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Philetta zerrt und knarzt
#1
Hallo liebe Fachleute,
mein Vater hat ein schönes altes Röhrenradio von Philips: Philetta - TypB2D13A. Wir haben schon die Röhren erneuert aber das Teil zerrt und knarzt wie verrückt. Hat jemand ne Ahnung, wo der Erfahrung nach das Problem lauert? Flenne
schönen Gruß aus HH
[Bild: 20250210-124936.jpg]

[Bild: 20250210-124946.jpg]
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#2
Moin,

Gleichrichter, Koppelkondensatoren, Kondensator im Netzteil. Alles kann das sein.

[-] 1 Mitglied sagt Danke an Der Paul für diesen Beitrag:
  • zuendi
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#3
Sind gerne auch die Kontakte in den Röhrensockeln.
Röhren einzeln ziehen, Teslanol T6 oder Kontakt60 in die Federkontakte der Sockel und durch hin und-her-wackeln der Röhren die Kontakte "Putzen".
Wenn man es schafft keine gewischt zu kriegen (achtung, hohe Spannungen!!!) im Betrieb vorsichtig mal an den einzelnen Röhren drücken (Iso-Schraubenzieher?) und schauen, ob eine der Verursacher ist. Meistens Sockelkontakt, selten Röhre selber.

Sonst: Kotakte im Schalter/Klavierband mit Teslanol reinigen, am besten sogar die Kontakte mit Glasfaserstift reinigen.

Gruß
Harald
Sleep is an abstinence syndrom caused by lack of coffeine
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#4
Sind noch Papierkondensatoren drinnen?
Dann unbedingt auswechseln!
Gruß Andreas
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#5
Moin,

krachende Geräusche macht auch gerne der Drehkondensator,
auch hier die Schleiferkontakte mit Glasfaserpinsel und Kontakt
61 oder T6 reinigen. Nicht an den Lamellen biegen.
Auch noch die Potis mit Kontaktmittel behandeln.

In meiner (von 1957) sind alle Kondensatoren noch original.
         Gute Grüße, Andreas
         36 Jahre HiFi-Service
               1984 - 2020
              >35000 Reps

Some people like cupcakes better,
    I for one care less for them!
[-] 1 Mitglied sagt Danke an grautvOHRnix für diesen Beitrag:
  • lichti
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#6
At.....In meiner (von 1957) sind alle Kondensatoren noch original.

Das dürfen Sie auch, vorausgesetzt das keine "Papierwickler" dabei sind. Weil, 99% aller Papierwickler (ohne die Metall/Keramik verkappten) Inkontinent sind und somit defekt.

Und wie es schon geschrieben wurde, eine sogen. "Kondensatorkur" beseitigt auch diesen Fehler, dann noch eine Kontakt und Poti Kur und dein Radio "Jodelt" wieder wie frisch aus der Fabrik und das auch noch weitere Jahre.
M.f.G.
harry
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#7
vielen Dank, da geh ich dann mal bei und sag Bescheid.
schönen Gruß
Andre
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#8
Hallo, da ist der Opa wieder. Bin endlich mal dazu gekommen, wieder in Vatterns Büchse zu linsen. Hab mal Fotos gemacht:
[Bild: 20250330-114447.jpg]

[Bild: 20250330-121306.jpg]

[Bild: 20250330-121332.jpg]
Zwei Pappenheimer hab ich schon mal raus geprokelt und werde die neu beschaffen. Der blaue (vom unteren Bildrand) scheint ohnehin schon einen mitbekommen zu haben, ne? Die beiden in der Papierhülle am oberen Bildrand haben 3 Anschlüsse. Die habe ich erst einmal an Ort und Stelle gelassen, bis mir jemand von euch sagen kann, wie ich mit denen verfahren soll. Ein weiterer blauer - unter diesen Historikern - sieht noch gut aus. Oder ist das auch so ein Folienmodell, das unbedingt ersetzt werden muss? Floet
Schönen Sonntag
Andre
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#9
Gleich noch ne doofe Frage hinten an:
Habe ein Sharp 5P - 27G und der Kasirekorder scheint mir zu schnell zu laufen. Ich kann nirgends ein Poti entdecken, womit ich da was regulieren könnte. Schon an allem, was da irgendwie drehbar ist, dran rum gekurbelt und nix tut sich. Hat jemand ne Idee, was ich da anstellen könnte?
Hi
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#10
Eher die beiden Teerpapier-Konnies (bräunlich, "ERO" steht drauf) tauschen. die sind die heissesten Kandidaten.
Sleep is an abstinence syndrom caused by lack of coffeine
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#11
Hallo,

wenn die 3 Anschlüsse haben, dann haben die eine Schirmung (C76+C80 im Schaltplan), damit sie keinen Brumm einfangen. Kannst aber selber mit einer Kupferfolie/Alufolie nachbilden und auf Masse legen.
Den großen Siebelko 2x50 µF würde ich dann auch noch prüfen.

Gruß Andreas
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#12
sauber Thumbsup
welche Kondensatoren sind denn empfehlenswert als Ersatz?
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#13
Bei den Elkos richtest dich nach der Spannungsfestigkeit die draufsteht, höher macht auch nichts.
Bei den Papier nehm ich immer Folienkondensatoren mit 630V Spannungsfestigkeit.
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#14
(30.03.2025, 12:09)lichti schrieb: Hallo,

wenn die 3 Anschlüsse haben, dann haben die eine Schirmung (C76+C80 im Schaltplan), damit sie keinen Brumm einfangen. Kannst aber selber mit einer Kupferfolie/Alufolie nachbilden und auf Masse legen.
Den großen Siebelko 2x50 µF würde ich dann auch noch prüfen.

