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Sony TC-K711s Revision & modding
#1
Hallo allerseits,

Erworben über einen bekannten Kleinanzeigenmarkt...funktionsfähig für kleines Geld. Fernbedienung ist vorhanden [Bild: floet.gif] ...das wars Vorgeplänkel...

Dann starte ich mal...laufen tut das Deck, aber mit unterschiedlichen Pegeln rechts, links, Tape, Monitor (als ich reinschaute wusste ich wieso) 
Das LW braucht einen Service und die Elektronik ne Einmessung! Alles ist bissl verdreht.
 
Das übliche - Tonkopf und Wellen fix mit Ethanol gereinigt...Computer angeschlossen... Bei ersten Testaufnaufnahmen mit Kreuzvergleich zum letzten Projekt Pioneer S550s habe ich das Gefühl das die sich nicht mögen Wink3 Jede Aufnahme klingt im anderen Deck leise, rechts/links verschiedene Pegel, Geschwindigkeit, Azimut - nüscht stmmt so richtig Sad2 Sinustöne und Rauschen durchgejagt...die verdrehten Pegeltrimmer grob justiert um zu gucken das wenigstens die Balance stimmt und somit ein defekter Tonkopf bzw. taube Kondensatoren ausgeschlossen werden können.

Geschwingigkeit mit meinem Meßtape eingestellt, weiterhin habe ich feststellen müssen, das dem Laufwerk übel mitgespielt wurde....am Tapeholder ist was weggebrochen, die rechte Capstanschwungmasse eiert leicht Flenne , die Einstellung der linken Andruckrolle stimmt nicht und die Klappe öffnet manchmal nicht weil das dazugehörige weiße Zahnrad ab und an klemmt...ist bissl was zu tun!

Die Mutingtransistoren sind außer Betrieb genommen worden um Verstärkerrauschen, Dolby Funktion und irgendwelche Einstreuungen zu hören/ sichtbar zu machen...


Oben der neue Patient
[Bild: IMG-20251227-214620.jpg]


Hmmmm, zum Glück hat das Schlachtedeck den selben verbaut und sogar in schwarz
[Bild: IMG-20251227-214632.jpg]


[Bild: IMG-20251227-214637.jpg]


Rollen sind gut gebraucht, die rechte Capstanwelle hat einer mit Sandpapier bearbeitet!? Ölstoppscheibe fehlt, Tonkopp top, 
[Bild: IMG-20251229-141739.jpg]


rot - hier wurde gefummelt, ich habe in mühevoller kleinarbeit durch mithilfe zweier anderer Tapedecks die linke rolle justiert auf max. Pegel 315Hz, zudem war der linke Kanal nicht vollständig gelöscht...Fehler gefunden...und anschließend wechselseitig mit der Azimutschraube - orange auf max. Pegel bei 12kHz am PC mit Audiotester abgeglichen...nun klingen die Aufnahmen auf 3 Decks identisch...brauche so eine Lehre oder einen Tip wie man die linke Rolle einstellt. Spiegelkassette baue ich mir.
[Bild: IMG-20251229-141804.jpg]


Das Teil eiert - ein Tip wie man die Welle wieder ganz gerade bekommt Denker Idea
[Bild: IMG-20251229-141818.jpg]
Bin taub Pleasantry
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  • HifiChiller
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#2
Heute die Trimmer in einer gewissen Reihenfolge betätigt Lol1 , so das Pegel bei 30,315,12000,20000Hz im Rec EQ und Playback EQ fast auf´s mV gleich sind (übrigends wird bei Sony in dBu gemessen während bei Pioneer mit dBv eingepegelt wird!!!!) ...Löschfrequenz von 158,5 auf 160kHz, 19kHz Mpx justiert, Bias überprüft mit Aufnahme und Oszi -> bei 25Hz/ 0dB und Bias auf (-) sieht der Sinus gruselig aus!!! Im Rec EQ Ausgang ist der Sinus perfekt...halt der Nachteil von alter Analogtechnik Tongue Die "Null-klick-stellung" ist ok...die kristallklaren Höhen fehlen dann leicht...die werden mit Rec EQ Modding (wie beim K611) ausgeglichen. 
Die Capstanwellen und Tonkopf wurden poliert...Testaufnahmen getätigt...soweit funzt alles super... bis aus das man das "eiern" der Capstanschwungmasse hört und im Audiotester sieht Flenne
Neue Andruckrollen habe ich, Riemen sehen gut aus, Ölstopscheiben sind bestellt...dann kann das LW raus zum Reinigen, Fetten und die Capstanwelle begutachten...
Bin taub Pleasantry
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#3
Heute ging´s weita...:

