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Kenwood KR-5200 Kanal bassarm / Low-Cut?
#1
Question 
Guten Abend allerseits,

mir brennt seit langem eine Frage unter dem Nagel und da hier Leute mit Kenwood KR-5200 Receiver unterwegs sind, stelle ich sie endlich.

Ist bei euch auch der rechte Kanal total bassarm? Ich habe herumexperimentiert und kann das Verhalten recht genau beschreiben. Während der linke Kanal vollen Bass bis runter zu 30 Hz hat (je nach Box), klingt der rechte so, als wäre ein Hochpassfilter bei ca. 100 Hz erster Güte verbaut worden.

Der Zustand des Receivers ist sehr gut, ich habe bereits alle Elkos beim Vorverstärker und beim Tone-Control-Board gewechselt - keine Änderung. Der Witz: beim zweiten (von einem Kumpel) beobachte ich genau das gleiche seltsame Verhalten.

Hat jemand eine Erklärung dafür, wo könnte ich ansetzen?

Liebe Grüße,
Jan
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#2
Hallo mAtddog, Du könntest als ersten Schritt ja mal am "main IN" nur die Endstufe testen, ohne die Vorstufen des Receivers zu verwenden.
Wenn Dort beide Kanäle gleich und "mit Bass" spielen, hast Du schonmal das Phänomen auf irgendwas zwischen AUX in und Pre OUT lokalisiert. Dann noch die Frage, ob der BASS-Regler bei beiden Kanälen gleich eingraift oder nur in einem Kanal und im anderen vielleicht wirkungslos ist. Und wenn der Reciever einen Loudness-Schalter hat, kann dies eine weitere Baustelle sein, an der Du probieren könntest...
Gruß Ralph

...listen to Spliff and you'll see the sun! Sun Sun Sun
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#3
Also mein 6200 hat zwar ein "pre-out" - jedoch keinen "main-in"...wäre das bei dem 5200 ebenso, könnte man entsprechend den genannten Test machen - halt quasi andersherum....
Do you have any idea,
what that can do to a man?
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#4
Klar, kannst du machen. Du nimmst den Pre-Out und gehst damit in einen funktionierenden Verstärker in den AUX , CD oder Tape Eingang. Ist der Fehler dort immer noch vorhanden, ist´s die Vorstufe / Tone Control.

Ich denke mal anhand des von geschilderten Fehlerbildes, dass es sich um einen Fehler im Tone-Control Board (trotz deines Ausschlussverfahrens) oder einen defekten Elko in der Endstufe, besonders die Typen kleiner gleich 100µF.

Aber alles nur Kaffeesatz lesen, da die Angaben derzeit noch etwas sparsam sind.
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#5
ich hab auch noch ein KR 6200 aus Familienbesitz.

Habe bzgl. Basswiedergabe ähnliches festgestellt. Allerdings vollständig unangetastet.
Analog Ortofon VMS-20 Mk II, Pro-S; Grado G-X; Thorens TP-16 II, -III, TPO 63, TD-145 Mk II; Teac V-5010; Onkyo TA-2090, TA-2066; Yamaha KX-670, C-2; Teac A-X 55; Sansui BA-60; Heco Activ 2000/k (aktiv & passiv); RFT BR 25 E. Digital Tascam US-144 Mk II; RME Fireface 800.
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#6
Liebe Freunde,

danke für die Antworten - irgendwie hat die E-Mail-Benachrichtigung nicht so recht funktioniert. Muss ich doch einmal den SPAM-Ordner prüfen.

Der Test mit dem Pre-Out kam mir auch bereits in den Sinn, werde ich ausprobieren. Beim Betätigen des Bassreglers greift der bei beiden Boxen, allerdings beim rechten Kanal eben nur in den höheren Frequenzregionen um oder über die 100 Hz.

Das Kuriose ist ja, dass der zweite vom Kumpel genau das gleiche Verhalten zeigt. Interessieren würde mich, wie es bei anderen KR- bzw. KR-5200-Besitzern hier im Forum aussieht. Ich bin schließlich nur durch Zufall auf diesen ?Defekt? gestoßen.

Atgyp: kannst du genauer beschreiben, was du festgestellt hast?

Liebe Grüße,
Jan

PS: ich meine hat auch Vorteile, damit hat man keine zwei weit außeinander stehende Bassquellen und spart sich einiges an akustischer Auslöschung Big Grin Quasi pseudo 2.1
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#7
(17.02.2022, 16:38)m@ddog schrieb: Atgyp: kannst du genauer beschreiben, was du festgestellt hast?

Liebe Grüße,
Jan

PS: ich meine hat auch Vorteile, damit hat man keine zwei weit außeinander stehende Bassquellen und spart sich einiges an akustischer Auslöschung Big Grin Quasi pseudo 2.1


Ist halt relativ flauer Bass .. aber wie gesagt, das Gerät ist vollständig unangetastet.


