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Kaufberatung Tape Decks
#1
Hallo Zusammen

Nun, ich Suche nach einem Tapedeck. Gefallen würden mir Pioneer Ct-93, Revox B215-E oder S und
Akai GX-75 MK2, GX-95 MK2 bzw. GX-Z 7100 GX-Z 9100.

Aber wie sieht es da mit Ersatzteilen aus? Die Akais zum Beispiel sollen ja mal Probleme mit der Tape-Klappe haben...
Bekommt man da noch Ersatzteile oder ist da nichts mehr zu machen bei einem Defekt?
In der Bucht steht grad etwas interessanten drin mit genau dem Fehler...

Viele Grüße, Klaus  Drinks
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#2
Die beste Versorgungs-/ Service-lage wird es wohl bei Revox geben.
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#3
Revox ist klar, aber wie sieht es bei den Pioneer und Akais aus? 
Bekommt man da noch Ersatzteile im falle einer Revision?
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#4
Kurze Antwort: Nein.
Zumindest nicht vom Hersteller, bzw. nur mit sehr viel Glück als alte Lagerware von einem Händler.

Aber die meisten Geräte gehen ja auch "nur" elektronisch oder an Verschleißteilen kaputt, und fast alles davon lässt sich (auch dank des weiten Internets) gut beheben.

Die Teile sind alle mindestens 30, eher 40 Jahre alt, insofern ist da immer was zu tun.
Es grüßt Sebastian aus Hamburg.
----------------------------------------------------------
The 7 P's:
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#5
So, es ist ein Revox B215-E geworden...

Ich hatte zwischenzeitlich zwei Akais GX-75 Mark 1 und 2 hier aber das Revox ist doch eine Nummer höher anzusiedeln.

Bin total überrascht wie gut 30 Jahre alte Kassetten klingen... Hat schon jemand die Neuen Type 1 Kassetten von Revox ausprobiert?
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#6
Wenn es Kassetten aus neuer Fertigung sein sollen, dann wäre RTM empfehlenswert.
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#7
Hallo,

es gibt sicher Kassettendecks, die vielleicht noch etwas besser klingen als das B215, z. B. manche Nakamichis.

Das Laufwerk, die Laufwerksteuerung und das Echtzeitzählwerk des Revox sind jedoch erste Sahne.
Auch der Aufbau der Innereien ist mustergültig professionell und sieht nicht so aus, wie das Chaos im Dragon.
Gruß Udo Karl
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#8
(06.12.2025, 09:53)orionklausi schrieb: Revox ist klar, aber wie sieht es bei den Pioneer und Akais aus? 
Bekommt man da noch Ersatzteile im falle einer Revision?

Ich habe noch ein 47 Jahre altes TEAC A-800 Kassettendeck.
Bei TEAC sieht die Ersatzteillage, was man hört, auch noch gut aus.
Ich habe mich sicherheitshalber noch vor kurzem mit einem neuen Capstan-Motor eingedeckt.
Gruß Udo Karl
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#9
(01.01.2026, 02:25)shadowlord schrieb: Wenn es Kassetten aus neuer Fertigung sein sollen, dann wäre RTM empfehlenswert.

Ja, hab schon ein Video gesehen wo die ganz brauchbar getestet wurden.
Ich möchte gerne mal wissen wie gut die neuen Revox Kassetten sind. Angeblich sollen die ja die Besten sein. Laut Werbung...

Sind hier auch B215 Kenner anwesend? Ich las irgendwo das man die Kondensatoren im Signalweg gegen ELNA SILMIC austauschen kann, dann währe das Tapdeck sogar besser als Original.
Da meine Kiste ja nun doch Bj.91 ist währe das doch keine schlechte Idee, oder???
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#10
Hier sind jede Menge Revox B215 / Studer A721 Kenner......und niemand davon hat irgendwelche "Kondensatoren im Signalweg" getauscht. LOL
Außer, sie sind defekt.