LW gereinigt, gefettet, Rolle rechts getauscht, links blieb (ich habe keinen Bock an dem dünnen Metall die Welle herauszuschlagen...wurde mit 1000er Schleifpapier aufgeraut mit Alk. geputzt und die Wellenenden gefettet.
Die Capstanwelle habe ich in Akkuschrauber eingespannt um zu sehen wo die Welle krumm ist...das ist so minimal das kein Licht durchscheint wenn man die Welle an einen Meßschieber hält...also muss der "Knick" direkt an der Schwungmasse sein. Ich habe die Stellen mit Filzstift markiert...ganz vorsichtig mit stoffummantelter Zange die Welle gedrückt bis sich Besserung einstellte...erfordert etwas Geduld Hammer ...Wellen gefettet, dann Schwungmassen von Dreck befreit, poliert, Riemen gereinigt, Motoren u. Kopfschlitten gefettet, eingebaut.


[Bild: IMG-20251231-153521.jpg]


[Bild: IMG-20251231-170816.jpg]


[Bild: IMG-20251231-170828.jpg]


Licht, Metallpolitur, Superlube
[Bild: IMG-20251231-175519.jpg]


blau = schmierstellen, orange = eiert nicht mehr
[Bild: IMG-20260101-114615.jpg]


[Bild: IMG-20260101-132524.jpg]


neue Rolle re. ...Fett wird entfernt
[Bild: IMG-20260101-142346.jpg]


aufgearbeitet ... sieht gut aus!
[Bild: IMG-20260101-142354.jpg]
Bin taub Pleasantry
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  • Balkes60, HifiChiller, Gorm, runback
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#4
Sooooo,

es ergab sich ein Problem - die Capstanwelle ist auch noch in sich krumm Flenne wenn auch nur gaaaaaaaanz leicht...das reicht für W&F von 0,4 - 0,5!!!!! Ob jemand das LW oder die rechte Welle/Schwungmasse fallengelassen hat???? Ich habe jetzt mit einem Parallelblock + Lampe geguckt wo die Welle einen Schlag hat...gedrückt...geguckt...gedrückt...eingebaut. Selbst mit 10facher Lupe nichts mehr zu sehen. Pray

Edit: genau dort wo das Band zw. Welle und Andruckrolle läuft kann man mit dem Fingernagel ein deutliches Vibrieren pro Umdrehung spüren...WTF wo kommt so etwas her????????????

Testumgebung...ich habe nebenbei meine Sammlung Aliexpress Riemen getestet, weil die dünner sind mit ca. 0,35mm statt 0,5mm wie der eingebaute -> Ergebnis: keiner ist brauchbar, die haben ALLE Höhenschlag/Seitenschlag/unterschiedliche Dicke pro Umlauf
[Bild: IMG-20260103-134328.jpg]

perfekter Riemen, 47uF Bipolar Kondi statt antiparallel geschaltete
[Bild: IMG-20260103-153414.jpg]
Bin taub Pleasantry
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#5
...warum habe ich nur mit Sony´s Pech?? Als ich vor einem Jahr das K611 revidierte...musste ich mir ein Deck besorgen zum Ausschlachten weil Capstanwelle aus der Schwungmasse fiel und diese dem Fraß schon zum Opfer fiel, der Motor nicht sauber lief....

Jetzt wieder Pech mit Sony....ich weiß jetzt warum die rechte Capstanwelle so halb gewalkt mit Schleifpapier behandelt wurde, weil mein Vorgänger das wusste, das etwas damit nicht stimmt/ er das verursacht hatte Drohen und natürlich verschwiegen wurde!


Vorrichtung zum Schleifen...400er, 800er, Metallpolitur...drückt mir die Daumen Thumbsup
[Bild: IMG-20260104-150111.jpg]



[Bild: IMG-20260104-150044.jpg]
Bin taub Pleasantry
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#6
So Leute...Mitleser,

jetzt habe ich richtig Wut auf meinen Vorgänger/ Vorgängerin/ Verkäufer/ Dumpfbacke!!! Eigentlich ist das Gerät durch die Misshandlung Schrott!

