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Brauche Hilfe bei der Uher Royal De Luxe
#1
Hallo zusammen,

der Svennibenni hat mir ja ein Uher Royal De Luxe überlassen - nochmals Danke  Drinks

Blicke bei dieser Maschine allerdings noch nicht so recht durch, bzw. derzeit läuft es zu langsam  Denker

Zurückspulen geht nur auf den ersten 20cm des Bandes, Vorspulen wird immer langsamer bis es stehen bleibt und auch beim Abspielen tut sich der Motor hörbar schwer bis er irgendwann auch stehen bleibt.  Sad2 Schleifen und krachen tut nichts.
Und ja, es bleibt wirklich der Motor stehen und fängt dann zu brummen an...habe dann sicherheitshalber abgeschaltet.

Auf der 240V Spannungseinstellung am Gerät (die ich gerne wählen würde um den Rest zu schonen) wird er noch langsamer und läuft nicht richtig an. Nur bei 220V bewegt er sich (ohne Band) zumindest normal, schafft es aber ebenfalls nicht das Band sauber zu transportieren ohne wieder einzuschlafen.

Das Reibrad habe ich schon angeschliffen, es wurde minimal besser aber die fehlende Kraft merkt man immer noch.  Denker


Elektronisch scheint ansonsten alles gut zu sein, der integrierte Verstärker geht wunderbar, die Lautsprecher schnarren nicht und die VU-Meter schlagen gleich aus.
Aber nur als Abspielgerät von externer Quelle zu verwenden ist doch auch doof....


Ich habe hier noch eine zweite defekte Uher Royal De Luxe, ungetestet, allerdings völlig heruntergekommen und mit Zinkpest an der Motorbrücke.  Flenne An diesem lässt sich nichts mehr retten und kann somit als Teilespender für das von Svenni bekommene Gerät dienen. Bin noch am Rätseln wie man die Motorbrücke runter bekommt. Übeträgt sich die Zinkpest auf weitere Materialien? Ich dachte kurz daran, den Motor aus dem Teilespender in die andere Maschine einzusetzen habe es aber dann gelassen.



Wo soll ich anfangen? am Motor oder an der Mechanik?

Außerdem ist mir ein kleines Metallteil entgegengefallen, das ich noch fotografieren muss. Habe bisher noch nicht herausgefunden, auch beim Vergleich beider Maschinen; wo es denn hingehört.


[Bild: IMG-20210707-214357.jpg]




Gruß
Manuel
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#2
Die Beschreibung führt mich zu zwei Fragen:
Hat der Motor genügend Drehmoment? (evtl. Wicklungsproblem an Motor oder Netztrafo, Betriebskondensator hinüber)
Ist irgendwo ein Lager schwergängig?
Grüße, Peter
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#3
Drehmoment am Motor ist recht wenig vorhanden. Mit der Hand kann man ihn ohne große Anstrengung festhalten...

Der Motor wird auch recht warm, nach 5 Minuten schon gut handwarm.

Ob das normal ist?

Den Kondensator werde ich mal ablöten und messen. Ich habe jedes Teil zwei Mal und kann von der anderen Maschine einbauen.

Aber wenn der Kondensator defekt wäre, dann würde das Uher erst gar nicht anlaufen?
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#4
Im BMF treiben sich viele Uher Spezies herum, dort kann man dir ggfs. gezielt helfen.
Häufig sind solche Probleme bei bestimmten Geräten ja typisch.
Viele Grüße
Jörg
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#5
(08.07.2021, 11:46)stereosound schrieb: nach 5 Minuten schon gut handwarm. Ob das normal ist?

Ohne mechanische Belastung eher nicht.

(08.07.2021, 11:46)stereosound schrieb: Aber wenn der Kondensator defekt wäre, dann würde das Uher erst gar nicht anlaufen?

Es reicht, wenn der Kondensator Kapazität verloren hat oder seine Isolation nicht mehr dicht ist. Dann läuft der Motor immer noch an, nur eben mit weniger Kraft, weil sein Drehfeld elliptisch wird. Neue Motorkondensatoren kosten nicht viel und halten praktisch ewig. Ob evtl. Windungsschlüsse vorliegen, sollte sich durch Vergleich der ohmschen Wicklungswiderstände mit deinem zweiten Exemplar ermitteln, ebenso ob die Netztrafowicklung unter Belastung und im Leerlauf genügend Spannung hergibt.
Grüße, Peter
[-] 1 Mitglied sagt Danke an Peter Ruhrberg für diesen Beitrag:
  • stereosound
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#6
Werde heute abend mal messenund mich melden.

Gruß
Manuel
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#7
So, der Motor + Netztrafo, Kondensator und das Reibrad aus der anderen Uher ist eingebaut. Schon deutlich mehr Kraft vorhanden und ich konnte erstmals das komplette Band vorspulen ohne zu stoppen.
Zurück ging bis auf die letzten 10 Meter, da ist es leider wieder stehen geblieben. Die Kondensatoren sind beide nicht mehr toll... Der eine 4,5uF und der andere noch 5,6uF von 8,5uF... ESR nicht messbar bei beiden.

EDIT: finde nur 8uF zu kaufen, tut es ein solcher auch oder müssen es zwingend 8,5uF sein?

Gruß Manuel
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#8
Zur Not 2.2, 3.3 und 3x1uF parallel …
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#9
Wenn ich es richtig verstanden habe, möchtest du die Maschine auf der 240 V Primärwicklung betreiben, d.h. mit geringerer Motorspannung.

Für eine Steinmetzschaltung …
[Bild: Steinmetzschaltung.gif]
… vergrößert diese Maßnahme den optimalen Kapazitätswert des Betriebskondensators, der sich genauer berechnen lässt, wenn Leistungsaufnahme und Betriebsspannung des Motors bekannt sind.
Die Beziehung lautet:
[Bild: Steinmetzschaltung-Berechnung.gif]
(C: Kapazität, P: Leistungsaufnahme des Motors, U: Nennspannung, f: Netzfrequenz)

Ist die Leistung irgendwo auf dem Motor zu lesen, und welche Spannung liefert die Motor-Sekundärwicklung des Netztrafos? (Letztere wirkt sich am stärksten aus, da sie quadriert in die Berechnung eingeht.)

Aus der Lamäng würde ich schätzen, dass mit Spannungswähler auf 240 V der Kondensator bei 9 µF liegen dürfte, d.h. 8 µF und "huckepack" 1 µF. (10 µF gingen womöglich auch, wäre auszuprobieren.)

Heutige Motorkondensatoren haben i.d.R. 5% Toleranz, frühere MP-Kondensatoren 10% oder höher. Es kommt also nicht unbedingt aufs Gramm an.

Hier habe ich bislang meine bekommen:

https://www.ebay.de/itm/Motorkondensator...2405118740
Grüße, Peter
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