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Hallo zusammen,
da ich ja von Ralf in Hamburg eine Endstufe Ampliwire IIa von Electrocompaniet abgeholt habe die einen Defekt hat, habe ich schon alles Mögliche zusammengetragen was ich finden konnte um etwas mehr über die älteren Geräte dieses Herstellers zu erfahren. Die hatte ich eigentlich nie so richtig auf dem Schirm. Was ich aber im Vorfeld gelesen habe machte mich schon neugierig.
Was man, zumindest für Geräte der damaligen Bauphase, wohl sagen kann... es gab nie sonderlich viele die wirklich identisch waren ;-). Da finden sich ständig Änderungen die teilweise auch recht abenteuerlich Einzug in die Geräte gehalten haben. Sehr erstaunlich was man da für Bilder zu sehen bekommt wenn man eine Weile sucht. Umso erfreulicher, dass "mein" Gerät einen recht ordentlichen und aufgeräumten Eindruck macht und ich große Überraschungen wohl nicht zu erwarten habe.
Es scheint so als wären vor ein paar Jahren noch Dokumente zu diesen Geräten im Netz verfügbar gewesen... leider sind mittlerweile die meisten Links auf die ich gestoßen bin nicht mehr aktiv... das Gerät ist von 1984. Auch eine Anfrage beim Schaltungsdienst Lange war leider erfolglos. Zawr bin ich schon ein gutes Stück weiter in der Erforschung des Gerätes... trotzdem ... da ich zu allen meinen Geräten SM und Manual besitze möchte ich möglichst auch zu dieser Endstufe alles aufspüren was irgendwie verfügbar ist !
Wer also irgendwelche Informationen in Papierform oder auf der Festplatte herumliegen hat (gerne auch Test, Broschüren, Werbematerial) was dieses spezielle Gerät oder auch den Zeitbereich um 1980 und später betrifft... ich würde mich sehr über Austausch. Kontaktaufnahme etc. freuen. Natürlich soll eure Mühe nicht umsonst sein.
schönen Abend
Andreas
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Bei Wittmann in Stuttgart hast Du wahrscheinlich schon angefragt? Dann würde ich meine Suche auf Seiten in Skandinavien konzentrieren. Auch in den USA waren die Geräte "sehr" verbreitet. Viel Glück
Nun hat man die Kohle, aber das Gehör lässt nach...
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Danke für die Hinweise...
auf die Seite des Italieners war ich schon gestoßen... die Bilder zeigen, dass es auch hier wieder Unterschiede zu meinem Gerät gibt... interessant. Die Seriennummer des italienischen Gerätes liegt höher als meine... die Entwicklung war wohl irgendwie fließend ;-).
Den Faden hier im Forum habe ich natürlich durch... aber da findet sich eigentlich nichts zu meiner spezifischen Geräteserie.
Bei Wittmann habe ich noch nicht angefragt. Mir ist bekannt dass die reparieren, wohl auch mit positivem Echo... aber ich suche lediglich Unterlagen zu diesen Geräten. Warum sollte ein Reparaturbetrieb diese herausgeben? Wenn da im Netz (und noch nicht mal beim Schaltungsdienst Lange) nichts existiert ist das doch für Wittmann reines Kapital!?
Ich habe mittlerweile die ergiebigsten Quellen bei diyaudio gefunden... mal schauen. Bis zum Wochenende sollten die benötigten Bauteile da sein.. dann gehts weiter.
viele Grüße
Andreas
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Ich glaube, Wittmann ist nicht mehr "die" EC-Vertragswerkstatt. Soweit ich weiß, hat es vor einiger Zeit einen Vertriebs- und damit einhergehend einen Werkstattwechsel gegeben.
https://www.hifitest.de/news/9001-Electr...eutschland
(Diese Information ist allerdings auch schon wieder fast drei Jahre alt, also ohne Gewähr... und EC hatte bzw. hat anscheinend immer noch tatsächlich genau eine Vertragswerkstatt in D.) Ich stand bzw. stehe immer noch vor einem ähnlichen Problem wie der TE - habe zwar nicht die "ganz alten" ECs, aber eine EC-3 MC und eine AW 100 DMB, die beide rumzicken. Die Vorstufe hatte ich vor gut sechs Jahren schon mal bei Wittmann zur Reparatur und war von deren Leistung eher unterwältigt - die haben damals zwei Versuche gebraucht (nach dem ersten Reparaturversuch war der Fehler noch da...), das Gerät war jeweils zwei Monate weg, und ordentlich teuer war's auch. Und ein weiterer Reparaturversuch bei Wiemer hier in Berlin war leider auch nicht von dauerhaftem Erfolg gekrönt...
Serviceunterlagen sind echt kaum zu bekommen, was ich bei inzwischen (in meinem Fall) deutlich über 20 Jahre alten Geräten wenig kundenfreundlich finde. Bei den wenigen Geräten, die aus dieser Epoche überhaupt noch existieren, überlegt man sich's ja im Fall eines Defektes eher dreimal, ob man die "Vertragswerkstatt" beauftragt und den entsprechend hohen Preis zahlt oder doch einen der Spezialisten hier aus dem Forum anfragt (und da wären die Serviceunterlagen natürlich hilfreich).
Wünsche aber in jedem Fall viel Freude mit den Geräten - ich behalte meine auf jeden Fall...
Cheers
Frank
Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem. (Karl Valentin)
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• akguzzi
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Es sind seitdem ein paar Jahre ins Land gegangen und ich konnte mittlerweile einen Schaltplan der passenden Version auftreiben (bis auf die Netzteilplatinen die aber nicht so kompliziert und umfangreich bestückt sind dass sich das nicht auch ohne Plan durchschauen ließe).
Ich habe einen schönen Bericht über die Revision einer AWII im Netz gefunden und es zeigte sich dass wirklich, zumindest zu dieser Zeit, wohl kaum genau identische Geräte existieren, auch die Bestückung der Netzteilplatinen weichen voneinander ab. Langer Rede kurzer Sinn... ich habe mich entschlossen das Teil noch einmal komplett zu zerlegen und einiges zu ersetzen bzw. nachzuarbeiten wo nötig.
Bei diesen Platinen ist auch bei größter Sorgfalt davon auszugehen dass sich bei Bauteilwechsel mal ein Lötauge oder ein Stückchen Leiterbahn verabschiedet... echt anstrengend. Eventuell werde ich mal einen der Platinenhersteller mit einer Kleinstmenge belästigen...
Nun aber zur Frage...
nach dem Austausch von Transistoren, der Potis etc. und einer sorgfältigen Kontrolle/Nachbearbeitung aller Lötstellen läßt sich Ruhestrom und Offset einwandfrei stabil und feinfühlig einstellen.
Leider finden sich zu diesem Modell keinerlei Herstellerangaben zum Ruhestrom und auch im oben erwähnten Reparaturbericht steht dazu natürlich nichts.
Als ich das Teil bekam waren etwas über 100mV an den 0,47Ohm Emitterwiderständen zu messen... also satte 210mA! Das habe ich sofort "korrigiert" und auf 50mV reduziert...
Nach meiner "Revision" habe ich nun zunächst 30mV eingestellt... die Temperatur an den Kühlkörpern liegt dann bei konstant um 32C°, allerdings bei geöffnetem Deckel.
Ich gehe eigentlich nicht davon aus, dass sich dieses Gerät hier noch einmal findet... trotzdem Vermutungen, Empfehlungen zum"korrekten" Wert des Ruhestroms?
viele Grüße und schönen Sonntag
Andreas