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Hallo Gemeinde :-)
Ich habe zwar schon einiges über die Quer-tauschmöglichkeiten gelesen... aber wirklich fundiert?
Deshalb richtet sich die Frage an die Techniker im Forum.
Bei einem Netzteil belasse ich die gepolten Elkos (schon aus dem Grund der Kapazitäten)
Dann gibt es Stützkondensatoren bei den Railspannungen zb. von Verstärkern. Auch hier kein Voodoo; polare E.
Oft sieht man zb. in den Dolbykreisen von Decks polare Elkos mit 0,33µ /16V. Gibt es einen Grund- sofern nötig
diese durch Folienkondensatoren zu ersetzen? Gleicher Wert aber weitgehend bipolar (auch wenn es Nachweise gibt,
dass sie nicht einfach "egal wie" eingebaut werden sollten.
In frequenzführenden Kreisen stecken idR. ebenfalls Block-Elkos drin; die typischen 4,7 oder 10µ. Bipolar-E ja, aber
ein Ersatz mit Folie (da habe ich bei 10µ schon abenteuerliche Turmkonstruktionen gesehen).
Wie sieht es eigentlich mit aktuellen, modernen Tantal-Elkos aus. Berüchtigt im Kurzschlussverhalten... aber?
Und wie sieht es bei den üblichen Beschaltungen von Linearreglern (7812...) aus. Low-ESR ja, aber 1µ durch Folie sinnvoll?
Liebe Grüße
Tom
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Spannendes Thema fürs OFF.
"We learned more from a three minute record than we ever learned in school" , Bruce Springsteen in "No surrender" played als Song 2 im Mai 2013 in Hannover
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Gestern, 12:28
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 12:34 von scope.)
Findest du? 99% derer, die da irgendwas auswechseln, sind emotional geleitet, und über Fiktion und emotionale Ergüsse lohnt sich keine Diskussion.
Die Suche nach technischen Erklärungen halte ich für vorgeschoben.
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Ich hoffe doch!
Nachdem ich gestern DAS Tape meiner Jugend bekommen habe: Onkyo TA2900, saß ich da über den dürftigen Schaltplan und habe so vor mich hin gegrübelt...
Ich habe auch den Reparaturbericht dazu mir angesehen. Da wird viel interessantes erzählt- wo´s um die Wurst geht aber nicht näher beschrieben.
Fängt an bei einem "linearen FQ-gang" im Lesekopf-VV, mit dem Vergleich zwischen TA2070 und diesem (wobei ich da keinen "Vergleich" erkennen kann)
bis zu dem Thema "Bipolar Elkotausch der Dolbyplatinen nach Vorgabe Hitachi. Leider habe ich zu dem Hitachi-Dolby-IC (58NT) keinen Plan gefunden.
Gehört zwar nicht zum Thema... da wurden Linearregler wegen der Hitzeentwicklung über Kabel extern, aber ohne C´s versetzt. Und ich grübelte dann über
eine eventuelle Schwingneigung, da lt. Vorgabe das genau nicht gemacht werden sollte.
So kam eines zum anderen. Und Voodoo wird leider viel erzählt :-)
Lg
Tom
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Servus Scope
Pauschalurteile finde ich...
Klar gibt es den Zauberkasten des ultimativen Kondensatorverschrottens. Nicht mein Anliegen. Sonst spare ich mir Messgeräte und tausche.
Mich interessiert tatsächlich was sich ändern würde (technisch), wenn man eine polaren Elko (gerade mit sehr kleiner Kapazität) gegen einen
Folienkondensator tauscht. Nicht mehr und nicht weniger.
Lg
Tom
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Finde ich....
Genau das ist es dann, warum man kaum noch Fragen in einem Forum stellt.
So wie es in einem Forum diejenigen gibt, die einfach helfen wollen und wirklich gute Kenntnisse haben...
gibt es Voodoo´s, Bausteinposer, Mitteilungsbedürftige, Leute die ihren Tagesfrust versenken und und...
In letzterem sehe ich keinen von euch - deswegen finde ich es schade.
Wenn ich E-technik studiert hätte, könnte ich´s mir vielleicht selbst beantworten :-)
?
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Gestern, 12:51
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 12:54 von scope.)
Zitat:Nachdem ich gestern DAS Tape meiner Jugend bekommen habe: Onkyo TA2900, saß ich da über den dürftigen Schaltplan und habe so vor mich hin gegrübelt...
Genau so fängt es eigentlich immer an, ein Paradebeispiel.
