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Merkwürdiges "Phänomen" mit einem Onkyo T-9
#1
Vor zwei Wochen habe ich einen meiner T-9 nach Spanien verkauft. Da ist er am Donnerstag eingetrudelt. Der Käufer hat ihn am Freitag das erste mal in Betrieb genommen. Alles lief. Dann kam heute folgende Mail:

"Hallo Peter,

Komische Situation. Am Freitag Tuner angesteckt und alles hat gut funktioniert. Am Samstag dann wieder angesteckt und es ist sofort der Trennschutz gefallen. Egal ob der Tuner eingeschaltet ist oder nicht. Es passiert sofort wenn ich hinten an den Auido Output etwas anschliesse. Ohne audio anschluss it alles in Ordnung."


Auf Nachfrage schrieb er dann, dass der Trennschutz im Haus anspricht, also eine der Sicherungen. Wie kann denn so etwas sein? Der Onkyo braucht doch gar keinen Strom - und es passiert wohl nur, wenn er die Cinchkabel anstöpselt. Wenn das Gerät so am Strom hängt - nix.

Kann mir da keinen Reim drauf machen - außer ein gelöstes Kabel im Inneren? Die Gerätesicherung ist in Ordnung.
Audiophile Grüße

Peter
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#2
[color=#231f20][size=small][font=Helvetica, Arial, sans-serif]


Ein paar Fragen stellen sich beim Lesen der Bechreibung:

- gibt es einen Unterschied zwischen den Beschaltungen von Fr und Sa?
- ist mit "Trennschutz" eine Fehlerstrom-Schutzschaltung (vulgo FI) gemeint,
     oder ist es ein normaler Sicherungsautomat?

- - -

Der Fehler muss nicht beim Tuner liegen, die Ursache könnte auch beim
angeschlossenen Gerät zu suchen sein.

Wäre es möglich, ein anderes Gerät an den RCA-Ausgang des Tuners
anzuschliessen?
[color=#333333][size=small][font=Tahoma, Verdana, Arial, sans-serif] [Bild: te-5.png]
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#3
Das ist etwas schwierig herauszubekommen, mit dem Unterschied. Der Spanier arbeitet mit einem Übersetzungsprogramm. Ich hatte ihm auch schon geschrieben, er möge es mal an einem anderen Stromkreis im Haus versuchen. Aber ich werde ihm das noch mal mit FI und normalem Sicherungsautomat übermitteln. Hatte ich dran gedacht, aber dann vergessen. Danke.

Den Tuner sehe ich, wie Du, ehrlich gesagt auch nicht als primäre Ursache. Aber das mit dem anderen Gerät ist eine gute Idee. Werde ich ihm vorschlagen. Vielleicht auch mal das Wechseln des Anschlußes an seinem Verstärker. Also von Tuner auf Aux etc.
Audiophile Grüße

Peter
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#4
Lass dir doch ein Foto der Unterverteilung machen.
Rot auf blau und Plus ist Minus.
Strom tut erst dann weh wenns riecht (Alte Elektriker Weisheit)

Beste Grüße Jianni.
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#5
Du meinst vom Sicherungskasten, Jianni?
Audiophile Grüße

Peter
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#6
Ja sicher. Drinks
Rot auf blau und Plus ist Minus.
Strom tut erst dann weh wenns riecht (Alte Elektriker Weisheit)

Beste Grüße Jianni.
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#7
Schreibe ich ihm mal - aber von Sicherungskästen habe ich null Ahnung... Wobei ich den Unterschied zwischen FI und normal kenne...
Audiophile Grüße

Peter
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#8
Das zeigst Du uns dann. Wink3
Rot auf blau und Plus ist Minus.
Strom tut erst dann weh wenns riecht (Alte Elektriker Weisheit)

Beste Grüße Jianni.
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#9
Ich werde ihn um ein Büldchen bitten. :-)
Audiophile Grüße

Peter
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#10
Achso, noch etwas:

vielleicht war beim Freitags-Aufbau lediglich eine Wurfantenne angeschlossen
und am Samstag dann die Hausantenne, die möglicherweise eine andere Vor-
stellung von Erdpotential hat als die elektrische Hausinstallation.
[color=#333333][size=small][font=Tahoma, Verdana, Arial, sans-serif] [Bild: te-5.png]
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  • nice2hear, jim-ki
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#11
Er soll aber auch mal prüfen, ob es mit (s)einer Antennen-/Kabelanlage zu tun haben könnte.
Diese dann mal abziehen und durch eine Wurfantenne oder T-Kabeldipol ersetzen.

