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Pioneer CT-959 PEAK blinkt permanent
#1
Exclamation 
Hallo, ich habe ein Pioneer CT-959 Kassettendeck, welches ich vor einem halben Jahr warten ließ. Die Gummis wurden getauscht und sind alle in Ordnung.

Trotzdem kann ich das Deck seit gestern nicht mehr verwenden, es reagiert auf keine Tasten mehr. Stattdessen blinkt nach dem Einschalten die Peak-Anzeige permanent.

Hat jemand eine Idee was hier los sein könnte?
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#2
Hier

Einfach mal einlesen ,da gibt es einige Infos zu dem Problem
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#3
(14.01.2022, 11:51)HisVoice schrieb: Hier

Einfach mal einlesen ,da gibt es einige Infos zu dem Problem

Nach was soll ich da suchen? Wenn ich nach "PEAK blinkt" suche, bekomme ich kein Ergebnis.
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#4
Einlesen ist was anderes als suchen. Wenn die Aufmerksamkeitsspanne über etwas mehr als 3 Sätze reicht, ist dieses hier quasi unmöglich zu übersehen:

Zitat:Gerät lässt sich einschalten. Kommt allerdings über den Status der blinkenden Peakmeter nicht hinaus.
Das bedeutet, es gibt Laufwerkprobleme und fast alle Gerätefunktionen sind gesperrt.
Dreht man manuell den Kopfschlitten in eine bestimmte Position, erhält man Freigabe der Logicsteuerung.
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#5
Er hat wohl den Link als solches nicht erkannt. Wink3


https://old-fidelity-forum.de/thread-44452.html
Rot auf blau und Plus ist Minus.
Strom tut erst dann weh wenns riecht (Alte Elektriker Weisheit)

Beste Grüße Jianni.
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#6
(14.01.2022, 12:51)Dude schrieb: Einlesen ist was anderes als suchen. Wenn die Aufmerksamkeitsspanne über etwas mehr als 3 Sätze reicht, ist dieses hier quasi unmöglich zu übersehen:

Zitat:Gerät lässt sich einschalten. Kommt allerdings über den Status der blinkenden Peakmeter nicht hinaus.
Das bedeutet, es gibt Laufwerkprobleme und fast alle Gerätefunktionen sind gesperrt.
Dreht man manuell den Kopfschlitten in eine bestimmte Position, erhält man Freigabe der Logicsteuerung.

Stimmt, ich hab das "Hier" als Link übersehen.
Allerdings kannte ich den Beitrag schon. Deswegen habe ich ja extra bei meinem Problem dazugeschrieben, dass die Gummis neu sind.
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#7
Wenn Du die Laufwerksfunktionen durch manuelles Positionieren des Kopfschlittens in Gang kriegst wie Bob das beschrieben hat, wird vmtl. der Assistmotor einen weg haben. U.U. lässt der sich wieder zur Mitarbeit bewegen, wie das geht hat Bob am Beispiel eines anderen Decks auch schon mal beschrieben: Link
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#8
Permanent blinkende Peak-Meter bedeutet, die Logicsteuerung ist nicht spielbereit.
Kann ein mechanisches oder elektrisches Problem sein.
Fast immer ist es aber ein mechanisches Problem des Laufwerks.

Ich würde wie folgt vorgehen.
Deckel entfernen, dann geht der Blick Richtung Laufwerk:
[Bild: 20220116-175717.jpg]

Liegt am sandfarbenen Zwischenrad der Vierkantriemen auf ?
Und hat er auch noch genügend Spannung ? Wie bei riemenbetriebenen Kopfschlitten üblich, muss dieser Riemen sehr straff sitzen. Anderenfalls werden die entsprechenden Endpositionen nicht erreicht und das Laufwerk funktioniert nicht.

Falls Riemen ok, nun das Riemenrad bis zum Anschlag nach rechts drehen:
[Bild: 20220116-180553.jpg]
Nun muss die Cassettenklappe bis zum Anschlag geöffnet sein.

Jetzt die Steuerzeiten von Kopfschlitten und Cassettenklappe überprüfen.

An der Seite befindet sich ein Kurvenrad. Das hat eine kleine Kerbe (grüner Pfeil):
[Bild: 20220116-180001.jpg]
Diese Kerbe muss auf gleicher Höhe stehen, wie die Oberkante des schwarzen Stegs (roter Pfeil).

Gleichzeitig muss die Markierung/Loch (grüner Pfeil) genau auf halber Höhe des sandfarbenen Zahnrads stehen:
[Bild: 20220116-175859.jpg]

Stimmen die Steuerzeiten, Gerät einschalten.
Nun sollte sich die Cassettenklappe sofort schließen, der linke Bandwickel kurz drehen (automatische Bandstraffung) und wenig später die Peak-Meter nicht mehr blinken. Das Laufwerk ist nun betriebsbereit.

Diese Aktion einfach mal machen und hier das Ergebnis posten.

Gruß, Bob.
[-] 2 Mitglieder sagen Danke an AnalogBob für diesen Beitrag:
  • Luminary, traveller
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#9
(16.01.2022, 20:39)AnalogBob schrieb: Stimmen die Steuerzeiten, Gerät einschalten.
Nun sollte sich die Cassettenklappe sofort schließen...

Hallo Bob, danke für die ausführliche Hilfe.

Der Vierkantriemen ist vorhanden. Ob er ausreichend Spannung hat, kann ich als Laie nicht genau beurteilen.

Die Positionen scheinen in Ordnung zu sein.

Nach dem Einschalten bleibt die Klappe offen und es schließt sich nicht. Die PEAK Anzeige blinkt weiterhin.

