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Kenwood KX-1100HX Laufwerk defekt --> Bandsalat
#1
Dieses Gerät war lange Zeit weggesperrt und durfte nicht mehr spielen.

Kenwood KX-1100HX:
[Bild: 20211219-095105.jpg]

[Bild: 20211219-095204.jpg]

[Bild: 20211219-095302.jpg]

Ist optisch (bis auf die angestoßene linke ober Ecke der Front) recht gut erhalten.
Als es nun wieder in Betrieb genommen wurde, stellten sich Probleme heraus.
Umspulen war möglich, aber Play wollte nicht so richtig.
Nach Start der Wiedergabe, lief der rechte Bandwickel nur kurz an und stoppte wieder.
Als Folge entstand an der rechten Capstanwelle eine Bandschlaufe. Wird dabei nicht schnell genug Stopp gedrückt, gibt es den unschmackhaften Bandsalat.

Leider ist diese von Sankyo gelieferte Laufwerkausführung - in Bezug auf Bandlaufkontrolle - eine Fehlkonstruktion.
Das wurde erst beim Nachfolger KX-9010 geändert. Hier bildet sich nur noch eine recht kurze Bandschlaufe, bevor Play automatisch gestoppt wird.

In diesem ersten Teil sollte "auf die Schnelle" ermittelt werden, in welchem technischen Zustand das Gerät ist.
Hat es frühere Reparaturen gegeben ? Was ist aktuell defekt ? Was sollte erledigt werden, damit die Schachtel wieder zuverlässig läuft ?

Blick an den Arbeitsplatz der Case:
[Bild: 20211219-100706.jpg]
Köpfe, Wellen und Rollen sehen noch gut aus. Auch ist nur wenig Staub/Schmutz vorhanden.
Dieses Gerät wurde scheinbar nicht sehr viel benutzt.

Noch bevor bei mir ein unbekanntes Gerät eingeschaltet wird, erfolgt die Demontage des Deckels:
[Bild: 20211219-101319.jpg]
Nun wird erst mal geschaut, ob alles noch an Ort und Stelle ist und ob eventuell Feuer- oder Explosionsgefahr besteht. Lipsrsealed2

Das Laufwerk:
[Bild: 20211219-101623.jpg]

Auffällig war hier ein eingeklemmtes "graues Ding" zwischen Ejecttaste und Betätigungswinkel:
[Bild: 20211219-101827.jpg]
Das Ding wurde dort eingesteckt um zu verhindern, dass die Ejecttaste rausfällt. Denn hier waren die Rastnasen abgebrochen. Vermutlich wurde das Laufwerk schon mal ausgebaut.

Das graue Ding rausgezogen:
[Bild: 20211219-102301.jpg]
Ist das eine Bohrmaschine ?
Von Lego oder Playmobil ?

Egal, weg damit und einfach einen zurechtgeschnittenen Unterdruckschluch aus dem Kfz-Bereich draufgesteckt:
[Bild: 20211219-102333.jpg]

Wie üblich, hat auch hier die geschleppte Schwungmasse Pickel:
[Bild: 20211219-102420.jpg]

Die Kabel am Wickelmotor wurden bereits ab- und wieder angelötet. An der oberen linken Mutter sind spuren einer Zange zu sehen. Da fehlte vermutlich eine passende 5 mm Nuss: 
[Bild: 20211219-102602.jpg]

Gerät eingeschaltet:
[Bild: 20211219-100832.jpg]

Eingangssignal wird verarbeitet:
[Bild: 20211219-101019.jpg]

Wie üblich, hat auch hier der pneumatische Dämpfer für die Cassettenklappe keine Wirkung mehr.

Cassette-In Zungenschalter abgesteckt und Laufwerkfunktionen durchgeschaltet:
[Bild: 20211219-103923.jpg]

Umspulen funktioniert. Play auch.

Case rein, Umspulen getestet und Zeiten gemessen:
[Bild: 20211219-104848.jpg]
Ergebnis:
REW = 2:24 min.
FF    = 2:28 min.
Dabei anliegende Spannung am Wickelmotor jeweils 5,6 Volt.
Soweit ok.
Anliegende Spannung bei Play 4 Volt. Auch ok.

