund: Die beiden Kabel trennen die Endstufen** von der Versorgung.

** und das erwähnte Hauptnetzteil mit Gleichrichtern und
Siebkondensatoren, die auch einen Kurzschluß haben können.

Umsetzen. Prüfen. Berichten.  Thumbsup

Oldie

Umgesetzt. Geprüft. Bericht:
Lässt sich einschalten und steuern... Lötkolben und Multimeter sid noch warm....
[Bild: IMG-20260310-132132.jpg]
Anything over a mouthfull is waisted!
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#15
Wie zu erwarten war.

OK.
Problem: Yamaha hat da keine Trennung zwischen links und rechts vorgesehen. Beide Kanäle werden nicht gleichzeitig ausgefallen sein.

Erstmal intensiv schauen: es wird nach irgendetwas verbranntem gesucht; darum Brille, Lupe und viel Licht erstmal nur im Bereich zwischen den beiden Kühlkörpern (KK). Denkbar auch geplatzte Bauteile wie Widerstände oder Transistoren. Die braunen Platinen sind da nicht so hilfreich, denn dadurch lässt sich starke Hitzeeinwirkung nicht wirklich erkennen. Ggf. auch von unten schauen.

Wenn die Hitze dermaßen groß ist und das ist bei einen Ausfall/Kurzschluss i. d. R. der Fall, dann verdampft an den (großen weißen) Emitterwiderständen meistens die Beschriftung. Bitte genauestens schauen.; klar, mittel oder nicht mehr lesbar? Alle acht Stück prüfen + berichten.

Lässt sich partout nichts erkennen, dann müssten die großen Transistoren an den KK ausgebaut werden.

Ist ein (Transistor-) Bauteiltester vorhanden?
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#16
Bevor die ganz große Suche losgeht:
R123 und R124 jeweils an einer Seite auslöten und überprüfen, ob sie den Wert von 100k haben.

Edit:
evtl. noch Überprüfung von R101 und R102, ob sie 220 Ohm haben.

Die Endstufe ist von Yamaha jahrzentelang fast unverändert verwendet worden. der letzte Verteter war der A-S801. In dieser Serie beim AX-892 wird bei der Endstufe nur der positive Zweig auf überstrom abgefragt.

Bevor man die Endstufen-Transistoren ausbaut, kann man Ihre Anschlussdrähte erstmal einen halben cm nach unten von der Platine lösen. Wenn dann der Überstrom beseitigt ist, kann man mehr messen.
In diesem Fall würde ich auf jeden Fall (wie häufig empfohlen) in die Netzzuleitung eine Glühbirne legen., um weitere Schäden überschaubar zu halten.

Zum Trennen der Endstufen könnte man die auch Drahtbrücken J25, J26, J27, J28 herausnehmen. Dann wäre die obere Endstufe ohne Versorgung.
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#17
(10.03.2026, 14:35)Florida Boy schrieb: Wie zu erwarten war.

OK.
Problem: Yamaha hat da keine Trennung zwischen links und rechts vorgesehen. Beide Kanäle werden nicht gleichzeitig ausgefallen sein.

Erstmal intensiv schauen: es wird nach irgendetwas verbranntem gesucht; darum Brille, Lupe und viel Licht erstmal nur im Bereich zwischen den beiden Kühlkörpern (KK). Denkbar auch geplatzte Bauteile wie Widerstände oder Transistoren. Die braunen Platinen sind da nicht so hilfreich, denn dadurch lässt sich starke Hitzeeinwirkung nicht wirklich erkennen. Ggf. auch von unten schauen.

Wenn die Hitze dermaßen groß ist und das ist bei einen Ausfall/Kurzschluss i. d. R. der Fall, dann verdampft an den (großen weißen) Emitterwiderständen meistens die Beschriftung. Bitte genauestens schauen.; klar, mittel oder nicht mehr lesbar? Alle acht Stück prüfen + berichten.