[Bild: GzUo96vl.jpg]

[Bild: Wu5dPBcl.jpg]

[Bild: KfOgyFql.jpg]
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#10
Ok, scheint dann wohl doch ein elektrisches Problem zu sein.
Ich denke eher nicht, dass der Assistmotor defekt ist.
Denn, dass ist hier ja keine Kenwood Schachtel bzw. Sankyo Laufwerk.
Defekte Assist- und Wickel-Motore hatte ich bei Pioneer noch nie.

Weiter geht's:
Sobald das Gerät eingeschaltet ist, drehen die Capstanwellen ?

Wenn die Casenklappe geöffnet ist und das Gerät eingeschaltet wird, erhält der Assistmotor ca. 0,5 Sekunden später ca. 4 Volt Spannung (Befehl Schließung der Klappe). Dabei summt der Motor recht leise (wenn er denn läuft).
Ist da was zu hören ?

Multimeter verfügbar ?
Falls nix zu hören ist, diesen Vorgang wiederholen und dabei am rechten Anschluss (roter Pfeil) vom Assistmotor die Spannung messen (die Minus Messspitze geht dabei an das verkupferte Chassis):
[Bild: 20220117-200558.jpg]

Nun sollte für ein paar Sekunden ca. 4 Volt anliegen.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Bitte UNBEDINGT BEACHTEN ! Hinter dem Laufwerk befindet sich das Netzteil !
Hier liegen primärseitig 230 Volt an und das bedeutet ggf. Lebensgefahr !
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Falls der Motor nicht bestromt wird, dürfte es etwas schwieriger werden.
Dann fehlt vermutlich eine Versorgungsspannung oder der Motortreiber ist defekt, oder ...
Dann muss ins Service-Manual geschaut werden, wo welche Spannungen anliegen müssen.

Gruß, Bob.
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#11
(17.01.2022, 19:59)AnalogBob schrieb: Sobald das Gerät eingeschaltet ist, drehen die Capstanwellen ?

Ja, die Capstanwellen drehen sich.

Wenn ich richtig gemessen habe liegen für kurze Zeit 8,4 Volt an.
Ein permanentes Surren ist zu hören, sobald ich das Gerät einschalte.
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#12
Das Surren nach dem Einschalten des Gerätes, kommt vom Capstanantrieb (Laufgeräusche von Capstanmotor und Schwungmassen).
Das Laufgeräusch vom Assistmotor wird sicherlich vom Capstanantrieb maskiert, da der Assistmotor recht leise ist.

Ok, Spannung am Assistmotor kommt an.
Nun gibt es eigentlich nur noch zwei Möglichkeiten.
Entweder dreht der Assistmotor nicht (weil er defekt ist), oder er dreht, aber der Riemen rutscht auf dem Antriebsrad.

Also, Gerät einschalten und dabei beobachten, ob das Antriebsrad (roter Pfeil) dreht:
[Bild: 20220118-174317.jpg]
Sollte der Motor nicht drehen: Vierkantriemen abnehmen und Test wiederholen.

Gruß, Bob.
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#13
(18.01.2022, 18:20)AnalogBob schrieb: Nun gibt es eigentlich nur noch zwei Möglichkeiten.
Entweder dreht der Assistmotor nicht (weil er defekt ist), oder er dreht, aber der Riemen rutscht auf dem Antriebsrad.

Der Motor/Antriebsrad dreht sich nicht.
Hab den Riemen heruntergenommen und der Motor/Antriebsrad dreht sich nach dem Einschalten auch nicht.
Der Riemen selbst scheint in Ordnung.

Wenn ich (im eingeschalteten Zustand) das gelbe Rad gegen den Uhrzeigersinn drehe, dann scheint es als würde der Motor dagegen arbeiten.
Ich hab ein Video davon gemacht: https://www.dropbox.com/s/tsn52hn84rl95z...6.mov?dl=0
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#14
Der Motor wird anscheinend in Abhängigkeit der Pos. des gelben Rades angesteuert bzw. reverse geschaltet, was kein Fehler sein wird. Möglicherweise Motortreiber (in eine Richtung) defekt oder ....was auch immer..... Fraglich, ob du auf diesem Weg zum Ziel kommst....bin gespannt.
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#15
Das der Motor beim Verdrehen ruckelt ist ok.

Ob der Motor nur in eine Richtung nicht drehen möchte ?
Und z.B. der Motortreiber (BA6109) einen Teildefekt hat ?
Ich denke eher nicht. Defekte Motortreiber hatte ich auch schon (bei Kenwood Decks). Da ging dann aber gar nix mehr.

Aber ok, kann getestet werden:
Gerät ausschalten. Sandfarbenes Rad so lange nach links drehen bis es nicht mehr weiter geht.
Der Kopfschlitten ist nun oben und die Andruckrollen liegen an den Capstanwellen an.
Nun Gerät einschalten. Nach ca. 4 Sekunden sollte der Assistotor anlaufen das Laufwerk in Stopposition bringen und kurz REW einschalten (automatische Bandstraffung).

Gruß, Bob.
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#16
Ich musste mir das Video auch zwei mal ansehen. Was dort zu sehen ist, ist nicht etwa das normale Polruckeln eines Motors ohne Spannung, sondern -so wie ich es beobachte- eine deutliche Ansteuerung des Motors (welche auch immer) , sobald das Rad in eine bestimmte Position geführt wird.

Interessant wäre zur Klärung des Videoinhalts (und NUR dazu Wink3) , wenn man den Riemen entfernt, und dann die selbe Prozedur wiederholt.
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#17
Ich hab das Gerät jetzt zu einem Techniker gebracht.
Der hat auch gemeint, dass der Motor defekt ist. Ein Tausch kostet mich 150-200€.
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