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Sony TC-V7 Azimut & Pegelabgleich
#1
Hallo zusammen,

nach meiner Vorstellung https://old-fidelity-forum.de/thread-203...pid1513303 hier nun mein aktuelles Projekt auf meiner Werkbank.
Es handelt sich hierbei um eine Sony Precise V5 aus dem Jahre 84.

[Bild: IMG-3674.jpg][Bild: IMG-3675.jpg]


Nachdem Verstärker, Tuner und Plattenspieler wieder einwandfrei laufen, bereitet mir das Tapedeck (TC-V7), als letztes Gerät der Kette, doch so langsam ein wenig Kopfschmerzen.
Hierbei handelt es sich um ein Autoreverse-Laufwerk, welches bereits komplett gereinigt und entmagnetisiert wurde.
Des Weiteren wurden die Andruckrollen und alle Riemen getauscht. Und nach dem Tausch eines Treiber-ICs auf der Systemplatine und der Reinigung des Aufnahme-Relais,
konnten auch alle Gerätefunktionen wiederhergestellt werden.

[Bild: IMG-3676.jpg]

Nun bin ich beim Abgleich angelangt und genau dieser raubt mir gerade die letzten Nerven.
Zur Verfügung habe ich die Messbänder von Hanspeter Roth, einen Signalgenerator, sowie ein digitales 2-Kanal-Oszilloskop.

Mittels der Gleichlaufkassette (3150 Hz) habe ich zuerst die Geschwindigkeit eingestellt. Das hat soweit auch gut geklappt.
Als nächstes stand die Azimut-Justage mit der 10 kHz Kassette auf dem Plan und damit fingen auch die ersten Probleme an.
Messe ich beide Seiten über die Lissajous Figur so gut wie möglich ein, so steht die Figur beim Abspielen der Oberseite ganz stabil da.
Auch nach dem Wiederanlauf. Schalte ich auf die Unterseite, so ändert sich die Figur nach jedem Wiederanlauf.
Mal einigermaßen okay, dann wieder komplett verstellt. Nach weiterer Analyse ist mir dann aufgefallen, das die Drehachse des Kopfes ein wenig Spiel hat.
Man kann diesen ganz minimal zur Seite bewegen. Jetzt die Frage, ob das so sein darf, oder ob ich hier das Problem vielleicht schon gefunden habe.
Kann einer etwas dazu sagen? Ich bedanke mich schon mal im Voraus für Eure Unterstützung.

VG
Thomas
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  • havox
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#2
Wenn ich das richtig sehe wird der Kopf von dem Zahnrad unten in Position gedreht und auch in Position gehalten? Dann wäre mal ein genauer Blick auf den Zustand des Ritzels und dessen Gegenpart notwendig, auch im Hinblick das es in einer Richtung immer passt und in der anderen immer anders ist. Hast Du mal  mit einer Spiegelkassette den Bandlauf geprüft?

Die Folientastaturen sind ja nicht so meins, aber der Schubladendreher PS-FL77 mit dem Linear-Biotracer ist leider geil, so einen würde ich mir auch gerne zu meiner Eclipse V3 stellen.

Gruß,
Stefan
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#3
Hallo Stefan,

beide Ritzel sind völlig in Ordnung. Hatte ich auch schon überprüft.

Der Kopf selbst schlägt auch gut an beiden Anschlägen mit den Justierschrauben an. Nur eben lässt er sich selbst innerhalb der Halterung minimal horizontal wie vertikal bewegen.

Im Service-Manual steht dazu leider nichts. Sollte der Halter ausgeschlagen sein, so war es das mit dem Deck. Totalschaden. Ein Ersatz dafür zu bekommen,
ist wahrscheinlich so gut wie aussichtslos. Ich bin im Moment ziemlich ratlos.

[Bild: IMG-3682.jpg]

VG

Thomas
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#4
Hier noch ein Video, in dem ich das horizontale und vertikale Kippen des Tonkopfes mal aufgenommen habe.