Gruß Andreas

da bastel ich bestimmt Murks. Das sind ja die Papierheimer, da empfiehlst du Folienkondensatoren. Bekomme ich die mit Schirmung irgendwo?
Und: welcher ist der Siebelko, der blaue unter den Papierheimern? (der hat aber nur die Beschriftung 50µF/70V. ) Du meinst einen anderen oder?
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#15
Die Schaffung eines abgeschirmten Kondensator (C80 im Plan) geht auch einfach durch 6-12 Umwicklungen von Klingeldraht um den Kondensatorkörper, dann Schrumpfschlauch drüber und eines der drahtenden so kurz wie möglich an Masse löten....fertsch....

Der Lade und Sieb Elko ist der große stehende Zylinder (links von hinten gesehen), mit dem Kapazitäts,- und Spannungsaufdruck 50 + 50µF/350 V Im Schaltplan mit C1 und C2 beschrieben
M.f.G.
harry
[-] 1 Mitglied sagt Danke an radioharry für diesen Beitrag:
  • Meier3
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#16
Tach,
ok, der Siebelko zeigt 31 mikroF an, sofern mein Multimeter korrekt anzeigt. Zu wenig, ne? Und der ist nur 2-polig.

Ansonsten finde ich folgendes Kondis zum tauschen:
Papierheimer:
3-polig: 470 pF und 0,01mikroF
2-polig:  0,015 und 0,1 mikroF
(alle eher weniger als 630V Festigkeit)

andere:
100 mikroF/ 15V und 5 mikroF/ 70V.

kommt das so ungefähr hin?
Wenn jemand passende hat, Preis verraten und her damit. Sonst muss ich mich wohl bei Conrad oder Reichelt durchwurschteln, oder?
schönen Gruß, Andre Floet
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#17
Als Ersatz für die "Papierwickler" kannst du die modernen Folien oder Mehrschicht Kondensatoren mit 400V oder 630 V max. Betriebsspannug, egal was auf den alten C's draufgedruckt ist.
Anders bei den Elkos, diese werden mit höherer max. Betriebsspannung in der Baugröße voluminöser, daher genügt es den jeweils nächst höheren Betriebsspannungs Aufdruck zu wählen. Die Kapazität Abweichung sollte nicht mehr als 20 % betragen.
M.f.G.
harry
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#18
Bei https://www.antikradio-restored.de/ bekommst du alle notwendigen Teile. Oldie

Gruß Roland
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#19
(02.04.2025, 08:59)rolilohse schrieb: Bei https://www.antikradio-restored.de/ bekommst du alle notwendigen Teile. Oldie

Gruß Roland

jo, das sieht gut aus. da wird mich bestimmt versorgt. vielen Dank.
und die 3-poligen krieg ich zur Not auch gewickelt dank eurer Anleitung. Klingeldraht oder Alufolie und Schrumpfi hamwa.
Nur noch die Frage nach dem Sieb-Elko, ist der nicht zu schwach mit 31 mikro ??? Oldie
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#20
(02.04.2025, 11:47)opa knack schrieb: Nur noch die Frage nach dem Sieb-Elko, ist der nicht zu schwach mit 31 mikro ??? Oldie

Kannst ja erst einmal schauen wie stark das Brummen im Betrieb ist. Die SE-Endstufe wird sowieso immer ein wenig brummen.

Gruß Roland
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#21
falls das noch von Interesse ist - ich weiß auch nicht, warum ich nicht eher drauf gekommen bin - ich habe nun mal die C's durch gemessen. Hier die Ergebnisse:
Maßangabe - Messergebnis       Bezeichnung

0,01 µF        - 0,027 µF                   - Ero100/ Papier
0,015 µF      - 0,025 µF                   - Ero Fol //
5 µF             - 7,15 µF                     - Valvo C406BE
0,1 µF          - 0,1 µF                       - Ero Fol //
5o:50 µF      - 30 µF                        - Valvo Elko

und jetzt:
100 µF         - 0,7 µF bzw. OL         - Valvo C406BE
470 pF         - 16000 pF (16 nF !!!)  - Ero100/ Papier

Bescheid! Denker
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#22
.....die "Papierwickler" sind idR immer defekt, weil mit Luftfeuchtigkeit voll gesaugt.
Diese zeigen dann oft eine höhere Kapazität an, schlimmer aber sie werden selbst für Gleichspannung "Inkontinent" Und Überlasten somit weitere baugruppen.
Die einzige Ausnahme machen die "Papierwickler", die Klimafest im Keramikrohr und Metall End Kappen versehen sind. Diese habe ich zu 99% der Fälle wieder verwenden können.
M.f.G.
harry
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#23
jo, werde bis auf das Sieb alle tauschen und dann testen und Meldung machen. wenn dann noch doof dann Sieb.
melde mich
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#24
Wie hast du den Siebelko gemessen?
Du schreibst nur einmal 30µF.
Die zwei Anschlüsse sind die Pluspole der zwei Elkos und das Alugehäuse der gemeinsame Minuspol.

Gruß Andreas
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