Lässt sich partout nichts erkennen, dann müssten die großen Transistoren an den KK ausgebaut werden.

Ist ein (Transistor-) Bauteiltester vorhanden?

Bauteiltester nicht vorhanden... nichts verbranntes zu finden, Beschriftungen astrein. Die braunen Kameraden sehen etwas überhitzt aus...
[Bild: IMG-20260310-154201.jpg]

(10.03.2026, 15:28)gst schrieb: Bevor die ganz große Suche losgeht:
R123 und R124 jeweils an einer Seite auslöten und überprüfen, ob sie den Wert von 100k haben.

Edit:
evtl. noch Überprüfung von R101 und R102, ob sie 220 Ohm haben.

Die Endstufe ist von Yamaha jahrzentelang fast unverändert verwendet worden. der letzte Verteter war der A-S801. In dieser Serie beim AX-892 wird bei der Endstufe nur der positive Zweig auf überstrom abgefragt.

Bevor man die Endstufen-Transistoren ausbaut, kann man Ihre Anschlussdrähte erstmal einen halben cm nach unten von der Platine lösen. Wenn dann der Überstrom beseitigt ist, kann man mehr messen.
In diesem Fall würde ich auf jeden Fall (wie häufig empfohlen) in die Netzzuleitung eine Glühbirne legen., um weitere Schäden überschaubar zu halten.

Vielen Dank,  ich versuche mal mein Glück...
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#18
Die braunen Kameraden sind Kondensatoren, die normalerweise gar nicht heiss werden (können).
Hat das Gerät eine abschraubbare Bodenplatte? (Ja, sehe ich gerade, sogar komplett, wie erfreulich).
Hast du das das Service Manual - elektrotanya könnte deine Freundin sein.
Ein Ringschlüssel von 5,5mm (Nuss) könnte hilfreich sein.
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#19
Also, Fazit:
Ich bin sowohl mit meinem Latein als auch meinem Können an dem Punkt, das ich lieber aufhöre.
Die genannten Widerstände sind in Ordnung. Was mir beim genauen Schauen mit Lupe und viel Licht aufgefallen ist, ist das da wohl schon jemand hier und da gelötet hat, man sieht das recht deutlich an dem vielen Flussmittel an so einigen Stellen, so hat Yamaha nicht gearbeitet.

Ich denke, er ist auch nicht so hochwertig, das ich mir da eine "Fremdreparatur" leisten sollte. Was meint ihr: Als Teileträger behalten oder zum Selbstkostenpreis anbieten?

Auf jeden Fall zwischendurch mal vielen lieben Dank für die Hilfestellung!
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#20
Wenn da schon jemand rumgelötet hat, sollte man den eigenen Einsatz schon bedenken, denn derjenige hat es wohl nicht richtig gemacht. 
Wenn 's nicht original Sanken sein muss, könnte man den gesamten Satz an möglichen defekten Transistoren für < 10Euro pro Kanal bekommen. Aber das lohnt wohl nicht. ich würde deshalb sagen: weg mit Schaden.
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#21
(10.03.2026, 15:46)Bassmann schrieb:
(10.03.2026, 14:35)Florida Boy schrieb: Wie zu erwarten war.

OK.
Problem: Yamaha hat da keine Trennung zwischen links und rechts vorgesehen. Beide Kanäle werden nicht gleichzeitig ausgefallen sein.

Erstmal intensiv schauen: es wird nach irgendetwas verbranntem gesucht; darum Brille, Lupe und viel Licht erstmal nur im Bereich zwischen den beiden Kühlkörpern (KK). Denkbar auch geplatzte Bauteile wie Widerstände oder Transistoren. Die braunen Platinen sind da nicht so hilfreich, denn dadurch lässt sich starke Hitzeeinwirkung nicht wirklich erkennen. Ggf. auch von unten schauen.

