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Technics SU 7300
#1
Hallo,grüße an die ganze Gruppe. Ich suche auf diese Art und Weise nun Hilfe mit meinem Technics su 7300. Das Gerät hatte ein paar Probleme, und hab mittlerweile alle Elko ausgetauscht,inklusive Zenerdioden D404 und D 405. Die waren auch durch. Jetzt löst mir die ganze Zeit Sicherung F1 Widerstand R237 ,R239 fängt zum Rauchen an. Hat jemand vielleicht ein Tipp woran das liegt? Danke für jede Antwort.  Grüße Jan
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#2
hallo Jan und willkommen.

ALLE Elko heisst alle im SU enthaltenen Elko, vom Netzteil über die Vorstufe, Klangregelung bis zur Endstufe?
Defekte Elko durch Messen gefunden? Oder pauschal getauscht, weil.........

Schaltplan/Service Manual scheint dir vorzulegen wenn ich die ZDioden u. Widerstand "Infos" richtig interpretiere.

also, auch nachdem die Sicherung "durch ist" rauchen die beiden R weiter??

Grundlagen Elektronik bekannt? so etwa
- Widerstände werden warm/heiß (und danach rauchend), wenn der Strom durch sie zu zu groß ist.
Gründe können sein:
zu hohe Spannungen "vor" dem Widerstand
Kurzschluss (oder nah dran) hinter dem Widerstand
......

ZDioden waren "durch" heisst durchgebrannt, also ohne Funktion oder haben einen (ohmmässig gemessenen) Kurzschluss?

Wie war die Ausgangslage? Ohne systematische Ursachensuche ist es schwierig Probleme einzugrenzen und Ursachen zu finden.
Und Reihenfolgen von Ereignissen sind dazu wichtig zu wissen.

Also klär uns auf bitte

und hier gibt es auch schon nen SU-7300 Thread: https://old-fidelity-forum.de/thread-13533.html
"We learned more from a three minute record than we ever learned in school" , Bruce Springsteen in "No surrender" played als Song 2 im Mai 2013 in Hannover Dance3 Dance3
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  • HiFi1991
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#3
Erstmal danke für die Antwort, ich habe die elkos , also alle Elektrolyt Kondensatoren grundsätzlich getauscht, weil die noch alle Original waren und wollte die erneuern. Z.B ein mit 1000uf hatte nur 670uf, die großen weil sie OL angezeigt haben, dachte die sind kurzgeschlossen, bie kleine auf dem Ton weg die hatten noch gute werte, aber auch ausgetauscht. Die zenerdioden, die 14V hatte mir Durchgang in beiden Richtungen. Ehrlich gesagt, bin da nicht ganz so fit, ich bin nur Elektroniker für Gebäude und Energien. Also komplexe Messungen könnte nicht durchführen, weil mir immer eine Sicherung auslöst. Die Messungen die ich vor auslösen geschafft habe, war z.b nach dem trafo 120V , Transistoren 37V, Brückengleichrichter 35V . Hab leider auf die schnelle nicht aufgeschrieben.
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#4
ok, aber der Verstärke hat mal einige Zeit bei dir funktioniert, oder hast du den defekt bekommen??
"We learned more from a three minute record than we ever learned in school" , Bruce Springsteen in "No surrender" played als Song 2 im Mai 2013 in Hannover Dance3 Dance3
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#5
Also das Gerät war schon defekt. Da war die Sicherung F3 schon kaputt, außerdem hat Main Ausgang nicht funktioniert. Dazu waren einige Brand stellen auf den elkos sichtbar. Beim einschalten hat es sehr laute plopp gemacht.
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#6
Zitat:Dazu waren einige Brand stellen auf den elkos sichtbar.

....was man sich mittlerweile alles einfallen lässt, um endlich mal die Elkos wechseln zu können.  LOL Einfach herrlich!
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#7
Ich habe es vor einem Monat gekauft für 80€ und nach dem ich es aufgemacht habe hab den ganzen schaden gesehen. Die platine hat zuerst ausgesehen wie eine Matratze. Da war 50jährige Staub Schicht
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#8
Ich hätte da auf jeden Fall die Platine gewechselt. Schon wegen der Brandspuren... Lol1
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#9
Also mir fliegen auch pausenlos diverse Kondensatoren um die Ohren.
Dir fehlt es einfach an Glauben.
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#10
Stell doch mal Fotos der Brandspuren ein.
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#11
[Bild: 3D095B50-810B-46B4-B2D1-8C8983F08EE4.jpg]

[Bild: 4B81877C-80F6-460F-9DFE-40D6CAA213B0.jpg]

[Bild: 861781A9-6808-4D74-998F-43C99173675E.jpg]

[Bild: F2787507-AFB3-4683-A422-CB62C222E08C.jpg]

[Bild: IMG-2373.jpg]

[Bild: IMG-2383.jpg]

[Bild: IMG-2388.jpg]

Das sind ein paar Bilder nach der grobe Reinigung
[-] 1 Mitglied sagt Danke an Jan66 für diesen Beitrag:
  • nice2hear
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#12
Jan, du merkst schon, unterschiedliche Leute die sich mit Reparaturen beschäftigen haben unterschiedliche Ansätze... und kommunizieren dass dan hier auch oft so.. um es diplomatisch zu sagen.

