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Störgeräusch Sony TC-K 670
#1
Guten Abend,
gestern habe ich einen Sony TC-K 670 aufgearbeitet (neue Riemen, Reinigung, Sinterlageröl für Capstan- und Motorwellen, Entmagnetisierung, Andruckrollen intensiv gereinigt und Oberflächen vorsichtig mit 600er Naßschleifblock bearbeitet). Nach dem Zusammenbau Test  aller Funktionen lief ohne Probleme. Azimutheinstellung ist i.O, Geschwindigkeit lieicht korrigiert ebenso wie Dolby-Pegel. Testaufnahme sehr gut (auf TDK-SA) - kaum Unterschied zur Quelle feststellbar. Soweit so gut. Was mir bereits bei der Eingangsprüfung auffiel: Bei Schalten auf "Source" am Monitorschalter lag ein Signal von ca, -30dB (keine Quelle angeschlossen) an, was da wohl nicht hingehört. Es  war  also schon vor meinem Eingriff vorhanden. Nach der Revision habe ich mir das Ganze noch einmal intensiver angeschaut. Es handelt sich um ein ca. 100Hz-Signal von wie erwähnt ca. -30dB, daß am Cinch-Ausgang sowie  Kopfhörerausgang  hör- und meßbar ist. Auch bei Aufnahme landet das Signal wie zu erwarten auf dem Band, wobeiman es aufgrund der Stärke nur in leiseren Passagen deutlich vernehmen kann.
Nun meine Frage: Da es sich hier vermutlich um eine Einstreuung aus der Stromversorgung handelt, ich mich mit dieser Thematik noch nie auseinandersetzen mußte, wäre  ich über entsprechende Hilfe sehr dankbar. Z. B. welche Kondensatoren im Netzteil für einen evtl. Tausch in Frage kämen. EIin Meßgerärt zum Messen von Kapazitäten besitze ich. Milivoltmeter natürlich auch

Ich habe hier  noch ein paar Screenshots zum hoffentlich plausibleren Verständnis des Problems angehängt:

Stromkabel eingesteckt, Gerät ist ausgeschaltet:
[Bild: Ausgang-TC-K-670-Stromkabel-an-Ger-t-aus-01.png]

[Bild: Ausgang-TC-K-670-Stromkabel-an-Ger-t-aus-02.png]

Gerät eingeshaltet, Monitorschalter auf SOURCE:
[Bild: Ausgang-TC-K-670-Stromkabel-an-Ger-t-ein...RCE-01.png]

[Bild: Ausgang-TC-K-670-Stromkabel-an-Ger-t-ein...RCE-02.png]

Gerät eingeshaltet, Monitorschalter auf TAPE:
[Bild: Ausgang-TC-K-670-Stromkabel-an-Ger-t-ein...APE-01.png]

[Bild: Ausgang-TC-K-670-Stromkabel-an-Ger-t-ein...APE-02.png]



Danke schon mal!
Mit bestem Gruß
velobauer
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#2
hallo velobauer
bevor du anfängst Bauteile zu tauschen sollten die basics überprüft werden.
diese wären, alle masseverbindungen der platine zum gehäuse, die kontakte der buchsen
und die korrekte verlegung der kabel im gerät.
wenn das soweit passt und das störgeräusch noch vorhanden ist kannst du die elkos genauer 
ansehen.
besser noch vorher die entsprechenden spannungen oszilografieren und mit dem störgeräusch vergleichen.
das sollte schonmal mehr klarheit schaffen.

viel erfolg dabei, gruß onkyo-boy
Immer mit der ruhe und dann mit Kraft !  Oldie Floet Raucher
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#3
Zitat:EIin Meßgerärt zum Messen von Kapazitäten besitze ich. Milivoltmeter natürlich auch...


...lediglich für ein ausrangiertes Oszilloskop um 25 € hat es dann letztendlich nicht mehr gereicht. Thumbsup

Zitat:Ich habe hier  noch ein paar Screenshots zum hoffentlich plausibleren Verständnis des Problems angehängt:


Plausibel ist hier die reinste Untertreibung. LOL
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#4
Smile 
Vielen Dank für die wertvollen Tips: So werde ich es angehen. Ein Oszi ist bereits als weitere Anschaffung geplant. Bisher reichte mir die Scope-Software. Allerdings ist die ja auf max. 20KHz beschränkt. Wenn man tiefer in die Materie eindringen möchte - und das habe ich vor, speziell beim vorliegenden Problem - ist eben ein "richtiges" Oszilloskop offenbar eine sinnvolle Ergänzung im persönlichen Meßgeräte-Zoo!

Schönen Sonntag und  mit bestem Gruß
velobauer
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#5
Update zum aktuellen Stand meiner "Ermittlungen":
Habe den Fehler offenbar finden können. Nachdem ich alle Steckverbinder auf festen Sitz kontrolliert und die Rückwand abgebaut hatte, habe ich einen Hörtest gemacht: das Störgeräusch war verschwunden. Wie zu erwarten, war es nach dem Anschrauben der Rückwand wieder vernehmbar. Nun also nacheinander alle Verbindungsschrauben raus- und wieder reingedreht. Dabei stellte ich fest, daß eine der beiden Befestigungsschrauben der Cinchanschlußleiste bei vollem Eindrehen einen Kurzschluß erzeugt. Nun ist erst mal nur eine Schraube drin - hält auch ganz gut. Mit einer entsprechend gekürzten Schraube sollte es dann korrekt funktionieren. Werde die Tage mal in diversen Teilekisten stöbern... Im Zweifelsfall eben mit  Seitenschneider/Feile auf's rechte Maß zurechtstutzen.
Wie kann es eigentlich zu einem derartigen Kurzschluß kommmen? Nun, das Gehäuse iist vergleichsweise sehr "windig" gebaut. Der Deckel, den seit Produktion des Rekorders offenbar niemals jemand abgenommen hatte (an sich ein gute Zeichen - Stichwort "verbastelte Kiste") klebte förmlich dermaßen fest, daß ich schon bald rohe Kräfte walten lassen mußte, um das Ding herunter zu bekommen (Schrauben waren alle draußen LOL ). Möglicherweise hat sich die Blechbehausung da etwas verzogen? Allerdings war das Störgeräusch schon vor meinem Eingriff - wie bereits erwähnt - vohanden, was dieser These widerspricht. Wie auch immer, es ist schon seltsam, wie man kontruktiv solch eine Schwachstellle mit den auf Kante genähtem Abstand von Befestigungsschraube und signalführendem Leiter fabrizieren kann...

Schönen Abend
velobauer
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