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Pioneer CT-520 TapeDeck ohne Play Funktion --> ghost in the machine ?
#1
Dieses TapeDeck verweigert die Wiedergabe und soll - wenn möglich - reanimiert werden.

Ist von Pioneer, Modell CT-520: 
[Bild: 20211216-162154.jpg]

[Bild: 20211216-163747.jpg]

[Bild: 20211216-162758.jpg]

Wurde 1981 hergestellt und hat damals um 600 DM gekostet.
Ist recht selten, da es wohl nur ein Jahr angeboten wurde.

Deckel runter und reingeschaut:
[Bild: 20211216-164425.jpg]

Das einmotorige Laufwerk:
[Bild: 20211216-164535.jpg]

Singlecapstan-Antrieb mit 2-Kopf Bestückung:
[Bild: 20211216-164023.jpg]

Das Deck hat Tipptasten und Logicsteuerung. Gesteuert wird das Laufwerk über 4 Plunger/Solenoid/Magnet-Zugschalter.

Feststellung der Probeme und Ermittlung der Ursachen.
Gerät lässt sich einschalten.
Umspulen (REW + FF) funzt problemlos.
Wiedergabe ist nicht möglich - nach Drücken der Play-Taste passiert nix.
Nun habe ich den Plunger für die Andruckrolle angeschubst - keine Reaktion.
Danach habe ich den Plunger für den Kopfschlitten angeschubst - Laufwerk geht in den Playmodus.
Kopfschlitten fährt hoch, Andruckrolle wird an die Capstanwelle gedrückt und die Wiedergabe beginnt.

Die Aussteuerungsanzeigen zappeln und an den Cinchbuchsen liegt Signal an:
[Bild: 20211216-163536.jpg]

Nun können alle Laufwerkfunktionen problemlos ausgeführt werden.
Wird die Case nach dem Durchlauf umgedreht, kann die Wiedergabe gestartet werden.
Wird die Case z.B. 30 Minuten nach dem Durchlauf umgedreht, ist keine Wiedergabe möglich (Gerät wurde nicht ausgeschaltet).
Nun muss wieder der Plunger für den Kopfschlitten angeschubst werden, dann läuft das Laufwerk wieder problemlos.
Aber warum werden die Plunger für Andruckrolle und Kopfschlitten nicht angezogen ?
Ist eventuell die Mechanik des Laufwerks schwergängig ? 
Zur Kontrolle baute ich das Laufwerk aus.

Die Abdeckung der Casenklappe ließ sich nicht abnehmen. Ich musste den Frontrahmen abschrauben:
[Bild: 20211217-115427.jpg]
Die Haltenasen hat jemand abgebrochen und die Abdeckung mit Heißkleber fixiert.

Fünf Schrauben später konnte das Laufwerk rausgenommen werden: 
[Bild: 20211221-113714.jpg]

Casenunterlage entfernt:
[Bild: 20211221-124139.jpg]
Umspulen läuft hier über Zahnräder.
Antrieb des rechten Bandwickel (bei Play) läuft über den Gummi-Idler.

Der sieht nicht mehr so gut aus und hat an einer Stelle Rissbildung:
[Bild: 20211221-124238.jpg]

Unterseite:
[Bild: 20211221-120842.jpg]
Hier sieht man das Zahnrad für die Kopfschlittenbewegung und den grauen Auslösehebel (wird vom Plunger bewegt).
Nun habe ich mit Öl und Fett die Beweglichkeit verbessert. Allerdings hatte ich dabei den Verdacht, dass es wohl nicht die Ursache des Problems ist. Denn wirklich schwergängig war hier nix.

Rückseite:
[Bild: 20211221-120834.jpg]
Links ist der Plunger für die Andruckrolle, rechts der Plunger für den Kopfschlitten.
Die Riemen wurden irgendwann erneuert und sind in Ordnung.