Wie soll man bei solchen Bewegungen eine vernünftige Einstellung finden? Sad2

VG
Thomas
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#5
Sieht wirklich nicht so schön aus, aber u.U. ist das so gedacht und der drehbare Teile wird durch Federn in den Endlagen in Position gehalten und eine davon ist evtl. ausgeleiert. Was ist mit der Feder mit der Nummer 352, noch ok? Am Zahnsegmentbogen sieht auch alles gut aus? Laut SM gibt es den Kopfträger nur als komplette Einheit, aber wenn es mein Deck wäre, würde ich trotzdem versuchen den drehbaren Teil auszubauen und nachschauen was da los ist. Ist ja schon Arbeit reingeflossen, wäre schade wenn man das Teil wegschmeißt obwohl es im Zweifelsfall mit ein paar Lagen Teflonband an der richtigen Stelle wieder hinzukriegen gewesen wäre.

Edith sagt noch in jedem Fall zuerst den Bandpfad mit Spiegelkassette checken, u.U. liegt das an der Bandführung und gar nicht am Tonkopf.
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#6
Das Bauteil 352 ist eine Halterung für das Kabel des Löschkopfes. Wink3 Du meinst wahrscheinlich die Spannfeder 349, in dem auch die Anschlusskabel verlaufen.
Diese arretiert den Kopf in der jeweiligen Richtung. Ja, das hatte ich mir auch schon überlegt, ob vielleicht nur diese Feder das ganze in Position halten soll.
Diese sieht auch in Ordnung aus. Ebenfalls der Zahnsegmentbogen. Hhmm, wenn ich den ganzen Halter ausbaue, stimmt bestimmt die Höhe danach nicht mehr.
Vielleicht erwarte ich, speziell bei diesem Deck, auch zu viel in Sachen Präzision und ich muss mit einer Kompromisseinstellung leben.

VG
Thomas
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#7
Habe es oben mal nachgetragen, evtl. noch mal den Bandlauf checken. Ich habe hier auch noch ein paar Sony Autoreverse-Decks rumliegen, ich schau mal wie das da aussieht mit der Beweglichkeit des Tonkkopfs.
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#8
Ich habe leider (noch) keine Spiegelkassette da. Mittels der transparenten Messkassetten konnte ich den Bandlauf einigermaßen beobachten und das sah eigentlich gut aus.
Ja ich weiß, ist eigentlich nicht das richtige.

VG
Thomas
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#9
So, die Spiegelkassette hatte ich fertig gestellt, wie im anderen Beitrag bereits berichtet -> https://old-fidelity-forum.de/thread-367...pid1517233

Ansonsten komme ich mit der Messerei jetzt erst mal nicht weiter. Der Reverse-Kopf macht mich ganz bekloppt und deshalb habe ich ihn heute ausgebaut.
Meine Vermutung hat sich bestätigt. Nicht nur das Lager selbst hat ein gewisses Spiel (welches aber völlig normal sein sollte), sondern auch das Tonkopf-Gehäuse,
welches auf der Steckachse des Lagers steckt. Ich muss nun schauen, wie ich das wieder hinbekomme. Vielleicht kleben. Ich überlege noch.
Wenn Ihr einen guten Tipp habt, dann nur zu. Ich würde mich freuen.

[Bild: IMG-3729.jpg]

[Bild: IMG-3736.jpg]

VG
Thomas
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#10
Ich habe das Gehäuse jetzt mal auf die Steckachse geklebt. Scheint gut zu halten. Das Achsspiel hat sich auf jeden Fall verringert. Hoffentlich bringt das was.

VG
Thomas
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#11
Kurze Rückmeldung. Gestern mal alles wieder zusammengebaut und was soll ich sagen, die Umschaltung zwischen Vorder- und Rückseite ist jetzt stabil.
Die Messung mit der Höhenmesskassette hat geklappt - beide Seiten sind jetzt gleichmäßig ausgepegelt - und auch den Azimut konnte ich wunderbar einstellen.
Ich bin begeistert. Als nächstes den Wiedergabe- und Aufnahmepegel, sowie BIAS einstellen. Mal sehen, wie das klappt.

VG
Thomas
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  • havox, Tonkopf87, feesa
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