Old Fidelity - HiFi Klassiker Forum

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(25.06.2021, 23:47)Sony-Freak-Kaarst schrieb: [ -> ]Ich habe meine Aufstellung und geplante Anlagenzusammenstellung neu geplant und werde u.a. deswegen meinen DTC-57 endgültig abstoßen. Der Plastikkram in dem Laufwerk ist für meine Ansprüche ungeeignet.
Also, soviel Plastik ist da eigentlich gar nicht drin. Aber ich bin ja scheinbar auch der Einzige hier, der die 57er / 670er mag. Floet
https://old-fidelity-forum.de/thread-384...pid1334924
Hallo,

mal eine Frage an die DAT Spezialisten.

Welcher DAT Recorder wäre ein solides Einsteigergerät, woran man selbst noch etwas reparieren bzw. einen Service erledigen kann.

Pioneer D500 oder Kenwood DX 7030?


Gruß Olaf
(27.06.2021, 23:31)Swobi schrieb: [ -> ]
(25.06.2021, 23:47)Sony-Freak-Kaarst schrieb: [ -> ]Ich habe meine Aufstellung und geplante Anlagenzusammenstellung neu geplant und werde u.a. deswegen meinen DTC-57 endgültig abstoßen. Der Plastikkram in dem Laufwerk ist für meine Ansprüche ungeeignet.
Also, soviel Plastik ist da eigentlich gar nicht drin. Aber ich bin ja scheinbar auch der Einzige hier, der die 57er / 670er mag. Floet
https://old-fidelity-forum.de/thread-384...pid1334924
Dann bin ich wohl der Zweite der den 57er mag, zumindest in Optik und der Bedienbarkeit am Gerät ist der äußerst gut gelungen wie ich finde...

(27.06.2021, 23:08)Swobi schrieb: [ -> ]Der PIO D-500 hat das Problem auch, wie beim 2000er. Konsequentes Nachlöten auf dem Mainboard im Bereich der Steckverbindung zur Frontplatine hat nachhaltig geholfen. Seit zwei Jahren ist Ruhe.

Was heißt genau "nachlöten"? Altes Lötzinn entfernen und neues Hinzufügen - oder einfach nur einmal alles erhitzen? Wie könnte mach sich dadurch eine Verbesserung erklären? Hat jemand eine Ahnung?
Das Kenwood Laufwerk ist absolut nix für Dat Einsteiger. Kompliziert in der Wartung u. kritische Ersatzteillage. 
D-500, oder besser noch D-05 sind problemloser u. zu empfehlen.

Mapo
hab einfach mit Bleilot nachgelötet.
Danke, 

dann werde ich mal auf die Suche gehen.

Fidele Grüße
Olaf
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Die Optik ist am 57er auch das einzige, was gut ist  LOL
Ich hatte ja im alten Forum schon mal geschildert, daß von meinem damals 4 vorhandenen 670ern/57ern nur einer wirklich zuverlässig zum Laufen gebracht werden konnte, und daß ich dafür Fertigungstoleranzen bei den Plastikteilen im Laufwerk verantwortlich machte u.a.
Man muß das Thema ja nicht nochmal durchkauen, jedenfalls lief mein 57er nach endlosen Justierungen endlich ganz gut, bis er dann aus heiterem Himmel vor ca. 2 Jahren anfing, Tapes auch erneut verzerrt wieder zu geben.
Einsatzzeit nach Abschluß der "Revision" waren unter 30 Stunden...
Es gibt für mich keinerlei Notwendigkeit, ein solches Gerät zu behalten, wenn ich einen 2000er, einen 77er und einen 55er besitze. 
Vor allem hatte ich bei jedem Einlegen einer Cassette und dem Drücken der Play-Taste ein mulmiges Gefühl und Sorge um mein DAT-Band. Sicher kein Zustand, den man beim Betrieb einer High-End HiFi-Anlage haben sollte.
Kommen wir also zu den aus meiner Sicht "wertigeren" Schätzchen.