Die Welle hat am Bandlauf so einen Einschlag, den bekomme ich mit runterschleifen nicht weg...ich selbst habe einigermaßen vernünftige Arbeit abgeliefert...die Welle glänzt, hat keinen Schlag, kein axiales Spiel, ganz gerader Durchmesser bis zur Lagerstelle von 2,4mm...dennoch sind die Meßwerte unterirdisch! Flenne Nebenbei gibts Bandsalat weil der Durchmesser nun zu kein ist (2,5mm original) beträgt und dadurch die linke Seite mehr Band liefert wie die rechte wegschaffen kann. Die linke Welle ist 2,2-2,25mm (was mein Meßschieber an Genauigkeit hergibt) ...die Übersetzung der Schwungmassen ist 13:12 dann stehen beide Markierungen wieder nebeneinander.
Ich war schon am gucken wo ich eine rechte Welle herbekomme -> keine Chance...also bleibt nur einen großen Griff ans Deck zum Entsorgen oder als E-teil Spender veräußern Denker
Dann die Idee - habe 2 Sony Schlachtedecks - Welle ausbauen messen - alten Arsch Tongue die single Capstan Laufwerke haben einen Durchmesser wie die linke Welle, also 2,2mm.
Letzte Lösung: 2,5mm Federstahldraht kaufen, die Capstanwelle in Backofen...testen ob sich der Kleber löst und danach mit Metallkleber einkleben. Die Schwungmassen und der Motor laufen übrigends einwandfrei, leicht, ohne eiern, ohne Geräusche, Riemen laufen sauber, wieder originale rechte Rolle montiert um andere Änderungen auszuschließen...und dann solche Rückschläge. 
Das spornt mich extra an, Flinte ins Korn werfen ist keine Option!


[Bild: IMG-20260106-165936.jpg]

Weiß von euch jemand eine praktikable Lösung?
Bin taub Pleasantry
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#7
Guten Abend...

die ersten Teile trudeln ein...die Schwungmasse ist von der Welle getrennt (Backofen 150°) easy...jetzt heißt es die Messinghülse heile von der Welle zu bekommen -> weil die gibt´s in dem Maß leider nicht...2,5x6x12mm (wenn jemand von euch einen Anbieter kennt Oldie )  Amazon, Ebay, Aliexpress, Onlineshops haben immer nur ähnliche Maße der Buchse. Ich werde es erhitzen und vorsichtig die Welle austreiben.


blau - K711, rot - K611
[Bild: IMG-20260107-213156.jpg]


jede Menge Ölstopscheiben...der schöne neue Bohrer wird die Capstanwelle LOL
[Bild: IMG-20260108-223205.jpg]



Edit 9.1.: die Hülse/Welle mit Lötlampe erwärmt...auf eine kleine Nuss gesteckt (4mm) welche im Schraubstock eingespannt ist... sachte mit dem Hammer auf die Welle druff - lässt sich easy austreiben...alte Capstanwelle, man könnte auch einen kleineren Bohrer nehmen, um den restlichen Weg ausschlagen...das ging wesentlich besser als gedacht Thumbsup


[Bild: IMG-20260109-221658.jpg]


Probestecken - funzt...beim montieren wird die Hülse erwärmt, der Bohrer kommt ins Tiefkühlfach...das wird ne super Presspassung, welche perfekt gerade wird.
[Bild: IMG-20260109-221716.jpg]
Bin taub Pleasantry
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  • HifiChiller, AeroLars, Musikliebhaber72, shadowlord
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#8
Hallo, hallo...

heute nach Winterspaziergang wurde der Bohrer gekürzt - übrigends ist der gehärtet, dunkelrot beim flexen - vorn und hinten nach Vorbild angeschliffen, den Schaft poliert und in die Messinghülse geschrumpft...die Lötlampe wollte in der Garage nicht (-8°C) also drin auf dem KüTi im Heizungsraum. Nun war sie Flamme warm genug so das die Hülse glei zu weit durchrutschte Lol1 also habe ich ein Endanschlag aus 2 U-scheiben gebaut, so das die Welle 3,5mm rausschaut (originalmaß) ...dann die Schwungmasse auf der Kochplatte auf ca. 80°C ...die Hülse mit leichtem Schlag rein...passt. Fetten + Ölstopscheibe und die Plastecapstananschlagfeder etwas runterschleifen weil sich im Laufe der Zeit eine kleine Mulde gebildet hat.
Leider habe ich die Zwischenschritte nicht fotografisch festgehalten.