Immer wieder der selbe Blödsinn.
Es grüßt Sebastian aus Hamburg.
----------------------------------------------------------
The 7 P's:
Prior proper planning prevents piss-poor performance Oldie
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#11
hallo proso

Naja, ich habe ja noch nicht so die Kentnisse über das Gerät und so habe ich Infos aus dem Netz gesucht.
Und bin eben darüber gestolpert...
Bei Aufnahmen habe ich über Hinterbandkontrolle festgestellt das etwas Höhen fehlen. Liegt das an den alten Kassetten? Ich habe aus den Anfang der 90er TDK SA und Maxell XL II S...
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#12
Nun ja,  die blauen Philips und die goldenen Frakos sind schon Austauschkandidaten. Erstere haben fast immer Kapazität verloren über die Jahre, letztere gehen mal spontan mit Kurzschluss kaputt.
Man muss die aber nicht proaktiv alle tauschen, sondern eher nach Bedarf. 
Ich habe dazu noch nie irgendwelche besonderen Elkos verwendet, sondern nur Standardware z.B. von Reichelt, da sind auch mal Panasonic oder so dabei, wenn es sich gerade ergibt. Low-ESR ist übrigens ausschließlich in Schaltnetzteilen gefragt, nicht im Audiobereich.

Und apropos „Klang“: Die B215/A721-Tapedecks haben auf der output-Platine Trimmer für level und treble, die darf man gerne verwenden. Die liegen nämlich nachgelagert zur Entzerrung/Dolby-Decodierung. Richtig eingemessen (das macht die Automatik hervorragend) nehmen die Revox-Studer „maximal richtig“ auf und geben auch „maximal richtig“ wieder.

Und auch an Wartungsfreundlichkeit sind sie kaum zu überbieten.

(01.01.2026, 16:42)orionklausi schrieb: hallo proso

Naja, ich habe ja noch nicht so die Kentnisse über das Gerät und so habe ich Infos aus dem Netz gesucht.
Und bin eben darüber gestolpert...
Bei Aufnahmen habe ich über Hinterbandkontrolle festgestellt das etwas Höhen fehlen. Liegt das an den alten Kassetten? Ich habe aus den Anfang der 90er TDK SA und Maxell XL II S...

Hast du den B215 vor der Aufnahme auf die entsprechende Cassette mit der Automatik eingemessen? Das ist ein muss!
Viele Grüße,
Hans-Volker

Es gibt viel zu tun, fangt schon mal an!
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#13
Ups, ich wollte nur bearbeiten, nicht mich selbst zitieren Lipsrsealed2 Hab das daher gelöscht…
Viele Grüße,
Hans-Volker

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#14
Akso ich nehme ohne Dolby auf und und messe immer vor der Aufnahme ein.
Ich spule ungefähr zur Mitte der Kassette vor und starte dann die Eimessung.

Kannst Du mir genau sagen welcher der Trimmer für die Höhen ist? Ich würde dann ganz vorsichtig bei einer laufenden Aufnahme mit Hinterbandkontrolle minimal verstellen bis es zur Quelle passt...
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#15
Zitat:es gibt sicher Kassettendecks, die vielleicht noch etwas besser klingen als das B215, z. B. manche Nakamichis.

Da möchte ich gleich im neuen Jahr den Spielverderber spielen. 
Kassettendeck uns "guter Klang" sind zwei Begriffe, die ich absolut nicht (mehr) zusammen bringen kann, wenn ich mich nicht selbst
belügen möchte.

Interesse und Spaß an der alten Technik, und der Beschäftigung damit ??? Ja, das kann schon sein, aber der gute Klang ist 
bestenfalls eine sehr subjektive Auslegung, wenn es um Cassettenrecorder geht. 

Ich kenne sie alle, und ich bin heutzutage immer wieder entsetzt, wie schlecht das alles damals war, und wie "gut" 
ich es damals empfunden habe. 

