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Nakamichi OMS-7
#1
...hab' seit Langem heute mal wieder'ne CD hören wollen, den OMS-7 hatte ich vor einigen Jahren mal aus der Bucht gefischt.

Tja, nachdem nun schon mein Amp den Geist aufgegeben und dabei einen Tieftöner mitgenommen hatte, beschloß dann auch der CD-Spieler rumzuzicken. Nach etwa drei Vierteln der CD fing er sporadisch an zu springen, nach etwa 80% der CD fing er letztendlich an, den zuletzt gespielten Titel vorzeitig abzubrechen und wieder von Vorne zu starten. Wenn er das dann anfing, nahm er keine Tasten mehr an, auch die Lade ging nicht mehr auf. OK, Kaltstart, dann ging auch die Lade wieder auf - andere CD rein, genau das Gleiche: Spielt super bis ca. 65 Minuten, dann erst sporadisches, kurzes Springen, dann der Effekt mit dem zuletzt gespielten Track (bei CD zwei war's der Vorletzte) und Tastenverweigerung.

Hmm, der Laser tut ja noch, sonst hätte er ja die CD's garnicht erkannt (ein defekter Laser wäre beim OMS-7 od. 5 wohl auch das Todesurteil, weil wird nicht mehr hergestellt ?) - also Schlitten und Führungen mal putzen usw., also Kasten aufgemacht und nach verharztem Öl oder Fett gesucht - ebensolches auch gefunden, alles gereinigt und ein Minitröpfchen Balistol - aber was erspähten meine wunden Augen da: Eine voll geile, fachmännische Reparatur des Vorbesitzers ! Da war wohl mal der Flachriemen vom Laserschlitten defekt und wurde durch ein 1A gelbes Schnippe-Gummi ersetzt  Thumbsup Das wiederum wurde mittlerweile porös und rutschte gelegentlich, schwarze Schmauchspuren darauf sind wohl noch Reste einer nicht richtig beseitigten Riemenpest. Ich hab' mir dann mal angekuckt, wie der Schlitten sich mit Schnippe-Gummi verhält: Präzision ist was Anderes, nach jedem Step vom Antriebsmotor schlabberte das Antriebsrad von der Transportschnecke rum wie'n Lämmerschwanz, dieser Effekt wird schlimmer, je weiter der Schlitten rausfährt, also zum äußeren Rand hin. Ich kann mir gut vorstellen, daß durch die unpräzise Schlabberei die Steuerung dann den Dienst versagte (ein Wunder, daß der überhaupt noch irgendwie lief !).

Nun gut, hab' mir direkt mal den richtigen Flachriemen bestellt und hoffe, daß es das dann war... Hatte jemand von euch auch schonmal so einen Fehler mit einem CD-Spieler ?

Das isser, der tolle Gummiring:

[Bild: 7E.jpg]

Hi
...habt euch lieb !
[-] 1 Mitglied sagt Danke an wardenclyffe für diesen Beitrag:
  • frank_w
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#2
Pff. Beim letzten Mal lief's doch noch. Stell dich mal nicht so an Jester Jester Und solche Improvisationskünste gehören angemessen gewürdigt, bitte. Du weißt schon, "minimalistisches Tuning" und so. Das Stichwort "Vorhänge" darf auf keinen Fall fehlen...

Nee. Im Ernst - drücke die Daumen, dass es das war und dass Du den Brocken wieder zum Laufen kriegst.