Was aber die Meisten beherzigen ist... zuerst Fehler möglichst durch Messungen finden/lokalisieren bevor eine "Austauschorgie" anfängt.
Weil letzteres immer auch das Risiko birgt, dass man sich neue zusätzliche Fehler einbaut, was die Sache doppelt kompliziert macht.

Hier kann ich nur empfehlen zuerst im Netzteil "dafür zu sorgen" dass alle Betriebsspannungen stabil sind. Dazu den Endstufenteil möglichst "abtrennen"
Ich schaue mal nachher ins Service Manual welcher Weg sich dazu anbietet..
"We learned more from a three minute record than we ever learned in school" , Bruce Springsteen in "No surrender" played als Song 2 im Mai 2013 in Hannover Dance3 Dance3
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#13
Vielen Dank für die Unterstützung... Ich weiß dass hier alles Leute sind die sich mit Elektronik schon sehr lange beschäftigen. Ich hab eben gerade angefangen. Das ist mein erste Projekt und hab mir davor auch von diese Seite die Beiträge durchgelesen. Hab auch mit Bekannten bißchen drüber geschaut und seine Meinung als elektroniker war ,das Tausch von Elko schadet nicht. Ich merke schon dass es ziemlich große Nummer für mich ist, aber zumindest lerne was dazu. Als Hauselektriker erst zwei Jahre nach der Ausbildung ,ist das ganze absolut andere Richtung, aber vielleicht klappt es. So schönes Gerät soll nicht auf dem Müll Haufen landen..
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#14
....und immer noch übelste  Brandspuren an den Elkos zu erkennen. Da musst du nochmal ran!
Ich hebe erst gestern wieder im Internet gelesen, dass diese "Elkos" nicht alterungsbeständig sind, und nach Jahren alle ausgetauscht werden müssen.
Den Link finde ich gerade nicht mehr.

Zitat:Meinung als elektroniker war ,das Tausch von Elko schadet nicht.

Wenn diese Weisheit mal nicht rekordverdächtig ist, oder wenigstens für einen akademischen Rang genügt?... 

Jetzt mein pauschaler Tip : Es kann nicht schaden, die verbauten Widerstände zu tauschen.  (Kappenschascheln)
Kannst ja schon mal eine Liste zusammenstellen  Drinks.

Beschäftigung und  Spaß sind damit garantiert.


Achso...Nochwas....Wenn dein "Elektroniker" auch nur ein mindestmaß an "was auch immer" besitzen würde ....also nur mal angenommen...., dann hätte er das bestehende Problem entweder innerhalb von 15 Minuten entdeckt,
oder dir alle Hinweise gegeben, sowass du es in 35 Minuten behoben hättest.

Ganz böse gefragt:
Was stimmt mit deinem Elektroniker nicht?
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#15
scope, schlechten Tag gehabt? merkt man.


So, gute Nachricht, das Netzteil ist wirklich sehr einfach aufgebaut...
[Bild: Bildschirmfoto-2026-02-05-um-15-59-34.png]

dein SU Modell ist ein 7300 XG, also die europäische Variante, umschaltbar was die Spannung angeht?
steht auf 240V? Oder nicht umschaltbar?

Welche Sicherung ist bei F1 eingesetzt? 1,6A / 2A / 3,15A??
Diese Sicherung ist auf der Platine, aber Trafoprimärseitig verbaut.
Auf der Sekundärseite ist F2, 500mA, aber nur für die Instrumentenbeleuchtung in Funktion.

Heisst, wenn anders im Netzteil ODER der Endstufe ODER woanders was richtig faul ist, kann nur F1 auslösen! Oder nen Widerstand durchbrennen.

durch den Gleichrichter werden + u. - 39V erzeugt, und ie gehen DIREKT zu den Endtransistoren!
im Bild ist
Rot = +39V
Blau = -39V
Grün = -15V, wird aus den -39V und der Kombi R404, D403 u. D405 (ZDiode) gewonnen.
Gelb = +23V, wird aus den +39V und der Kombi R403, D402 u. D404 (ZDiode) erzeugt.
Violett = 29V AC, geht zu einer weiteren Einweggleichrichtung aus D301 (oben im Schaltbild) und erzeugt dort nochmal ca. -14V

wenn die ZDioden nen Kurzschluss haben, werden die R403/404  trotz 2Watt bzw 1/2W Belastbarkeit sicher auch heiss...
Nimm die beiden Widerstände einseitig hoch (entlöten), damit diese 2 DC Zweige "aus dem Rennen" sind.

Glaube aber nicht, dass dadurch das "F1 Problem" erst mal beseitigt ist.