Die Andruckrolle ist nicht ausgehärtet und die Köpfe sehen auch noch gut aus: 
[Bild: 20211221-124404.jpg]

Da das Laufwerk mit "Trick 17" läuft, wurden auch gleich ein paar Testcasen durchgeschleust.

Spiegelcase für Prüfung des Bandpfads:
[Bild: 20211221-111148.jpg]

Testcase für Gleichlauf und TapeSpeed:
[Bild: 20211221-111517.jpg]

Ergebnis:
[Bild: W-F-Test18-Dez21-CT-520.jpg]
Der Gleichlauf ist schlecht.
Hier stören mich besonders die Peaks, welche auch mal bis 0,4 % gehen.
Der TapeSpeed ist etwas zu langsam.
Auch wurde testweise eine Case mit Mucke durchgehört. Klanglich gar nicht schlecht.

Nun aber wieder zurück zum hauptsächlichen Problem.
Warum ist die Schachtel nur dann spielbereit, wenn der Kopfschlitten-Plunger angeschubst wird ?
Ist es ein elektrisches Problem ? Eventuell ein Problem der Logicsteuerung ?
Hier war ich nun erst mal völlig ratlos.

Das Service-Manual hatte ich zwischenzeitlich runtergeladen.
Also habe ich mir den Bereich um das Logic-IC und die Laufwerksteuerung angeschaut.
Auszug der Schaltung: 
[Bild: Logic-Schaltung.jpg]

Die Vier Plunger hängen - wie ebenso der Capstanmotor - an der gleichen Versorgungsspannung.
Die beträgt bei diesem Deck unbelastet ca. 13,5 Volt - ok.
Beim Umspulen liegen ca. 10,7 Volt an - auch ok.
Bei Play (wenn es funzt) liegen ca. 11,8 Volt an - auch ok.
Bei Play (wenn es nicht funzt) liegen auch ca. 11,8 Volt an und nach ca. 4 Sekunden steigt die Spannung wieder auf die ürsprünglichen 13,5 Volt an. Vermutlich wird hier abgebrochen, da der Drehimpulsgeber kein entsprechendes Signal liefert (weil der rechte Bandwickel nicht dreht).
Wenn ich die Schaltung richtig interpretiere, werden alle vier Plunger vom Logic-IC über die NPN Transistoren Q601-Q603 (jeweils 2SC2060) an Masse gelegt.

Die Plunger habe ich ohmisch durchgemessen.
Die Plunger für das Umspulen haben jeweils 30 Ohm - dürfte vermutlich ok sein.
Die Plunger für Kopfschlitten und Andruckrolle haben unterschiedliche Werte.
Kopfschlitten-Plunger hat 60 Ohm, der Andruckrollen-Plunger hat 120 Ohm.
Hier bin ich nicht sicher, ob diese Werte ok sind ?

Viel mehr Sorge macht mir aber die Tatsache, dass die Laufwerksteuerung nach einmaligem Anschubsen des Kopfschlitten-Plungers ohne Probleme läuft. Das ist für mich derzeit unerklärlich - ist schon fast eine X-Akte. 
Meine Elektronik-Kentnisse sind leider sehr begrenzt, was ich hier mal wieder feststellen muss.

Derartige Probleme hatte ich bisher noch nie und stehe daher momentan wie Ochs vor Berg.
Ich hoffe nun, dass es hier jemanden gibt, der da besser durchschaut und eventuell helfen kann ?
Oder jemand, der dieses Problem kennt und sogar die passende Lösung hat ?

Fortsetzung folgt (hoffentlich) ...