Cheers
Frank
Es genügt nicht, keinen Gedanken zu haben: man muss ihn auch ausdrücken können.
[-] 2 Mitglieder sagen Danke an frank_w für diesen Beitrag:
  • wardenclyffe, Deubi
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#3
...versteh' mich nicht falsch, ich weiß diese Bastelei Reparatur schon zu schätzen, ist es doch in der Regel das Provisorium, das am Längsten hält  Thumbsup
...habt euch lieb !
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#4
Update: Neuen Riemen eingebaut, die Führungsstäbe vom Vortrieb, bzw. auch alles Andere Bewgliche mal gereinigt und die Führungen mit‘nem Hauch Balistol abgetupft, zusammengebaut, tut wieder prima. Jetzt kann er wieder ruhigen Gewissens für‘ne Weile einstauben  Thumbsup
...habt euch lieb !
[-] 4 Mitglieder sagen Danke an wardenclyffe für diesen Beitrag:
  • frank_w, Caspar67, sankenpi, Deubi
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#5
Moin,
in dem Fall kein Ballistol, sondern etwas Zeitbestaendigeres. Das ist Ballistol zwar grundsaetzlich auch, aber es dickt mit der Zeit zu einer vaselineartigen Masse ein.
Ausserdem vertraegt es sich nicht besonders gut mit kupferhaltigen Legierungen, z.B. Sinterbronzebuchsen. Das ist gewollt, als Waffenpflegeoel soll es Tombakspuren beseitigen.

Besser, bei Fuehrungen mit Kunststoff etwas Vaseline, bei Sinterlagerbuchsen Sinterlageroel (Motoroel 0W30, 0W20).

73
Peter
[-] 5 Mitglieder sagen Danke an hf500 für diesen Beitrag:
  • wardenclyffe, sankenpi, stephan1892, Caspar67, Deubi
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#6
Ich habe mal vor ca. 7 oder 8 Jahren die kleinen Tension Arm Riemen bei einer Akai 747 in momentaner Ermangelung von passendem Ersatz auch mit solch kleinen „Küchengummis“ ersetzt. Hält bis heute !
Da wären die Ersatzgummis schon längst fertig und müßten schon wieder ausgetauscht werden.
Wie gesagt - Provisorien halten oftmals am besten/längsten.

Gruß,
Frank K.
[-] 2 Mitglieder sagen Danke an Frank K. für diesen Beitrag:
  • Gorm, Deubi
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#7
Wenn es um die Federkraft eines Armes geht, kann ein Haushaltsgummi je nach Qualität durchaus lange und fehlerfrei funktionieren.
Beim Schlittenantrieb dieses CD Players ist das aber mit absoluter Sicherheit nicht gegeben, da der Antrieb dann bei weitem nicht mehr so "starr" verbunden ist. Eine Funktion (Musik spielt) kann dann zwar immer noch gegeben sein, aber nur mit enormen Fehlerraten, die besonders dann auffallen, wenn es um hohe Frequenzen geht. Das Gerät klingt dann "harsch", noch bevor es überhaupt zu einem Spurverlust kommt.

Viele Leute bemerken das (wie viele andere schwere Fehler ihrer Geräte) nicht mal. Wink3
[-] 3 Mitglieder sagen Danke an scope für diesen Beitrag:
  • Frank K., Deubi, MK1974
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#8
(04.08.2023, 21:13)hf500 schrieb: Moin,
in dem Fall kein Ballistol, sondern etwas Zeitbestaendigeres. Das ist Ballistol zwar grundsaetzlich auch, aber es dickt mit der Zeit zu einer vaselineartigen Masse ein.
Ausserdem vertraegt es sich nicht besonders gut mit kupferhaltigen Legierungen, z.B. Sinterbronzebuchsen. Das ist gewollt, als Waffenpflegeoel soll es Tombakspuren beseitigen.

Besser, bei Fuehrungen mit Kunststoff etwas Vaseline, bei Sinterlagerbuchsen Sinterlageroel (Motoroel 0W30, 0W20).

73
Peter

Danke für den Tipp, habe ich heute direkt nochmal aufgemacht, nochmals mit Alkohol (am Lappen  LOL) geputzt und hauchdünn Vaseline auf die Führungsschienen aufgebracht. Soll ja noch'n paar Jahre tun...
Hi
...habt euch lieb !
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