Mein 55er hat ein mit Epoxydharz geklebtes Zahnrad im Rotary Encoder, welches nach wie vor hält, aber wie sieht die aktuelle Lage hier aus, wenn es doch mal aufgibt? Gibt es noch Bezugsquellen für evtl. Ersatz/Nachbauten? 
Ich habe die Diskussionen um die Zahnräder hier teilweise verfolgt (Metall/Plastik) und die "zweitklassigen" Plagiate (angeblich), wie ist der Stand der Dinge?

Ich mache derzeit eine persönliche Liste für Panasonic-Kondensatoren, danach kümmere ich mich weiter um die Neubestückung meiner Platinen, u.a. ja auch vom 55er (später dann auch 77er und 2000er).
Ich plane derzeit, einige Keramik-Cs durch Glimmer zu ersetzen, insbesondere um den Oszillations-Schaltkreis herum und die Quarze, hat damit eigentlich jemand Erfahrungen? Also was die Qualität der "Clocks" und Taktfrequenzen angeht und deren Einfluß auf die Schaltung/Wandlung und letztlich den Klang des Gerätes?

Weiter Modis liegen auf der Hand:
Meine A/D-Platine bekommt das "Swoboda-Kit": 2x OPA 2134 statt die M5238/LF412-Kombi und zwei WIMAs als Koppel-Kondensatoren im Signalweg, Metallfilmwiderstände überall und die Abblock-Kondensatoren an den ICs (billige beringte 0,1 Standard-Kerkos) werden alle durch Folien ersetzt.
Die Elkos kommen fast alle raus, mein Netzteil hatte nach Messungen fast bei allen Elkos schon Verluste von 20% und drüber(!) und werden im Wesentlichen durch Panasonic FC ersetzt, an einigen Stellen werden die Kapazitäten moderat erhöht und auch teils auf höhere Spannungsfestigkeit geachtet, weil dann die Rippelstrom-Belastbarkeit ja steigt.
Schlußendlich habe ich mich auch dazu entschieden, die zwei Elkos auf der Kopfverstärker-Platine durch TANTAL-Cs zu ersetzen, nachdem ich diesen Kondensatortyp - auch mangels Detailwissen - bislang eher stiefmütterlich behandelt hatte.

Interessant wäre evtl. noch, einige Kabel- oder Steckverbindungen durch Goldkontakte oder Reinsilberkabel zu ersetzen, das ist allerdings u.a. eine Kostenfrage und werde ich wohl nur bei meinen noch höherwertigen DATs und Geräten umsetzen.
Hat hier jemand Erfahrungen oder Bezugsquellen? Die goldenen Stifte mit diesem runden Bodensockel, die Swoboda einsetzt, wären super. Vielleicht hat ja jemand einen Tip.

Beste Bastelgrüße aus Kaarst Wink3
(02.07.2021, 10:39)Sony-Freak-Kaarst schrieb: [ -> ]überall und die Abblock-Kondensatoren an den ICs (billige beringte 0,1 Standard-Kerkos) werden alle durch Folien ersetzt.

Bitte nicht nachmachen, keramische Kondensatoren werden hier bewußt eingesetzt um die Stromversorgung zu entkoppeln. s. hier.

Gruß, Rainer
Nach dem Hinweis bin ich noch mal weiter in die Materie eingestiegen und werde die Schaltungen jetzt nochmal im Detail abklopfen.
Es sieht halt so aus, daß Sony selber teilweise Kerkos und teilweise Folien-Cs an identischen Stellen verbaut je nach Gerät. Es sind zum Beispiel im DTC-2000 im Wandler-Teil an der Stromversorgung ausschließlich deren braune 0,1uF Folien-Kondensatoren verbaut um die beiden Wandler-Bausteine CXD2562Q herum, während im CD-Player 779ES die gleichen Wandler drin sind und hier finden sich in den analogen 5 Volt-Stromzweigen kleine, blaue Kerkos (laut SM mit 10% Toleranz), während die vier 0,1uF-Typen, die die digitalen 5 Volt "umgeben", wieder die erwähnten braunen Folien-Cs sind.
Insbesondere in den ganz teuren Geräten findet sich fast nirgendwo mehr ein axialer, liegend eingebauter Kerko, in den Oszillatoren befinden sich braune MICAs (Glimmer) von Soshin und sonst eben diese braunen Folienkondensatoren.
Ich werde allerdings wohl die Anregung aufgreifen und da, wo ich sowieso Mengenbedarf habe, mal X7R-Kerkos einbauen und bei den 1000pF-Typen an den Analogbausteinen schaue ich mal, evtl. probiere ich in meinem MDS-JA3ES mal WIMA MKCs, die sind ja sehr temperaturstabil, und ich habe dort aufgrund des Platinen-Layouts ausnahmslos 1000pf-Kerkos im 7,5mm-Raster drin.