Nun Opfercase rein und Play gedrückt:
[Bild: 20211219-144540.jpg]

Nach ca. einer Sekunde stoppte der rechte Bandwickel.
Schnell Stopp gedrückt und die Case rausgeholt:
[Bild: 20211219-142437.jpg]

Den Test wiederholt und dabei die anliegende Spannung am Wickelmotor gemessen.
Auch nach dem Ausfall des rechten Bandwickels, lagen weiterhin 4 Volt an.
Bedeutet: Der Wickelmotor ist fratze. Wie üblich, wird wohl der Kollektor Totstellen haben.
Ist auch daran zu erkennen: Wenn bei Play der rechte Bandwickel stehen bleibt und es wird sofort FF oder REW gedrückt, funkioniert es teilweise auch nicht. Erst wenn man den entsprechenden Bandwickel etwas anschubst, läuft auch REW oder FF. Das ist praktisch der Hinweis auf eine Totstelle des Kollektors oder eine hochohmige Wicklung des Rotors.

Somit ist der Status zu diesem Zeitpunkt.
Positiv:
Gerät ist optisch gut erhalten.
Innen und außen sauber.
Nur wenig Gebrauchsspuren erkennbar.
Köpfe, Wellen und Rollen sind gut erhalten.

Negativ:
Assistmotor bzw. das Getriebe macht unschöne Geräusche.
Wickelmotor defekt.
Sekundäre Schwungmasse hat Oberflächenbeschädigung.
Rastnasen der Ejecttaste abgebrochen.
Dämpfer für Cassettenklappe defekt. 

Hier ist somit eine Revison des Laufwerks fällig.
Ob sich der Wickelmotor - durch Zerlegung und Aufarbeitung - instandsetzen lässt, bleibt abzuwarten.
Ich kenne leider diesen Zustand der Wickelmotore und in letzter Zeit kam es häufiger vor, dass die Instandsetzung nicht erfolgreich war.
Hier wäre es vermutlich zielführender einen neuen Motor einzubauen. Selbstverständlich gibt es die Originalteile von Sankyo schon lange nicht mehr zu kaufen. Aber ich habe mir schon vor einiger Zeit ein paar neue Motore von Mabuchi der RF-Serie gesichert.

Ob und was hier gemacht wird, muss somit erst mal geklärt werden.
Klar ist auf jeden Fall, dass dieses Gerät nicht als Ersatzteilspender enden darf.

Fortsetzung folgt ....

Gruß, Bob.
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#2
In diesem Teil ging es darum, dass Laufwerk auszubauen und soweit zu zerlegen um den Wickelmotor zu entnehmen.

Frontplatte demontiert:
[Bild: 20211227-160503.jpg]

5 Schrauben, 3 Kabelbinder und 7 Kabelstecker später ist das Laufwerk raus:
[Bild: 20211227-161533.jpg]
Bereits hier wurde meine Vermutung bestätigt.
Das Laufwerk wurde schon mal ausgebaut. Alle diesbezüglichen Schrauben waren lose. Die waren so lose, die hätte man auch mit der Hand rausdrehen können.

Das Laufwerk:
[Bild: 20211227-162241.jpg]

[Bild: 20211227-163823.jpg]

Casenauflage ausgebaut:
[Bild: 20211227-163001.jpg]
Der Vierkantriemen für die Bremse/Backtension war schlapp, aber noch nicht zur Teerpest mutiert.

Demontage von Motorplatte mit den Widerlagern:
[Bild: 20211227-164233.jpg]

Schwungmassen gezogen und Capstanlagereinheit demontiert:
[Bild: 20211227-165638.jpg]
Die sekundäre Schwungmasse hat die leider übliche Pickelbildung:
[Bild: 20211227-181414.jpg]

Beide Schwungmassen wurden geschliffen/gereinigt:
[Bild: 20211227-182433.jpg]
Ja, sieht optisch nicht optimal aus. Die Oberfläche ist nun aber wieder glatt und nur das ist wichtig.