Zitat:... da wurden Linearregler wegen der Hitzeentwicklung über Kabel extern, aber ohne C´s versetzt.
Jam sowas ist "in ser Szene" völlig normal. Ein Kassettenrekorder, der 40 Jahre wie ausgeliefert spielte, muss JETZT dringend komplett umgebaut werden.
Zielgruppe: "Babyboomer in Rente, oder im Bürgergeld" . Viel Zeit, noch mehr Herzblut und ein Stapel TDK SA, originalverpackt.
Die Mischung macht´s
Die Leute, die solche Geräte entworfen haben, waren Ingenieure aus dem Fachbereich. Das reicht doch, oder?
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Zitat:Nicht mein Anliegen. Sonst spare ich mir Messgeräte und tausche.
Wie ist dieser Satz zu verstehen? Du hast -nicht- an Messgeräten gespart, oder möchtest nicht daran sparen?
Dann untersuche das doch selbst, direktr am entsprechenden Objekt.
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Du hast es aber heute - oder? Der große Allwissende!
Sorry, wenn das deine Kommentare sind... lass es einfach.
Wer richtig liest:
Mein Tape ist im Originalzustand, ungeöffnet, lediglich das Laufwerk ist lauf weil der Idler hart ist.
Gestern habe ich einfach mal so in den Foren geschaut.
Da gibt es einen langen Bericht hier von "System-64" über SEINE Änderung und Beschreibung an dem Deck.
Und da kamen mir Dinge merkwürdig vor... und dem wollte ich aus reiner Interesse mal nachgehen. Ganz einfach.
Zwischendrin ging es dann um Bipolare Elkos, deren wilden Tausch samt Statement habe ich in mehreren Berichten gelesen.
Deswegen meine rein technische Frage. Und nein, ich werde an meinem weder sägen noch etwas ändern, sofern es keinen
Fehler gibt.
PS: auch Babyboomer in oder vor der Rente können manchmal unerträglich sein :-)
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Zitat:Du hast es aber heute - oder? Der große Allwissende!
Ich weiß, dass man an so einem Kassettenrekorder nur dann irgendwelche Teile auswechseln muss, wenn sie aufgrund des Alters kaputt sind.
Und man macht -in der Regel- keinen Fehler, wenn man da genau das einsetzt, was da vorher auch driin war.
Ist dein Fall kein Regelfall?
Zitat:Sorry, wenn das deine Kommentare sind... lass es einfach.
Diese Kommentare kann man eigentlich gar nicht oft genug wiederholen, und ich behaupte ganz frech, dass du mit deiner Schilderung nach "Wissenschaftlichkeit" nicht bei
der Wahrheit bist, sondern eine Bestätigung dafür suchst, an deinem so sehr geliebten Kassettenrecorder noch entschlossener herumbasteln zu können.
Nur (m)eine Behauptung, nicht mehr
Zitat:Mein Tape ist im Originalzustand
Und das muss sich zeitnah ändern....Den ersten Schritt hast du schon getan....Wann kommt Phase 2 ?
Zitat:Und da kamen mir Dinge merkwürdig vor...
Mein Geheintip: Schreib´ ihn mal an und frage nach, denn die meisten Leser werden den Beitrag vermutlich nicht
gelesen haben, oder sich zumindest nicht mehr erinnern.
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Gestern, 14:07
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 14:09 von scope.)
In deinem Beitag geht es von Höcksken auf Stöcksken.
Vielleicht fängst du nochmal mit einem Thema an....Z.B. Tantal....
Kleine Bauform, damals als Tropgen in den 80ern niedriger(er) ESR als viele AL Elkos.
Ja, aber was genau ist die Frage? Ob die "besser" klingen, besser das tun, was sie wo auch immer sollen? Da gibt es doch Fachliteratur und Internetseiten en masse.
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Nun, dann werden wir mal ruhiger.
Das Tape (was eigentlich nur der Auslöser der Frage war) ist in einem guten Zustand, ob es gewartet wurde weiss ich nicht. Ich will es aufgrund dessen, dass ich früher mal eines hatte und einige DBX Bänder existieren einsetzen. Somit werde ich mit das Laufwerk ansehen und Gummis ersetzen. Dann würde ich die Messungen vornehmen- wenn nichts auszusetzen ist oder es nachjustierbar ist- gut. Das war´s. Wenn ein Fehler auftaucht, dann wird das Teil ersetzt.