Ok, dein Internetzugang ist schneller. Smile
"We learned more from a three minute record than we ever learned in school" , Bruce Springsteen in "No surrender" played als Song 2 im Mai 2013 in Hannover Dance3 Dance3
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  • winix, Klangstrahler
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#12
Guter Einwand von Euch beiden. Da wäre ich nun gar nicht drauf gekommen. Drinks
Audiophile Grüße

Peter
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#13
Das hat er gerade zurückgeschrieben:

Hallo Peter, es ist diese FI-Schalter, also es geht alles aus in oberen Stockwerk. Ich habe eine Soundblaster DAC angeschlossen. Damit kann ich das Audiosignl vom Tuner über einen Stream anhören, Zum Beispiel während ich in der Arbeit bin. Im Moment lauft der DAC an meinen Rotel Tuner (aber diese hat keine Erdung). Hab aber auch schon mal mit meinen Sony probiert, die geerdet ist.

Merkwürdige Sache.
Audiophile Grüße

Peter
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#14
Einen A-10 aus der gleichen Serie musste ich auch mal „zum Testen“ erdpotentialfrei machen, weil er mit Kabelanlagenverbindung über einen unitymedia Receiver und Cinch brummte.
"We learned more from a three minute record than we ever learned in school" , Bruce Springsteen in "No surrender" played als Song 2 im Mai 2013 in Hannover Dance3 Dance3
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#15
Das Problem hat er aber wohl mit den beiden anderen Geräten, einmal Erde - einmal ohne, wohl nicht. Hmm.
Audiophile Grüße

Peter
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#16
Erstmal: fliegt wirklich die Sicherung (das würde mehr oder weniger einen Kurzschluss bedeuten) oder doch eher der FI Schutzschalter ? Da reichen ganz kleine Fehlerströme, die über den Schutzleiter abfließen.

Eine Möglichkeit ist, dass ein Fehlerstrom über die Masseverbindung der Chinchkabel Abgeleitet wird. Ist eines der Geräte 2-Adrig und das andere 3-Adrig angeschlossen?

Viele Grüße,
Christof
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#17
Er schreibt, es sei der FI.

Das kam gerade noch:

Hallo Peter,

es war alles gleich, gleiche Antenne, gleiches Netzkabel, gleiche Steckdose, Gleiche RCA Anschluss zum DAC. Wie gesagt, sehr merkwürdig.

Mit ein Voltmeter auf AC habe ich zwischen den RCA ground Anschluss und das Ground vom Signalkabel (zum DAC gemessen. 125v AC. Nicht sicher ob das etwas aussagt oder nicht. Diese Creative DAC ist mit ein 12v Trafo angeschlossen. Funktioniert jetzt auchj normal.


Ist dann der DAC die Quelle des Übels?

Der Onkyo hat die Kaltgerätebuchse - mit den Dreierpins. Was der Creative DAC bei ihm hat? Keine Ahnung. Aber wohl nur zweiadrig?
[Bild: DSC02354a.jpg]

[Bild: IMG-1632a.jpg]
Audiophile Grüße

Peter
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#18
Die Verteilung hat vermutlich nen FI-Schutzschalter. Hat der Tuner ne originale Netzleitung?
Der T-9 hat in der Universalausführung ab Hersteller auch nur ne zweipolige Netzleitung wie die Amerikaausführung, wobei der Masseanschluß des Geräte auf dem Schutzleiteranschluß der Netzbuchse liegt. Wenn das Gehäuse ein ausreichendes Potential gegen Erde hat, spricht ein empfindlicher FI-Schalter bei Anschluß ner Erde über ein Zweitgerät mit SL an. Schließlich hat die Kiste nen Sensor-Knob.

edit ok, Fi ist bestätigt
[Bild: icon_e_sad.gif]

"https://www.youtube.com/watch?v=OfhzqBsOpEA"
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#19
Wenn das Gerät alleine angeschlossen keine Mucken macht, d.h. der FI nicht rausfliegt, kann es mMn nur ein Fehlerstrom über die Chinchkabel sein. Ich weiss nicht was noch alles am DAC angeschlossen ist, hat er einen Stand-PC dran der dann auch mit der Masse des Chinchkabels verbunden ist? Hängt der evtl. in einem anderen Stromkreis? Einen der Stecker umdrehen hat auch schon manchmal geholfen.