Wenn die Hitze dermaßen groß ist und das ist bei einen Ausfall/Kurzschluss i. d. R. der Fall, dann verdampft an den (großen weißen) Emitterwiderständen meistens die Beschriftung. Bitte genauestens schauen.; klar, mittel oder nicht mehr lesbar? Alle acht Stück prüfen + berichten.

Lässt sich partout nichts erkennen, dann müssten die großen Transistoren an den KK ausgebaut werden.

Ist ein (Transistor-) Bauteiltester vorhanden?

Bauteiltester nicht vorhanden... nichts verbranntes zu finden, Beschriftungen astrein. Die braunen Kameraden sehen etwas überhitzt aus...
[Bild: IMG-20260310-154201.jpg]

(10.03.2026, 15:28)gst schrieb: Bevor die ganz große Suche losgeht:
R123 und R124 jeweils an einer Seite auslöten und überprüfen, ob sie den Wert von 100k haben.

Edit:
evtl. noch Überprüfung von R101 und R102, ob sie 220 Ohm haben.

Die Endstufe ist von Yamaha jahrzentelang fast unverändert verwendet worden. der letzte Verteter war der A-S801. In dieser Serie beim AX-892 wird bei der Endstufe nur der positive Zweig auf überstrom abgefragt.

Bevor man die Endstufen-Transistoren ausbaut, kann man Ihre Anschlussdrähte erstmal einen halben cm nach unten von der Platine lösen. Wenn dann der Überstrom beseitigt ist, kann man mehr messen.
In diesem Fall würde ich auf jeden Fall (wie häufig empfohlen) in die Netzzuleitung eine Glühbirne legen., um weitere Schäden überschaubar zu halten.

Vielen Dank,  ich versuche mal mein Glück...

So, ich habe beschlossen, das Aufgeben keine Option ist und gerne die Chance nutze, von Profis zu lernen, wenn sich diese Gelegenheit bietet.

Ich habe das jetzt so verstanden: Ich trenne die Burschen von der Platine. Wenn dann der Verstärker einschaltbar ist, sind der oder die Übeltäter doch dann gefunden? Da mir ja die Profiausrüstung fehlt, wäre es kein Problem für mich, eben einfach alle 8 Stück zu ersetzen... da käme es mir auf ein paar Euro nicht an, wenn er dann wieder läuft.

Ich vermute mal als interessierter Laie, das es bestimmt so etwas wie häufige Defekte der selben Art bei diesen Geräten gibt, oder?

(10.03.2026, 18:07)gst schrieb: Wenn da schon jemand rumgelötet hat, sollte man den eigenen Einsatz schon bedenken, denn derjenige hat es wohl nicht richtig gemacht. 
Wenn 's nicht original Sanken sein muss, könnte man den gesamten Satz an möglichen defekten Transistoren für < 10Euro pro Kanal bekommen. Aber das lohnt wohl nicht. ich würde deshalb sagen: weg mit Schaden.

Aufgeben ist nach überschlafen doch keine Option, ich will ja (von euch) lernen, das kann ja nicht schaden. Original ist mir auch wurscht, so lange er wieder läuft.....
Anything over a mouthfull is waisted!
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#22
Ich war wohl nicht genau genug in meiner Beschreibung zur Bestimmung der defekten Endstufe:

1.) In die Netzzuleitung kommt die Glühlampe 60W in Serie . Berührschutz etc. alles ok?
Wenn dann das Gerät angeschaltet wird, Betriebsspannung der Endstufe (normal plus und minus ungefähr 56V )prüfen, wird wohl bei 3 -5 Volt oder weniger sein. D.h. eine Endstufe verbraucht die ganze Betriebsspannung für sich. Spannung wieder abschalten.
2.) auf der linken Seite  alle Endtransistoren 2SA1695 / 2SC4468 die Anschlussdrähte von der Platine lösen. 
3.) Gerät wieder mit Strom versorgen - ist die normale Betriebsspannung jetzt da? Wenn ja, ist die linke Endstufe defekt, die rechte vermutlich in Ordnung. Wenn das bei dir zutrifft, nimmst dein Voltmeter und misst die Spannung zwischen Masse und der Steckbrücke CB109 auf der Platine neben den großen weißen Emitterwiderständen. Welchen Kontakt du am Anschluss CB109 nimmt, ist gleichgültig -  da sollte dann wenig da sein, <100mV.
Wenn da so ist, könnte die rechte Endstufe in Ordnung sein.