Gruß Bob.
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#2
(03.01.2022, 17:43)AnalogBob schrieb: Bei Play (wenn es nicht funzt) liegen auch ca. 11,8 Volt an und nach ca. 4 Sekunden steigt die Spannung wieder auf die ursprünglichen 13,5 Volt an. Vermutlich wird hier abgebrochen ...

und dann schließt du rasch Kollektor und Emitter des Kopfschlitten-Magneten kurz.
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  • AnalogBob
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#3
Moin,
und die Basis-Emitterspannung der betreffenden Transistoren messen. Im aktiven Zustand liegt sie bei etwa 0,6-0,7V. Ist sie wesentlich geringer, kann der Transistor nicht durchschalten, ist sie hoeher, ist der Transistor defekt.
Und kommt nichts, die Basisvorwiderstaende ueberpruefen, bzw. die Spannungen am Logik-IC.

73
Peter
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#4
(04.01.2022, 15:07)Florida Boy schrieb:
(03.01.2022, 17:43)AnalogBob schrieb: Bei Play (wenn es nicht funzt) liegen auch ca. 11,8 Volt an und nach ca. 4 Sekunden steigt die Spannung wieder auf die ursprünglichen 13,5 Volt an. Vermutlich wird hier abgebrochen ...

und dann schließt du rasch Kollektor und Emitter des Kopfschlitten-Magneten kurz.



Ich vermute, hier ist der Transistor Q604 vom Kopfschlitten-Plunger gemeint ?
Eine Überlegung in diese Richtung hatte ich auch schon. Allerdings war ich mir nicht sicher, ob dadurch eventuell der Transistor beschädigt werden könnte ?

Zwischenzeitlich habe ich weiter experimentiert.
Wie vermutet wird ein erfolgloser Playstart nach ca. 4 Sekunden abgebrochen, weil der Drehimpuls-Geber nicht dreht. Bewege ich ihn dabei mit der Hand, erfolgt kein Abbruch der Play-Funktion.
Beim Testen der Aufnahme folgt das gleiche Ergebnis, wie bei Play.
Wenn es nicht funzt, erfolgt keine Ansteuerung der Plunger für Kopfschlitten und Andruckrolle.
Wenn es funktioniert, ist auch Aufnahme problemlos möglich.
Habe ich dann bei dieser Gelegenheit gleich ausprobiert.

TDK SA Tape rein, REC Pause aktiviert und 1 kHz Testton bis 0 dB ausgesteuert:
[Bild: 20220104-110834.jpg]

Aufnahme läuft:
[Bild: 20220104-110911.jpg]

Wiedergabe der Aufnahme:
[Bild: 20220104-111012.jpg]
Aufnahme ist ok. Wiedergabe ist zwar 1-2 dB zu laut, aber das ist nur Einstellungssache und stört hier erst mal nicht.

Nun wieder zurück zum Play Problem.
Es ließ mir einfach keine Ruhe. Warum läuft Play + Rec völlig problemlos, nachdem ein mal am Kopfschlitten-Plunger gewackelt wird ?
Und noch unerklärlicher für mich war, warum gibt es - bei Nichtfunktion - keine Funktion von Kopfschlitten- UND Andruckrollen-Plunger ?
Diese beiden Plunger werden doch unabhängig vom Logic-IC (Pin 23 + 24) über die Transistoren Q603 und Q604 gesteuert ?
Auch dafür fand ich über die Betrachtung der Laufwerksteuerung im Service-Manual keine Erklärung.
Aber ich hatte ein Vermutung.

Ich habe dann einfach - bei funktionsfähigem Zustand - die Zugstange mit einem Schraubendreher blockiert:
[Bild: 20220105-115751.jpg]

Dann die Play-Taste gedrückt. Und tatsächlich: Wie vermutet, zog auch der Plunger für die Andruckrolle nicht an.
Bedeutet: Wenn der Kopfschlitten-Plunger nicht anzieht, zieht auch der Andruckrollen-Plunger nicht an. Warum das so ist ? Keine Ahnung ! Ich habe dafür - im Moment - keine Erklärung.