Das einzige was ich noch nicht wirklich ausprobiert hatte war, das Gerät auch wirklich mal länger spielen zu lassen. Also mehrere Tage hintereinander ...


Bei meinem kl. Teac Amp von `87 ist mir bei Beschaffung z.B. aufgefallen, dass der sich offenbar erst einspielen musste. Bei den ersten Malen war immer mal irgendwas .. nach 1-2 Wochen schien er sich dann wohl eingespielt zu haben. Seitdem klingt der -für seine Klasse- m.M. sehr, sehr gut.

Wenn ich mich richtig erinnere, hatte ich zu derlei Phänomen auch schonmal gelesen, dass vor allem lang gestandene Konden`sen, in etwa sinngemäss, ihre Funktion erst wieder, sozusagen, erlernen müssen. 

Vllt. weiss das auch ein Spezialist hier, der von den chemischen bzw. elektronischen Prozessen bei den Kondensen in der Audio-Sektion eines Verstäkers mehr Bescheid weiss.
Analog Ortofon VMS-20 Mk II, Pro-S; Grado G-X; Thorens TP-16 II, -III, TPO 63, TD-145 Mk II; Teac V-5010; Onkyo TA-2090, TA-2066; Yamaha KX-670, C-2; Teac A-X 55; Sansui BA-60; Heco Activ 2000/k (aktiv & passiv); RFT BR 25 E. Digital Tascam US-144 Mk II; RME Fireface 800.
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#8
Das einfachste wäre vielleicht, einfach den Fehler zu lokalisieren. Fehlt bei 50 Hz der Pegel, lässt sich das sogar mit JEDEM normalen Multimeter im AC Millivoltbereich links rechts im Vergleich messen.

Jetzt geht dann natürlich wieder das Problem los - wo bekomme ich einen 50 Hz Sinus her? Antwort: CD brennen und die 50Hz selber generieren. Kannst du nicht selbst generieren? Kein Problem - ich mach´dir alles in jeder gewünschten Länge. Nur die Audio CD musst du noch selbst brennen. Kannst du nicht? Dann nimm deinen Rechner und die Soundkarte als Quelle.

Software gibt´s hier:

https://www.nch.com.au/tonegen/de/index....4KEALw_wcB

Freeware gibt´s hier:

https://www.freeware.de/programme/tongenerator/
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#9
(18.02.2022, 12:41)gyp schrieb:
(17.02.2022, 16:38)m@ddog schrieb: Atgyp: kannst du genauer beschreiben, was du festgestellt hast?

Ist halt relativ flauer Bass .. aber wie gesagt, das Gerät ist vollständig unangetastet.

Das einzige was ich noch nicht wirklich ausprobiert hatte war, das Gerät auch wirklich mal länger spielen zu lassen. Also mehrere Tage hintereinander ...

(18.02.2022, 13:06)Accu-Fan schrieb: Fehlt bei 50 Hz der Pegel, lässt sich das sogar mit JEDEM normalen Multimeter im AC Millivoltbereich links rechts im Vergleich messen.

Danke für den Tipp!


Ich selbst hab mich jetzt nicht nochmal darum gekümmert, aber vllt. ist ja der KR 5200 Kollege inzwischen weitergekommen?
Analog Ortofon VMS-20 Mk II, Pro-S; Grado G-X; Thorens TP-16 II, -III, TPO 63, TD-145 Mk II; Teac V-5010; Onkyo TA-2090, TA-2066; Yamaha KX-670, C-2; Teac A-X 55; Sansui BA-60; Heco Activ 2000/k (aktiv & passiv); RFT BR 25 E. Digital Tascam US-144 Mk II; RME Fireface 800.
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#10
Ich kann mich erinnern, dass bei einem 5200, den ich mal hatte, die Loudness-Taste auf einem Kanal hängen geblieben ist - nicht dass das Phänomen genau anders herum ist....

VG

Thomas
Das Band darf an den Bandführungen nicht krempeln.

Die natürlichen Inhaltsstoffe können einen Bodensatz bilden. 
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#11
Nur so als Vorschlag: Wie wäre es, mal ein Signal aus dem Testgenerator einspeisen und mit dem Oszilloskop oder so verfolgen wo die tiefen Frequenzen verschwinden?

Service Manual gib es bei Tanya Hier

Wenn Du ausschliessen kannst, dass im Preamp nix schiefgeht, dann kannst Du ja mal nach Kandidaten in der Endstufe schauen wie
* CE5/CE6
* CE9/CE10
* CE11/CE12
* ...

Messen statt raten.....

Viele Grüsse
Harald
Sleep is an abstinence syndrom caused by lack of coffeine
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