Die rechte Schraube für die Befestigung der Wickeleinheit, war kurz vor dem Rausfallen:
[Bild: 20211227-165735.jpg]

Demontage der beiden Bandwickelteller:
[Bild: 20211227-172345.jpg]

Nach dem Ablöten der beiden Kabel, konnte nun die Wickelmotoreinheit rausgezogen werden:
[Bild: 20211227-174045.jpg]

Leider fehlt eine Anlaufscheibe:
[Bild: 20211227-174058.jpg]

Am Bremsschlitten (für die Bandwickel) fehlt links der Bremsbelag/Gummi:
[Bild: 20211227-173744.jpg]

Bei der Demontage des Wickelmotors stellte ich fest, dass eine Kreuzschlitzschraube vergnaddelt war.
Diese Schrauben sind ab Werk recht fest angezogen und mit Lack gesichert. Hat man nicht den exakt passenden Kreuzbit parat, bekommt man die Schraube nicht gelöst. Mit einer guten Wasserpumpenzange konnte ich sie lösen.

[Bild: 20211227-180241.jpg]

Offenbar hatte schon mal jemand versucht den Wickelantrieb auszubauen und war dabei gescheitert ?
Anschließend wurde die Schachtel auf die Schnelle provisorisch zusammengesteckt.
War dann wohl nur noch als Teileträger gedacht ?
Nur das erklärt für mich den schludrigen "Zusammenbau".

Nun muss ich mal in den Keller und schauen, was mein Teilelager anzubieten hat.

Fortsetzung folgt ...

Gruß, Bob.
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#3
Da ich alle erforderlichen Fehlteile vorrätig hatte, konnte weitergemacht werden.

Bremsschlitten mit beiden Bremsbelägen, Anlaufscheibe und auch ein neuer Motor für den Wickeltrieb liegen bereit:
[Bild: 20211228-102536.jpg]

Da ich ein Freund von Reparatur anstatt Austausch bin, wurde selbstverständlich auch hier versucht, den Wickelmotor zu reparieren.

Schritt 1 - Reparatur des Wickelmotors.

Motor zerlegt: 
[Bild: 20211229-155724.jpg]

Lagerschild mit Bürstenträger vom Anker getrennt:
[Bild: 20211229-160051.jpg]

Wie zu sehen, ist der Kollektor eingelaufen:
[Bild: 20211229-160227.jpg]

Nach der Reinigung/Politur sah der Kollektor so aus:
[Bild: 20211229-161517.jpg]

Auch die Bürsten wurden gereinigt und die Lager geölt. Die drei Wicklungen wurden durchgemessen. Hatten jeweils 18 Ohm und dürften somit i.O. zu sein.
Nun wurde der Motor wieder komplettiert.

Die Bandwickelbremse wurde ergänzt und der Wickelantrieb liegt zum Einbau bereit:
[Bild: 20220105-165538.jpg]

Nachdem das Laufwerk testfähig komplettiert und angeschlossen war, konnte das Laufwerk getestet werden.
Umspulen einwandfrei, aber noch immer fiel der Motor aus (bei Play im letzen Drittel der Case).
Damit war der Reparaturversuch gescheitert. Das kommt gerade bei diesen Wickelmotoren leider sehr häufig vor.
Ursache sind vermutlich die verschlissenen Metallbürsten.

Ok, Schritt 1 hat nicht funktioniert, also geht es mit Schritt 2 weiter.

Laufwerk wieder teilzerlegt und Wickelantrieb ausgebaut.

Schritt 2 - Austausch des Wickelmotors gegen einen Nachbau (Mabuchi RF Klasse).
Vom defekten Wickelmotor werden alle Antriebsteile sowie die Entstörplatine demontiert.

Die Anschlüsse des Motors werden entlötet und hochgeklappt: 
[Bild: 20220105-192026.jpg]

Nun kann die Platine abgezogen werden: 
[Bild: 20220105-192157.jpg]

Auch die Mantelabschirmung und das Sankyo Label wurden abgenommen: 
[Bild: 20220105-192413.jpg]

Wie gerne üblich, kann ein neuer Motor (sofern es kein Originalteil ist) nicht einfach 1 zu 1 übernommen werden.
Sehr häufig sind daher Anpassungsarbeiten erforderlich.
So auch hier.