Zitat: "Widerstand R237 ,R239 fängt zum Rauchen an..."
das sind die sog. Emitterwiderstände der LINKEN Endstufe. Wert ist nur 0,33Ohm.. also "elektrisch betrachtet" fast nen Draht..


[Bild: Bildschirmfoto-2026-02-05-um-17-10-31.png]



Löte auch die Rs einseitig hoch. (erst mal einfacher als die Transistoren auslöten) Damit ist "der Zweig" auch aus dem Rennen.
zu 9x% sind min. TR215 / TR217 hinüber....

wenn beim anderen Kanal dann "nix raucht" und die Sicherung hält.. kannst du in Ruhe die vorhandenen Spannungen messen.
dann schauen wir mal.
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  • tv glotzer
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#16
Zitat:scope, schlechten Tag gehabt? merkt man.

Mit wahren Worten eckt man hier und da nicht selten an, es bedeutet aber nicht automatisch, dass der Tag schlecht war. 

Jetzt hast du  so viel Zeit mit der Einfärbung der vielen Linien verbracht, was ich ausdrücklich lobend erwähne LOL, aber was wenn
"er" gar nicht so genau weiß, was diese Linien bedeuten, und sein Elektroniker auch nicht?
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#17
dann mach mir halt mal ein DANKE unter meinen Beitrag, so bitte.  Raucher

wenn er das nicht weiss trotz farbiger Agenda dazu wird er wohl so schlau sein und rückfragen.

und noch nen Praxistipp zu den Emitterwiderständen
[Bild: Bildschirmfoto-2026-02-05-um-18-10-47.png]
wenn das einseitige Auslöten zum Checken etwas umständlich/aufwendig ist, ICH würde mit nem Seitenschneider
kurz UNTERHALB des Knicks den Anschlussdraht durchtrennen..
Kann man später dann wieder einfach zusammenlöten....

Edith meint, geht beim R403 (etwas kleiner, 1/2W, gelb/violet/braun = 470Ohm) und R404 (beide an der linken Seite im Bild) natürlich auch so... ;-)
"We learned more from a three minute record than we ever learned in school" , Bruce Springsteen in "No surrender" played als Song 2 im Mai 2013 in Hannover Dance3 Dance3
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#18
Das sieht in meinen Augen auch nach Endtransistoren-Tod (Tr 215 u. 217), vielleicht auch die Treiber Tr211 u. 213 aus.
Da die Platine eh herausgenommen werden muss, um die Transistoren zu tauschen, kann man dort auch die Emitterwiderstände R235 und R 237 herausnehmen.
Ob das Tr 207 (A-Treiber) und den Ruhestrom-Transistor TR209 nicht auch erwischt hat, ist stark zu vermuten. Ich würde empfehlen, für diese 6 Transistoren Ersatz zu beschaffen.
Alle Transistoren tauschen, neue Endtransistoren noch nicht einsetzen. R235 auslöten. Von den Emittern vom Tr. 211 u. 213 jeweils einen Widerstand von 470Ohm mit dem linken Anschluss von L201 verbinden.
Dann könnte man über eine Glühbirne in die Netzzuleitung das Gerät starten und sofort die Spannung Mittenspannung (linker Anschluss L201) gegenüber Masse messen. Wenn das größer als 0,2V ist sofort abschalten, dann ist noch mehr im Argen.
Eigentlich wäre das ein Fall für ein Doppel-Labortnetzteil, aber darüber müsste der TE verfügen.
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#19
Lass Jan ruhig die ersten einfachen Schritte machen, sonst geht das vermutlich nicht gut aus.
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#20
Booah.. Also echt viel Info und da hab ich mir mehr Zeit nehmen müssen, nach dem die Kinder in Bett sind. Hab verstanden was gemeint ist mit einseitig rauslöten,auch die farbige gekenzeichnung verstehe ich. Die Spannungen sind auf dem Schaltplan. Das Gerät ist auf 240 V ,ist umschaltbar. F1 ist 3,13 A und die F 5 mit 1,6 A ist auch durchgebrannt..  Der R 404 wurde davor auch ziemlich heiß. Was meinst du mit Rs? Mit löten schaut bei mir denke gut aus .Also bis jetzt hat alles gut geklappt und sauber ausgelotet,wie neu eingelötet.
[-] 1 Mitglied sagt Danke an Jan66 für diesen Beitrag:
  • nice2hear
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#21
Es wird bei mir bißchen langsamer gehen. Ich will lieber langsamer und vorsichtig vorgehen um Fehler zu meiden. Und hab auch höchstens eine Stunde täglich Zeit, überwiegen nach 20 Uhr wenn die Kinder schon schlafen.
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#22
a) Rs als Kurzform für (mehrere) Widerstände
b) 3,13A für F1 muss ein Tipp o. Ablesefehler sein, gibt nur 3,15A Feinsicherungen
c) wo ist F5?? Seh ich nicht im Bild oben.
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