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Vor 4 Stunden
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 4 Stunden von Passat.)
Das reicht locker aus.
Leistung wird völlig überbewertet.
Zum Verständnis:
Für eine Verdoppelung der Lautstärke ist die 10-fache Leistung nötig!
Die Wharfedale hat einen Kennschalldruck von 90 dB an 2,83 Volt, d.h. die spielt mit 2,83 Volt 90 dB laut.
Wharfedale gibt als Nennimedanz 6 Ohm an, aber auch min. 3,5 Ohm.
Damit sind es nach IEC-Norm 4 Ohm Lautsprecher.
2,83 Volt an 8 Ohm = 1 Watt, an 4 Ohm = Watt
Bei 6 Ohm dürfte die min.-Angabe nicht kleiner als 4,8 Ohm sein.
Also 90 dB an 2 Watt = 87 dB an 1 Watt (Halbe Wattzahl = - 3 dB)
Mit 10 Watt wären es dann 97 dB und das ist schon fast Discolautstärke!
Mit den 12 Watt wären es 97,8 dB.
Zimmerlautstärke sind um die 60-65 dB.
Dafür würden bei der Wharfedale 0,002 - 0,006 Watt reichen!
(87 dB = 1 Watt, 77 dB = 0,1 Watt, 67 dB = 0,01 Watt, 57 dB = 0,001 Watt, etc.)
Da würde also selbst ein Verstärker mit 2x 1 Watt genügen!
Mit 200 Watt deiner Monos könnten die Wharfedale 110 dB laut spielen und das ist eine laute Disco!
Zur Leistung noch etwas:
Viele Röhrenverstärker haben nur um die 4 - 20 Watt je nach Modell.
Und da hat sich auch noch niemand über die erreichbare Lautstärke aufgeregt.
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Danke Dir für die ausführliche Antwort.
Ich habe mich da nie näher mit beschäftigt, aber Verstärker mit geringer Leistung an Lautsprechern mit hoher Leistungsaufnahme können ins Clippen kommen, so zumindest habe ich das gelesen.
Dann können die Hochtöner zu Schaden kommen. Besteht diese Gefahr dann? Merkt man vorher das es passiert?
VG
B.
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Hallo,
ich habe drei Röhrenverstärker im Leistungsbereich von 1,1 bis 1,5 Watt sinus.
Meine Boxen haben einen Wirkungsgrad von 92 dB.
Mit dieser Kombi kann man in einen 20 qm Hörraum schon richtig gut Musik hören.
Bei den Leistungsangaben wird viel überbewertet.
Viele Grüße
Frank
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Vor 2 Stunden
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 2 Stunden von Passat.)
Hohe Leistungsaufnahme bei Lautsprechern = niedriger Kennschalldruck.
Nicht die Wattzahl bei Lautsprechern mit dem Leistungsbedarf (= Kennschalldruck) verwechseln!
Die Wattzahl bei Lautsprechern ist die Belastbarkeit, d.h. nichts Anderes als die elektrische Zerstörungsgrenze.
Sinus = Dauerleistung, muß nach DIN der Lautsprecher mindestens 10 Minuten durchhalten, ohne kaputt zu gehen.
Musik-/ImpulsLeistung = sehr kurzfristige Belastbarkeit, meist nur wenige Sekunden.
Wie geschrieben:
Das ist die Elektrische Belastbarkeit, d.h. Frequenzweiche und Schwingspulen dürfen nicht durchbrennen.
Gemessen wird mit einem Rauschsignal, dessen Spektrum dem durchschnittlicher Musik entspricht.
Bei sehr bass- oder höhenlastiger Musik kann es auch schon früher zu einem Defekt kommen.
Und es ist nichts über die mechanische Belastbarkeit gesagt.
Selbst bei einem Lautsprecher mit 200 Watt Dauerbelastbarkeit könnte es vorkommen, das schon bei 50 Watt die Baßmembran anschlägt.
Das kann bei Baßreflexlautsprecher insbesondere bei Frequenzen vorkommen, die tiefer liegen als die Tuninfrequenz des Baßreflexrohres.
Denn in dem Bereich geht das Verhalten des Gehäuses zu einem Zustand, der eher einer offenen Schallwand entspricht, über.
Die Baßmembran wird da dann nicht mehr durch das Luftpolster im Gehäuse bedämpft.
Die Wattzahl alleine sagt auch nichts darüber aus, wie laut ein Lautsprecher spielen kann.
Denn dazu muss man auch den Kennschalldruck kennen.
Nehmen wir dazu 2 Lautsprecher:
Lautsprecher 1= Belastbarkeit 100 Watt, Kennschalldruck 95 dB/W/m
Lautsprecher 2 =Belastbarkeit 500 Watt, Kennschalldruck 85 dB/W/m
Lautsprecher 1 kann mit 100 Watt 115 dB laut spielen.
Lautsprecher 2 kann mit 500 Watt ca. 112 dB laut spielen.
Lautsprecher 1 verträgt also viel weniger Leistung als Lautsprecher 2, kann aber trotzdem 4 dB lauter spielen, da
er einen um 10 dB höheren Kennschalldruck hat.
Wichtig für den Leistungsbedarf eines Lautsprechers ist also nicht die Wattangabe, sondern die Angabe des Kennschalldrucks (oft auch als Wirkungsgrad bezeichnet).
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• alighiszem