Hoffentlich funzt es nun!!!!!!!!!!!!!!!! Floet  

links neu
[Bild: IMG-20260111-172730.jpg]


[Bild: IMG-20260111-182637.jpg]
Bin taub Pleasantry
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  • spocintosh, AeroLars, ranzi, shadowlord
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#9
Hi...

heute gehts weiter.

Natürlich funzt es nicht W&F bei 0,2-0,4  Flenne Sad2
Ich habe Edelstahlstäbe in 2,5mm bekommen...die habe ich auf einer Glasplatte rollen lassen...den besten für eine neue Capstanwelle ausgesucht, abgeschnitten, angeschliffen, wird dann umgebaut.

Nebenbei sind auch die Testkassetten von HPR eingetrudelt...nun kann ich richtig messen u. einstellen statt "pfuschen"  Raucher


[Bild: IMG-20260216-150953.jpg]


Rolle ist die originale...Andruckkraft stimmt
[Bild: IMG-20260216-150958.jpg]



[Bild: IMG-20260216-151007.jpg]


rot =original defekt...blau= bis jetzt drin, versuch Nr.1...lila der letzte Versuch!
[Bild: IMG-20260217-154832.jpg]


[Bild: IMG-20260217-154839.jpg]


[Bild: IMG-20260217-155423.jpg]
Bin taub Pleasantry
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#10
Hallo, was treibst du bloss für einen Aufwand für "nur" ein Kasettendeck!?! Bewundernswert!

Ich bin da ja von ab ...

Ein Bekannter von mir restauriert auch regelmässig solche Feinmechanischen Wunderwerke, speziell für die Behandlung von den Capstannwellen hat er sich ein "Glaskugelstrahlgerät" (?) aus der Medizin Technik besorgt, damit kann er den Teil, an dem das Band läuft, "amorph" "aufrauhen" ohne Materialverlust.

"Schleifen" bedeutet an der stelle ja immer Abrieb, also Veränderung der Masshaltigkeit der Welle!

Er hat sogar einmal bei einer alten Studio Bandmaschiene 2" den wow/flutter damit erheblich verringern können!
 Tangential geschnitten
- tangential abzutasten

Gruss - Bernd
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  • Nawrotek, Elektronik_bastler
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#11
(19.02.2026, 12:32)Plattenhörer schrieb: Hallo, was treibst du bloss für einen Aufwand für "nur" ein Kasettendeck!?! Bewundernswert!

Ich bin da ja von ab ...

Ein Bekannter von mir restauriert auch regelmässig solche Feinmechanischen Wunderwerke, speziell für die Behandlung von den Capstannwellen hat er sich ein "Glaskugelstrahlgerät" (?) aus der Medizin Technik besorgt, damit kann er den Teil, an dem das Band läuft, "amorph" "aufrauhen" ohne Materialverlust.

"Schleifen" bedeutet an der stelle ja immer Abrieb, also Veränderung der Masshaltigkeit der Welle!

Er hat sogar einmal bei einer alten Studio Bandmaschiene 2" den wow/flutter damit erheblich verringern können!

ich hatte mich undeutlich ausgedrückt... Schleifen = mit Metallpolitur das beseitigen eventueller Produktionsrückstände + vorn den Kegel und hinten eine Rundung. Man sieht auf dem Foto deutlich den Glanz der "kurzen" Wellen und die unbehandelte Oberfläche auf den "Rohlingen"


Front demontiert zum KH Verstärker modden und Displayfenster Tausch (verkratzt)
[Bild: IMG-20260218-220134.jpg]


680 statt 10uF Abblockkondis...33ohm Ausgangswiderstand statt 220...Verstärkungsreduzierung R153/253 da dieser OPV (4556) niederohmige Lasten treiben kann.
[Bild: IMG-20260218-220102.jpg]
Bin taub Pleasantry
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#12
Auch mal von hier: "Fette Wolke von Respekt über meinem Kopf"!

Großartig!

VG

Thomas
Das Band darf an den Bandführungen nicht krempeln.

Die natürlichen Inhaltsstoffe können einen Bodensatz bilden. 
[-] 1 Mitglied sagt Danke an tiarez für diesen Beitrag:
  • Elektronik_bastler
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#13
Danke Drinks

Man steckt ein Haufen Zeit rein ohne das man das Ergebnis auf der mechanischen Ebene kennt...dann justieren, einmessen. Wenn ich später die Elektronik modde - weiß ich das es eine Verbesserung gibt. Jedenfalls bezahlt einem das niemand. Deshalb bleibt das Deck in meinem Besitz und wenn´s ein Schrankmöbel wird. Das ich eine gute originale rechte Capstanwelle inkl. Schwungmasse irgendwo her bekomme wird seltener als ein sechser im Lotto sein.