Erkennt man schon beim Vergleich der beiden Motore:
[Bild: 20220105-192510.jpg]
Beim neuen Motor ist die Welle ca. 4 mm länger.

Auch die Entstörplatine passt nicht, da dieser Motortyp offensichtlich nicht dafür ausgelegt wurde.

Die Motoranschlüsse sind nicht in der richtigen Position und zu kurz.
Als Ausgleich werden Drähte angelötet:
[Bild: 20220105-195927.jpg]

Dann werden die Drähte abgewinkelt, die Platine draufgesteckt und verlötet:
[Bild: 20220105-200913.jpg]

Danach wurde die Abschirmung und das Sankyo Label montiert.
Sieht nun wieder fast wie ein Originalteil aus: 
[Bild: 20220105-202349.jpg]
Wie zu sehen steht die Welle über den Rand des Ritzels heraus.
Das kann - je nach Laufwerk und/oder TapeDeck zu einem Problem mit der Freigängigkeit führen.

Beim KX-1100HX (und auch beim KX-880HX) muss hier die Cassettenauflage angepasst werden.
Dort muss auf der Rückseite - an entsprecheder Stelle - Material entfernt werden:
[Bild: 20220105-214006.jpg]
Anderenfalls schleift die Motorwelle an der Casenunterlage.
Die Auflage ist aus ca. 4 mm strarkem Zinkdruckguß und daher lässt sich genügend Material entfernen.

Laufwerk wieder komplettiert und in das Gerät eingebaut:
[Bild: 20220106-133556.jpg]

Opfercase bei der Zwangsarbeit:
[Bild: 20220106-110429.jpg]
Nun läuft die Wiedergabe problemlos durch. Auffällig war hier bereits, dass das Band mit zu wenig Pegel abgespielt wurde.

Dann folgte - zur Sicherheit - noch ein anderer Troblemaker:
[Bild: 20220105-220523.jpg]
Diese uralte BASF Case fördert sehr gerne Bandknittern, Bandsalat usw. bei Laufwerken, welche nicht sauber laufen.
Hier aber nicht. Keine Probleme.

Nun konnte der Bandpfad mit der Spiegelcase überprüft werden:
[Bild: 20220106-113510.jpg]
Hier gab es nix zu meckern.

Jetzt wurden weitere Testcasen durchgeschleust.

Testcase für Wiedergabe-Pegel:
[Bild: 20220106-121924.jpg]
Wurde eingestellt. Hier fehlten im linken Kanal 4 dB und im rechten Kanal 6 dB Pegel.

Testcase Tonkopf-Azimuth:
[Bild: 20220106-113918.jpg]
Nur wenig Pegel vorhanden. Wurde eingstellt.

Testcase Gleichlauf und TapeSpeed:
[Bild: 20220106-123009.jpg]

Ergebnis:
[Bild: W-F-Test-KX1100-HX-05-Jan22-a.jpg]
Der Gleichlauf ist (gemessen an einem Doppelcapstan mit Direktantrieb !) nicht wirklich gut.
Der TapeSpeed ist etwas zu langsam.

Dazu muss allerdings gesagt werden, dass ich den alten Capstanriemen wieder eingebaut hatte.
Ja, er war nicht mehr sehr straff gespannt, aber ausgeleiert war er auch noch nicht.
Daher habe ich ihn wieder eingebaut. Ist ja - momentan - nur zum Testen. Ob das Laufwerk noch andere Macken hat, muss sich erst noch herausstellen.

Wenn die Schachtel fehlerfrei läuft, wird auch der neue Riemen eingebaut. Das geht bei diesem Laufwerk völlig problemlos auch in eingebautem Zustand.
Außerdem wollte ich bei dieser Gelegenheit auch feststellen, ob ein neuer Riemen für besseren Gleichlauf sorgt.