Auf jeden Fall danke für den lehrreichen Input, die ganze mehrstündige Recherche danach hat wieder einige (Er)Kenntnisse gebracht Wink3
Wegen der Reparaturtechnung vom 77er: Nichts davon hat mit schlechtem Umgang mit dem Gerät zu tun. Außer vielleicht die erwähnten fehlerhaften Vorreparaturen. Alle aufgeführten Posten sind Standardarbeiten für jeden 77er. U. die Liste ist noch nichtmal vollständig. Hier wartet ein .PCM-2700 als Rep. Auftrag hier aus dem Forum. U. ungesehen kann ich jetzt schon sagen, das genau all dieses das Minimum sein wird, was mich erwartet. 
[Bild: IMG-20210703-151644-958.jpg]
Ich hatte an meinem 77er bislang NULL Wartungsarbeiten, wenn man mal von dem selbstverursachten Schrotten der Platine absieht, weil ich damals einen Stecker ja falsch gesetzt hatte und der Dauer-Testmode dann irreversibel war.
Allerdings weiß man ja nie, wann SMD-Elkos ihr innerstes ausgießen, das hat wohl auch mit den Betriebsstunden zu tun. 
Die aufgeführten Sachen sind jedenfalls bei mir bislang nicht aufgetreten, wobei ich ja geringe Einstellarbeiten damals selber durchgeführt habe, um das Gerät auf meinen 55er abzugleichen bzw. umgekehrt.
Am Kopfverstärker gab es keinen Handlungsbedarf und ich glaube, ich mußte nicht mal Elkos tauschen. Daß das Gerät vermutlich nicht mehr 1:1 wie ein fabrikneues oder professionell abgeglichenes läuft, dürfte klar sein, aber solange man nichts hört oder Bandsalat produziert wird, mache ich mir nicht allzu viel Gedanken.
Die Frage wird natürlich sein, wie die Sache nach dem nächsten Einschalten aussieht, denn das letzte Mal ist bereits ca. 4 Jahre her  LOL
Bin auch mal auf die Andruckrolle gespannt...
Die SMD-Elkos werde ich jedoch sehr wahrscheinlich schon vorher tauschen und wenn das Gerät dann funktioniert, gibt es eh die von mir schon erwähnten Grundkuren und -revisionen.
Hallo Liebe DAT Freunde,
Ich möchte nochmals nachfragen ob es hier nicht doch jemanden gibt der mir einen DAT Walkman reparieren könnte (TCD 7)
Würde mich über eine Antwort freuen.

Gruß Hardy
Wenn ein 77er jahrelang ungenutzt gestanden hat, könnten die Bremsbelege schon mit den Wickeltellern verklebt sein. Hier Beispiel der PCM-2700. Da geht natürlich nix mehr.


[Bild: bremse2.jpg]


[Bild: Bremse-1.jpg]
Dauertestlauf nach Vollservice. Das Display zeigt im Gegensatz zur Konsumerversion DTC-77 auch bei Wiedergabe den Overload an.    
[Bild: IMG-20210705-195911-641.jpg]
Und durch drücken auf Counter Mode und der "0" direkt die Trommelstunden.
Scheint schon gut was gelaufen zu haben wenn ich mir die LW Tasten so ansehe.
P.S: was ist mit der Margin Anzeige passiert. Ist irgendiwe weg.....
Oder "totgeblitzt"?
(06.07.2021, 13:34)gasman schrieb: [ -> ]P.S: was ist mit der Margin Anzeige passiert. Ist irgendiwe weg.....
Oder "totgeblitzt"?

