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Saba CDP 480
#1
Jetzt wird´s richtig klassisch. Ein CD Player der ersten Generation, auch wenn es kurz zuvor bereits einen Vertikalspieler von Hitachi (oder eben Saba branded) gab. Weitgehend baugleiche Geräte gab es auch von Dual, Blaupunkt Nordmende u.A.. Der ursprüngliche Hitachi 800 ist aber m.E. der einzige, der irgendwie nett anzuschauen ist. Die anderen wirken auf mich irgendwie "cheesy".



[Bild: pcm4.jpg]

Die Geräte von Mende, Saba und Dual habe ich in der Vergangenheit bereits "geschlachtet", da deren Lasereinheiten defekt waren....Platinen sind also vorhanden Wink3
Bei diesem Gerät, das ich gestern "erworben" habe ist das zum Glück anders...Der Laser ist soweit ok, und man kann damit sogar CDR (also gebrannte) abspielen, solange man sich keine Gedanken über die Fehlerraten macht. Die schlummern ja lange Zeit für den Hörer "verborgen" und machen sich während einer Hörsitzung erst dann bemerkbar, wenn´s geradezu katastrophal wird.


[Bild: pcm3.jpg]

Bei diesen Geräten geht alles etwas gemächlicher zu. Die Lade quält sich langsam aus dem Gerät, und die Zugriffszeiten sind auch nicht gerade rasant....Das geschieht bei meinem damals  10000 DM teuren Sony SCD-1 oder einem Accuphase DP-100 aber noch viel langsamer, wenngleich die Geräte hübscher, und massiver gebaut sind.



Lasereinheit Hitachi DA-1000, Diskteller aus Messing...So war das früher....

An dem Gerät mussten lediglich Pflegearbeiten durchgeführt werden. Schublade gängig machen. Linse und Frontplatte reinigen (Raucher)

[Bild: pcm2.jpg]

Wie damals üblich, gibt es auch in diesem Gerät nur einen DAC (PCM53) für beide Kanäle, und damit das übliche Phasenverhalten zwischen den Kanälen. Ausserdem ist er natürlich auch kein Oversampler und verwendet die typischen steilflankigen Filtermodule. Die sind auf dem Bild vorne als silberfarbene "Klötze" zu erkennen.

Trotz allem bin ich sicher nicht in der Lage, diesen CD Spieler -ohne Tricks- mal eben so von einem Sony XA-2ES zu unterschieden....Der Saba (Hitachi) spielt nach wie vor auf relativ hohem Niveau, was dem CD System zu verdanken ist.  Also.....relativ zur Analogtechnik. Wink3


[Bild: pcm1.jpg]

Stepped Sweep , -20 dBFS , ca. 300 bis 20000 Hz. Durch die steilen Filter gibt es jenseits der 22KHz Marke in dieser Messung praktisch nichts mehr zu sehen. Kein Rauschen, keine Aliase, nichts...Lediglich drei Harmonische können sich hier absetzen.
[Bild: GPIB-1t1-1.jpg]

997Hz, -60 dBFS


[Bild: vbn.jpg]

Frequenzgang (0dBFS) und Phase. Der  Pegelunterschied von 0,2 dB ist Toleranzen, eventuell auch dem Alter geschuldet. Das bleibt unhörbar....Auch die Welligkeit ab 5 KHz darf man als uninteressant für das "Hörerlebnis" abtun Wink3
Plasengang zwischen den Kanälen 90 Grad At 20 KHz.  Wirklich interessant ist (wäre) er eigentlich nur bei deutlich tieferen Frequenzen....

[Bild: phas.jpg]

Die Fehlerraten sind mit modernen CD-Spielern nicht mehr vergleichbar. Schon das Servicemanual gibt einen Vorgeschmack darauf, wie viel man "damals" als zu viel eingestuft hat. Zumindest wenn ich es richtig interpretiere.