TapeSpeed wurde korrigiert:
[Bild: Tape-Speed-Justiert-KX1100-HX-05-Jan22.jpg]

Die Schachtel ging nun erst mal in den akiven TestStapel und darf (hoffentlich) Zuverlässigkeit zeigen:
[Bild: 20220106-140243.jpg]
Da sind nun schon ein paar Casen durchgespielt und gehört worden.
Klanglich - wie bei diesen Geräten üblich - einfach klasse.
Für den Moment bin ich erst mal froh, dass das Laufwerk unterbrechungsfrei läuft.

Fortsetzung folgt ....

Gruß, Bob.
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#4
Sehr schöner Reparaturbericht.
Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.
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  • kandetvara
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#5
Das Gerät hat zwischenzeitlich alle angebotenen Casen brav durchgerudert.
Es sind keine weiteren Probleme aufgetaucht - schön.

Bevor die Abteilung Aufnahme besucht wurde, erfolgte noch etwas Feintuning.
Der Capstanriemen wurde erneuert.
Das geht bei diesem Gerät und Laufwerk auch bei eingebautem Laufwerk.
Nach dem Lösen der drei Schrauben wird die "Motorhaube" aufgestellt und mit der "Haubenstütze" fixiert.

Nach Demontage der rechten Wiederlagerstrebe, kann der Riemen abgenommen werden:
[Bild: 20220107-110852.jpg]

Vergleich von Neu- und Altteil: 
[Bild: 20220107-112130.jpg]
Wie zu sehen, hat sich das Altteil doch deutlich gelängt. Auch die Spannung ist geringer.

Neuteil eingebaut und rechtes Widerlager montiert:
[Bild: 20220107-113401.jpg]
Selbstverständlich wurden auch hier die Capstanlager nachgeölt und die Widerlager gefettet.

Nach Komplettierung wurden wieder ein paar Casen durchgespielt.

Nun erfolgte nochmals Kontrolle von TapeSpeed und Gleichlauf. 
Ergebnis:
[Bild: W-F-Test-KX1100-HX-15-Jan22.jpg]
Trotz neuem Riemen hat sich der TapeSpeed nicht verändert.
Wahrscheinlich wurde die höhere Riemenspannung durch Ölung/Fettung der Mechanik kompensiert.
Auch der stabile Direktantrieb wird sicherlich auch einen Beitrag geleistet haben.
Der Gleichlauf hat sich tatsächlich verbessert. Das hatte ich so positiv nicht erwartet.

Test des Aufnahme-Systems. 

Zuvor wurde entmagnetisiert:
[Bild: 20220106-111949.jpg]

TDK SA Case geladen und über den internen Testtongenerator calibriert.

Calibrierung Level (Testton 400 Hz): 
[Bild: 20220115-144733.jpg]

Calibrierung BIAS (Testton 10 kHz):
[Bild: 20220115-145819.jpg]
Es musste nur wenig korrigiert werden.

Aussteuerung der Aufnahme von Testton 1kHz bis 0 dB: 
[Bild: 20220115-150312.jpg]
Schon beim Umschalten von Vor- auf Hinterband wurde deutlich, dass Aufnahme- und Wiedergabe-Pegel identisch waren.

Wiedergabe der Aufnahme:
[Bild: 20220115-150438.jpg]
BIAS- und REC-Pegel wurden so eingestellt, dass beim Calibrieren die beiden Einstellregler in Mittelstellung bleiben können (in Bezug auf das SA Band). 

Dann wurde eine komplette Case mit Gutelaune-Mucke aufgenommen und anschließend über Wiedergabe kontrollgehört:
[Bild: 20220107-214413.jpg]

Auch hier gab es nix zu meckern.
Wenn diese Kenwood-Schachteln gewartet und halbwegs vernünftig justiert/eingemessen sind, machen die einfach klasse Aufnahmen. Insbesondere der klar aufgelöste Hochtonbereich gefällt mir besonders gut. 

Gruß Bob.
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  • MiDeg, havox, sankenpi, feesa, HVfanatic
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#6
Schönes Deck... Und wie immer gut und interessant bebildert/geschildert!
Lowfidele Grüße

Peter
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