Nun ging mein Verdacht wieder in die Richtung mechanisches Problem.
War eventeull der Kopfschlitten-Plunger selbst das Problem ?
Ich wartete wieder, bis keine Wiedergabe möglich war. Dann Gerät ausgeschaltet. Nun mit einem Stift auf die Zugstange vom Kopfschlitten-Plunger gedrückt. Ließ sich recht schwer bewegen.
Dann die Zugstange komplett runtergedrückt. Gerät eingeschaltet und Play gedrückt - funzt.
Jetzt Stop gedrückt und wieder mit dem Stift die Zugstange bewegt. Ließ sich wesentlich leichter bewegen.
Aha ?! Hatte ich die Ursache gefunden ?
Dann habe ich einfach etwas Öl an die Zugstange gegeben, die Zugstange dabei gedreht sowie auf und ab bewegt.

Ergebnis:
Bisher sind nun eingige Casen mit unterschiedlich langen Pausen (Gerät dabei ein- oder ausgeschaltet) zwischendurch gespielt worden. Bisher komplett problemlos.

Die Schachtel ging nun erst mal in den aktiven Teststapel und darf (hoffentlich) Zuverlässigkeit zeigen:
[Bild: 20220105-123232.jpg]

Fortsetzung folgt ....

Gruß, Bob.
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  • Baruse, Dual-Tom, HVfanatic, Hippman, Frank K., Akai 65, kandetvara, havox
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#5
Bitte nicht schlagen - ich hab da so eine dumme Idee:

Kann es sein, dass der Gleichspannung, mit der die Zugmagnete angezogen werden, eine Wechselspannung "überlagert" ist? In der Regel führt so etwas dazu, dass das Teil in eine gewisse "Schockstarre" verfällt, in Abhängigkeit davon, wie hoch der AC Anteil ist. Das würde auf einen Fehler im Netzteil hindeuten, wie Elko Kapazität verloren, Gleichrichter defekt ...

Hatte ich mal bei einem anderen Gerät in der Form gehabt.

Ist nur eine Idee.

Grüße,

Ulf
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#6
Da Bob von Leichtgängigkeit an allen Ecken und Enden berichtete, mochte man ihm folgen, als er von einem elektrischen Problem sprach. Man bot ihm daraufhin den Schalttransistor als möglichen Täter an, doch wackelte er weiter an allen Kabeln und damit verbundenen Teilen, bis es wieder flutschte. Gehen wir also von einem rein mechanischen Problem aus, das so ungeölt hochpoppte, wie es geölt verschwand.
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  • HVfanatic
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#7
[Bild: cringe.jpg]
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#8
Es wurde ja mechanisch gelöst. Gut gemacht!
Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.
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#9
(06.01.2022, 12:07)HVfanatic schrieb: Es wurde ja mechanisch gelöst. Gut gemacht!

Na dann klatsche ich natürlich auch Beifall Thumbsup .
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#10
Das Gerät hat in der Zwischenzeit ohne Ausfälle funktioniert.
Nur ab und an gab es eine ein bis zwei Sekunden dauernde Verzögerung, bis der Kopfschlitten bewegt wurde.

Daher habe ich das Laufwerk nochmals ausgebaut und den Kopfschlitten-Plunger demontiert:
[Bild: 20220108-170930.jpg]

[Bild: 20220108-170951.jpg]

Die Zugstange wurde nun gereinigt/geschliffen und bekam eine Ölung:
[Bild: 20220108-170904.jpg]

Seit dieser Maßnahme läuft das Laufwerk nun völlig problemlos.
Bei einer Probeaufnahme stellte ich fest, dass der Ein/Aus-Schalter für Dolby Kontaktprobleme hat.
Bei ausgeschalteter Dolby Funktion gab es - mal rechts, mal links - Hochtonprobleme. Die Kontaktprobleme führten offensichtlich zu einem Tiefpass im Hochtonbereich.
Nach einer Behandlung mit Kontakt-Chemie ist der Hochtonbereich nun wieder ok.

Besuch der Abteilung Aufnahme.

Zuvor wurde entmagnetisiert: 
[Bild: 20220116-101528.jpg]

Der Rec-Pegel wurde eingestellt.