Die Frage, die mich interessiert ist, ob man eben polare Elkos im unteren Bereich durch Folienkondensatoren ersetzen kann im Fall der Fälle. Oder ob die Eigenschaften der Folien negative Einflüsse hätten. Aber klar, ich könnte es ausprobieren und messen. Da dachte ich eben zuerst an die Erfahren des Forums. Vielleicht hat dies schon jemand vor mir getan. Sonst kein Hintergedanke. Das mit den Tantal ist mir klar. Also, es geht nicht um "besser klingen" sondern ob sich dadurch eine Schaltung gravierend ändern würde - und wenn ja wie?
Ich habe den Bericht mit Interesse gelesen; würde es aber nicht nachbauen o.ä. Dass die Onkyos 2070 und dieses ein Wärmeproblem generell haben ist nicht neu. Allerdings hält es sich im Rahmen solange es Luft von unten bekommt. Alles andere beschriebene... war ein interessanter Einblick.
Zuletzt frage ich mich, woher all diese Unterstellungen kommen? Nur die falsche Frage gestellt? Oder gibt´s einen bestimmten Einwand? Ich nehme mal an, du kennst weder mich noch was ich so tue. Deswegen macht mich dieses ewige "du bist ja nur ein Hobbybastler" sauer. Aber in der aktuellen Zeit wohl ein Naturproblem, dass jeder jeden "Ankacken" muss.
Überleg dir mal, ob´s statt dem ganzen Terz nicht auch eine normale Antwort tun würde.
PS... deine "Geräteliste" ist auch nicht gerade der "Originalzustand" :-)
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Vor 5 Stunden
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 5 Stunden von scope.)
Zitat: Die Frage, die mich interessiert ist, ob man eben polare Elkos im unteren Bereich durch Folienkondensatoren ersetzen kann im Fall der Fälle.
Was ist denn der Fall der Fälle konkret?
Nun argumentieren die fleißigen Auswechseln gerne mit einer langen Lebensdauer der eingesetzten Folien. Ein sehr gutes Argument, wenn sichergestellt ist,
dass die Nachkommen den alten Plunder nicht gleich in einen Container kloppen, wenn das Haus nach dem Ableben des Besitzers entkernt wird,
oder ob sie nur darauf warten, in 40 Jahren tolle Musikkassetten damit hören zu können.
Das wäre dann z.B. EIN Fall der Fälle.
Sonst fällt mir da gerade nix ein....Dir vielleicht?
Zitat:Oder ob die Eigenschaften der Folien negative Einflüsse hätten
Abgesehen von der oft bescheidenen Umsetzung ist das pauschal für jeden erdenklichen Fall nicht auszuschließen, aber eher unwahrscheinlich.
Aber warum sollte man das tun, wenn die Erben das Gerät nicht wollen?
Zitat:....Sonst kein Hintergedanke.
Auf gar keinen Fall.
Zitat:Zuletzt frage ich mich, woher all diese Unterstellungen kommen?
Nennen wir es "Forenerfahrung"
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(Gestern, 12:09)Tom1966 schrieb: Oft sieht man zb. in den Dolbykreisen von Decks polare Elkos mit 0,33µ /16V. Gibt es einen Grund- sofern nötig
diese durch Folienkondensatoren zu ersetzen? Gleicher Wert aber weitgehend bipolar (auch wenn es Nachweise gibt,
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Liebe Grüße
Tom
Moin,
der Grund fuer Elkos wie z.B. 0,33µ/16V ist der, dass man dafuer wenig Platz brauchte und sie wahrscheinlich auch billiger als Folienkondensatoren gleicher Kapazitaet waren. Denn "so uebertrieben lange" gibt es Miniaturfolienkondensatoren noch gar nicht.
So kleine Elkos kann man genausogut mit Miniaturfolien ersetzen. Wenn man Wert darauf legt, kleinere Toleranz, hoehere Stabilitaet und sie werden uns ueberleben ;-)
Die "Dreibeinregler" brauchen zum Erhalt ihrer Stabilitaet Kondensatoren von Ein-, bzw. Ausgang nach Masse. Die Mindestwerte der Kapazitaeten sollte man den Datenblaettern entnehmen koennen, aber 1µ in Folie sollte genuegen. In ausgefuehrten Schaltungen der Industrie findet man da Kapazitaetswerte ab 220 oder sogar 100 nF.
Und wenn die Gefahr besteht, dass an deren Ausgang eine Spannung anliegt, ohne dass es eine Eingangsspannung gibt, dann sind sie auch fuer eine Diode in Flussrichtung von Aus- nach Eingang dankbar, so dass die Ausgangsspannung nicht nennenswert ueber der Eingangsspannung liegen kann.
73
Peter
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