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Messfrequenz Elko - 100Hz oder 1kHz
#1
Hallo Leute,

mich beschäftigt die Frage, bei welcher Frequenz die Elkos in unseren Verstärkern/Receivern usw. gemessen werden.

Ausgangspunkt:

Vor 2-3 Jahren wurde hier im Forum das LCR Meter "DER EE - DE 5000 vorgestellt. In einem Thread hatte scope  das Gerät einmal getestet und für uns "Hobbybastler" empfohlen. 
Mit dem DE-5000 kann man neben der eigentlichen Kapazitätsmessung auch die Frequenz einstellen, mit der gemessen werden soll. 

Wie verhält es sich mit der Messfrequenz für Elkos in Audioschaltungen ?  

100Hz / 120Hz - gilt das für alle Elkos ? Siebelkos und größere Elkos werden mit 100Hz gemessen, aber was ist mit den kleineren Werten?

Als Beispiel:

Die typischen Werte von z.B 0,47uF, 1uF, 2,2uF, 3,3uF und 4,7uF, wie sie oft im Signalweg zu finden sind - auch 100Hz ? Schaue in in dem Datenblatt von z.B Nichicon, wird dort 120Hz angegeben - hier in Europa wären das dann wohl 100Hz.

Möchte ich aber anstelle eines Elkos eine Folie einsetzten, z.B 1uF von Wima, wird dort 1kHz/10Khz angegeben. Wie sieht es mit den ganz kleinen Werten aus, z.B 100pF bei Phono oder Tuner ?


Deshalb meine Frage:

Wann werden Elkos mit 100Hz/120Hz gemessen und wann mit 1kHz, bzw. für welche Anwendungen gilt das  Sad2


Über Infos und Antworten würde ich mich sehr freuen !


Die Meinung und Erfahrung von scope ist hier auch gefragt und ausdrücklich erwünscht !!


Danke und Gruß
Olaf
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#2
Die meisten Fragen hast du bereits selbst beantwortet.
Die Meßfrequenz 100 bzw 120 Hz bezieht sich auf die gleichgerichtete Netzfrequenz (Brückengl.), die je nach Region 50 odeer 60 Hz beträgt.
Die Unterschiede in den Meßergebnissen sind hier zu vernachlässigen...Also entweder 100 oder 120 Hz für alle Elkos, die als Siebelko eingesetzt werden. Auch in Einweggleichrichtung Wink3
Diese Frequenz kann man problemlos auch für kleinere Elkos verwenden.  Die Kapazität der Elkos  nimmt steigender Meßfrequenz ab.

Man sagt ganz allgemein, dass man Elektrolytkondensatoren mit einer Frequenz messen sollte, die der späteren Anwendung entspricht.

Hinzu kommen noch Einschränkungen vom Meßgerät selbst. Bei einem Gerät, das drei Frequenzen zur Auswahl bereitstellt, werden Elkos entweder mit 100/120 Hz, oder je nach Größe mit dem 1 KHz Bereich gemessen. Ab 470µF aufwärts würde ich den 100Hz bereich verwenden. Bei kleinen Koppelelkos kann man beide verwenden, erhält aber  unterschiedliche Ergebnisse. Mit 1 KHz werden so manche (neue) Elkos die Nennkapazität  nicht erreichen....Mittlerweile tun sie das ab und an selbst bei 100 Hz nicht Wink3

Die Meßgeräte haben ausserdem auch noch Bereiche, die nicht zulässig sind, oder aber zu unnötigen Toleranzen führen. Das ist bei der "derEE" nicht so umfangreich, aber bei einer HP, Wayne Kerr, oder ESI , mit weitem Frequenzbereich, sieht das z.B. so aus.


[Bild: Scan000028.png]


Zitat:Wie sieht es mit den ganz kleinen Werten aus, z.B 100pF bei Phono oder Tuner

Das werden wohl keine Elkos sein.  100pF "sollst" du mit dem Gerät (der EE) laut Manual nur mit 10K oder 100K messen, da ansonsten die Toleranzen zu groß werden.
[-] 10 Mitglieder sagen Danke an scope für diesen Beitrag:
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#3
Auch wenn das im Vergleich eher Laienmeßgeräte sind - weiß jemand mit welchen Frequenzen das Massengerät LCR-T7 und dieser China-Kapzitätsmesser M6013 messen?
„Kreativität ist für mich ein Zustand und kein Talent.“ (Chris Rea)

Entlastung für alle - Sonst gibts Krawalle! #socialismoobarbarie
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#4
Hallo scope,

vielen Dank für die Infos !  Thumbsup

Damit kann ich arbeiten - sehr schön! Drinks


Die 100pF meinte ich u.a. Styroflex u.ä.


Die Grafik ist interessant, wußte gar nicht, das die Toleranzen so groß werden können!


Nochmals Danke !

Gruß Olaf
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#5
Ich darf mal noch mal hierauf hinweisen:

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#6
Das führt lediglich insofern zu verwertbaren Ergebnissen, wie man den zu erwartenden Anwendungsbereich abbildet. Wer viel misst, misst Mist.
Es war egal. Ich hatte meins. Und... es war gut. So hat alles seine Zeit.
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