Aufmerksam beobachtet, aber diesen Fauxpas lasse ich bei Dir als absoluten Dat-Kenner nicht durchgehen... kombiniere mal, der Grund ist mit der "Overload" Anzeigefunktion schon halb beantwortet. Pleasantry
Counter Mode 0 wird nur etwa 1 Sek. angezeigt. Das kann ich nicht fotografieren.
Von links nach rechts steht: 120  34 und unter PGM No: 26 FF FF.

Die Laufwerksfunktionen gehen sowas von zackig, das wünschte ich mir bei meinen DD Laufwerken. Pray Es ist natürlich eine neue Andruckrolle mit super Grip drin. Thumbsup
(06.07.2021, 20:18)Swobi schrieb: [ -> ]Aufmerksam beobachtet, aber diesen Fauxpas lasse ich bei Dir als absoluten Dat-Kenner nicht durchgehen... kombiniere mal, der Grund ist mit der "Overload" Anzeigefunktion schon halb beantwortet. Pleasantry

Ahhhh Lol1 
Es gab die erwähnte over Auslösung. Dann blinkt die Margin Anzeige und das Foto entstand genau dann, als sie eben aus war Wink3
(06.07.2021, 20:27)Swobi schrieb: [ -> ]Von links nach rechts steht: 120  34 und unter PGM No: 26 FF FF.

Also so:
01H20M34S   ?

Dann 120 Std und 34 Min
(06.07.2021, 22:06)gasmann schrieb: [ -> ]
(06.07.2021, 20:18)Swobi schrieb: [ -> ]Aufmerksam beobachtet, aber diesen Fauxpas lasse ich bei Dir als absoluten Dat-Kenner nicht durchgehen... kombiniere mal, der Grund ist mit der "Overload" Anzeigefunktion schon halb beantwortet. Pleasantry

Ahhhh Lol1 
Es gab die erwähnte over Auslösung. Dann blinkt die Margin Anzeige und das Foto entstand genau dann, als sie eben aus war Wink3

Na bitte, hab nix anderes von Dir erwartet, als das Du das fix rausfindest Thumbsup
Hier ein 55er LW, bei dem der Eigentümer mehrere R.T. nicht mehr einstellen konnte. Da fiel der Verdacht gleich auf die Drehkränze. Die Beweglichkeit war OK, Getriebe auch. Aber was dann ?

Die sichtbare Ursache erst nach Komplettzerlegung. Heftigste Kratzspuren durch eine falsch eingebaute Feder. Durch Blockade des Drehkranzes fährt der Mitnehmer für die Andruckrolle nicht mehr in die richtige Position. Kleines Detail bei der Montage, aber elementar.




[Bild: IMG-20210709-233729-382.jpg]





Hier die Feder in der richtigen Einbaulage.


[Bild: Feder.jpg]
Der Rotary Encoder hat den klassischen Riss quer durch das eine Loch  LOL
Dem Gerät waren drei R.T. mit Nachbauzahnrädern beigelegt. Mit keinem konnte der Abstand der Andruckrolle zum Capstan eingestellt werden.
Die konnten doch nicht alle kaputt sein ?
Hab dann trotzdem mal ein originales, aber wie schon erkannt, gerissenes Zahnrad eingebaut. Das hält zumindest noch. Aber auch mit diesem war kein Einstellen möglich.
Den auffälligsten Hinweis auf den Zahnkranz hab ich sogar noch ignoriert: Das etwas unkultivierte Einfädelgeräusch. Ich dachte noch so, jedes Laufwerk "klingt" halt etwas anders. Floet
Hier gibts einen gut bebilderten Reparaturbericht zu diesem Laufwerk. (DTC-500ES). Ist allerdings nicht vollständig.
http://tatu500.livedoor.blog/archives/1479432.html