Wenn du nur ein Vielfach-Messinstrument hast, würde ich nicht davon ausgehen, dass du damit defekte Transsitoren sicher erkennen kannst. Ich würde dann alle Transistoren  eines Kanals herausnehmen und z.B. bei Reichelt Ersatz bestellen. Ich denke da kommst du mit 10-12 Euro aus. Die Platine noch mal so schön dicht fotografieren und dann alle komplett tauschen. Vor einem Neustart die Glühbirne wieder in die Zuleitung nehmen und dann (wenn nichts raucht) die Spannung von beiden Testbrücken CB 109/CB110 gegen Masse messen und wenn beide Messungen < 50mV sind, kann man es wagen und die Lampe aus der Netzzuleitung nehmen.
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#23
Sehr sinnvoll, denn für den Yamaha sollte es sich lohnen.

Vorweg: Solche Remote-Reparaturen sind langatmig und leider selten von Erfolg gekrönt. Meistens verlieren die Reparateure den anfänglichen Schwung und melden sich dann nicht mehr. Wäre es einfach, könnte es jeder! Daher: Am Ball bleiben, am Ball bleiben und nicht aufgeben.

Dann bitte keine Vollzitate. Zitiere nur das, worauf du dich beziehen möchtest.

Erstmal nichts aus dem Gerät ausbauen oder irgendetwas auf blauen Dunst hin bestellen. Das bringt nichts.

Das Wochenziel wäre es, dich mit dem vorhandenen Multimeter vertrauter zu machen. Suche dir dazu auf Youtube Videos zum Thema ,,Transistoren mit Multimeter prüfen/testen".

Nur Übung bringt Sicherheit. Sicherer oder halbwegs sicher, bringt nichts. Du musst dich auf deine eigenen Prüfungen verlassen können.

EDIT Typo
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#24
Ich bin nicht komplett deiner Meinung, Florida Boy.

Ich denke, ein Vielfach-Messgerät ist nicht geeignet, Transistoren zu überprüfen, die unter Betriebsspanungen bis 110V arbeiten müssen. 

Sicher kann man bei einer Ube von 2,5V gemessen mit dem Vielfachmessgerät von einem Defekt ausgehen, aber das geht nur in einer Schaltung unter Betriebsspannung. Andererseits kann leider die erfolgreiche Messung der Diodenstrecken nicht einen Defekt ausschließen. 

Deshalb rate ich bei solchen gleichsspanungsgekoppelten Endstufen mit Grund zu einem vollständigen Tausch. Die leicht erhöhten Kosten stehen in keinem Verhältnis zu dem Ärger, wenn irgendein schwacher Kandidat in der Endstufe die gesamte Mannschaft ins Jenseits befördert. Der Frust und den Ärger, die Endtransstoren auszubauen etc. muss man erstmal überwinden.

Wenn man einen Regeltrenntrafo besitzt, kann man sicher die Endstufe sanft hochfahren und mit Messung besonders der BE-Spannungen Verdächtige identifizieren. Aber der TE sollte ja mit seinen Mitteln schnell und relativ sicher zu einem befriedigenden Ergebnis kommen.
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#25
(11.03.2026, 13:28)gst schrieb: Ich bin nicht komplett deiner Meinung, Florida Boy.
(...)

(11.03.2026, 12:36)Florida Boy schrieb: Nur Übung bringt Sicherheit. Sicherer oder halbwegs sicher, bringt nichts. Du musst dich auf deine eigenen Prüfungen verlassen können.

EDIT Typo
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