"Nett" ist das auch heute noch, aber eben nichts für Leute, denen wirklich guter Klang  wichtig ist. Es ist wohl auch eine Frage der Definition.
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#16
Also ich besitze schon eine brauchbare Anlage.
Mir ist auch bewusst wenn ich High-Res hör, das da mehr rüberkommt als über Tape.
Aber ich schätze eben auch den analogen Charme. Und vor allem den Spaß an der Technik. 
Es würde mich nur stören wenn das Tapedeck einfach noch "Reserven" hätte die ich im Moment nicht nutze.
Meine ersten Lautsprecher habe ich mit 15 gebaut, also ich bin nicht gänzlich unwissend. Ein bisschen Wissen sammelt sich schon an in 45 Jahren Hobbyzeit, aber man lernt ja nie aus  Drinks
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#17
(01.01.2026, 17:46)orionklausi schrieb: Akso ich nehme ohne Dolby auf und und messe immer vor der Aufnahme ein.
Ich spule ungefähr zur Mitte der Kassette vor und starte dann die Eimessung.

Kannst Du mir genau sagen welcher der Trimmer für die Höhen ist? Ich würde dann ganz vorsichtig bei einer laufenden Aufnahme mit Hinterbandkontrolle minimal verstellen bis es zur Quelle passt...

Das ist nicht der Weg…die Trimmer auf der output-Platine wirken ja auch auf die Wiedergabe des Eingangssignals. 

Edit sagt, da habe ich Unsinn geschrieben  Lipsrsealed2 Die Trimmer wirken nur auf die Wiedergabe. Zum korrekten Einstellen braucht es aber natürlich ein Kalibrierband und ein Millivoltmeter.

Wenn Vorband/Hinterband ein hörbarer Unterschied da ist, dann passt was mit der Einmessung oder mit dem Bandmaterial nicht…
Dolby würde ich auf jeden Fall verwenden, ich nehme grundsätzlich mit Dolby C auf. Andernfalls verschenkst du zu viel Qualität und neigst evtl. dazu, zu hoch auszusteuern.
Viele Grüße,
Hans-Volker

Es gibt viel zu tun, fangt schon mal an!
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#18
Zitat:Mir ist auch bewusst wenn ich High-Res hör, das da mehr rüberkommt als über Tape.

Da reicht bereits 16/44, von dem sowieso das meiste stammt, was letztendlich um einiges schlechter auf dem Band landet.
An High-Res usw. denke ich da gar nicht.

Zitat:Aber ich schätze eben auch den analogen Charme

So ist es auch bei mir, aber es reicht vollauf, wenn Opas Kisten 2 mal im Monat bewegt werden Yes

Zitat:Es würde mich nur stören wenn das Tapedeck einfach noch "Reserven" hätte die ich im Moment nicht nutze.
Wenn du ein Band nach vielleicht zwei oder drei  Jahren mal wieder einlegst, bist du bereits in dieser Situation. Oft ganz unbewusst Wink3

Für meine Begriffe schaut der "typische" Tapedeckhörer (der vielmehr als Sammler zu verstehen werden muss) etwa so aus:

Möglichst viele Decks unkoordiniert und unschpn aufgestapelt, gepaart mit eher unterdurchschnittlicher Hörsituation
und einem Musikgeschmack, bei dem das sowieso alles egal ist Wink3



Sind das etwa unhaltbare Vorurteile? Wink3

Diese beiden Decks stehen hier übrigens auch gerade, und ich bin heilfroh, dass ich damit nicht Musik hören muss....
So "nett" sie auch sein mögen. Ich finde sie jedenfalls ganz hübsch....
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#19
Ja, den Karsten seine Seite kenne mich. Musste die auch gleich abonnieren!!
Super informativ und sehr unterhaltsam. Er macht es aber auch echt spannend...

Aber die eine Frage bleibt offen, hat schon jemand die neuen Revox Kassetten getestet?
[-] 1 Mitglied sagt Danke an orionklausi für diesen Beitrag:
  • MK1974
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#20
Vermutlich nicht  Floet Es gibt genügend „alte“ Cassetten guter Qualität bei ebay oder Kleinanzeigen oder übers Forum und auch Typ II und Typ IV zu günstigeren Konditionen und wenns neue sein sollen, die Fox. Ich glaube, bei tapeheads hat jemand von den neuen Revox bestellt und wird dann berichten. 
https://www.tapeheads.net/threads/revox-...ny.117047/
Alle hoffen, dass da nicht das bekannte Bandmaterial von NAC drin ist  UndWeg
Viele Grüße,
Hans-Volker