[Bild: Clip0003.png]

Bis zu 2500 C2 Fehler sind "gut".....Naja....Der Maximalwert  beträgt 7350/s . Das (also 7350) würde bedeuten, das jeder Block betroffen ist. Am internen Decoder kann man einen Frequenzzähler an pin TC2 anschliessen, dessen Torzeit man auf 1Sek einstellt. Steht die CD Still, steht dort eine Frequenz von 7350 Hz an. Um dort etwas zu messen, muss man sich je nach Zustand der CD schon etwas gedulden....glücklicherweise.

Die Fehlerraten einer gepressten, fehlerarmen CD sehen in diesem Fall so aus:

Unkorrigierbare Fehler gab es über einen Zeitraum von 35 Minuten keinen einzigen...So soll es auch sein, wobei ein "paar" hier und da selbstverständlich auch noch nicht hörbar werden....

[Bild: P-Feb26-135031.png]

C2 Fehler gab es allerdings schon einige. Die werden wie auch die C1 Fehler komplett korrigiert.


[Bild: P-Feb26-135006.png]

C1 Fehler..Sieht schlimm aus, geht aber noch.  Es ist -weitgehend- Wink3 immer noch weniger als das, was der Standard vorgibt.


[Bild: P-Feb26-134838.jpg]


Er wird als Teileträger eingelagert....Bis ein Denon DCD 2000 oder ein Hitachi 800 seinen Laser braucht Wink3
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#2
Zitat:Das geschieht bei meinem damals  10000 DM teuren Sony SCD-1 oder einem Accuphase DP-100 aber noch viel langsamer, wenngleich die Geräte hübscher, und massiver gebaut sind.

Der Accuphase DP-100 ( Sony SCD-1 auch?) ist aber ein SACD-Player. Die sind i.d.R. meist langsamer, da sie, insbesondere beim ersten Zugriff das richtige Medium erkennen / zwischen den Layern umschalten müssen.
Ein Leben ohne Accuphase ist möglich... aber sinnlos! Oldie アキュフェーズ株式会社 Music2
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#3
Selbst wenn diese Geräte das nicht müssten, wäre ihre mittlere Zugriffszeit länger als die des Saba-Saurier. Das liegt u.A. daran, dass der Motor mit der CD, und nicht das Pickup bewegt werden muss.
Dazu kommt noch der Umstand, dass die fahrbare Haube -noch- langsamer schliesst, als die Lade des Saba Wink3....usw....

Wer einen DP-100 verwendet, darf es nicht eilig haben. Audiophile Heinis würden es vielleicht mit einem guten Wein vergleichen, denn den kippt man auch nicht schnell herunter. Thumbsup
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  • Test
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#4
(26.02.2022, 19:32)scope schrieb: Dazu kommt noch der Umstand, dass die fahrbare Haube -noch- langsamer schliesst, als die Lade des Saba Wink3....usw....

Moin,
dagegen erinnerte mich ein Marantz CD73 eher an "Schnappi, das Krokodil" ;-)

73
Peter
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#5
Den fand ich immer ganz besoonders "schlimm" ...Wink3
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#6
Falls sich jemand solch einen Dino zulegen möchte ......

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze...9-172-6362

Hi Mike
„Ein Dummkopf, der verbessert wird, hasst auf der Stelle seinen Mahner.“ (Egbert von Lüttich, um 1020)
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#7
Was ne Inflation...
https://www.hifishark.com/search?q=Saba+CDP+480
Interessant ist der Reiter Sold: 20-45 €
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#8
So interessant ist der Reiter m.E. nicht, da man dort nichts über den Zustand erfährt. Einige Angebote enthielten nur die Fernbedienung, bei den anderen gehe ich nicht davon aus, dass ein laufendes Gerät für 20 - 40 € abgegeben wurde. Die meisten laufen heute nicht mehr, was so gut wie immer am Laser liegt.

Der Laser ist bereits mehr als 40 € wert. Man kann ihn zwar nicht überall und jederzeit einer großen Zielgruppe anbieten, aber in Insiderbereichen, wo alte CDP gefragt sind, ist sowas durchaus gesucht und wird entsprechend bezahlt.
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