Das Laufwerk im ausgebauten Zustand testen
[Bild: IMG-20260113-200925.jpg]

Disolay putzen, Scheibe tauschen
[Bild: IMG-20260220-154304.jpg]

neu und schön aus dem Schlachtedeck
[Bild: IMG-20260220-155517.jpg]


alt und zerkratzt...was hat der Vorgänger alles damit gemacht!?
[Bild: IMG-20260220-170142.jpg]

Play ohne Tape
[Bild: IMG-20260220-164417.jpg]
Bin taub Pleasantry
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#14
(19.02.2026, 21:18)Elektronik_bastler schrieb: ich hatte mich undeutlich ausgedrückt... Schleifen = mit Metallpolitur das beseitigen eventueller Produktionsrückstände + vorn den Kegel und hinten eine Rundung. Man sieht auf dem Foto deutlich den Glanz der "kurzen" Wellen und die unbehandelte Oberfläche auf den "Rohlingen".

Hallo, ich vielleicht auch. Der Witz ist eben, dass die Oberfläche der Wellen eben nicht blank poliert sondern(z.B. mit so, einer Glaskugelstrahlkammer-gebläsemaschine) angeraut, also matt erscheint.

Das ist bei professionellen Bandgeräten üblich und verstärkt den Kraftschluss zwischen Band und Capstanwelle erheblich, sodass es keine Beeinträchtigungen des Gleichlaufes vom Capstanmotor durch Bandschlupf gibt.

Ich meine mal gesehen zuhaben, dass bei grossen Mehrspurbandmaschinen die Capstanwellen sogar aus Keramik gefertigt sind, mit relativ rauer Oberfläche. Aber das ist Profitechnik.
 Tangential geschnitten
- tangential abzutasten

Gruss - Bernd
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  • ranzi, Elektronik_bastler
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#15
Bei meinem unverbastelten TC-K711 ist der rechte Capstan auch mattiert, der linke ist poliert. Macht auch Sinn, der linke sollte ja einen geringen Schlupf zulassen können.

Aber trotz allem ist es sehr schwierig einen vermurksten Dual Capstan Antrieb wieder zu einwandfreien Gleichlaufwerten zu trimmen. Es fehlen eben heutzutage die originalen Ersatzteile, die heute erhältlichen Riemen und Andruckrollen sind meistens meilenweit von der damaligen Qualität entfernt. Und da der 711er ja zwei Capstanriemen hat verdoppeln sich die Fehler halt auch noch.

Ich hab meinem Nakamichi BX150 letztes Jahr in geistiger Umnachtung sogar eine sausauteure kugelgelagerte PU-Andruckrolle von Athan aus USA spendiert, das war sowas von rausgeworfenes Geld.

Seitdem mache ich meinen Gerätepark langsam fit und werde mich von etlichem trennen. Diese ewige Schrauberei geht mir langsam auf die Nerven und kostet nur Lebenszeit.
[-] 2 Mitglieder sagen Danke an ranzi für diesen Beitrag:
  • Plattenhörer, Elektronik_bastler
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#16
Soooo
ich habe heute früh nochmal mit der HPR gleichlaufkassette durchgemessen Hammer


[Bild: IMG-20260221-121533.jpg]


Der Anpressdruck stimmt...die Rolle hat genügend Grip gegenüber der Capstanwelle...ich habe zum Test die Reelspannung leicht reduziert R273...Rollen sind parallel zum Capstan...kein Spiel in der Lagerhülse...es läuft alles leicht (ohne Riemen) und rund, jedoch sagt das Ergebnis was anderes!!!

Somit ist hier Schluss... das Deck findet ihr auf "Kleinanzeigen" sehr schade zumal ich eine Fernbedienung für das Deck besitze. Wenn ich nochmal auf die Idee komme ein Dualcapstan Deck für kleines Geld zu kaufen...haut mir bitte auf die Pfoten!!! Lipsrsealed2 Meine Möglichkeiten sind erschöpft...vielleicht hat jemand eine ausgerüstete Werkstatt für solche feinmechanischen Dinge...
Bin taub Pleasantry
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