Es gibt viel zu tun, fangt schon mal an!
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#21
Ach Leute, es geht doch immer nur um das Maximum, das man aus dem Medium Kassette rausholen konnte/ kann. Und da gibt es - ich hoffe mal - unbestrittenermaßen himmelweite Unterschiede zwischen dem, woran sich viele Leute erinnern (Bleistift, Bandfraß, Rauschen = Kinderzimmer Tapedeck) und dem, was machbar war (wenig Rauschen, kaum Unterschied zwischen Vorder/ Hinterband, Erhalt von Höhen = gehobene Geräte, die sich die wenigsten im Teeniealter leisten konnten).
Grüße
Daniel Thumbsup
[-] 1 Mitglied sagt Danke an zoolander für diesen Beitrag:
  • al3x135
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#22
Zitat:wenig Rauschen, kaum Unterschied zwischen Vorder/ Hinterband...

Wie überall im Leben, eine Frage des Standpunkts. Als ich 15 Jahre alt war, war ich von Cassettenrecordern begeistert. Auch heute schraube ich an dem morschen Zeug 
hin und wieder gerne herum, und erinnere mich an "damals", aber meine Musik über ein Revox, ein Nak, oder ein ASC hören....Heute? JETZT? 

Nö....lass´ mal.   Kaffee Die Zeiten sind nun wirklich vorbei.

Ich sehe da ganz deutliche Parallelen zu den Plattenhörern (Sammlern). Denen macht das ständig präsente Rillenrauschen überhaupt nichts aus...Sie arrangieren sich
sogar mit gelegentlichem Kniestern. Darüber brauche ich mit "denen" auch nicht lange fachsimpeln...Die sind resistent...und zwar total. Wink3
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#23
(01.01.2026, 19:38)scope schrieb: ...

Für meine Begriffe schaut der "typische" Tapedeckhörer  (der vielmehr als Sammler zu verstehen werden muss) etwa so aus:

Möglichst viele Decks unkoordiniert und unschpn aufgestapelt, gepaart mit eher unterdurchschnittlicher Hörsituation
und einem Musikgeschmack, bei dem das sowieso alles egal ist Wink3



Sind das etwa unhaltbare Vorurteile? Wink3

...

NEIN und bestätigt auch das klassische Klischees der "alten grauen Män... ", die in dieser analogen Welt noch leben   Floet
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#24
Nicht dass ich missverstanden werde, denn ich bin auch so ein alter Mann, wenn auch nicht grau.
Icjh habe ein Herz für alles vies Analoge, und habe davon auch noch einige Erinnerungsstücke.

Ich lasse auch ab und an ein Tonband laufen wenn ich Gäste im Haus habe.  Also zur reinen Hintergrundberieselung.

Aber im Sweetspot sitzend, Musik regelrecht wirken lassen? ....Das kann ich damit nicht (mehr), und es gibt ja auch keinen guten Grund
dafür, das heute noch zu tun. Es hat für die Musikwiedergabe nur Nachteile.
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#25
witzigerweise stört mich das Plattenknistern wesentlich weniger als das Rauschen. Ich würde eher eine Schallplatte auflegen. Aber: Spotify und andere Dienste korrumpieren mich. Der Zugriff auf einen bestimmten Song braucht dort incl. allem weniger als 30Sekunden und ist garantiert rauschfrei. Gute Aufnahmen auf Kassette meinetwegen mit Dolby von mir können damit gut konkurrieren. Der nächste Song, den die Dienste mir dann bieten, ist allermeistens auch mein Geschmack und ich muß nicht passend danach suchen. Ich habe im Keller den Server laufen mit vielleicht 500-600 Alben und kann damit mit foobar 2000 schnell darauf zugreifen - aber das isses leider nicht. Und für die Erstellung von Playlisten bin ich zu faul. 
Nach meiner Ansicht sollte man bei einem Kauf eines Tapedecks schon einen Geräuschspannungsabstand ohne Dolby von 60dB und mehr erwarten und sich vorher fragen, ob man das passende Bandmaterial besitzt. Sonst bedient man nur die Geschäftemacher.
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