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Moin! Ich habe einen Satz Bowers & Wilkins DM630 geerbt, die ich aufarbeiten möchte (aktuell 35 Jahre alt). Die hier verbauten Frequenzweichen verwenden Elkos, die es so kaum noch gibt: 5,3uF, 16uF usw.
Lassen sich diese Elkos durch Näherungswerte ersetzen, oder ist der Ersatz der ganzen Frequenzweiche vorzuziehen?
Vorneweg: ich bin ein erfahrener Elektronikbastler mit eigener Werkstatt, aber meine Domäne sind typischerweise Kassettendecks, CD-Player und Ähnliches. Bei Lautsprechern bin ich noch blank.
Herzlichen Dank!
Bijan
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Ich würde die Elkos erst mal testen und eh nur tauschen, wenn sie tatsächlich durch sind.
Und im Gegensatz zu den meisten "Spezialisten" würde ich auch dringend wieder Elkos nehmen, wenn die Box original damit bestückt wurde. Eine neu bestückte Weiche macht sowieso einen komplett anderen Sound, aber nimmst du noch komplett andere Typen, hat es am Ende mit dem Original rein gar nichts zu tun.
Und wenn du die Werte nicht erwerben kannst, dann stückele sie per Parallelschaltung auf den gewünschten Wert hin.
Denk daran, dass die durchweg Elkos bipolare Typen sein müssen. Und die Spulen kannst du 1:1 die nächsten 2000 Jahre so weiterbenutzen, die musst du nicht anfassen.
If you don’t believe it or don’t get it, I don’t have the time to try to convince you, sorry.
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Moin,
Elkos altern, alles andere normalerweise nicht.
Die Kondensatoren C1, C2 sind parallel zum TT - also nicht im Signalpfad.
Die kannst Du problemlos mit bipolaren Elkos ersetzen (z.B. Jantzen. ggf. parallel schalten, um auf den Wert zu kommen).
C3 und C4 liegt im Signalpfad, also in Serie zum Hochtöner. Da macht man normalerweie Folie (MKT oder MKP) rein - damit hast Du dann keinen Alterungseffekt, wie bei den Elkos und somit ändert sich der Frequnezgang auch nicht über die Zeit.
An der Eigenschaft der Frequenzweiche ändert sich durch Neubestückung rein garnichts.
Wenn Du einen Unterschied hörst, dann durch den Effekt, dass die Frequenzweiche wieder so funktioniert wie sie ursprünglich designed war.
Auch wenn Du C3 mit heute erhältlichen 5,1uF oder 5,6uF statt der 5,3uF bestückst wirst Du den minimalen Unterschied nicht raushören. Da hat die Aufstellung der Boxen einen größeren Einfluss.
Ich würde die Elkos rausschmeißen, 50V Spannungsfestigkeit ist eh nicht sonderlich hoch und erfahrungsgemäss sind die nach der Zeit nicht mehr gut.
C1, C2 kosten als bipolarer Elko etwa 2 Euro das Stück
C3, C4 etwa 5 in Folie (z.B Jantzen Cross Cap)
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Hallo an Alle,
ich schalte mich auf Eure Korrespondenz auf,
da ich grad dabei bin MB Quart 1000 Lautsprecher zu kreieren.
Habe die Teile von einem Kollegen erhalten,
alles in guter Qualität.
Die Kabel sind an der Frequenzweiche,
ich bin mir der Zuordnung aber nicht ganz sicher und möchte keine Fehler machen.
Meine Interpretation laut Bild "Frequenzweiche hinten":
transparent-rot = Input
transparent-schwarz = TT
weiß-braun = MT
weiß-grün = HT
liege ich da richtig ?
Gruß Dirk
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Mein erster Anschein ist:
ja. Aber besser ist, bei dieser überschaubaren Anzahl von Bauteilen einfach das Schaltbild nachzuzeichnen. Danach ist man relativ sicher.
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• dirk-ullrich56
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Ein Wort noch zum Threadtitel: Bevor du irgendwelche Elkos tauscht, miss sie erstmal durch.
Oft sind sie besser als neue, z.B. der dicke Elko in der Mitte ist einer mit glatter Alufolie, sowas
gibt es heute gar nicht mehr, den würde ich nicht wechseln. Allgemein sind MB-Weichen von guter
Qualität, da musst du wahrscheinlich gar nichts wechseln.
Gruß aus Stadthagen
Holger
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..und nihcts verpolen! Sonst fällt das Klangbild zusammen.
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(05.04.2026, 09:19)timundstruppi schrieb: ..und nihcts verpolen! Sonst fällt das Klangbild zusammen.
Damit meinte er sowohl die Anschlüsse an der Frequenzweiche als auch an den Lautsprecherchassis selber. Neben deinem passenden Foto von der FW solltest du mir merken, ob das jeweilige Kabel mit dem grünen oder schwarzen Strich zum Pluspol des Chassis (manchmal auch mit einem roten Punkt gekennzeichnet) oder zum andere Anschluss geht.
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05.04.2026, 14:24
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.04.2026, 14:27 von spocintosh.)
(31.03.2026, 19:07)xs500 schrieb: Ein Wort noch zum Threadtitel: Bevor du irgendwelche Elkos tauscht, miss sie erstmal durch.
Siehe #2...
Aber es stimmt schon, man kann es hier nicht oft genug sagen, wo geistige Windstille immer gern von operativer Hektik ersetzt wird.
- Aberaberaberaber spok! ALLE sagen, dass Elkos austrocknen und die Box dann schlechter klingt!!11!!1 Willst du sagen, dass die alle unrecht haben?
- Richtig, das sagen alle. Und ja, die Mehrheit erzählt IMMER Bullshit. Also hör auf, dir solche überflüssigen Gedanken zu machen: Den Unterschied merkt kein Mensch und es ist völlig egal, ob die krumme Kurve jetzt ein bisschen anders krumm ist als original. Zumal du gar nicht beurteilen kannst, ob und wenn ja die Kiste vielleicht mal anders getönt hat, selbst WENN sich irgendein Elko verändert haben sollte.
Schon gar nicht kannst du nach einem Wechsel beurteilen, ob sie dann "besser" ist, ohne dass du irgendwie über Messmöglichkeiten verfügst UND die originalen Messkurven kennst, von den Messbedingungen gar nicht zu reden (hint: Es gibt natürlich gar keine originalen Messkurven und - bedingungen). Das Einzige, was du beurteilen kannst, ist, ob DU dich dann besser fühlst, weil du heldenhaft den Bären erlegt hast.
Btw: Viel schlimmer ist übrigens die Wirkung der ausgetrockneten "magnetischen Kühlflüssigkeit" aka Ferrofluid in den Hochtönern. Solange du also gar keine Hochtöner hast, aus denen irgendsowas Ähnliches wie ein halbwegs brauchbarer Ton rauskommt, kannst du die Gedanken an Klangveränderung durch Elkoalterung für die nächsten 20 Jahre auf Wiedervorlage wegsortieren, weil die gemutmaßte "Alterung" vom Lautsprecher gar nicht dargestellt wird.
If you don’t believe it or don’t get it, I don’t have the time to try to convince you, sorry.
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• Caspar67
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