Viele Grüße,
Christof
[-] 1 Mitglied sagt Danke an chrisp für diesen Beitrag:
  • analogzauber
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#20
Netzleitung hatte ich nicht in original. Der Käufer sagte aber, ich brauche keines dazu legen. Er hätte entsprechende Kabel. Nehme an von PC und Co. Er schrieb, der DAC ist ohne Erde angeschlossen. Es ist ein Creative Exigy.

Er will heute Abend einige Sachen, die ich ihm resultierend aus Eurer Hilfe mitgeteilt habe, ausprobieren.

Holger, wenn ich das richtig verstehe: wenn der DAC keine Erde hat, spricht der FI auch nicht an?

Christof - ja, das hatte ich auch schon vermutet. Weil es ihm selber auch sofort aufgefallen ist. Allein am Strom passiert nüscht. Erst wenn eine Cinch-Verbindung zum DAC kommt.



Hat das, was ich oben schon zietierte, etwas zu sagen?:

Mit ein Voltmeter auf AC habe ich zwischen den RCA ground Anschluss und das Ground vom Signalkabel (zum DAC gemessen. 125v AC. Nicht sicher ob das etwas aussagt oder nicht. Diese Creative DAC ist mit ein 12v Trafo angeschlossen. Funktioniert jetzt auchj normal.


https://www.amazon.de/Creative-Blaster-E...B000063BZO
Audiophile Grüße

Peter
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#21
Das Dumme ist,der FI unterscheidet nicht zwischen Fehler und Ableitstrom. Im Endeffekt kann der FI durch die Summe der Ableitströme ausgelöst werden ohne das ein Fehler vorliegt.Auch durch EMV Filter usw. 

Wenn es denn so wäre und keine entsprechenden Defekte zu finden sind.

Der DAC hat ein Schaltnetzteil drin? Sekundärseitig eigene Masse.Das wird wohl so aus Sicherheitsgründen gemacht und wird dann bei der Erdung über anderes Gerät wieder hinfällig.Nur mit welchen Auswirkungen.
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#22
Die gemessene Spannung ist hochohmig, bricht bei Last zusammen. Für den FI reichts aber.
Wenn der T-9 dreipolig angeschlossen ist, fließt ein Strom über die Cinch-Masse vom DAC zur Erde.
[Bild: icon_e_sad.gif]

"https://www.youtube.com/watch?v=OfhzqBsOpEA"
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  • winix
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#23
Also ist offensichtlich der DAC Dreh und Angelpunkt...
Audiophile Grüße

Peter
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#24
Oft ist es die Kombination aus Geräten und Leitungen.
"We learned more from a three minute record than we ever learned in school" , Bruce Springsteen in "No surrender" played als Song 2 im Mai 2013 in Hannover Dance3 Dance3
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#25
(10.05.2021, 12:58)Gorm schrieb: Die gemessene Spannung ist hochohmig, bricht bei Last zusammen. Für den FI reichts aber.

Moin,
ich weiss ja nicht, was FIs in Spanien fuer einen Ausloesestrom haben, aber gehen wir mal von 30mA aus.
Die werden bei einer hochohmigen "Ableitspannung" von 125V bei weitem nicht erreicht, Geraete mit SNT und zweipoligem Netzanschluss (ich vermute dahinter den DAC) duerfen einen Ableitstrom von 1mA(?) nicht ueberschreiten.
Wenn etwas den FI ausloest, sollte man von einem wirklichen Isolationsfehler ausgehen. Und der muss jetzt gefunden werden...

73
Peter
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