Nun folgte eine Probeaufnahme:
[Bild: 20220107-190859.jpg]
Aufnahme- und Wiedergabe-Pegel sind nun identisch.

Hier gab es nix zu meckern.
Die Schachtel macht wirklich gute Aufnahmen.
Auch klanglich konnte es mich überzeugen.

Auch hier gilt - für mich - mal wieder folgende Weisheit:
Wenn ein Gerät (Mindestqualität vorausgesetzt) gewartet und halbwegs vernünftig justiert ist, sind die klanglichen Unterschiede zu Topgeräten recht gering.

Gruß, Bob.
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  • Baruse, havox, sankenpi, Mainamp
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#11
Bisher läuft die Schachtel völlig problemlos.

Nun war da noch die Sache mit dem Gummi-Idler.
Ansich läuft das Laufwerk angenehm leise.
Nur ein - mal leiser / mal lauteres - Tickern bei Play störte mich.

Ich vermutete, dass dieses Geräusch vom Gummireifen verursacht wird. Er ist recht hart und hat einen Riss.
Lässt man das Laufwerk bei Play (ohne Case) laufen und bremst mit der Hand den rechten Bandwickel, ist deutlich spürbar, dass hier nur sehr wenig Zug vorhanden ist.
Ich schaute im Netz und tatsächlich gibt es für dieses Deck einen Idler-Gummi zu kaufen. Allerdings von einem Anbieter, bei dem ich - in Bezug auf Idler - auch schon unbrauchbaren Schrott erhielt.

Aber, warum nicht auch hier den Billigtrick mit einem O-Ring probieren ?! 
Dann mein O-Ring Sortiment bemüht und geschaut:
[Bild: 20220120-171156.jpg]
Über den Daumen gepeilt, war einer dabei, der passen konnte.

Zwischenrad ausgebaut:
[Bild: 20220120-104322.jpg]

Dann den Reifen abgezogen:
[Bild: 20220120-105437.jpg]
Rechts wartet schon der O-Ring.

Dann wurde vermessen.
Ja, der O-Ring könnte eventuell passen. Innen- und Außendurchmesser schienen brauchbar.
Nur war er zu dick. Das Originalteil war 1.8 mm dick, der O-Ring allerdings 2,4 mm. 

Die "Felge" wurde gereinigt und dann wurde der Reifen bzw. O-Ring aufgezogen:
[Bild: 20220120-113231.jpg]
Wie befürchtet, wollte der O-Ring nicht so richtig in die "Felge".
Also Schleifmittel genommen und passend gemacht.

Und wieder vermessen:
[Bild: 20220120-113642.jpg]
Der Außendurchmesser war nun ca. 0,6 mm größer. Ob es trotzdem funktioniert, musste die Praxis zeigen.

Zwischenrad auf die Achse gesteckt und die Sicherungsscheibe in Position gelegt:
[Bild: 20220120-120850.jpg]

Auf die Achse drücke ich diese Sicherungen mit einem entsprechenden Torx-Bit mit Bohrung:
[Bild: 20220120-171539.jpg]

Dann das Laufwerk mit REW und FF getestet - ok läuft. Der Idler bekommt dabei keinen Kontakt zu den Bandwickeln.

Nun das Laufwerk in Play geschaltet:
[Bild: 20220120-121219.jpg]
Läuft problemlos. Beim Abbremsen mit der Hand, war deutlich mehr Zug spürbar - sehr schön ! 

Mittlerweile ist die Opfercase mehrfach komplett durchgelaufen:
[Bild: 20220120-170821.jpg]

Bisher keine Probleme und auch kein Tickern mehr hörbar.
So wie es momentan aussieht, funktioniert auch hier ein O-Ring.

Gerät geht nun wieder in den Teststapel und darf Zuverlässigkeit zeigen:
[Bild: 20220120-190007.jpg]

Fortsetzung folgt ... 

Gruß, Bob.
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